Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam? Depression?

30.11.09 11:38 #1
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Frank183 ist offline
Beiträge: 561
Seit: 29.11.09
Hallo zusammen,

wie so viele andere hier bin auch ich mittlerweile extrem verzweifelt. Vielleicht hat ja noch jemand einen Tipp für mich.

Ich bin 40 Jahre alt und war noch nie in meinem Leben wirklich krank. Die gelegentliche Erkältung, „Montezumas Rache“ im Urlaub, ein gebrochener Unterarm vor 15 Jahren … aber wirklich krank war ich noch nie. Das einzige was mir seit 20 Jahren zu schaffen macht, sind Hautabzesse, die immer mal wieder kommen und gehen.

Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich plötzlich am rechten Oberschenkel nahe der Hüfte eine große rote Stelle, es fühlte sich an, als hätte man ein Kabel unter der Haut verlegt, dies war auch sehr schmerzhaft. Der Arzt meinte, es müsse sich wohl um einen Abzess handeln und empfahl mir, dies chirurgisch untersuchen zu lassen, sprich: aufschneiden und nachschauen. Dummerweise wollte ich aber 2 Tage später in Urlaub fahren, den ich auch keinesfalls hätte verschieben können. Also gab er mir auf meinen ausdrücklichen Wunsch und gegen seine Empfehlung ein starkes Antibiotikum: Cefuhexal 500mg (Wirkstoff Cefuroxim), 3 mal tägich, also 1,5 Gramm pro Tag, über 8 Tage. Das habe ich genommen und der „Abszess“ ging auch ganz schnell wieder zurück, außer gelegentlichem leichten Brennen in der Magengegend hatte ich keine Nebenwirkungen. (Nebenbei gesagt, es hat sich später herausgestellt, dass der „Abszess“ höchstwahrscheinlich eine Venenentzündung war …)

Ca. 5 Tage später wurde mir von einer Sekunde auf die andere schwindelig, einhergehend mit Tinnitus (ganz hohes Pfeifen/Rauschen, so etwa wie ein alter Fernseher), dazu war mir flau und ich hatte das Gefühl umzukippen. Seitdem bin ich dieses Problem nicht mehr losgeworden. Es war mal mehr, mal weniger vorhanden, aber ganz weg war es seit dem nicht.
Eine Woche später kam ich ins Krankenhaus weil ich dachte, dass ich einen Herzinfarkt bekommen würde. Es stelle sich heraus, dass es „nur“ hoher Blutdruck (hypertensive Krise) war. Ich habe kurzzeitig einen Blutdrucksenker eingenommen (Delix), aber der Blutdruck hat sich wieder normalisiert, wenn ich gelegentlich messe, kann der Blutdruck mal bis zu 150/100 sein, aber wenn ich mich 5 Minuten ruhig hinsetze, ist er wieder auf 130/80, wenn ich morgens früh direkt nach dem Aufwachen messe, ist er sogar noch etwas niedriger.

Aber vor allem der Schwindel und dieses flaue Gefühl sind nie wirklich weggegangen. Der Tinnitus auch nicht, aber der stört mich nicht so sehr.
Ich habe seit dem mehr Arztpraxen kennengelernt als andere in ihrem ganzen Leben. Die durchgeführten Untersuchungen:
- Herz/Kreislauf: Ultraschall des Herzens bei einem Kardiologen, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG, alles mehrfach durchgeführt. Ergebnis: Herz nicht nur „ok“, sondern für mein Alter sogar sehr gut.

- HNO-Untersuchung: komplette Untersuchung, inkl. Spülen der Ohren mit lauwarmem Wasser und Messung der Augenbewegungen. Schlafanalysegerät für eine Nacht um Schlafapnoe und Probleme durch Schnarchen auszuschließen. Ergebnis: alles bestens.

