Ferritin1100

30.11.09 16:32 #1
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Ferritin1100

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo Pita,

Du gibst Dir ja viel Mühe, aber Abendflieger hat geschrieben:
Hämochromatose ist nicht und

Hb in Ordung also keine Anämie, für mich trifft daher alles, im Link beschriebe, nicht zu. Siehst Du mehr?
Zu Deiner Frage: Ferritin von 1000 bei H-Patienten ist nicht gefährlich sondern,daß wenn nichts getan wird, der F-Wert sehr hoch steigen kann.

Susi,
Hg ist nun wirklich nicht für alles auf dieser Welt zuständig und mit erhöhten Ferritin hat es nichts zu tun, oder?

vG Peter

Ferritin1100

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Peter

Ausser den Anämien ist da noch die Atransferrinämie.
Transferrin ist bei ihm aber auch ok.
Du hast also Recht, den Link betr. sekundäre Eisenüberladung kann man abhaken.

Meines Wissens wird ein Ferritin von 1000 und mehr bei HH-Patienten als erheblich angesehen und man geht von möglichen Organschäden aus.
Heutzutage ist eine Leberbiopsie nur noch bei negativem Gentestergebnis, bei sehr hohem Ferritinwert (Ferritin> 1000 ng/ml) oder Hinweisen auf einen Leberschaden nötig. Nicht in allen unklaren Fällen ist die Leberpunktion zwingend erforderlich, da es Möglichkeiten der erweiterten Abklärung gibt, um seltene Mutationen zu erfassen und nichtinvasive Methoden zum Nachweis einer Eisenüberladung genutzt werden können.
Hämochromatose-Forum - Erfahrungen und Informationen zur Eisenspeicherkrankheit
Ein Gentest ist wohl leider auch nur zu ca. 85% sicher (ebenfalls im obigen Link nachzulesen).

Natürlich soll Abendflieger auch den von dir angegebenen Werten nachgehen.

Liebe Grüsse
pita

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knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Guten Morgen pita,

Deine Zeilen haben mich erfreut. Gerade im Wissen um das med. Eisen ist zZ viel im Fluß und weiterhin ist noch vieles unklar. Gerade im Hinblick auf Krebs- Nieren- und Herzpatienten mit Anämien wird eine Eisengabe als lebenswichtig angesehen. Eisen gilt als stärkstes Mittel um die Schwermetallaufnahme, einschl. Hg,des Körpers zu vermeiden.

So wird, wie schon von mir beschrieben, die Höhe des Ferritins unterschiedlich diskutiert,
natürlich lagert sich Ferritin [Eiweis+Eisen] im Körper ab, muß aber dadurch noch lange nicht zu Schäden führen. Ich selbst hatte durch Eisen iV einen Ferritin-Wert über 3000
und damit keine Probleme, Leberwerte alle ok.

Bitte nicht falsch verstehen, Ferritin bis 1000 ng/mml wie beschrieben, würde ich auch hier so stehen lassen.

einen sonnigen Tag wünscht
Peter

Ferritin1100

Ironman ist offline
Beiträge: 20
Seit: 10.11.08
Hallo Abendflieger

Nach einem Jahr "Funkstille" hätte ich gerne gewusst, wie es Dir so geht. Im deutschen Haemochromatose-Forum habe ich über meine Experimente mit den Aderlässen geschrieben. Nach ca. 5 AL à 900 ml war mein Ferritinwert von 1000 auf 500 gesunken. Doch fühlte ich mich nicht besser - im Gegenteil. Da habe ich das Experiment 1 abgebrochen und warte nun geduldig, bis ich den Ferritinwert 1000 in einem Experiment 2 wieder erreicht habe, wo ich mich wohler fühlte. Leider kann man den "Wohlfühlfaktor" im But noch nicht messen !!!

Dafür habe ich bei 23andme mit einer Speichelprobe mein Genom für Aktionspreis von 99 Dollar entschlüsseln können, was mit sehr viele neue Erkenntnisse gebracht hat.

