Kann Dorn-Breuss bei Hüftschmerzen helfen?

04.11.09 16:56 #1
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Inquirer ist offline
Beiträge: 2
Seit: 04.11.09
Bin nicht ganz sicher ob ich hier richtig bin, aber suche nach einer Möglichkeit meine Hüftprobleme in den Griff zu kriegen.

Ich bin 45 Jahre alt und betreibe sehr viel Sport, hauptsächlich Ausdauersport wie Joggen und Spinning da ich als Hoby Fussball-Schiedsrichter tätig bin. nun bin ich schon seit 2-3 Jahren an einem Problem mit meinen Hüften dran. Bin diesbezüglich schon von Pontius zu Pilatus geschickt worden, d.h. angefangen hat es mit meinem Hausarzt, dann bin ich zur Orthopädie, Rheumatologie, Neurologie etc. Es wurden MRI's vom unteren Wirbelsäulenbereich gemacht, x-Rays von der Hüfte. Ich hatte diverse Physiotherapien, Therapien mit Schmerz- und Entzündungsstillenden Medikamenten, und natürlich hab ich auch schon 2-3 mal mehrmonatige Sportverbote verschrieben bekommen. Abgesehen davon dass es alles sehr Zeitaufwendig war und ein Schw...-Geld gekostet hat, hat alles nichts genützt. Kaum hab ich jeweils das Training wieder aufgenommen sind die Schmerzen zurückgekommen. Beim letzten Ortopäden wurde festgestellt, dass mein rechtes Bein um ca. 15mm kürzer als das Linke ist, mit entsprechender Schiefstellung des Beckens. Ob das tatsächlich die Problemursache ist oder sein könnte? Nun ja, jetzt hab ich auch noch orthopädische Einlagen erhalten, genutzt hat auch das bis jetzt leider noch nichts.
Nun hat mir jemand aus dem Bekanntenkreis vorgeschlagen, eine Dorn-Breuss Therapie zu machen. Super: nochmal was Neues! Ich hab langsam keine Nerven mehr, will jedoch noch diesen Versuch machen, wenn's eine gewisse Erfolgschance hat.

Daher meine Frage: kann Dorn-Breuss bei einem solchen Problem helfen oder bin ich damit komplett auf dem Holzweg? Was gäbe es noch für sinnvolle Alternativen?

Danke für jeden Feedback dazu. Ich kann mich ja schliesslich mit 45 noch nicht einsargen lassen ...


Geändert von Inquirer (04.11.09 um 16:59 Uhr)

Hüftschmerzen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Inquirer,

ist denn irgendetwas wie eine Entzündung der Hüfte bei den diversen Untersuchungen herausgekommen?

Dorn-Breuss ist eine feine Sache: zunächst bekommst Du eine Massage mit Johanniskrautöl, das so richtig gut einzieht, und danach anschließend wird geschaut, ob die Wirbel alle so sitzen wie sie sollen. Wenn nicht, werden sie richtig gestellt. DAs geht sanft vor sich.

Ähnlich arbeiten Osteopathen. Falls Du dort noch nicht warst, wäre das auch noch eine Möglichkeit. Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. - Home

Bist Du sicher,d aß es Deine Hüfte ist, die schmerzt? GErade bei Hüftschmerzen scheinen öfters auch die Knie die eigentliche Ursache zu sein. Wird das Knie dann z.B. operiert, gehen die Hüftschmerzen auf einmal weg. Andersherum kann es allerdings auch sein.

Eine Schiefstellung des Beckens um 15 mm scheint mir zu gering zu sein ,um solche Beschwerden zu verursachen. Soviel ich weiß, wird eigentlich erst am 1 cm ein Ausgleich gemacht.
Außerdem sind diese Standard-Einlagen vom Ortopäden oft nicht soooo toll. Es gibt Sondereinlagen, die meiner Ahnung nach wirksamer helfen.

