Große Probleme

23.08.09 10:14 #1
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Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Was für eine Entgiftungstherapie machst Du denn da gerade bei dem Heilpraktiker?
Und - hab ich's überlesen oder hast Du die Frage nach Amalgamfüllungen nicht beantwortet?
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Liebe Grüße Carrie

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Gurkenfass ist offline
Themenstarter Beiträge: 48
Seit: 11.06.09
Jap du hast es überlesen. Ich habe einen Zahnaufbau, aber keine Füllungen.

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Gurkenfass,


MCV 98,00 ucm
MCHC 30,50 g/dl
Thrombozyten 143 Tsd./ul

Kalium 5,50 mmol/l
Calcium 3,08 mmol/l

Laktat-Dehydrogenase (LDH-Gesamt) 315 U/l
GOT 54,50 U/l
GPT 63,50 U/l
Gamma-GT 78,80 U/l

Glukose im Serum 30,00 mg/dl
Außerdem lese ich, dass Du auch ein stark erhöhtes Histamin hast.

Zunächst sind die Werte Kalium, Calcium und Glukose am ehesten damit zu erklären, dass der Arzt das Blut nicht zentrifugiert hat oder es zu lange gedauert hat, bis das Blut ans Labor geschickt wurde. Kalium und Calciium steigen dann an und Glukose fällt dann ab.
Wenn das der Grund war, solltest Du weitere Blutentnahmen nicht bei diesem Arzt machen, denn solche Fehler verfälschen auch andere Werte.

Das hohe MCV kann auf einen Mangel an Vitamin B12 und an Folsäure hinweisen.
Das niedrige MCHC kann auf einen B2-Mangel, Eisenmangel, eine Anämie oder Blutverluste hinweisen.

Hohes MCV und niedriges MCHC können aber auch durch Alkohol entstehen, ich will darauf nur hinweisen, denn bei gleichzeitig erhöhten Leberwerten denkt ein Arzt dann möglicherweise: Der oder die trinkt viel Alkohol und hat dann keine Lust nach Krankheitsursachen zu suchen.

Erhöhte LDH bedeutet, dass irgendwo im Körper Zellen absterben. Aber die LDH-Erhöhung kann auch bei den oben genannten Fehlern nach der Blutentnahme zustande kommen.

Die niedrigen Thrombozyten deuten auf Gerinnungsstörungen hin.

Nach allem, was Du schreibst, würde ich einen M. Wilson für sehr wahrscheinlich halten:
Dafür sprechen:
Deine Beschwerden, die erhöhten Leberwerte, die erniedrigten Thrombozyten (ist bei M. Wilson ein nicht so seltenes Symptome).
Und für ganz verdächtig halte ich den Ring um die Iris. Ein erfahrener Augenarzt sollte den Kayser-Fleischer-Ring mit der Spaltlampenuntersuchung ausschließen (oder bestätigen).
Evtl. würde ich noch einen 2. Augenarzt konsultieren, weil nicht jeder Augenarzt weiß, wo er diesen Ring suchen muss.

Ist die Alkalische Phosphatase (AP) denn mal untersucht worden?
Bei MW ist diese meist sehr niedrig, dh. im unteren Normbereich.

Was mir auffällt ist, dass Du, wie ich auch, sehr viel Histamin im Blut hast.
Ich habe M. Wilson und ich habe zu wenig DAO (also Di-Amino-Oxidase). DAO-Mangel bedeutet, dass man eine Histaminintoleranz hat und diese wiederum bekommt man bei schweren Lebererkrankungen.
Ist die Leber krank, hat man auch viele Allergien (habe ich auch).
Übrigens weiß ich von mehreren Patienten mit MW, dass sie auch eine Histaminintoleranz haben.

Ich rate Dir also dringend, Dich auf M. Wilson untersuchen zu lasen.