Dir wünsche ich als pensionierter Zahnarzt das Allerbeste für Deine Gesundheit und freue mich auf ein gelegentliches feedback.

André Bachmann alias Ironman 2


PS. Meine Erkenntnisse zu Haemochromatose habe ich auf meiner Homepage in einem Picasa-Album zusammengefasst.

Geändert von Malve (25.04.11 um 18:16 Uhr)

Ferritin1100

Abendflieger ist offline
Themenstarter Beiträge: 59
Seit: 30.11.09
Hallo Ironman

im nun dritten Jahr des "Ruhestandes" geht es mir sehr gut. Ich treibe viel Sport (am liebsten Gleitschirmfliegen ) und fühle mich gesund.
Meine Ferritinwerte sind immer noch gleich hoch. Alle anderen Werte sind in Ordnung. Habe eine molekulargenetische Diagnostik durchführen lassen; alle Ergebnisse negativ. ich bin mit meinem Internisten so verblieben, daß wir keine weitere Untersuchungen durchführen; dies sind nicht relevant für eine Behandlung. Ich lasse meine Werte halbjährlich überprüfen und werde reagieren, wenn sich etwas ändert. Sonst lebe ich mit meinem Wert lustig weiter. Meistens vergesse ich diesen Befund, er ist mir nicht gegenwärtig.
Ich hoffe, dir geht es gut:

Abendflieger

Ferritin1100

Ironman ist offline
Beiträge: 20
Seit: 10.11.08
Hallo Abendflieger

Es freut mich sehr, von Dir zu hören, dass es Dir trotz erhöhten Ferritinwerten weiterhin gut geht. Da haben wir neben unserem Beruf eine weitere "Seelenverwandtschaft".
Besonders beeindruckt hat mich, wie Du die Sache so locker nehmen kannst und Deine Energien in den Sport und in die "frische Luft" stecken kannst. Weiter so !!! Als Gleitschirmflieger stehts Du eh über der Sache ...

Über den google alert habe ich zu HEPCIDIN. dem Regulator-Hormons für den Eisenstoffwechsel, eine neue Studie aus Heidelberg erhalten. Kennst Du Deinen Hepcidin-Level ?
In der Schweiz gibt es nach Auskunft meiner Schweizer-Arztkollegen bislang kein Labor, wo man dies testen könnte.

Grüessli André


Kleinste Nukleinsäurestückchen regulieren Schlüsselenzym des Eisenstoffwechsels
Dr. Annette Tuffs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg

28.04.2011 15:29
Leberspezifische Mikro-RNA beeinflusst Eisenmenge im Körper / Heidelberger Wissenschaftler veröffentlichen im „Journal of Clinical Investigations“
Heidelberger Wissenschaftler haben jetzt gezeigt, dass kleinste Nukleinsäurestückchen, die leberspezifische Mikro-RNA miR-122, über das Schlüsselhormon des Eisenstoffwechsels Hepcidin die Eisenmengen im Körper regulieren können. Die Studie des Teams der Molecular Medicine Partnership Unit (MMPU) von Professor Martina Muckenthaler, Arbeitsgruppenleiterin für Molekulare Medizin am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg, und Professor Matthias Hentze, Associate Director des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL), in Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) wurde im „Journal of Clinical Investigations“ veröffentlicht.

Forschungsprojekte zu miRNAs sind ein relativ neues und sehr aktuelles Thema in der molekularen Medizin. Man geht davon aus, dass die Aktivität eines Drittels unserer Gene durch Mikro-RNAs (miRNAs), reguliert wird. Wird ein aktiviertes Gen abgelesen, entsteht eine Boten-RNA, die sich mit der Eiweißproduktions-Maschinerie verbindet, um ein bestimmtes Eiweiß herzustellen. MiRNAs greifen zwischen Gen- und Eiweißproduktion in die Regulation ein, indem sie sich spezifisch an bestimmte Boten-RNAs anlagern und diese entweder bei ihrer Aufgabe behindern oder gleich ganz abbauen. MiRNAs spielen vor allem beim Gen-Silencing, also bei der Hemmung der Genaktivität, eine Rolle. MiR-122 ist eine häufig vorkommende, leberspezifische miRNA, die für die Regulation verschiedenster Leberfunktionen verantwortlich ist.