Gruss,
Uta

Hüftschmerzen

Soleus ist offline
Beiträge: 316
Seit: 23.02.09
Hi Inquirer,

aus eigener Erfahrung kann ich dir bei einem Beinlängenunterschied eine Dornbehandlung, die sanft und sehr effizient ist, wirklich empfehlen. Die Behandlung und Korrektur schließt die gesamte Körperstatik ein. Einfache Selbsthilfeübungen stabilisieren zusätzlich die positive Entwicklung auf Dauer. Einen versierten Dorntherapeuten findest du hier: Dornfinder

In You Tube kannst du dir eine Dornbehandlung einmal anschauen:

Gruß
Soleus

Hüftschmerzen

Ellen48 ist offline
Beiträge: 355
Seit: 02.07.08
Zitat von Inquirer Beitrag anzeigen
[***]
Ich bin 45 Jahre alt und betreibe sehr viel Sport, hauptsächlich Ausdauersport wie Joggen und Spinning da ich als Hoby Fussball-Schiedsrichter tätig bin. nun bin ich schon seit 2-3 Jahren an einem Problem mit meinen Hüften dran. [***] Nun hat mir jemand aus dem Bekanntenkreis vorgeschlagen, eine Dorn-Breuss Therapie zu machen.
Daher meine Frage: kann Dorn-Breuss bei einem solchen Problem helfen oder bin ich damit komplett auf dem Holzweg? Was gäbe es noch für sinnvolle Alternativen? [***]
... Du bist also nach allen Regeln der Kunst untersucht worden und man fand
nichts. Richtig? Was war eigentlich die Begründung der Ärzte, dass Du über eine längere Zeit keinen Sport mehr betreiben solltest?
Kannst Du beschreiben, wo der Schmerz genau ist? Wo ist für Dich die Hüfte?

Offensichtlich sind Deine Gelenke überlastet. Als Jogger und Fußballer hättest Du schon längst Einlagen tragen müssen. Wieviel wiegst Du und wie groß bist Du - wenn ich fragen darf?

Nebenbei, Du trainierst falsch. Spinning würde ich weg lassen und dafür Krafttraining betreiben. Mit relativ wenig Gewichten anfangen, damit sich Deine Bänder und Sehnen dehnen können. Ganz wichtig ist eine saubere Technik. Jedem trainierten Muskel 48 Stunden Ruhe gönnen. Da bietet sich ein Split-Training an. Das Jogging einbauen. 1 bis 2 Tage Ruhepause, in der Du unbedingt mehr schlafen musst. Täglich etwas Protein, wenig Kohlenhydrate und Magnesium einnehmen.

Gute Massagen helfen selbstverständlich, aber auch nur wenn sie regelmäßig Anwendung finden. Dorn-Breuss ist für einen Sportler mMn etwas zu saft.
Die Schlüsselzonenmassage nach Marnitz finde ich effektiver. Mit der habe ich sehr gute Erfahrungen und gehe auch regelmäßig zu einer Ganzkörpermassage.

www.werde-gesund.info/therapie/Marnitztherapie.htm

Danke für jeden Feedback dazu. Ich kann mich ja schliesslich mit 45 noch nicht einsargen lassen ...
Es gibt noch ein Leben nach 45. Du brauchst doch nur auf Deinen Körper hören, der spricht doch laut und deutlich mit Dir.

Ellen

***

Hüftschmerzen

Inquirer ist offline
Themenstarter Beiträge: 2
Seit: 04.11.09
Danke für die vielen Antworten. Ich versuche alle Rückfragen mit dieser Message zu beantworten, hoffe das klappt:
Bitte verzeiht wenn ich nicht immer die genaue medizinische oder anatomische Beschreibung treffe, ich bin diesbezüglich nicht so Experte. Ich weiss genau was wo ist, hab's genug auf den x-Ray's gesehen, aber die korrekte Bezeichnung zu speichern ist nicht immer so simple - vielleicht hab ich zusätzlich auch ein kleines Alzheimer Problem ...

Bei den Untersuchungen ist rausgekommen, dass im Bereich des linken Oberschenkel Gelenks eine Reizung / Entzündung der Sehnenansätze und der Gelenkkapsel vorliegt. Deshalb die verordnete Therapie mit entzündungshemmenden Mitteln. Und das war auch eine der Begründungen der Ärzte für die temporäreren Sportverbote: die Reizung/Entzündung sollte durch Schonung eliminiert werden. Aber sie ist immer wieder aufgetreten, sobald ich wieder angefangen habe. Man hat mir sogar Cortison mit einer Spritze und unter Beiheilfe eines Röntgengerätes direkt in die betroffene Gelenkkapsel gespritzt. Auch hier das gleiche: die Schmerzen sind temporär verschwunden, aber dann wieder zurückgekommen.

Die Schmerzen sind nur links, am oberen Teil der Gelenkkapsel und am unteren, inneren Bereich. Deshalb dachte ich auch lange, dass es die Aduktoren sind, typische Verletzung bei Fussballern. Aber die sind's nicht.

