Rücken und/oder Psyche

22.11.09 18:23 #1
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corsita ist offline
Beiträge: 3
Seit: 21.11.09
hallo zusammen. ich leide seid mai diesen jahres an einer angststörung. hatte immer panikattacken mit schweissausbrüchen und herzrasen. da die erste attacke in einem laden war,gehe ich nicht mehr einkaufen. es wurde ein ekg gemacht, normal,belastung und langzeit, sowie ultraschall. alles ok. blut auch ok. schilddrüse und ultraschall von dieser auch ohne befund. bin auchseid ca. 4 monaten bei einer therapeutin (verhaltenstherapie). ob es was bringt....keine ahnung. eher nicht.
dazu kommt,dass ich massive probleme mit dem rücken habe (hws am schlimmsten). mir ist halt ständig schwindelig (unterschiedlich schlimm)und ich habe das gefühl mich nicht lange auf den beinen halten zu können.alleine am herd stehen und zu kochen ist eine herausforderung. denke halt gleich umzukippen. mir wird dann heiss,bekomme richtige schweissausbrüche und muss mich setzten. habe manchmal kopfschmerzen (nicht schlimm) aber ich merke durch meinen extrem verspannten nacken,dass es in den kopf zieht. manchmal habe ich dann auch ein komisches gefühl auf den augen, schwer zu beschreiben, ein druck oder so. mittlerweile gehe gar nicht mehr raus und alleine sein fällt mir auch zunehmend schwerer weil ich halt ständig denke es könnte mir was passieren,da ich ja och zwei kleine kinder habe,mache ich mir dann mehr sorgen um die beiden wenn ich umkippe. (was ja noch nie passiert ist) ist so schwierig. schwindel ist ja durchaus ein "angstsymptom", aber ebenso kann es auch vom rücken kommen oder? hab ich vielleicht n tumor? hab sooooooo schiss!!!!! muss nächste woche zum mrt hws und schädel. hilfe!!! hat jemand eine idee oder einen tipp? sorry für den mega text. herzliche grüße, katrin

Rücken und / oder Psyche

Augenlicht ist offline
Beiträge: 300
Seit: 16.11.09
Hallo,

Tipp: in der Apotheke Lakmusstreifen für den Urintest kaufen, dann erkennst du ob Du ev. mehr basenhaltige Nahrung benötigst, oder umgekehrt. Zudem könnten mehr oder weniger Bitterstoffe auch nützen.

gruss
augenlicht
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«Menschlichkeit - Medizin für unsere Zeit»

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dickie ist offline
Beiträge: 372
Seit: 30.09.09
Warte mal das MRT ab. Ich kann dir aber vor allem den Besuch bei einem guten Homöopathen empfehlen. Da habe ich bei anderen Erkrankungen unklaren Ursprungs sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht.

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Freesie ist offline
Moderatorin
Stv. Leiterin Video
Beiträge: 1.224
Seit: 22.07.09
Hi Katrin,

da kann ich mich dickie nur anschliessen. Allerdings ist es nicht einfach einen wirklich guten Homöopathen zu finden, auch in diesem Bereich gibt es völlig verschiedene Strömungen.

Am liebsten mag ich die Schulmediziner die neuerdings auf den "HomöopathieZug" aufspringen

Andererseits kann es wirklich nicht schaden sich mal näher anzuschauen was man so zu sich nimmt, über die Ernährung lässt sich die Gesundheit sehr beeinflussen. Ausserdem solltest du die empfohlenen Untersuchungen machen lassen, ob du den Behandlungsempfehlungen dann folgst, oder einen anderen - evtl. ganzheitlichen Weg gehst kannst du dann immer noch entscheiden.

LG
Brigitte
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Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen. (indianische Weisheit)

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Zitat von Nuith Beitrag anzeigen
Am liebsten mag ich die Schulmediziner die neuerdings auf den "HomöopathieZug" aufspringen

LG
Brigitte
Das ist so pauschal die falsche Betrachtungsweise.
Es gibt schon immer homöopathisch gut ausgebildete Ärzte, die sich auch naturheilkundlich orientieren und vorwiegend homöopathisch/naturheilkundlich arbeiten.

Die homöopathische Zusatzausbildung wurde in D vor ein paar Jahren aber stark verkürzt und ist daher einfach nicht mehr so viel wert. Wobei es auch da darauf ankommt, wie ein Arzt sich dann weiterbildet und welche Schwerpunkte er hat.

Ein Heilpraktiker ist auch nicht automatisch gut, weil er homöopathisch arbeitet.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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clarity ist offline
Beiträge: 10
Seit: 15.02.09
Hallo Katrin

