Was tun bei psychosomatischen Symptomen

09.09.09 22:19 #1
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Sunhee ist offline
Beiträge: 4
Seit: 09.09.09
Hallo, um es kurz zu machen...Anfang letzten Jahres litt ich unter einem Burn-Out und Depressionen. Ich hab es bis vor kurzem geschafft, ohne Medikamente aus "diesem" Teufelskreis rauszukommen. Seit Februar diesen Jahres bin ich allerdings ständig krank oder habe Symptome die mir Sorgen machen. Zuerst kamen die Rückenschmerzen mit Schmerzen in den Beinen. War aber kein Bandscheibenvorfall sondern Verspannungen. Nach langer physiotherapeutischer Behandlung gings dann auch immer besser. Im Juni musste ich dann einmal kurzfristig Antibiotika nehmen, wobei ich in der zweiten Nacht der Einnahme aufgewacht bin und ein paar Sekunden auf dem linken Auge nichts sehen konnte (Panik!). Mein Augenarzt konnte aber keine Schädigungen feststellen. Seit dem habe ich ständig Probleme indem ich unscharf sehe, als hätte ich manchmal kurz einen Schleier auf den Augen. Auch in der Augenklinik haben sie später gesagt, das sind Verspannungen oder die Augen sind gestresst, aber es wär sonst alles ok. Jetzt trag ich eine Brille, auch wenn ich eine minimale Sehschwäche habe, es könnte ja helfen. Seit August kommen nun Symptome dazu, die mich verrückt machen. Meine Wangen kribbeln und fühlen sich angespannt an. Aber nicht immer. Mal habe ich gar nichts und manchmal weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Das Kribbeln taucht auch mal auf der Hand bis zum Handgelänk auf. Ein dumpfes Gefühl auf der Haut. Als wenn die Haut angespannt wär. Ich hab jetzt ein MRT hinter mir, das Ergebnis = 0. Auch der Neurologe bestätigt mir, das alles ok sei und auch die Sehnerven leiten normal die Reize weiter. Alles psychosomatisch ? Oder habe ich "Glück" im Unglück und es sind die starken Verspannungen die bei mir im Nackenbereich festgestellt wurden. Um jedenfalls nicht wieder wegen der Sorgen in Depressionen zu verschwinden, nehme ich seit zwei Wochen in minimaler Dosis ein Antdepressiva. Das soll verhindern, dass sie Symptome durch meine Angst noch stärker werden. Wenn alles psychosomatisch ist, was kann ich tun ? Habt ihr Erfahrungen eventuell zur Beruhigung oder zur Linderung dieser Symptome. Ich würde so viel geben und machen, wenn ich nur wüsste wie. Ich will nur endlich wieder mal keine Probleme mehr haben und das Leben wieder genießen können.
Ich danke euch jetzt schon für alle Tips!
Sunhee


Was tun bei psychosomatischen Symptomen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Sunhee,

hattest Du in den letzten 2 Jahren einen Zeckenbiß bzw. ist auf Borreliose getestet worden?
Hast Du Amalgamfüllungen im Mund?
Wie sehen Deine Schilddrüsenwerte aus?

Gruss,
Uta

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Koelnxm ist offline
Beiträge: 20
Seit: 07.02.09
Hallo Sunhee,
Ich leide auch unter nackenverspannungen , Angst , und Panick. Ich habe auch seit vier Jahren ohne ende Ärtze besucht und ohne erfolg ! Danach hat man mir gesagt dass ich unter panickstörung leide und depression.
Wenn du nicht Oraganisch krank bist , dann beliebt ja nur eins Übrig kannst du ja dir gut vorstellen .
Ich würde an deiner stelle auch mit ad weitermachen .
meine symptome sind ;
Verspannungen überall am meisten nacken schulter ,
Abwesendheit ,
neben mir stehen
Unwirklichkeitsgefühle
sich in ein Traum befinden ,
kalte Hände
Zittern,
Sehschwäche
Rückenschmerzen
Kopfschmerzen
usw
Alles gute

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Koelnxm, bei Deinen Symptomen würde ich an Hashimoto denken und das sehr genau abklären lassen.

Bei Sunshee liest sich das schon etwas anders, irgendwie spezifischer und neurologischer.

