Umfrageergebnis anzeigen: Nahrungsmittelintoleranzen, was kann man noch essen
Fleisch 4 100,00%
Gemüse 4 100,00%
Obst 2 50,00%
Teigwaren 1 25,00%
Brot 1 25,00%
Desserts 1 25,00%
Schokolade 0 0%
Kartoffeln 4 100,00%
Getränke 2 50,00%
Mehle 1 25,00%
Zucker 1 25,00%
Gewürze 2 50,00%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 4. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Nahrungsmittel-Intoleranzen

30.10.09 08:30 #1
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Nahrungsmittel-Intoleranzen

Susi forte ist offline
Beiträge: 356
Seit: 17.10.09
Hallo brigitte !

Hast du eine "richtige" Laktose- und Fruktoseintoleranz, oder sagt man das, weil man es aufgrund einer Histaminintoleranz nicht mehr essen soll ?

Zur Histaminintoleranz musst du wissen, dass sie auch vorübergehend sein kann.

Bei mir dauerte der Spuk ca. 3 Wochen an glaub ich.

Hast du irgendetwas getan, das das ausgelöst haben könnte ?

Wenn der Körper mit etwas sehr beschäftigt ist, kann es sein, dass ihn schon "Kleinigkeiten" überfordern.

Ich hatte zuvor eine Anti-Pilz-Diät (nichtmal ganz streng) und eine Candida-Behandlung gemacht, da wurde es dann ganz schlimm.
Und ich vertrug die Pflanzenschutzmittel nicht mehr.
Ich esse fast nur bio, habs ganz leicht gelockert.
Damit habe ich meinen Körper etwas entlasten können.

Ich vertrage sogar wieder Kiwis ....

Zu den Lebensmitteln gehen die Empfehlungen sehr auseinander, es gibt aber einige wenige Lebensmittel, die zweifelsohne histaminreicher sind wie Kiwis, Bananen, Tomaten, Rotwein, Eier, Käse (hier kommt es sehr auf die Lagerung an, iss wenn du unsicher bist, eher Frischkäse, falls du keine richtige LI haben solltest ).

Grundsätzlich sollte alles nicht lange gelagert worden sein, besondere Vorsicht besteht auch bei Fleisch und Fisch. Konserven und Sachen aus Gläsern sind zu meiden.

Dann gibt es die Histaminlibratoren (setzen gespeichertes Histamin im Gewebe frei) wie Äpfel und Zitrusfrüchte. Stress ist glaube ich auch so eine Sache...

Das ist sehr individuell.

Am besten isst du alles, was allgemein als leicht verträglich gilt.
Also auch keine Auberginen, Zucchinis.
Du solltest ein bisschen auf dein Bauchgefühl hören und immer wieder in dich hineinhorchen, worauf du Appetit hast. Ich glaube, wenn du dich an die heimische Kost hälst, also saisonal isst, machst du auch nicht viel falsch.
Denn wie schon gesagt, der Schweregrad der HI ist variabel und du solltest dich in keinem Fall aushungern.

Auf keinen Fall Alkohol trinken und Schadstoffe meiden. Zucker am besten weglassen.

Ach ja, ich habe heute für mich Linsen wiederentdeckt, die machen satt und sind lecker. Kann man Knoblauch mit reinschneiden ins kochende Wasser. Kohl macht auch satt. Du musst für ausreichend Energiezufuhr sorgen.

Mein Arzt hat mir zu Mungbohnen geraten.

Probier mal Buchweizen.

Und bring Abwechslung rein. Nüsse essen hier viele mit HI.

Mit der Zeit wird es dir leichter fallen.
Alles Gute !

P.S. meide Brot.

Ich esse kein Brot, Gluten, Mais, Reis, Amaranth und Quinoa.
Zum einen, weil ich es nicht vertrage, zum anderen lese ich gerade ein Buch über Getreide, zu dem auch Soja, Mais und Reis gehören; seitdem denke ich etwas anders über die sog. "gesunden" Lebensmittel ... ----> http://www.bbszene.de/_das_getreide_...n_cordain.html

Es soll sich finde ich jeder selbst sein Bild machen und ausprobieren, was ihm gut tut. Wenn du etwas ausprobierst, nimm nicht zu viel !

Geändert von Susi forte (30.10.09 um 14:43 Uhr)

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Brigitte,

Wie ist es mit Fleisch?
Fleisch scheint bei der FI keine Rolle zu spielen, ist aber bei rheumatischen Erkrankungen immer nachteilig. Wenn du also neben der FI auch die Fibromyalgie im Fokus hast, wäre es besser, auf das tierische Eiweiß zu verzichten. Dazu gehören Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Quark, Eier, Jogurt und Milch. Nicht dazu gehören Butter, Sahne, Sauerrahm (Bio-)Creme fraiche und Schmand, weil hier der Fettanteil stark überwiegt und nur geringe Mengen verzehrt werden.