Erstmal gratuliere ich dir, dass du so offen von deinen Beschwerden berichtest - Panikattacken sind eine sehr häufige psychische Erkrankung, und wird wie jede psychische Störung leider von vielen aus Angst vor Stigmatisierung verheimlicht. Dass du erkennst, dass es möglich wäre, dass du nicht körperlich (an Gehirn oder Nacken oder Rückenmark etc.) erkrankt sein könntest, sondern psychisch, ist eine wichtige Voraussetzung für eine nötige Psychotherapie, falls sich diese Diagnose bewahrheitet - gut finde ich, dass man dich gründlich abklärt inkl. MRI, denn erst dann kann man die Diagnose einer Panikstörung wirklich stellen (und dir die Angst nehmen, dass man vielleicht ja etwas hätte übersehen können).
Falls du tatsächlich unter einer Panikstörung leidest, interessiert dich vielleicht eine Website dazu (aus der Schweiz): APhS - Angst- und Panikhilfe Schweiz
Natürlich hilft dir auch Googeln zum Thema "Panikstörung" oder "Angststörung" weiter.
Wie du aber beschreibst, die "Angst vor dem plötzlichen Umkippen", das klingt recht typisch für eine Panikerkrankung. Hast du Angst, dass du einen epileptischen Anfall bekommen könntest (obwohl keine Epilepsie vorliegt)? Oder zu tiefer Blutdruck (obwohl du noch nie ohnmächtig geworden bist oder wirklich umgekippt)? Oder "aus Stress", "vor lauter Panik" wegen dem Herzklopfen oder der normalen Stressreaktion mit Schweissausbruch und "Adrenalin-Schub" sterben könntest (obwohl jeder, der mal eine Rede halten muss, zum Chef zitiert wird oder von der Nachbarin angekeift wurde, genauso "zitterig wird")? Oder befürchtest du wirklich, du könntest einfach plötzlich tot umfallen, einen Herzinfarkt haben oder so etwas? Was für Gedanken hast du bei einer Panikattacke genau? Du schreibst, dass du für deine Kinder da sein willst, und Angst hast, zu sterben oder sonst aus einem Grund nicht mehr für sie dasein könntest? Ich glaube, dass dies Angstgedanken sein könnten, Angst vor Gefahr, normale Gedanken einer Mutter, die für Ihre Kinder da sein will, sich überlegt, was wäre, wenn sie mal krank würde (auch psychisch), dass das normale Urängste sind vor dem Tod, die sich bei einer Panikstörung einfach verdichten und dann innert Sekunden plötzlich auf einen niederprasseln und einem völlig überwältigen. Und ich glaube auch, dass dieser Angst-Mechanismus, genau so wie er plötzlich begonnen hat, auch wieder verschwinden kann und dir ein angstfreies, normales und entspanntes, heiteres Leben wieder möglich sein wird.
Für die Behandlung einer Panikstörung kommt in erster Linie die Psychotherapie in Frage, welche sehr gute Erfolge zeigt. Da die Heilung nicht von heute auf morgen stattfindet und du viel Motivation und Durchhaltewillen brauchst, wünsche ich dir viel Kraft und Mut, dass du in deiner Therapie vorankommst - falls du findest, es bringt nichts, würde ich einmal zu einer(m) anderen Psychotherapeuten/-in gehen. Und vor allem wünsche ich dir, dass du dich bald wieder deinen Angst-Auslösern (z.B. Einkaufen im Kaufhaus) stellen kannst und sie überwindest, um wieder ein entspanntes und zufriedenes Leben führen zu können (es gab ja sicher auch mal Zeiten, wo du wohl wie die meisten Leute auch gerne mal zum Shoppen gegangen bist , und es wäre ja toll, wenn das wieder zu deinem normalen Alltag gehören würde).
Noch kurz zur MRI-Untersuchung: es ist eine ungefährliche Untersuchung (keine Strahlen), wenn auch etwas unangenehm. Falls du unter Platzangst leidest, würde ich um ein Beruhigungsmittel bitten. In der Röhre drin würde ich um Ohropax plus Kopfhörer (mit oder ohne Musik) bitten, weil das Klopfen der Magnete sonst einfach ziemlich laut ist. Dann mach am besten die Augen zu und öffnest sie nicht mehr, stellst dir etwas Schönes vor wie "Schlafen am Strand" oder so (à la autogenem Training/Entspannungsübung) und döst dich durch die halbe Stunde oder so, wo die Aufnahmen gemacht werden. Ich denke, dass man dir gesagt hat, dass die Untersuchung nur zur Sicherheit gemacht wird und NICHT, weil man vermutet, dass du wirklich eine schwere, körperliche Erkrankung haben könntest (Hirntumor und ähnliches zeigt übrigens in der Regel ganz andere Symptome als die von dir beschriebenen).
Darum: mach dich nicht verrückt, solche MRi werden jeden Tag bei tausenden von Menschen gemacht, die ganz gesund sind - einfach aus dem Grund, dass auch die Ärzte ganz sicher sein wollen.
Noch kurz zu deinen Rücken-/Nackenbeschwerden: aus meiner Erfahrung kann ich dir ein Muskelaufbautraining empfehlen. Am besten in einer Physiotherapie oder in einem medizinischen Trainingszentrum, evtl. mit gezielten Übungen zur Stärkung des Rückens/der Nackenmuskulatur. Allgemein kann Sport sehr hilfreich sein gegen Beschwerden des Bewegungsapparates, und auch gegen psychische Verstimmung
Ausprobieren lohnt sich... und vielleicht macht es dir sogar Spass.
Ich wünsche dir echt alles Gute und toitoitoi, und dass du baldmöglichst wieder raus kannst, mit deinen Kindern spazieren gehen, oder alleine daheim sein kannst und etwas Schönes für dich machen kannst.
Herzliche Grüsse


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