- Kernspin vom Kopf, alles in Ordnung

- Internistische Untersuchungen inkl. Ultraschall aller wesentlichen Arterien und Venen von Kopf bis Fuss. Auch hier: für mein Alter nicht nur „ok“, sondern sehr gut

- Neurologische Untersuchung: EEG, Ultraschall der Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, Messung der Reizleitungsgeschwindigkeiten (so Elektroschocks), alles bestens

- Blutuntersuchungen: auch keine großen Auffälligkeiten. Etwas hohes Cholesterin und Fettsäuren, aber nichts wirklich auffälliges oder beunruhigendes. Es wurden auch Tumormarker gemessen, auch negativ.

- Untersuchungen auf Borreliose, FSME, Diabetes, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, alles negativ

Zu dem Schwindel hat sich dann nach und nach Angst hinzu gesellt, die bis hin zu leichten Panikattacken ging. Deshalb habe ich vor ca. 4 Monaten eine Psychotherapie begonnen.
Naja, ich muss sagen, dass das eigentlich eine tolle Sache ist. Ich lerne viel über mich, es gelingt mir gut, alte Verhaltensmuster aus der Kindheit abzulegen und überhaupt mal ein bisschen „aufzuräumen“ mit der Vergangenheit. Die Angstzustände sind auch wieder verschwunden, schön und gut. Ich habe auch wirklich das Gefühl, das mich das persönlich enorm weiterbringt. Aber der Schwindel ist immer noch da.

Was ich allerdings merke: in Situationen, in denen ich aufgeregt bin, „Angst“ vor etwas habe (z.B. ein schwieriges Gespräch, eine Reise o.ä.), dann wird der Schwindel stärker. Mit “Angst“ meine ich dabei nicht Angst+Panik, nur so eine „normale“ Angst, wie man sie eben nun mal so hat. Wie eben bei Prüfungen, Lampenfieber, so was in der Art.

Jetzt drehe ich mich irgendwo im Kreis: Die Ärzte, die nichts Organisches finden, wollen mir natürlich eine Depression einreden. Allerdings: vor einem Jahr, als das alles losging, ging es mir seelisch/psychisch besser denn je, hatte weniger Stress und Problemchen denn je, beruflich und privat standen alle Ampeln auf „grün“. Das ergibt einfach keinen Sinn. Auch in der Psychotherapie kommt ja nichts gravierendes heraus, was da irgendwie darauf hindeuten könnte.

Andererseits ist mein Leben jetzt seit einem Jahr so heftig beeinträchtigt, das ich auch einen Riesenfrust schiebe, der vielleicht langsam in eine Depression umzuschlagen droht.
Ein Neurologe hat mir gesagt, dass es auch Depressionen ohne seelischen Grund gibt, einfach eine „Disbalance“ im Gehirn. Man weiß aber nicht warum. Nur, dass es sich bei den meisten wieder einrenkt. Auch hier weiß man nicht warum. Er empfiehlt Psychopharmaka, obwohl diese nicht heilen, sondern lediglich die Symptome lindern. Allerdings muss man diese mit „Trial+Error“ ausprobieren, die Nebenwirkungen können übelst sein. Soso …

Zeitweise hatte ich auch Stiche in der Herzgegend und in der Brust. Die sind wieder weg, dafür habe ich jetzt als Neuestes ein taubes Gefühl in Armen und Beinen, dazu kalte Hände und Füße. Nicht wirklich „taub“ eher etwas „lahm“, sozusagen die Vorstufe zum Muskelkater, wenn man Sport gemacht hat, aber nicht so heftig, dass die Muskeln am nächsten Tag schmerzen, sondern nur etwas „lahm“ sind.

Bis jetzt haben zwei Ärzte etwas einigermaßen Brauchbares gefunden:
Die eine Ärztin hat Blockaden in der Wirbelsäule festgestellt, vor allem beim „Atlas“, der oberste Halswirbel. Sie renkt diese mit „manueller Therapie“ wieder ein und „stabilisiert“ es mit Akkupunktur und Neuraltherapie. Das bringt immer mal eine gewisse Linderung, aber die Wirbel sind nicht stabil, sie blockieren immer wieder. (Verdrehen, verkanten, o.ä.)