In der Regel kann man später auch wieder tierisches Eiweiß verzehren, das hängt von der Schwere der Krankheit ab. Eine Freundin hat bspw. chronische Polyarthritis und sie ist nur beschwerdefrei, wenn sie auf tierisches Eiweiß konsequent verzichtet. (Wobei bei dieser Krankheit "beschwerdefrei" schon der Himmel auf Erden ist - die Krankheit ist sehr schwer zu behandeln und gilt nicht umsonst als unheilbar)

So kann ich also sicher am Mittag und Abend vor allem Salat (mit Olivenöl) und Gemüse machen und mit Kartoffeln. Kann ich Teigwaren auch nehmen? Was sind denn Frischkorngerichte? Wie ist das mit Brot? Ich vertrage ja die Hefe nicht.
Am einfachsten ist es, wenn man vor jeder warmen Mahlzeit einfach einen großen Salat ißt. Je mehr Frischkost, umso besser. Wobei die Frischkost möglichst abwechslungsreich zusammengestellt sein sollte, also nicht immer nur Gurke und Tomate, sondern auch mal andere Gemüsearten. In Frage kommt eigentlich alles außer Hülsenfrüchten, man kann bspw. wunderbar auch Wirsing, Blumenkohl, Rosenkohl, Weißkraut, Rotkraut, usw. unerhitzt essen. Das sollte natürlich entsprechend fein geraspelt sein und ohne ein leckeres Dressing geht es auch nicht... Das Öl für das Dressing sollte ein kaltgepreßtes nativ extra Öl sein.

Gedünstetes Gemüse und (Pell!)Kartoffeln sind natürlich prima, eine leckere Soße darf da natürlich nicht fehlen.

Natürlich kannst du auch Teigwaren nehmen, es sollten allerdings Vollkornprodukte sein. Auf der Packung sollte dann stehen "Aus Vollkornweizenmehl hergestellt" (nicht "Aus Vollkornweizengrieß...). Wenn es nicht zuviel Arbeit ist, kann man Nudeln auch recht einfach selbst herstellen. Ich mache das immer bei Lasagne.

Frischkorngerichte sind eine Art Müsli, nur daß keine fertigen (immer konservierten) Flocken verwendet werden, sondern geschrotetes und eingeweichtes Getreide, das über Nacht in Wasser eingeweicht wird. Normalerweise kommen dann am nächsten Morgen Sahne, Zitronensaft, Nüsse, geriebener Apfel und Früchte der Saison dazu - das ist also durchaus sehr lecker. Es gibt aber auch Rezepte mit Sprossen oder in pikanter Form. Es geht dabei im Grunde darum, einmal am Tag etwas unerhitztes Getreide zu verzehren, weil das Vitamin-B Verluste ausgleicht, die beim Brotbacken auftreten.

Das Brot ist meist ein gewisses Problem, weil es im Handel zwar viele Vollkornbrote gibt, diese Brote aber letztendlich leider Imitate sind. Bei einem echten Vollkornbrot wird das Getreide vor der Teigherstellung frisch gemahlen und sofort verwendet, die meisten Bäcker verwenden aber konservierte Fertigmischungen. Es gibt aber im Biobereich Bäcker, die echte Vollkornbrote backen, auch gibt es noch viele Bäcker, die "Schnitzer Brot" anbieten. Auch das kann man nehmen. Wenn all das nicht geht, bleibt noch die Möglichkeit, selbst zu backen, aber dafür braucht man dann eine kleine Mühle. Die allerdings braucht man auch für Kuchen, Pizza, usw. so daß man auf Dauer um eine Mühle nur schwer herumkommt. Es ist einfach lästig, immer in den Bioladen zu rennen, um sich dort das Getreide mahlen zu lassen. Und lagern kann man es nicht - nach zwei Wochen ist ein gelagertes Vollkornmehl gesundheitlich genauso schlecht wie ein Auszugsmehl.

Was die Hefe angeht: Es kann sein, daß du die Hefe bei einem echten Vollkornbrot sogar verträgst, aber wenn nicht, würde ich einfach auf reine Sauerteigbrote ausweichen. Die schmecken meiner Meinung nach auch noch am besten. Es gibt auch Brote die mit Backferment hergestellt werden, auch die sind hefefrei.

Ja, ich wäre froh, wenn Du mir noch genaueres zur Ernährungsumstellung sagen könntest.
Ich habe letztens einen "Fahrplan" gepostet, wie man die Ernährung schrittweise umstellen kann. Schau mal bitte hier: http://www.symptome.ch/vbboard/fruct...g-hilfe-2.html

Strebsi hat das gleiche Problem und ich habe dort auch schon sehr viel dazu geschrieben.

In jedem Fall einen Besuch wert sind Ute Wilkesmanns Seiten - sie gibt sich sehr viel Mühe, die Ernährungsumstellung zu erklären und stellt sogar regelmäßig Videos dazu auf ihre Webseite. Neben einer enormen Anzahl an Rezepten, die in der Regel auch tiereiweißfrei sind: wilkesmann.de

Wenn du Fragen zu dem ganzen hast, helfe ich dir gerne weiter.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Susi forte ist offline
Beiträge: 356
Seit: 17.10.09
Hallo brigitte !

