Mysteriöse Symptome

11.08.09 21:38 #1
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Mysteriöse Symptome...

Monsieur Borrel ist offline
Themenstarter Beiträge: 92
Seit: 12.01.09
Zitat von irnee Beitrag anzeigen
Man kann auch mit Werten in der Norm starke Beschwerden haben. Nicht alle Ärzte bedenken das.



Man kann es zu oberflächlich angehen. Manche Ärzte schauen leider nur drauf, ob die Werte in der Norm sind, und geben dann Entwarnung. Oder untersuchen aus Budgetgründen nur den TSH-Wert. Und beim TSH werden dann oft veraltete Normwerte verwendet. Dann kann es Jahre und Jahrzehnte dauern, bis die Werte so schlecht sind, dass man eine Diagnose bekommt.

Außerdem muss man eine passende Verdachtsdiagnose haben, um überhaupt auf die Idee zu kommen, nicht nur die Schilddrüsenwerte, sondern auch die Antikörper zu testen. Und viele Ärzte wissen gar nicht, wie vielfältig z.B. die Symptome von Hashimoto sind. Da heißt es dann schnell, das ist alles psychosomatisch.

Hier ein Interview mit der Ärztin, die die oben verlinkten Seiten verfasst hat:
derStandard.at

Gute Nacht
Irene

Vielen Dank!
Ich werde die Sache tatsächlich noch mal genauer abklären lassen!
Man muss doch immer selbst nachhaken und den Ärzten nicht alles abkaufen!
Eure Beiträge geben mir zu denken! Die Sache kriegt eine neue Wendung...

Gute Nacht!

Mysteriöse Symptome...

Monsieur Borrel ist offline
Themenstarter Beiträge: 92
Seit: 12.01.09
Zitat von uma Beitrag anzeigen
Hallo Nils,

die Frage ist, ob bei Dir tatsächlich ALLE Schilddrüsenwerte gemacht worden sind (auch die Antikörper TPO-AK, Tg-AK, TRAK). Erst, wenn die alle angegeben und in Ordnung sind, kann man eine Aussage machen.
Auch die Ultraschalluntersuchung ist unbedingt erforderlich; auch da gilt: wenn sie fehlt, kann keine exakte Diagnose gestellt werden.

Der zuständige Arzt ist der Endokrinologe/Nuklearmediziner; bei ihm sollte man obige Untersuchungen machen lassen, weil sich Ärzte anderer Fachrichtungen leider so gar nicht auskennen (diese Erfahrung mussten sehr viele Betroffene machen).

Liebe Grüsse,
uma
Hi,

es wurde glaube ich wirklich sehr ausgiebig getestet. Auch per Ultraschall. Ich war beim Nuklearmediziner. Ich muss das noch mal nachschauen, wenn ich wieder zuhause bin. Vielen Dank!

Viele Grüße, Nils

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Es muss ja auch gar nicht sein, dass der Arzt was falsch gemacht hat. Es gibt seronegatives Hashimoto (ohne Antikörper), und TSH und Werte sind nicht immer gleich, weil die Krankheit schubweise verläuft.

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Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
Zitat von Monsieur Borrel Beitrag anzeigen
Hatte aber mal einen Zeckenstich, der eine starke Rötung hinterließ.


p.s.:
ich wurde einmal darüber informiert, dass nach zeckenstichen auch die schilddrüse schlecht werden kann...
__________________
IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Mysteriöse Symptome

Monsieur Borrel ist offline
Themenstarter Beiträge: 92
Seit: 12.01.09
Hallo!

Hier sind die Werte von der Untersuchung im Februar.
Ich würde mich über eine Deutung sehr freuen!!!