Mein Zahnarzt, der auch Heilpraktiker ist, hat eine Amalgambelastung festgestellt, einhergehend mit Candida Albicans Pilz – Besiedlung. Seit ca. 6 Wochen nehme ich jetzt eine Ausleitung dafür ein. Er meint, die Amalgambelastung sei schon niedriger geworden und in ca. weiteren 6 Wochen sollte das Amalgam draußen sein, danach würde dann auch der Pilz dran kommen.

Es ist nur so, dass er das mit einem Biotensor misst, der an einen Computer angeschlossen ist. Naja, wie soll ich sagen, ich bin grundsätzlich offen für solche Dinge, auch für Homöopathie, etc. allerdings fehlt mir irgendwie manchmal doch der Glaube. Ich hoffe aber natürlich sehr, dass er recht hat. Er behauptet zwar nicht, dass alle Problem danach definitiv weg sind, aber er sagt bei Amalgam und Candida wundern ihn meine Symptome kein bisschen.

Nun, wer das bis hierhin gelesen hat: hat jemand von Euch schon mal etwas ähnliches erlebt ? Fällt jemandem was dazu vielleicht irgendetwas ein ? Tipps, Hinweise ? Was könnte es noch sein ?

Hat jemand, der Depressionen hat oder hatte auch mit Schwindel und Tinnitus zu kämpfen ?

Was mir noch einfällt: ich habe einige Reisen nach Asien gemacht, die letzte ist allerdings schon fast 5 Jahre her. Könnte ich mir da vielleicht irgendeinen Erreger eingefangen haben, der jetzt erst „raus“ kommt ? Die bisherigen Ärzte meinen, wenn das so wäre, dann müssten ja auch die Leukozyten erhöht sein, was man im Blutbild sehen würde. Aber vielleicht gibt es da ja noch andere Dinge. Wer kann denn so was feststellen. Geht sowas vielleicht mit Dunkelfeldmikroskopie ?

Wie auch immer, ich wäre um jeden Tipp sehr, sehr dankbar. Euch allen gute Besserung !

Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam ? Depression ?

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 561
Seit: 29.11.09
Vielen Dank für die Links !

Fällt vielleicht sonst noch irgendjemandem was ein ... ?

Viele Grüße
Frank

Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam? Depression?

Glutenlady ist offline
Beiträge: 83
Seit: 20.11.09
Hallo Frank183 willkommen im Club

wie du vielleicht schon gelesen hast gibt es parallelen von dir zu mir .
ich hatte 2006 ein schweren Schicksalschlag erlitten dabei wurde mein HWS , der Unterkiefer aus der Kuhle und meine komplette Wirbelsäule verletzt/traumatisiert.
Mir war schwindelig , Herzrasen , Schmerzen in der Linken Brust ... ich kam dann 2008 in Krankenhaus mit verdacht auf Herzinfarkt ... Fehlalarm . Bin dann endlich zum HNO arzt gekommen der mich seiner seits an einen Orthopäden verwiesen der wiederum ränkte mich ein . Es gab eine Verbesserung , Schwindel war weg was geblieben ist sind die Lähmungserscheinungen der Linken Körperhälfte also Neurologische Untersuchungen:, MRT ohne Befund, Impuls Setzung durch Strom die ergaben dann eine Verlangsamung der Impulse linksseitig unerklärlicher Ursache vorliegt . Organisch ist alles O.K Nun hoffe ich dass durch die ganzheitliche Zahnbehandlung dieser Störfaktor aus dem Körper geleitet wird und ich einiger maßen wieder schmerzfrei und lähmungsfrei leben kann
Ach ja Rehamaßnahmen wie Krankengymnastik und Manuelle Therapie brachten keine Linderungen eher wurde alles verschlimmert, anstelle das Muskel aufgebaut worden wären wurde die ganze Sache schlimmer, was half war wärme und absolute Ruhe
Gute Besserung
wünscht die Glutenlady

Geändert von Glutenlady (01.12.09 um 12:23 Uhr)

Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam? Depression?