Sunshee, von psychosomatisch reden viele Ärzte aus Verlegenheit, wenn sie nichts gefunden haben. Aber vielleicht wurde einfach noch nicht die passende Untersuchung gemacht. Bleib dran...

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Sunhee ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 09.09.09
Hallo,

danke für eure Antworten.
Also zu Utas Fragen: Burelliose wurde getestet, ist aber nicht. Zeckenbisse hatte ich auch nicht und ich habe schon immer Kunststofffüllungen. Blutwerte sind top, auch die der Schilddrüsen.Kann also nicht davon kommen.
Im September 2007 hatte ich eine schwere Magen-Darm-Grippe, bei der ich auch wegen Dehydration ins Krankenhaus musste. Seit dem bekam ich eine Reihe von Nebenhöhlenentzündungen (daher Schwindel), Bindehautentzündungen, ... in dem selben Zeitraum kamen auch privat schlechte Zeiten auf mich zu und der Burn-Out kam 3 Monate später.

Koelnxm, ich kenne die Panik. Die Angst was kommt als nächstes, der Wunsch wieder wie früher leben zu können. Man ist eingeschränkt in vielen Dingen und vielem was man vielleicht auch gerne gemacht hat. Ich bin froh, dass ich zu der Zeit meine Familie voll hinter mir hatte. Mit viel autogenem Training, Geistheilung ( ähnlich wie Meditation ), prgressiver Muskelentspannung uns Psychotherapie hab ichs aus dem Tief geschafft. Jetzt versuch ich mit allen Kräften mich nicht wieder unterkriegen zu lassen, auch wenn manchmal die Angst wieder hochkommt. Sehschwäche, Schwächegefühle, Nackenschmerzen... aber ich sag mir immer, es hat alles lange gedauert, bis es so weit gekommen ist, jetzt muss ich mir und meinem Körper zu liebe die selbe Zeit und Geduld aufbringen um zu genesen.
Wie lange geht es dir schon so ?

Irnee, was ich schon gemerkt habe, ist dass die Physiotherapeuten die richtigen Punkte treffen, denn nach deren Behandlungen sind meine Beschwerden für kurze Zeit nicht mehr ganz so schlimm. Manchmal sehnt man sich schon nach dem nächsten Termin, wenn man da aus der Tür geht. Ich hoffe einfach, dass wenn ich das geschafft habe, die körperlichen Symptome weg sind. Was ich noch für meine Psyche machen soll steht für mich in den Sternen. Kur, weiter Therapie... was ist das Beste ?

Zur Zeit kostet jeder Schritt Kraft und ich bin froh mit Leuten reden zu können, die Ideen haben, denen es genauso geht und die einen in solchen Zeiten verstehen.

Viele Grüße

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Hallo Sunshee,

von Deinem ersten Beitrag her hätte ich Dich nicht unbedingt in die Hashimoto-Schublade gepackt, aber zusammen mit Nackenschmerzen, Schwächegefühlen, Panik und Burn-Out finde ich das jetzt schon verdächtig. Kannst ja auch mal in dem Link stöbern, den ich eigentlich Koelnxm nahe gelegt habe.

Hast Du auch Muskelschmerzen? Dann wäre (zumindest als Nebenbaustelle) das Thema Vitamin D3 interessant (25-OH-Wert testen lassen). Was es bringt, kann ich noch nicht sagen, weil ich meinen Mangel erst zum Teil aufgefüllt habe und weil ein Teil meiner Beschwerden eh von Hashimoto zu kommen scheint.

Gute Nacht,
Irene

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Koelnxm ist offline
Beiträge: 20
Seit: 07.02.09
Hallo Sunshee,
bei mir geht es schon seit 4 jahren ! es kommt mir wie gestern vor . Ich denke die zeit , die ich mit diese Krankheit lebe ist still geblieben. Ich bin immer an dem tag wie es war , wie es geschah, und was ich alles so gedacht habe...
Hast du egentlich eine Therapie gemacht oder nimmst du Medikamente ? wenn ja welche ? Ich muss wieder von vorn anfangen weil ich meine medikamente aus dummheit nicht geschluckt habe(Weil es mir prima ging )
Gute Besserung

