Jahrelanger schwerster Kopfschmerz ohne Pause oder Linderung

07.09.09 11:03 #1
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Jahrelanger schwerster Kopfschmerz ohne Pause oder Linderung

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Shelley,

ich bin zum Glück selten von Kopfschmerzen geplagt. Aber die schlimmsten meines Lebens habe ich durch Histamin bekommen, solange ich nicht wußte, daß ich es nicht vertrage bzw. abbauen kann. Das waren Kopfschmerzen und keine Benommenheit.

Der Unterschied zu den Schmerzen von dietrichs Sohn ist allerdings meiner Ansicht nach, daß meine üblen Kopfschmerzen spätestens nach 1-2 Tagen vorbei sind.

Zu den Antihistaminen: es gibt da verschiedene, die auch verschieden wirken können.
Die älteren, z.B. Fenistil, machen müde, zum Teil furchtbar müde. Die neueren (z.B. Aerius) machen nicht müde.

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (12.09.09 um 18:23 Uhr)

Jahrelanger schwerster Kopfschmerz ohne Pause oder Linderung

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo,

Histamin kann durchaus Kopfschmerzen verursachen, jedoch über die Stärke kann ich selbstverständlich keine Angaben machen:
Histamin und Kopfschmerz
Kopfschmerzen werden in 70 % der Bevölkerung gefunden. Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass Histamin bei praktisch jedem Kopfschmerzen auslösen kann. Dabei ist es egal, ob Histamin sc, iv oder inhalativ oder oral zugeführt wird. Da nun die Zufuhr von Histamin Kopfschmerzen auslösen kann, untersuchten wir in einer offenen Studie den Einfluss der histaminfreien Diät bei 35 Patienten (meist Frauen) mit durchschnittlich 14 Mal Beschwerden im Monat. Nach einer Diät von vier Wochen waren 22 Patienten völlig (!) beschwerdefrei, 8 besserten sich um mehr als 50 %, und nur 5 konnten keine Besserung feststellen. Es ist daher lohnend, bei Patienten mit HIT, bei denen auch Cephalea angegeben wird, eine histaminfreie Diät zu verordnen.
Histamin-Intoleranz Vortrag PD

Kommt es zu einem DAO-Mangel, so bleibt zu viel Histamin im Körper aktiv und es kann zu folgenden Beschwerden kommen: Migräne und starke Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Herzrasen oder niedriger Blutdruck, Hautausschlägen und Juckreiz, geschwollenen Lippen, Rotwerden (Flush), geröteten Augen, laufende Nase und Asthmaanfällen. Durch die Gabe von Adrenalin oder anderen Antihistaminika können die Symptome gemildert werden.
Quelle: Migräne-Auslöser: Alkohol und Nahrungsmittel

@Dietrich
Da sich durch Cetirizin anscheinend keine Veränderung zeigt wäre es vielleicht sinnvoll ein anderes AH zu versuchen. Diese Präparate wirken bei jedem Menschen anders. Ich selbst musste ebenfalls vier oder fünf Präparate versuchen bis ich eines fand welches mir half.
Es muss ja nicht das Histamin sein, aber ein Versuch ist das doch eigentlich doch wert ?


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Jahrelanger schwerster Kopfschmerz ohne Pause oder Linderung

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo,

sorry; aber ich finde kopfschmerzen immer noch keine indikation für antihistamine als selbsttest.

was, wenn was schief geht?

wird dann das forum verklagt, weil es antihistamine gegen kopfschmerzen empfiehlt?

okay;
kopfschmerzen mögen eine indikation sein, um einen histaminintoleranz-test zu machen.

wenn der dann positiv ausfällt, dann finde ich es vollkommen okay, wenn der sohn von dietrich verschiedene antihistamine ausprobiert.

nicht aber, bevor klar ist, dass er wirklich ein histaimn-problem hat, geschweige denn, dass die kopfschmerzen davon kämen.

was, wenn dietrichs sohn ein unerkannter hirntumor hat und nun mit antihistamin-versuchen hoffnung und zeit flöten geht?

bei mir ist halt so:

ich habe ja die histaminintoleranz und "diese" kopfschmerzen.
"diese" kopfschmerzen sind in meinem fall nicht mit histaminsymptomen vergleichbar und ich habe wikrlich unterdessen schon schwere histaminintoleranz.
(von 1/8-tel cherry-tomätchen liege ich flach und wenn pollen, hausstaub und andere allergika rumfliegen dann klappt mein körper auch wegen dem eigenen histamin, das der körper nicht mehr richtig abbaut, zusammen.)
das mit dieser benommenheit - welche vielleicht auch als schmerz bezeichnet werden kann, ist wie gesagt ganz anders und für mich sind histaminsymptome schon gar keine kopfschmerzen mehr, weil ich eben "diese" kopfschmerzen kenne.
ich behaupte nicht, die von dietrich's sohn sind die genau selben.
doch die geschichte tönt sehr ähnlich meiner, die ich nicht aufschreibe.