Da fällt mir noch was ein; hast du mal deinen Vitamin B12 _Spiegel oder allgemein Vitamine und Spurenelemente mal testen lassen ?

Solltest du nämlich auf Fleisch verzichten, ist eine Zufuhr von B12 unabdingbar, denn es ist am meisten in Fleisch enthalten, nur wenig in Eiern und Milch (die du ja nicht darfst).

Vitamin B12 ist lebenswichtig.
Ich war auch Vegetarierin und hatte einen derben Mangel, der lebensbedrohlich war.

Lg, Susi

Nahrungsmittel-Intoleranzen

brigitte7 ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 30.10.09
Danke Joachim, ich werde versuchen eine Ernährungsumstellung zu machen. Du hast mir sehr viele Tipps gegeben und auch auf der Seite von Stebsi habe ich schon viel nachgelesen. Ganz herzlichen Dank dafür. LG Brigitte

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Susi forte,

Solltest du nämlich auf Fleisch verzichten, ist eine Zufuhr von B12 unabdingbar, denn es ist am meisten in Fleisch enthalten, nur wenig in Eiern und Milch (die du ja nicht darfst).
Der Ursprung des Vitamin B12 ist nicht das Fleisch. B12 wird von Mikroorganismen produziert, die auf Pflanzen leben. Die Tiere fressen die Pflanzen und nehmen damit die Mikroorganismen auf, die dann auch im Verdauungssystem des Tieres das B12 weiter produzieren. Deshalb enthält Fleisch zwar Vitamin B12, aber es ist kein tierisches Produkt.

Der gleiche Mechanismus funktioniert auch beim Menschen, sofern die Ernährung eben mit natürlichen Lebensmitteln und nicht mit Büchsenware erfolgt und die Darmflora nicht geschädigt ist. Wäre dem nicht so, wären die Japaner schon lange ausgestorben, denn sie lebten fast ein Jahrtausend aus religiösen Gründen vergan.

Vitamin B12 ist lebenswichtig.
Richtig. Allerdings ist der Bedarf extrem gering und der Organusmus reresorbiert verbrauchtes B12 zum größten Teil auch wieder aus dem Darm. Zu einem Mangel kommt es nur bei Fehlernährung und der daraus resultierenden Störung der Darmflora bzw. des Verdauungssystems. Auch Schadstoffe (Antibiotika) zerstören die Darmflora.

Die mitunter geschilderten Mangelzustände bei Vegetarieren gehen zum größten Teil auf diese Problematik zurück, zu einem anderen auf die Unkenntnis, daß die Normwerte für B12 an Fleischessern erhoben wurden, die sich ständig größere Mengen B12 zuführen. Vegetarier haben einen natürlicherweise niedrigeren gesunden B12 Spiegel.

Untersuchungen haben außerdem gezeigt, daß ein B12 Mangel bei Veganern keineswegs häufiger vorkommt, als bei Fleischessern - im Gegenteil. Das Problem eines B12 Mangels liegt in der Regel also nicht in der B12 Zufuhr, sondern in der B12 Resorption bzw. Verarbeitung, womit wir wieder bei der Fehlernährung und Störung des Verdauungssystems wären.

Buchtipp: "Vegane Ernährung" von Dr. Gill Langley.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Nahrungsmittel-Intoleranzen

Susi forte ist offline
Beiträge: 356
Seit: 17.10.09
Hallo Joachim !

So gehen die Meinungen auseinander ...

Ich habe mein Wissen aus "Das Getreide" von Dr. Loren Cordain, meinem Arzt und meinen eigenen Erfahrungen.

Ich aß ordentlich gesund, als ich Vegetarierin war. Dennoch reichte es nicht.

Und ich glaube, es gibt mehr Menschen, wo die Darmflora geschädigt ist, als man ahnt.

Denn lt. dem Krankenhaus, wo ich als Notfall eingeliefert wurde, war ich kerngesund, mein letzter Hausarzt meinte das auch, mein jetziger Arzt sieht das allerdings etwas anders.

Man sieht also, dass es sehr auf die Interessen der Ärzte ankommt, was für eine Diagnose sie einem geben.
Das heißt nicht, dass alle Menschen, die angeblich gesund sind, auch tatsächlich gesund sind.

Das Problem eines B12 Mangels liegt in der Regel also nicht in der B12 Zufuhr, sondern in der B12 Resorption bzw. Verarbeitung, womit wir wieder bei der Fehlernährung und Störung des Verdauungssystems wären.
Genau, und die Rersorption von B12 ist gestört, weil ein solcher Mangel entstanden ist, dass alleinige orale Gaben nicht mehr ausreichen; denn B12 ist wichtig für den Zellstoffwechsel. Fehlt zuviel B12, kann folglich auch immer weniger aufgenommen werden.
Daher bezahlen Krankenkassen auch B12-Spritzen bei Menschen mit niedrigem B12-Spiegel ebenso die Umweltkliniken.
Vegetarier haben einen natürlicherweise niedrigeren gesunden B12 Spiegel.
Könnte etwas überholt sein. Die Orthomolekularmedizin sieht das etwas anders.


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