@ Irnee
Hallo erstmal und Danke
Aber ich kann dir sagen %100 ist es kein Hashimoto ! ich habe mein doc. (übrigens ein super typ) angesprochen und hat auch sämtliche Blutuntersuchungen gemacht und der Meinte nein ! Das hat er acuh mir so erklärt wenne s so was wäre , dann könnte Tavor oder diezepam dir nicht helfen können . Der hat auch recht ! wenn ich ein viertel Tavor nehme dann geht es mir prima .
Ausserdem ich war ja in eine Tagesklinik und man hat da festgestellt dass ich unter :
Mittelgradige depression leide
dissoziative störung
und beglietend Panik attacken
schönen gruss

Was tun bei psychosomatischen Symptomen

irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Aber ich kann dir sagen %100 ist es kein Hashimoto ! ich habe mein doc. (übrigens ein super typ) angesprochen und hat auch sämtliche Blutuntersuchungen gemacht und der Meinte nein !
Hat er auch eine Ultraschall-Untersuchung gemacht?

Hashimoto 100-prozentig ausschließen kann man jedenfalls nur sehr schwer, da scheint mir Dein Hausarzt etwas voreilig zu sein. Lies mal dieses Interview mit einer Ärztin, die selbst eine Schilddrüsenerkrankung hat... Oder Du druckst es aus und bringst es ihm mit, dufte Typen lernen ja gern dazu ;-)

Ausserdem ich war ja in eine Tagesklinik und man hat da festgestellt dass ich unter :
Psychiater kennen sich nicht mit Hashimoto aus und machen nur eine oberflächliche Differenzialdiagnose (wenn überhaupt), und dann kommt halt eine Psycho-Diagnose raus, auch wenn es eigentlich was anderes ist. Fachärzte suchen die Ursache immer nur innerhalb ihres eigenen Fachgebiets, weil sie sich nur da sicher sind, und wenn man mal einen Tipp kriegt, wo man sonst noch hingehen könnte, ist das schon viel.

Naja, vielleicht bist Du Deine Psychodiagnose zufrieden und möchtest alles so belassen...

Geändert von irnee (12.09.09 um 01:09 Uhr)

Was tun bei psychosomatischen Symptomen

Koelnxm ist offline
Beiträge: 20
Seit: 07.02.09
Hallo Irnee,
Ich bin natürlich nicht mit diese diagnose nicht zufrieden ,wer würde denn schon ganze Jahre von ein phsyhiater zum andere laufen?Und sie haben gar keine Termine frei oder nehmen kein Patient der gesetzlich versichert ist !
Ich habe am Motag nochmal Termin werde ich mein Doc ansprechen und bitten dass er auch diese untersucheng macht. Aber ich sage schon mal hier es wird nichts raus Kommen .
Was ich auch ganz vergessen habe zu schreiben , bei mir wurde auch festgestellt , dass mein hws nicht stabil ist . Und wenn man auch die symptome da leist , kann man auch sagen das es da kommt .
Was du mir gesagt hast , hat mir auch eine Apotehkerin schon damals gesagt und ich habe hno , Hausarzt usw informiert.
Ich denke schon dass mein doc. lernfähig ist (hoffe zumindenst)

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Ich habe am Motag nochmal Termin werde ich mein Doc ansprechen und bitten dass er auch diese untersucheng macht. Aber ich sage schon mal hier es wird nichts raus Kommen .
Meinst Du den Ultraschall der Schilddrüse? Wenn Dein Arzt da kompetent und erfahren wäre, hätte er das längst gemacht. (Und ich schätze, er hat auch keine Antikörper getestet, sondern nur Hormonwerte...)

Geh bitte mit einer Überweisung zum Endokrinologen oder Nuklearmediziner. Wenn ein Hausarzt nur selten Ultraschall der Schilddrüse macht oder ein älteres Gerät hat, kann er da nicht viel erkennen.

Aber ich sage schon mal hier es wird nichts raus Kommen .
(Willst Du mich eigentlich entmutigen Dir zu helfen? Diese Bemerkung klingt fast so.)

Wenn Dein Hausarzt 100 % überzeugt ist, dass Deiner Schilddrüse sowieso nichts fehlt, und Du überzeugt bist, dass der Hausarzt recht behalten wird, wird tatsächlich nichts rauskommen.

Du könntest stattdessen die schon gemachten Schilddrüsenwerte vom Hausarzt kannst Du ausdrucken lassen und zum Spezialisten mitnehmen, und auch hier reinstellen, wenn Du magst.

Geändert von irnee (12.09.09 um 20:14 Uhr)


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