Simuliere ich - oder was?

22.08.09 15:14 #1
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aristotele ist offline
Beiträge: 1
Seit: 22.08.09
Hallo ich habe folgende Probleme:
a) ich bin chronischer Clusterpatient (Bing-Horton)
b) seit einigen Monaten habe ich starke Rückenschmerzen die in beide Beide abstrahlen (arbeite im Lager und muss teilweise bis zu 125 kg heben)
c) Migräneähnliche Attacken
d) drehschwindel
e) permanent starker Druck auf beiden Augen
f) permanent Lichtempfindlich
g) Schmerzen z. T. im ganzen Gesicht
h) permanent müde, traurig, abgeschlagen

ich bin 41 jahre jung/im moment fühle ich mich viel älter
mittlerweile denke ich schon ich werde langsam verrückt. Kennt jemand sich mit diesen ganzen Synthomen aus? Über hilfe wäre ich sehr dankbar...

Simuliere ich, oder was?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo aristotele,

wenn du oft so schwer heben mußt, dann ist sicher auch Deine Wirbelsäule leicht oder stärker geschädigt. Wahrscheinlich die Halswirbelsäule auch. Ich denke, daß viele Deiner "Attacken" dazu passen. Die ausstrahlenden Schmerzen in die Beine dürften von der Lendenwirbelsäule kommen.
Ist es nicht möglich, daß Du nicht mehr so stark heben mußt? Daß ständige Schmerzen mürbe und traurig, müde und abgeschlagen machen, wundert mich auch nicht... Nimmst Du denn Tabletten? Was sagt der Orthopäde dazu?

Du schreibst, daß Du auch Cluster-Patient bist. Kannst Du denn Deine Schmerzen von den Cluster-Schmerzen wirklich unterscheiden oder könnte Cluster auch da mit hineinspielen? - Ich kenne mich da zu wenig aus.

Als Therapiemethode der ersten Wahl zur Kupierung einer akuten Cluster-Attacke gilt die Inhalation von 100-%igem Sauerstoff. 8 bis 10 Liter/min für 10 bis 15 Minuten. (Von Horton bereits 1952 also vor 50 Jahren empfohlen und inzwischen als wirksam erwiesen). Interessanterweise zeigte sich ein unterschiedliches Ansprechverhalten der Sauerstofftherapie in Abhängigkeit vom Zeitverlauf der Attacke. Eine optimale Ansprechbarkeit findet sich im unmittelbaren Attackenbeginn und im Attackenmaximum. Dagegen lässt sich die Zunahme der Schmerzattacke in der Crescendophase bis zum Erreichen des Attackenmaximums nicht verhindern. Es wird angenommen, dass der Wirkmechanismus der Sauerstofftherapie durch einen akuten aktiven vasokonstriktorischen Effekt erzielt wird. Links zu Sauerstoff 1 2

Lidocain: Die intranasale Instillation von 1 ml 4 % igem Lidocain soll bei 4 von 5 Patienten die Attacke beenden. Die Patienten sollen auf dem Rücken liegen, den Kopf 45 Grad rückwärts gestreckt und um 30 bis 40 Grad zur Seit der Kopfschmerzen gedreht. 1 ml Lidocain wird langsam in das Nasen loch der betroffenen Seite hineingetropft. Der Patient soll noch einige Minuten so verharren. Bei sehr stark verstopfter Nase soll zuvor ein Schnupfenspray zum Abschwellen benutzt werden.(0,5% Phenylephrin). Eventuell muss die Dosis ein bis zwei mal wiederholt werden. Am handlichsten ist es, sich das Lidocain in eine Schnupfensprayflasche füllen zu lassen. Herzrhythmusstörungen und Allergien gegen Lidocain müssen ausgeschlossen sein. Bekannt und über einen ähnlichen Mechanismus wirksam ist Kokain.

Dihydroergotamin (DHE) i.V. in der Attacke hilft meist muss aber ärztlich verabreicht werden.
Cluster Kopfschmerz

Gruss,
Uta


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