Links zu der Krankheit:
MorbusWilsonEV
mit Ärzteliste
AWMF online - Leitlinie Neurologie: Morbus Wilson
EuroWilson - Wilson's disease - > Leben mit Morbus Wilson > Leitfaden zu Morbus Wilson

Und hier im Forum gibt es auch eine Rubrik dazu mit weiteren Links in der Linksammlung

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
Morbus Wilson Ausschlußdiagnose... ein Versuch ist es Wert!

auf jeden Fall treten deine Beschwerden schubförmig auf. D.h. du bist nicht ganz gesund, nur weil Du gerade keinen Schub hast. Bleib einfach dran. Mit der Zeit wirst Du das eine oder andere finden, was hilft.

Angst vor dem Sterben?

Naja, heute sterben so viele Leute vorzeitig an allem Möglichen - Krankheiten, Unglücke, Verbrechen, Krieg, Terror, Hunger, etc. Und eine Krankheit haben Alle, nämlich das Altern. Diese Krankheit endet immer tödlich! Das ist schon bedrohlich, aber nichts Neues. Es macht keinen Sinn sich noch mehr Angst einzureden. Wenn es mich trifft, dann ist es halt so.

Sich krampfhaft an dieses zum Teil jämmerliche Leben klammern, ist übertrieben. Ich will bestimmt auch nicht sterben und liebe und bejahe das Leben im Prinzip. Aber z.Zt. gibt es Umstände - höhere Gewalten - die sich unserer Einflussnahme teilweise entziehen. Das Leben hat eine Grenze in der Zeit und Intension (Kraft). Das muß ich und sowohl viele andere auch akzeptieren. Leider! Z.Zt. jedenfalls - so lange Gott das so will/zuläßt.

Einfach immer das Beste draus machen und nicht verkrampfen, ok? Immer schön cremig bleiben.... Mit 20 keine einfache Sache, wo man eigentlich noch am Anfang steht....ich weiß. Aber zur Reife gehört, diese Erkenntnis hinzunehmen ohne sie gut zu finden ... ! Sie wird Dich und mich ein Leben lang begleiten. Je eher Du die Dinge realistisch mit optimistischer Tendenz siehst, umso besser ist es und bewußter und eigenverantwortlicher lebst Du Dein Leben.

"Knaben werden sowohl müde als auch matt, und selbst junge Männer werden ganz bestimmt straucheln, doch die auf Jehova hoffen, werden neue Kraft gewinnen. Sie werden sich emporschwingen mit Flügeln wie Adler. Sie werden laufen und nicht ermatten; sie werden wandeln und nicht ermüden." Jesaja 40:30, 31

Geändert von Joh70 (24.08.09 um 12:16 Uhr)

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Gurkenfass ist offline
Themenstarter Beiträge: 48
Seit: 11.06.09
Vielen Dank für die vielen Antworten.
Erstmal zu Margie
Danke für deine Infos.
Das mit dem zu spät eingeschickten Blut könnte ich mir gut vorstellen. Allerdings sind die LDH-Werte in meinem Alter nichts besonderes.
Im Alter von 1 Monat bis 19 sind diese meist (wegen Wachstumsphase etc.) bei bis zu 450 U/l, und ich bin ja gerade mal 20 somit keine besondere Sache.
Allerdings können diese Werte auch für eine Lebererkrankung sprechen. Oder eine Vergiftung.
Ich war heute nochmal bei meinem Neurologen.
Er hat mich nochmal überprüft, meint aber Morbus Wilson eigentlich ausschließen zu können.
Trotzdem machen wir noch einen Bluttest in einem anderen Labor, um sicher gehen zu können. Dazu messen wir auch gleich auch Kupfer und ein paar andere Werte.
Sollte sich die Leber nicht verändert haben, dann wird sich wohl eine Spezialistin die er kennt damit befassen.