Apfelbluete ist offline
Beiträge: 8
Seit: 23.11.09
Hallo Frank,

Wie lange bleibt der Atlas nach der manuellen Behandlung stabil? Und welche anderen Wirbel sind blockiert?

Ich habe diverse Blockaden und kenne einige deiner Symptome. Bei mir dauert es nach einem erfolgreichen Einrenken ein paar Tage, bis sich die vegetativen Symptome (Schwindel, Übelkeit, unspezifische Angstgefühle, Schweissausbrüche) beruhigen.

Durch manuelle Therapie habe ich diese paar Tage nicht erreichen können. Seit ich mich durch eine Chirotherapeutin behandeln lasse, wird nun alles besser und ich kann meine Wirbel meist selber mobilisieren. Ein Versuch wert wäre auch Osteopathie, die arbeiten nicht so hauruckmässig und behandeln nicht nur die Knochen, sondern auch die Muskeln (denn irgendetwas zieht die Wirbel ja aus der Bahn...). Grosse Linderung verschaffen mir zudem Dehnübungen und Triggertherapie selfmade (besonders, was Übertragungsschmerz oder Hartspann an Hals und Hinterkopf macht), da springen die "Auswanderer" gerne von selber zurück, sofern sie überhaupt noch aus der Reihe tanzen. Doch Vorsicht: beim Dehnen keine Positionen einnehmen, welche zuviel Druck auf die Wirbel ausüben. Also z.B. den Kopf ganz lang ziehen (lassen) aber nicht zu weit seitlich oder nach hinten.


Viel Glück

Apfelblüte


PS. Tinitus habe ich, wenn der Kopfwendemuskel einen Krampf hat...

Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam? Depression?

helena77 ist offline
Beiträge: 44
Seit: 03.11.09
Hallo!

Ich habe auch mit Schwindel meine Probleme, seit ca. einem halben Jahr. Die Ärzte-Odysee habe ich auch durchgemacht bzw. stecke immer noch mitten drin. Wo gesucht wird, wird meiner Erfahrung nach auch immer etwas gefunden, so habe ich mittlerweise auch diverse Ängste und bin in Bezug auf meinen Körper etwas paranoid geworden. ich denke halt immer jetzt gehts gleich wieder los und da ich in meinem ganzen Leben jetzt derart eingeschränkt bin, habe ich auch Tage an denen ich nur heulen könnte, man "funktioniert" irgendwie nicht mehr.

Leider ist bei mir und wohl auch bei vielen anderen (wie ich hier so gelesen habe) die Ursachenforschung wohl das bestimmende Thema, richtig sicher ob es an diesem oder jenen liegt, bin ich mir auch nicht mehr. Erst war es die Fehlstellung der HWS, dann war es die Brücke, dann jetzt eine Bandscheibenprotrusion.

Im ersten Moment freue ich mich immer wenn etwas gefunden wurde, dann kann man wenigstens irgendwo anfangen, geholfen hat aber leider bis jetzt noch nichts...

Bezüglich des Zusammenhangs Psyche/Körper mache ich mir aber auch Gedanken: habe vor ca. 4 Jahren eine starkes Erlebnis gehabt dass mehrere Ängste bei mir ausgelöst hat, der Hals steht ja für Ängste, ob da dann letzlich auch ein Zusammenhang besteht?

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft für Deinen weiteren Weg, und drücke Dir die Daumen, nicht unterkriegen lassen

Liebe Grüße,
Helena

Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam? Depression?

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Hallo Frank,
hast Du denn noch Amalgamfüllungen? Wie leitet Dein Arzt das Amalgam aus?
__________________
Liebe Grüße Carrie

Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam? Depression?