viele grüsse von shelley
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Kerstin9 ist offline
Beiträge: 2.455
Seit: 25.10.04
Hallo Dietrich2,

mir fällt noch KPU (Kryptopyrrolurie) dazu ein. Vielleicht wäre das auch eine Richtung, in die man mal untersuchen könnte.
Dazu steht das Wichtigste hier im Wiki:

"Der Begriff Kryptopyrrolurie bezeichnet eine bezüglich Ursachen und klinischer Bedeutung kontrovers diskutierte Stoffwechselstörung, von der nach einigen Schätzungen etwa 5-10% der Menschen betroffen sind und der vielfältige Gesundheitsstörungen zugeschrieben werden. Durch eine Ergänzung bestimmter Nährstoffe, vor allem Vitamin B6 und Zink, ist häufig eine Besserung erreichbar."

Symptome:
Folgende Organe oder Organsysteme können von Symptomen betroffen sein:
  • Hirn / Nervensystem / Psyche mit u.a. Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, chronischer Erschöpfung, fehlender Stresstoleranz, psychischen Problemen und Lernschwächen verschiedenster Art, fehlender Traumerinnerung und anderen Neurostress-Symptomen
  • Augen mit u.a. Maculadegeneration, Nachtblindheit
  • Immunsystem mit u.a. Infektanfälligkeit, chronischen Infektionen, Allergien
  • Hormonsystem mit u.a. Entwicklungs- und Wachstumsstörungen, verminderter Fruchtbarkeit, Schwangerschaftskomplikationen, Menstruationsbeschwerden, Schilddrüsenfehlfunktionen
  • Verdauungsorgane mit u.a. Unterzuckerungssymptomen, "Morgenübelkeit", Altersdiabetes, Reizdarmsyndrom, Oberbauchschmerzen, diversen Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Haut, Haare, Nägel, Zähne mit u.a. Sonnenlichtüberempfindlichkeit, Hautproblemen und -erkrankungen verschiedenster Art, Haarausfall, weißen Flecken oder Querstreifen auf den Nägeln, schlechtem Zahnschmelz
  • Bewegungsapparat mit u.a. Rücken- und Gelenkschmerzen, Überbeweglichkeit von Gelenken, Muskelzuckungen, -krämpfen, -schwäche
Hier gibt es einen Online Fragebogentest:
KEAC - Hämopyrrollaktamurie (HPU) und HPU-Test®: Online-Fragebogen

Viele Grüße,
Kerstin
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Wer keine Zeit für Gesundheit hat, benötigt später viel Zeit für seine Krankheit (Kneipp)

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Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo kerstin,

und kpu kommt von jetzt auf gleich nach einem tag in der sonne?

bei uns in der familie ist zwar auch kpu verbreitet, doch meine kopfschmerzen kamen auch von jetzt auf gleich und nicht zusammen mit der kpu.

langsam denke ich aber eh, dass meine kopfschmerzen nicht hier her gehören.
dann könnte es bei dem sohn von dietrich nämlich schon auch kpu sein.

viele liebe grüsse von shelley
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Kerstin9 ist offline
Beiträge: 2.455
Seit: 25.10.04
Ich weiß es nicht, Shelley... aber vielleicht sollte man mal in alle Richtungen schauen, wenn ja nichts besonderes vorgefallen war, so wie Hirnhautentzündung oder Trauma...
Vielleicht war die Sonne der Auslöser...


Kerstin
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Dietrich2 ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 07.09.09

Hallo Kerstin,

sehr herzlichen Dank fuer Deinen Hinweis auf KPU. Darueber hatte ich kuerzlich schon gelesen, aber noch nichts unternommen. Von den Symptomen in der Liste stimmen eigentlich nur die Kopfschmerzen mit dem Fall meines Sohns ueberein. Z.B. hat er keine Sonnempfindlichkeit allgemeiner Art. Mit einer Baseballmuetze ist kommt er in der Sonne gut klar. Eine maessige Allergie gegen Hausstaub hat sich erst in den letzten Jahren entwickelt. Ein Test in Kindheitstagen, als die Kopfschmerzen begannen, war negativ. Den KPU-Test werden wir wohl dennoch mal machen. Gibt es dabei grosse Qualitaetsunterschiede?