Viele Grüße, Nils

Hormone:

freies T3 2.92 pg/ml (2.00 - 4.20)

freies T4 0.91 ng/dl (0.80 - 1.70)

TSH 1.172 uU/ml (0.30 - 4.00)


Schilddrüsen_Antikörper:

Thyreoidale Peroxidase (TPO/MAK)-AAK 5 IU/ml (0-16)

Thyreoglobulin-AAk 14 IU/ml (0-100)

Geändert von Monsieur Borrel (17.08.09 um 15:38 Uhr)

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Monsieur Borrel,

es fehlen leider noch die TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper), ausserdem wäre es wichtig, den Ultraschallbefund (Struktur der Schilddrüse) zu kennen. Bevor dies nicht abgeklärt ist, wäre es verfrüht, Entwarnung zu geben...

Liebe Grüsse,
uma

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Hallo Nils,

TRAK schaden der Vollständigkeit halber nicht, weil sie wenn vorhanden den TSH leicht verfälschen können. Aber deutlich erhöhte TRAK passen nicht zum Gesamtbild, da hättest Du andere Werte.

Auffällig finde ich den niedrigen fT4-Wert, da liegst Du bezogen auf den Normbereich gerade mal etwas über 10 %! Der fT3 geht so gerade noch, kann aber individuell auch schon deutlich zu niedrig sein. Da hätte der Arzt jedenfalls stutzig werden können. Da wäre auch Thyroxin schon gerechtfertigt gewesen oder allermindestens ein Kontrolltermin. Lass die Werte doch nochmal untersuchen, die sind ja schon ein halbes Jahr alt.

Und wenn Du Thyroxin nehmen willst, dann sprich den Arzt am besten von selbst drauf an. In Deutschland kriegt man bei Schilddrüsenproblemen leichter Antidepressiva als Thyroxin, scheint mir manchmal...

Viel Glück
Irene

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Monsieur Borrel ist offline
Themenstarter Beiträge: 92
Seit: 12.01.09
Hallo uma und Irene,

vielen Dank für Eure Einschätzungen!
Ich werde morgen die Befunde von einem ausführlicheren (allerdings noch weiter zurückliegenden) Test erhalten.
Werde diese dann hier noch mal reinschreiben.

Schönen Abend noch,

Nils

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Monsieur Borrel ist offline
Themenstarter Beiträge: 92
Seit: 12.01.09
Hallo!!!

Ich habe jetzt die Befunde vom Sommer 2008.
Ich würde mich über eine erneute Interpretation der Werte sehr freuen!
Ich habe nun die Hoffnung, dass ich den Übeltäter ausfindig gemacht habe.
Seltsam finde ich, dass der fT3 Wert unter dem Normalbereich liegt - die Schilddrüse aber trotzdem als "normal" beurteilt wurde...

Sonographie:

Schilddrüse ist nicht vergrößert: Rechts 62x15x14m m (6,5 ml), links 53x16x10 mm (4,2 ml), Isthmus 1 mm, Gesamtvolumen 10,7 ml. Echonormales Schallmuster, keine Knoten.

Laborbefunde:

TSH basal 0.886 mIU/l ( < 2.5 )

fT3 3.39 pmol/l ( 3.5 - 8.1 )

fT4 12.0 pmol/l ( 10 -25 )

TRAK(hum.) 0.080 U/l ( < 1 )

TPO-Ak 2.09 IU/ml ( < 16 )


Viele Grüße, Nils

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Ja, das ist in der Tat seltsam. Vielleicht hat sich der Arzt von dem mustergültigen TSH blenden lassen.

Aber fT3 ist das stoffwechselaktive Hormon, also der Wert, bei dem man Abweichungen körperlich am stärksten spürt. Mein fT3 liegt derzeit bei 25 % innerhalb der Norm und ich merke schon, dass meine Konzentration nicht optimal ist. Und ein sehr niedriger fT4-Wert macht auch was aus.

Dein Gewebe war anscheinend unauffällig, aber es kann ja auch sein, dass die Schilddrüse vor sich hin schrumpft, ohne dass da dramatische Muster im Ultraschall sichtbar werden. Dann sieht man vielleicht erst in einigen Jahren deutlicher, was da wirklich los ist, aber so lange kannst Du mit einer Behandlung nicht warten.


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