miR-122 beugt Eisenmangel vor

In ihren Untersuchungen zeigten die Forscher, dass miR-122 dafür sorgt, dass dem Stoffwechsel ausreichend Eisen zur Verfügung steht. Dabei hemmt miR-122 die Boten-RNAs sogenannter „Eisenfühler“. Das sind Eiweiße, die die Eisenspiegel messen und bei hohen Konzentrationen das Schlüsselhormon des Eisenstoffwechsels Hepcidin aktivieren. Hepcidin hemmt die Eisenaufnahme aus dem Darm und die Freisetzung von Eisen aus den Eisenspeichern, vor allem der Leber, und reguliert dadurch den Eisenspiegel im Blut. Die „Eisenfühler“ und Hepcidin schützen den Organismus also vor einer Eisenüberladung. Das ist wichtig, da überschüssiges Eisen von Säugetieren nicht ausgeschieden werden kann. Muckenthaler und ihre Kollegen fanden heraus, dass die Blockade von miR-122 zu einem Anstieg von Hepcidin und seinen Aktivatoren führt, so dass gesunde Mäuse einen Eisenmangel entwickeln.

Modifizierende Wirkung auf Eisenanreicherung bei Eisenspeicherkrankheit möglich

Die Wissenschaftler stellten bei Mäusen mit erblicher Eisenspeicherkrankheit (ähnlich der menschlichen Hämochromatose) fest, dass die miR-122 Konzentrationen deutlich vermindert waren. Auch in Leberbiopsien von Hämochromatose-Patienten fanden die Forscher reduzierte miR-122 Mengen. Die erbliche Hämochromatose ist eine häufige Eisenspeicherkrankheit, die unter anderem dadurch gekennzeichnet ist, dass die Leber infolge übermäßiger Eisenspeicherung allmählich zerstört wird. Ursache ist ein Defekt verschiedener Eisenregulatoren, unter anderem der „Eisenfühler“ oder des Hepcidins.

„Nicht bei allen genetisch Betroffenen kommt es zu Krankheitssymptomen. Deshalb ist es von besonderem wissenschaftlichem Interesse, Einflussfaktoren zu identifizieren, die die Ausprägung der Erkrankung mitbestimmen“, erklärt Muckenthaler.

„MiR-122 könnte ein solcher modifizierender Faktor sein, der die krankhafte Eisenanreicherung bei der erblichen Hämochromatose beeinflusst“, ergänzt Mirco Castoldi, Erstautor der Studie und Mitglied des MMPU Teams. „Vielleicht sind die niedrigen miR-122 Spiegel aber auch nur Folge der überhöhten Eisenspiegel und ein Marker ohne funktionelle Konsequenz. Die genauen Stoffwechselabläufe müssen wir noch eingehend untersuchen. MiR-122 könnte in Zukunft ein interessantes, therapeutisches Ziel sein.“

Hervorragende Zusammenarbeit der Heidelberger Forschungseinrichtungen

Die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg und das EMBL arbeiten bereits seit 2002 im Rahmen der MMPU erfolgreich zusammen. Die MMPU hat es sich zum Ziel gesetzt, molekularbiologische Grundlagenforschung mit klinischer Medizin zu verknüpfen und so ein tieferes Verständnis für verschiedene Erkrankungen zu erlangen. An dieser Studie waren auch Mitglieder der Arbeitsgruppe Schirrmacher und der Arbeitsgruppe Klingmüller aus dem DKFZ beteiligt, was die intensive Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen in Heidelberg eindrucksvoll aufzeigt.