Aber da faellt mir noch ein Punkt ein: Mein Sohn hat manchmal ohne erkennbaren Grund relativ heftiges Nasenbluten. Haelt aber nie sehr lange an.

Vielen Dank und herzliche Gruesse

Dietrich.

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Dietrich2 ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 07.09.09

Hallo Heather,

ich danke Dir herzlich fuer die Angaben zu den Effekten von Histamin. Wie auch schon bei KPU sehe ich die Kopfschmerzen als die mit wietem Abstand groesste Ubereinstimmung. Aber das braucht auch hier nichts zu bedeuten. Und ein Versuch sollte nichts schaden. Allerdings steht in einer Deiner Web-Referenzen, dass der Histaminspiegel nachts total absinkt. Mein Sohn geht hingegen mit Kopfschmerzen schlafen und steht morgens damit auf. Das koennte ein Hinweis gegen den Einfluss von Histamin sein. Aber wir werden diese moegliche Spur dennoch verfolgen.

Dankbar Gruesse

Dietrich.


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Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Dietrich,

ich weiß es wird oft angegeben, dass der Histaminspiegel durch schlafen auf ein normales Niveau absinkt. Ich kann das aus eigenen Erfahrungen und Berichten anderer Betroffener keinesfalls bestätigen.
Selbstverständlich sinkt das Histamin wenn ich nichts tue was ihn wieder erhöht, d.h. auch über Nacht geht er daher vermutlich etwas nach unten. Doch ich habe schon oft erlebt, dass ich abends etwas falsches zu mir genommen habe und sogar erst am nächsten Morgen überhaupt etwas davon zu spüren bekommen habe. Es gibt sogar Histaminintolerante bei denen die Symptome erst sogar zwei oder drei Tage später auftreten.

Du kannst Dir dazu auch mal dieses Thema durchlesen:
http://www.symptome.ch/vbboard/hista...ht-kommen.html


Liebe Grüße .

Heather
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Binnie
Hallo Dietrich,

habe nicht den ganzen Thread gelesen, sondern nur Deinen Eingangspost, daher weiß ich nicht, ob das evt. hier schon mal angesprochen wurde:

Sein Gebiss ist in Ordnung, die Amalgamfuellungen ausgetauscht, das Sehen ist ohne Beeintrachtigung, Blutuntersuchungen zeigen keine Belastungen mit Giftstoffen oder andere Anomalien.
Wie wurden denn die Amalgamfüllungen entfernt ? Mit Dreifachschutz ? Was hat er denn jetzt für Füllungen drin ? Evt. reagiert er ja auf die neuen Füllungen irgendwie allergisch, das ist nicht selten nach Amalgam der Fall!

In Körperflüssigkeiten kann man Giftablagerungen im restlichen Körper i.d.R. (also ohne spezielle Provokationsmethoden nach einer gewissen Zeit) nicht mehr nachweisen!

Er hat kaum je eine ernsthaftere Infektionskrankheit gehabt. Allerdings hat er sich als Jugendlicher (12-14 Jahre) vermutlich
Pfeiffersches Druesenfieber zugezogen, das ihn fuer ca. ein Jahr geschwaecht hat.
Das deutet für mich aber schon auf eine massive Belastung seines Organismus evt. mit Giften hin!

Da haben wir ja einmal die oben erwähnten Amalgamfüllungen. Wie sieht es denn bspw. mit Impfungen und mütterlichem Amalgam aus ? Die Mutter entgiftet sich während der Schwangerschaft und danach auch über die Plazenta und die Muttermilch und gibt so ihre Belastungen zu großen Teilen auch an die Kinder weiter.

Wie sieht es aus mit neuen Möbeln, Umzügen, etc. ?

Neuzeitliche Untersuchungen auf Spaetfolgen zahlreicher Zeckenbisse im Kindesalter erbrachten nichts. Er hatte keinen Unfall.
Was wurde denn da genau an Untersuchungen gemacht ? Empfehle hier unbedingt eine Spezialstelle aufzusuchen, da unspezialisierte Ärzte meist eine Borreliose nicht richtig interpretieren können! Z.B. das Borreliosezentrum in Augsburg oder Köln oder die Dr. Hopf-Seidel...

Histaminunverträglichkeit und andere UVs sind eigentlich meist nur Erscheinungen im Rahmen eines komplexeren Krankheitsbildes, soweit ich dazu richtig informiert bin.


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