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 561
Seit: 29.11.09
Zitat von Apfelbluete Beitrag anzeigen
Hallo Frank,

Wie lange bleibt der Atlas nach der manuellen Behandlung stabil? Und welche anderen Wirbel sind blockiert?
Hallo Apfelblüte,

idR ist es so, dass es ca. 24h dauert, bis ich eine Linderung verspüre. Diese Linderung hält dann unterschiedlich lange an. Am Anfang waren es nur 1-2 Tage, nach ca. 15 Sitzungen hat es dann länger gehalten, in besten Zeiten 1-2 Wochen, jetzt ist es wieder schlechter geworden und die Sitzungen sind häufiger. Zeitweise waren Brustwirbel blockiert (weiß jetzt nicht mehr genau welche), da hatte ich dann diese Herzstiche/Brustschmerzen. Das ist seit ca. 2 Monaten verschwunden, diese Wirbel scheinen gerade stabil zu sein. Außerdem waren noch Lendenwirbel blockiert, das scheint jetzt auch dieses Gummigefühl in Armen und Beinen zu verursachen, morgen habe ich wieder Sitzung, mal sehen, ob es sich dann noch mal ein bisschen verbessert.

Die Ärztin mein allerdings auch, dass die Ursache "tieflliegende Ängste" seien, sie spricht von "Angstdepression" und will mich in eine psychologische Tagesklinik überweisen (nicht Psychatrie), wo das Problem dann intensiv bearbeitet werden soll. Weiß nicht so recht, was ich davon halten soll ...

Ich habe diverse Blockaden und kenne einige deiner Symptome. Bei mir dauert es nach einem erfolgreichen Einrenken ein paar Tage, bis sich die vegetativen Symptome (Schwindel, Übelkeit, unspezifische Angstgefühle, Schweissausbrüche) beruhigen.

Zitat von Apfelbluete Beitrag anzeigen
Durch manuelle Therapie habe ich diese paar Tage nicht erreichen können. Seit ich mich durch eine Chirotherapeutin behandeln lasse, wird nun alles besser und ich kann meine Wirbel meist selber mobilisieren. Ein Versuch wert wäre auch Osteopathie, die arbeiten nicht so hauruckmässig und behandeln nicht nur die Knochen, sondern auch die Muskeln (denn irgendetwas zieht die Wirbel ja aus der Bahn...). Grosse Linderung verschaffen mir zudem Dehnübungen und Triggertherapie selfmade (besonders, was Übertragungsschmerz oder Hartspann an Hals und Hinterkopf macht), da springen die "Auswanderer" gerne von selber zurück, sofern sie überhaupt noch aus der Reihe tanzen. Doch Vorsicht: beim Dehnen keine Positionen einnehmen, welche zuviel Druck auf die Wirbel ausüben. Also z.B. den Kopf ganz lang ziehen (lassen) aber nicht zu weit seitlich oder nach hinten.
Wie lange hält denn den Effekt nach der chritherapeutischen Behandlung an ? Und man kann da selber Übungen machen ? Tell me more ! Bittebittebitte ...

Vielen Dank
Frank

Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam? Depression?

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 561
Seit: 29.11.09
Zitat von Carrie Beitrag anzeigen
Hallo Frank,
hast Du denn noch Amalgamfüllungen? Wie leitet Dein Arzt das Amalgam aus?
Hallo Carrie,

also, das ist so: vor ca. 10 Jahren habe ich mir meine Amalgamfüllungen rausmachen lassen, da wurde dann als Provisorium ein Zahnzement eingesetzt (ich glaube "Ketac Cem" oder so ähnlich). Damals wurde auch eine Ausleitung gemacht, aber möglicherweise war die nicht ausreichend.

Nun hat dieses "Provisorium" fast 10 Jahre gehalten und ich habe mich nicht weiter drum gekümmert, wer geht schon gerne zum Zahnarzt ...

Dann wurden diese Füllungen aber porös und es war an der Zeit, diese mal durch permanente Keramik-Inlays zu ersetzen.