An Joh...
Ich hab viel über den Tod nachgedacht. Angefangen hat das mit dem Tod meiner Omi, sie ist an einem Hirntumor gestorben. Ist aber schon ein zwei Jährchen her.
Seit dem denk ich immer mal wieder drüber nach, nur in letzter Zeit ist es so extrem geworden.
Ich hab Angst davor. Auch wenn ich weiß das dies ein ganz natürlicher Vorgang ist so fürchtet man sich doch vor einem Nichts in das man gehen könnte.
Ich weiß auch ich werde einmal sterben, oder meine Eltern...usw.
Mir ist auch klar, das ich jederzeit beim Autofahren oder sonst wobei sterben könnte.
Früher bin ich damit eigentlich recht locker umgegangen, da du recht hast wenn du sagst, das das Leben nur dann lebenswert ist, wenn man das beste daraus macht und die Zeit hier genießt.
Nur irgendwie hab ich vergessen wie man das leben genießt.
Ich habe irgenwie den Faden verloren, ich weiß nicht mehr wohin meine Reise geht.
Den Faden muss ich wohl wieder finden, auch wenn das verdammt schwer ist.

Ich habe nun den Beschluss getroffen mich aus diesem Forum zu löschen.
Es hilft mir zwar hier zu schreiben und es ist in irgendeiner Weise ein Klammern an die Möglichkeit, das was ich erlebe in einer Weise zu erklären die mir rational erscheint.
Das sind Krankheiten und an diese klammer ich mich wohl im Moment. Mag sein, dass ich eine Leberkrankheit habe, oder sonst was.
Aber die ganzen Möglichkeiten hier aufgezählt zu bekommen, macht mir noch mehr Angst als ich vorher hatte.
Deswegen werde ich mich nun aus dem Forum löschen.
Ihr seit alle echt nett und habt mir geholfen.
Aber für mich selbst ist es wohl das Beste wenn ich aufhöre Krankheitsgeschichten zu lesen, da ich von einer Sache zur nächsten renne.
Ich mir morgen noch einmal Blut abnehmen lassen und dann werden wir ja wohl sehen was los ist.
Oder wir werden nicht sehen

Auf jeden Fall werde ich wohl mal einen Gesprächstherapeuten aufsuchen, denn da komme ich sicherlich nicht mehr drum rum.

Ich danke euch noch einmal für eure Hilfe !!!

Ich wünsch euch was
Gurkenfass

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
"fürchtet man sich doch vor einem Nichts in das man gehen könnte"

Das Gefühl kenne ich inzwischen auch. Es ist schon sehr seltsam und kann einen erschaudern lassen. Aber ich weigere mich davor, mich in diese Richtung fallen zu lassen. Das bringt nichts. Satan wird meinen Willen nicht brechen. Er kann meinen Körper plagen und zerstören. Aber meine Entscheidung und mein Wille gehört mir bzw. ist von Gott.

Gründe:

1. ...also zum einen lebe ich noch!!! Ich lebe jetzt und will es bis zu einem gesunden Maß wertschätzen, trotz Probleme. Zum Sterben ist noch Zeit genug. Konzentration auf das Gute oder Schöne, soweit das möglich ist!

2. ...zum anderen weiß ich gar nicht genau, was das "Nichts" ist oder was genau dort endet oder nicht. Das, was uns als Person ausmacht, ist nicht der Körper sondern unsere Persönlichkeit. Die liegt auch nach dem Tod in der Hand Gottes. Nichts was wirklich von Wert ist, geht verloren. Körper können wiedererschaffen werden.

3. ...desweiteren hat der Tod nicht das letzte Wort. Der Tod ist ein vorübergehender Zustand. Er ist nicht das Ende. Je nachdem welches Schicksal man hat, kehrt die Lebenskraft entweder zu Gott zurück, oder sie manifestiert sich bei der Auferstehung der Toten wieder in irdisches Leben in einem neuen Körper. Gott gibt einen neuen, gesunden Körper, wenn die Zeit dafür da ist. Dann gibt es keine Krankheiten mehr. Die Menschheit lebt heute in der letzten Phase, in der es das bekannte körperliche Leid gibt. Das wird bald nie mehr so sein. Vielleicht ist deshalb heute alles so schlimm, weil es die letzte Gelegenheit darstellt, aus diesen Erfahrungen zu lernen. In der Wiedererschaffung wird der Mensch nie wieder von Unglücken heimgesucht werden oder sonstwie dahinsiechen. Auch das körperliche Altern findet nicht mehr statt.