Ich bin übrigens 1.80m gross, stämmig gebaut. Gewicht +/- 81 kg. (ich weiss, das ist am oberen Ende der BMI Skala für mein Alter, aber es täuscht: ich bin relativ sportlich gebaut, bei mir kann man die Rippen zählen. Von Übergewicht kann nicht die Rede sein)

Ich bin auch sehr beweglich. Die Physiotherapeutin hat gesagt dass weitere Sitzungen nichts bringen, die Beweglichkeit ist voll da und manch ein 20-jähriger sei nicht annähernd so beweglich wie ich.

Zum Training: das Spinning hab ich aus Konditionsgründen drin, und es tut mir auch sehr gut da es regelmässige, geführte Bewegungen sind ohne die Gelenkbelastung wie beim Joggen. Beim Spinning hab ich auch keine Schmerzen. Die hab ich hauptsächlich nur vom rennen, sei das joggen oder auf dem Fussballplatz. Und die bleiben dann auch für 2-3 Tage, manchmal sogar bis zu einer Woche.
Gewichttraining mach ich bereits seit ca. 1 Jahr als Ausgleich zum Konditionstraining, hauptsächlich Übungen zur Stärkung der Bein- und Rückenmuskulatur. Auf Anraten der Physiotherapeutin nehm ich auch regelmässig eine Calcium/Magnesiummischung für's Training. Wenn's was bringt, o.k., wenn nicht, dann schadet's wenigstens nicht (zumindest richtig dosiert).

Betreffend Schiefstellung: vermutlich hab ich mich etwas unglücklich Ausgedrückt. Der Unterschied beträgt 15mm -> 1.5cm. Die Einlagen wurden in der Sportklink Zürich auf Basis von dynamischen Laufmessungen erstellt (Knickverhalten der Gelenke, Aufsetzen des Fersbereiches, Abrollverhalten des Fusses, dynamische Gewichtsverteilung im Fuss während des gesamten Laufvorgangs etc.). Wenn Einlagen in meinem Fall überhaupt etwas bringen, dann denk ich mal ist das vom Stand der Technik her das Ideale (betreuen da u.a. auch die Schweizer Ski-Nationalmannschaft, Fussballspieler aus diversen Klubs und auch Laufgrössen wie z.Bsp. den Marathon Olympia 3. Victor Röthlin ...). Vermutlich hab ich mich nicht korrekt ausgedrückt: ich denke nicht dass die Einlagen falsch sind, aber Tatsache ist dass der Schmerz nicht weggeht. Ich bin kein Experte in medizinischen Belangen, aber Fehleranalyse ist mir aus beruflicher Sicht kein Fremdwort. Ich vermute mal dass da noch einige Altlasten da sind, und solange die nicht behoben sind können die Einlagen ihre Wirkung nicht erzielen. Deshalb die Frage nach begleitenden Massnahmen um z.Bsp. die bestehende Schiefstellung, respektive die Folgeschäden davon, ins Lot zu bringen.

Ich hoffe damit alle Rückfragen ausreichend beantwortet zu haben und dass ihr mit den Antworten was anfangen könnt - jetzt brauch ich zuerst mal eine Therapie für meine wunden Finger

Hüftschmerzen

Ellen48 ist offline
Beiträge: 355
Seit: 02.07.08
Hi Inquirer,

... mein Kompliment, das ist ein vorbildlicher Bericht.
Du bist ja schon im Besitz einer Diagnose.

Zitat von Inquirer Beitrag anzeigen
[***] - vielleicht hab ich zusätzlich auch ein kleines Alzheimer Problem ...
... Dir wird das Lachen noch vergehen - junger Mann.

Bei den Untersuchungen ist rausgekommen, dass im Bereich des linken Oberschenkel Gelenks eine Reizung / Entzündung der Sehnenansätze und der Gelenkkapsel vorliegt. Deshalb die verordnete Therapie mit entzündungshemmenden Mitteln. Und das war auch eine der Begründungen der Ärzte für die temporäreren Sportverbote: die Reizung/Entzündung sollte durch Schonung eliminiert werden. Aber sie ist immer wieder aufgetreten, sobald ich wieder angefangen habe. Man hat mir sogar Cortison mit einer Spritze und unter Beiheilfe eines Röntgengerätes direkt in die betroffene Gelenkkapsel gespritzt. Auch hier das gleiche: die Schmerzen sind temporär verschwunden, aber dann wieder zurückgekommen.
Obwohl ich keine Fußballerin war, sondern Turnerin, hab ich seit 2 Jahren das gleiche Problem wie Du, bin allerdings schon 61. Deshalb darf ich behaupten, dass es bei mir eine Alterserscheinung ist. Da Du Deine Gelenke offensichtlich überfordert hast, sind Deine Gelenke und Sehnenansätze bestimmt schon älter als 45.