Weitere Informationen:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Iron-homeostasis-in-health-and-disease.101688.0.html

The liver-specific microRNA-122 controls systemic iron homeostasis in the mouse. Mirco Castoldi, Maja Vuji? Spasi?, Sandro Altamura, Joacim Elmén, Morten Lindow, Judit Kiss, Jens Stolte, Richard Sparla, Lorenza A. D’Alessandro, Ursula Klingmüller, Robert E. Fleming, Thomas Longerich, Hermann J Gröne, Vladimir Benes, Sakari Kauppinen, Matthias W. Hentze, and Martina U. Muckenthaler. J Clin Invest. 2011;121(4):1386–1396. doi:10.1172/JCI44883.

Kontakt:

Prof. Martina U. Muckenthaler, PhD
Kinderklinik III - Hämatologie, Onkologie, Immunologie, Pneumologie
Universitätsklinikum Heidelberg,
Tel.: 06221-56-6923
E-Mail: Martina.Muckenthaler@med.uni-heidelberg.de

Prof. Dr. Matthias W. Hentze
EMBL, European Molecular Biology Laboratory
Tel.: 06221-387501
E-Mail: hentze@embl.de

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

UniversitätsKlinikum Heidelberg: Startseite

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
UniversitätsKlinikum Heidelberg: Aktuelles

Ferritin1100

Ironman ist offline
Beiträge: 20
Seit: 10.11.08
Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Guten Morgen pita,

Deine Zeilen haben mich erfreut. Gerade im Wissen um das med. Eisen ist zZ viel im Fluß und weiterhin ist noch vieles unklar. Gerade im Hinblick auf Krebs- Nieren- und Herzpatienten mit Anämien wird eine Eisengabe als lebenswichtig angesehen. Eisen gilt als stärkstes Mittel um die Schwermetallaufnahme, einschl. Hg,des Körpers zu vermeiden.

So wird, wie schon von mir beschrieben, die Höhe des Ferritins unterschiedlich diskutiert,
natürlich lagert sich Ferritin [Eiweis+Eisen] im Körper ab, muß aber dadurch noch lange nicht zu Schäden führen. Ich selbst hatte durch Eisen iV einen Ferritin-Wert über 3000
und damit keine Probleme, Leberwerte alle ok.

Bitte nicht falsch verstehen, Ferritin bis 1000 ng/mml wie beschrieben, würde ich auch hier so stehen lassen.

einen sonnigen Tag wünscht
Peter
Hallo Abendflieger und Hallo Peter

Als "Vollblut-Zahnarzt" habe ich vor 25 Jahren mal meine Quecksilberwerte aus Interesse an der Forschung getestet.
Der Befund hat meinen Arzt mehr erschreckt als mich selber: 14'000 nanomol Hg bei einem oberen Grenzwert von 200 nanomol.

Diagnose "hochvergiftet", da 70 mal höher als der oberere Grenzwert. Im Prinzip müsste ich eigentlich schon gestorben sein - so die etwas überspitzte Aussage des Arztes.
Ich bin und war aber immer kerngesund. Könnte es dieser Theorie gemäss möglich sein, dass mich das erhöhte Eisen dank Haemochromatose (Compound Heterozygot) vor einer Hg-Vergiftung geschützt hat? Es wurden keine Hg-Ausleitungen mit Selen gemacht, da ich gesundheitlich topfit war/bin.

Vor einem Jahr habe ich den Hg-Test (mit Dimaval) beim gleichen Arzt wiederholt: Der Hg-Wert war auf ca. 100 nanomol spontan gesunken.
Sein Statement: Irgendwie hat es mein Körper geschafft, sich selber von dem Hg-Ueberschuss zu befreien.

Liebe Grüsse

André Bachmann alias Ironman alias Asterix und Obelix

PS: Kennt jemand ein Labor in der Schweiz, wo man den Hepcidinwert bestimmen kann (Hepcidin = Eisenregulationshormon)
Gibt es Studien zu der Aussage: "Eisen gilt als stärkstes Mittel um die Schwermetallaufnahme, einschl. Hg, des Körpers zu vermeiden."

Geändert von Ironman (07.05.11 um 15:06 Uhr)


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