Besagter Zahnarzt hat dann vorher mit seinem Biotensor gemessen und meinte es wäre noch eine Amalgambelastung vorhanden, die solle man doch ausleiten. Ich dachte "ok, sollte man wohl machen", habe mich das aber nicht weiter beachtet. Dann kamen die Schwindelprobleme, danach erst wurden die Zementfüllungen raus- und die Keramikfüllungen reingemacht. Sprich: ich lag schon mit starkem Schwindel im Zahnarztstuhl. Der Zahnarzt meinte, das könnte vom Amalgam kommen, aber ehrlich gesagt habe ich das erstmal nicht weiter beachtet.

Erst vor ca. 6-8 Wochen fiel mir das wieder ein und ich dachte, ok, das sollte ich auf jeden Fall noch probieren. Bei der neuerlichen Untersuchung wurde dann eben auch Candida albicans gemessen. Seine Theorie ist, dass das starke Antibiotikum die Darmflora platt gemacht hat, und dadurch den Pilz, den im Prinzip fast jeder in sich hat, so richtig zum "Aufblühen" gebracht wurde, da ihm nun der natürliche Feind in Form der Darmbakterien fehlte. Nun sagt man, dass die Stoffwechselprodukte des Pilzes toxisch sind (Mykotoxine) und diese auch auf das zentrale Nervensystem wirken, was dann Schwindel und Angst bedingt.

Ausgeleitet wird mit DMSA, dazu Aurum Metallicum D30, Albicansan, Mucokehl, Quentakehl.

Nachdem vor ca. 2 Wochen nachgemessen wurde, meinte er, die Amalgambelastung wäre schon erheblich reduziert, nach weiteren 6 Wochen (also jetzt noch 4) wäre es dann verschwunden und dann würde auch der Pilz gehen. Bei den meisten Patienten würden dann die Beschwerden schlagartig besser werden. Sein Wort in Gottes Ohr ...

Seit 1 Jahr Schwindel - Amalgam? Depression?

Frank183 ist offline
Themenstarter Beiträge: 561
Seit: 29.11.09
Zitat von helena77 Beitrag anzeigen
Hallo!

Ich habe auch mit Schwindel meine Probleme, seit ca. einem halben Jahr. Die Ärzte-Odysee habe ich auch durchgemacht bzw. stecke immer noch mitten drin. Wo gesucht wird, wird meiner Erfahrung nach auch immer etwas gefunden, so habe ich mittlerweise auch diverse Ängste und bin in Bezug auf meinen Körper etwas paranoid geworden. ich denke halt immer jetzt gehts gleich wieder los und da ich in meinem ganzen Leben jetzt derart eingeschränkt bin, habe ich auch Tage an denen ich nur heulen könnte, man "funktioniert" irgendwie nicht mehr.

Leider ist bei mir und wohl auch bei vielen anderen (wie ich hier so gelesen habe) die Ursachenforschung wohl das bestimmende Thema, richtig sicher ob es an diesem oder jenen liegt, bin ich mir auch nicht mehr. Erst war es die Fehlstellung der HWS, dann war es die Brücke, dann jetzt eine Bandscheibenprotrusion.

Im ersten Moment freue ich mich immer wenn etwas gefunden wurde, dann kann man wenigstens irgendwo anfangen, geholfen hat aber leider bis jetzt noch nichts...

Bezüglich des Zusammenhangs Psyche/Körper mache ich mir aber auch Gedanken: habe vor ca. 4 Jahren eine starkes Erlebnis gehabt dass mehrere Ängste bei mir ausgelöst hat, der Hals steht ja für Ängste, ob da dann letzlich auch ein Zusammenhang besteht?

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft für Deinen weiteren Weg, und drücke Dir die Daumen, nicht unterkriegen lassen

Liebe Grüße,
Helena
Hallo Helena,

ja, ich empfinde das sehr ähnlich. Wenn doch wenigstens irgendeiner mal was finden würde ...

Dir auch vor allem Kraft, Kraft, und nochmals Kraft. Ich weiß wieviel man davon benötigt !!!

Liebe Grüße
Frank


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