Natürlich ist alles was wir heute durchmachen eine Grenzerfahrung, aus der wir etwas lernen können. Lernen fürs Leben, nicht für die Angst. Lehrstück anstatt nur Traumata. Leichter gesagt als getan....ich weiß. Mit der Hilfe Gottes gehts schon...

Geändert von Joh70 (24.08.09 um 13:47 Uhr)

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
"werde ich wohl mal einen Gesprächstherapeuten aufsuchen"

Das kannst Du machen. Vielleicht kann er helfen, die eine oder andere Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Sobald man über eine Sache reden kann, ist sie gleich viel weniger schlimm. Aber versprich Dir nicht zu viel davon. Meistens sind Psychiater keine gläubigen Leute, also tiefgläubige Christen.

Was Du brauchst, ist die Wahrheit aus Gottes Wort. So sehe ich das.

Du bist auf Deine jungen Jahre in einen Bereich vorgestoßen, wo viele andere Jugendliche erstmal einen Bogen drumrum machen. Das Thema Tod scheuen Jugendliche und junge Erwachsene und verdrängen es wenn möglich. Dass man davon profitieren kann und sein Leben bewusster leben und genießen kann sowie bessere Entscheidungen treffen mag, wissen sie nicht. Daß Du dich diesem Thema gestellt hast, spricht für Dich.

Es ist eigentlich ein religiöses Thema und in diesem Bereich bekommst Du nur daraus vernünftige Antworten. Natürlich herrscht auch überall religiöse Verwirrung. Trotzdem gibt es den wahren Glauben. Du kannst die Antworten finden!!!

Wenn Du Dich jetzt noch dieser religiösen Thematik stellen würdest, wird sich Dir eine neue Dimension eröffnen, die dann vieles von dem heute relativiert. Probleme, die bisher übermäßig groß erschienen, sind dann nur noch mäßig groß. Manche Probleme lassen sich mit dem Glauben sogar lösen: z.B. Suchtverhalten, gefährliche fatalistische Einstellung, etc.

Wenn Du Jesus Christus in deinem Leben zuläßt und mehr über seinen Vater, Gottes Persönlichkeit und Willen lernst, und gebetsvoll Dich an ihn wendest, wirst Du den Heiligen Geist erhalten.

Dieser wird Dir wieder Mut geben. Dann wirst Du wie ein mächtiger Krieger den Kampf des Lebens kämpfen. Was auch immer geschieht, Du wirst immer der Sieger sein. Ein ggf. vorzeitiger Tod wäre keine Niederlage. Und eines Tages wirst Du mit Stolz zurückblicken und sagen können: 'ich habe den Kampf gekämpft und gewonnen, weil Gott mit mir war'.

Ich finde das besser als den Weg in die Psychiatrie.

Geändert von Joh70 (24.08.09 um 14:52 Uhr)

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
und bitte versuche die körperlichen Beschwerden herauszufinden, dann gehts auch psychisch besser.

Ein Sprichwort sagt: "Dem ist was über die Leber gelaufen!", wenn jemand psychische Not leidet. Die Leber spielt eine große Rolle für die Psyche (Hirnstoffwechsel).....da hilft ebenfalls keine Gesprächstherapie.

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Gurkenfass ist offline
Themenstarter Beiträge: 48
Seit: 11.06.09
klaro das werd ich machen.
das mit den schlechten werten kann man ja nicht auf sich beruhen lassen.
deswegen morgen um 8 blutabnahme

dein glaube ist beeindruckend...
ich glaube zwar an gott, doch eher auf meine art und weise.
eigentlich hab ich mich darauf wenn es nötig war schon verlassen können.
doch im mom fühl ich mich verlassen

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
... kommt vor, das mit dem sich verlassen fühlen ... was zählt, ist das Große, Ganze! Dafür lohnt es sich durchzuhalten


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