Ich bin übrigens 1.80m gross, stämmig gebaut. Gewicht +/- 81 kg. (ich weiss, das ist am oberen Ende der BMI Skala für mein Alter, aber es täuscht: ich bin relativ sportlich gebaut, bei mir kann man die Rippen zählen. Von Übergewicht kann nicht die Rede sein)
Sorry Inquirer, der Beweis wurde schon erbracht, dass 81 Kg für Deine Sehnenansätze und der Gelenkkapsel links zu schwer ist. "Stämmig gebaut" ist gut für einen Gewichtheber, doch offensichtlich zu schwer für einen 45-jährigen Jogger und Schiedsrichter.

Ich bin auch sehr beweglich. Die Physiotherapeutin hat gesagt dass weitere Sitzungen nichts bringen, die Beweglichkeit ist voll da und manch ein 20-jähriger sei nicht annähernd so beweglich wie ich.
Gut für Dich, Deine Frau freut sich bestimmt über Deine Beweglichkeit.
Deine Hüfte tangiert das leider nicht.

Zum Training: das Spinning hab ich aus Konditionsgründen drin, und es tut mir auch sehr gut da es regelmässige, geführte Bewegungen sind ohne die Gelenkbelastung wie beim Joggen. Beim Spinning hab ich auch keine Schmerzen. Die hab ich hauptsächlich nur vom rennen, sei das joggen oder auf dem Fussballplatz. Und die bleiben dann auch für 2-3 Tage, manchmal sogar bis zu einer Woche.
Dann weißt Du ja was Du tun musst, oder?

Gewichttraining mach ich bereits seit ca. 1 Jahr als Ausgleich zum Konditionstraining, hauptsächlich Übungen zur Stärkung der Bein- und Rückenmuskulatur. [***] nehm ich auch regelmässig eine Calcium/Magnesiummischung für's Training. Wenn's was bringt, o.k., wenn nicht, dann schadet's wenigstens nicht (zumindest richtig dosiert).
Das Gewichtstraining ist das Wichtigste was Du mit 45 gegen den schon bestehenden Muskelabbau und gegen Osteoporose tun kannst. Kraftsport ist selbst für mich als alte Frau das Beste, was ich gegen den Abbau beim Alterungsprozess für mich tun kann. Verletzungen, wie Du sie momentan hast, sind wegen Trainingsausfall das Schlimmste was mir (auch Dir) passieren kann.
Man glaubt garnicht, wie schnell Muskeln atrophieren können.
Mein liebstes Gerät zum Schmieren der Gelenke ist der "Crosstrainer" - den finde ich optimaler als das Fahrrad beim Spinning, weil der Hüftgelenkknochen nicht abgeknickt, sondern aufgerichtet ist. Die Körperhaltung beim Radfahren ist generell ungünstig für Rücken (Lendenwirbel) und Hüftgelenk. Das nur als "food for thought". Als Frau nach den Wechseljahren nehme ich gegen trockene Schleimhäute, Knorpel und Knochenschmerzen etwas Estrogene, natürliches Progesteron und neuerdings minimal Testosteron. Mit unglaublichem Erfolg. Selbstverständlich nehme ich Hormone nur nach einem Speichel-Hormon-Test, transdermal und dosiere nur angemessen an mein physiologisches Alter. Das ist auch etwas, was Du ins Auge fassen könntest. Auch Männer ab 45 sollten alle 2 Jahre einen Hormonstatus machen, damit sie nicht von Krankheiten (Herzinfarkt)überrascht werden, die durch minimale Manipulation zu verhindern gewesen wären. Bei Männer befindet sich oft das Testosteron im Sinkflug. Möglicherweise könnte nach einem Speichel-Hormon-Test Deinen Sehnen und Gelenken geholfen werden.
Censa

Betreffend Schiefstellung: Der Unterschied beträgt 15mm -> 1.5cm. Die Einlagen wurden in der Sportklink Zürich auf Basis von dynamischen Laufmessungen erstellt (Knickverhalten der Gelenke, Aufsetzen des Fersbereiches, Abrollverhalten des Fusses, dynamische Gewichtsverteilung im Fuss während des gesamten Laufvorgangs etc.).
Super, das brauchst Du. Nun solltest Du die Einlagen auch rund um die Uhr tragen.
Die 15 mm sind vernachlässigbar. Einmal dran gezogen und das andere Bein ist länger.

Tschüss sagt Ellen

***


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