jahrelang Beschwerden, wer weiß Rat?

27.07.09 22:35 #1
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jahrelang Beschwerden, wer weiß Rat?

Postbote ist offline
Beiträge: 1.158
Seit: 29.07.09
An Unterstützung aus Rostock wird es nicht mangeln.

Ich muß nur wissen, was gebraucht wird. ;-)


liebe Grüße
der Postbote

jahrelang Beschwerden, wer weiß Rat?

Esther79 ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 27.07.09
hallo,

danke an alle für eure versuche mir zu helfen, das weiß ich sehr zu schätzen.
ich wollte nochmal fragen, welche vitamine ihr im blut bestimmen lassen würdet. die ärzte machen immer die gleichen werte und ich wollte diesmal zusätzlich ein paar sachen checken, die noch nicht gemacht wurden, wie zum beispiel b-vitamine...

@postbote:
ziemlich düster, wie du das formulierst. hat mich ehrlich gesagt etwas runtergezogen. die ratio ultima, die erbärmlich näher rückt...
und schutzschilde gegen illusionnen, hm, ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll.

ich glaube, meine psychischen probleme kommen aus einer zeit, an die ich mich nicht mal mehr erinnern kann. meine mama hat ihre mutter verloren als sie mit mir im 8. monat schwanger war. man geht ja mittlerweile davon aus, dass der psychische zustand der mutter einen erheblichen einfluss auf den embryo hat. und verlustängste waren schon immer ein großes thema bei mir.

meine ganze früheste kindheit war dann ein alptraum, an die ich mich auch nur noch alptraumhaft erinnere.
ich beschreibe meiner therapeutin oft eine tür in mir, die verschlossen ist. ich weiß, dass hinter dieser tür ein wahrhafter teil meiner selbst verborgen liegt, ein essentieller teil, der teil meiner innersten gefühle. aber diese tür musste ich schon vor langer zeit verschließen um zu überleben. wie kann ich sie öffnen? wie kann ich diese blockade lösen? das ist meine ultimative frage.


@irnee: ja, meine ärztin meint, ich solle die thyroxindosis nochmal leicht erhöhen.
ich habe aber angst davor, denn nach jeder erhöhung (und ich erhöhe immer nur um 12,5) ging es mir sehr schlecht. ich hatte einen wahnsinnigen druck auf dem kopf und fühlte mich total verzweifelt, aggressiv, wahnsinnig... fühlte sich immer an, wie das ende der welt.
ich nehme jetzt eine 3/4 tablette thyroxin 50 und sehe keine verbesserung zu vorher, als ich keine hormone nahm. das ist doch seltsam. sollten sich nicht wenigstens kleine verbesserungen zeigen?
hashimoto, da sind sich die ärzte einig, habe ich nicht. die werte diesbezüglich waren immer gut. der halbe schilddrüsenlappen zeigt normales gewebe.
warum ich nur eine halbe schilddrüse habe, wissen die ärzte nicht, es wird von einer angeborenen anomalie ausgegangen.

@stefan: vielen dank für deine beitrag. aus deinen zeilen lese ich heraus, dass es dir jetzt besser geht, das freut mich und gibt mir mut, dass ich meiner problematik auch auf die schliche kommen kann.

die probleme meiner halswirbelsäule kommen meiner meinung nach von den anfällen.
personen, die mich dabei beobachtet haben, erzählten mir danach, dass ich während des anfalls den kopf nach hinten überstrecke und mehrer minuten bis zum abklingen so verharre. ich habe jedes mal auch extreme nackenschmerzen in den tagen nach den anfällen. einmal im krankenhaus war es so schlimm, dass ich meinen hals nicht mehr bewegen konnte und nur mit schmerzmitteln das ganze erträglich war.

du hast sicher recht, dass ich mich in die hände eines vertrauensvollen spezilisten begeben sollte. aber den muss man erst mal finden.
mit meinem vertrauen zu ärzten, heilpraktikern und co. steh es definitiv nicht mehr zum besten, ich habe einfach zu viel misst erlebt. aber davon kann hier sicher jeder ein lied singen.

also wenn mir hier einen arzt in münchen und umgebung wirklich empfehlen kann, dann bin ich für einen solchen tip sehr dankbar. ich habe mittlerweile jedes mal, wenn ich jemand neuen aufsuche, angst, wieder nur eine weitere enttäuschung (oder schlimmeres) zu erleben und geld zum fenster rauszuwerfen.

@stengel: sind solche haartests denn wirklich aufschlussreich? so weit ich weiß werden haaranalysen an sich ja sehr kontrovers diskutiert.

@gleerndil: ist dieser müller ein tcm arzt? wenn ja, war mein stiefvater vor jahren bei ihm und auch sehr zufrieden.


kann mir jemand bitte nochmal den link schicken, wo es um die entlastung der nebennieren geht? kann das nicht finden...

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
@irnee: ja, meine ärztin meint, ich solle die thyroxindosis nochmal leicht erhöhen.
ich habe aber angst davor, denn nach jeder erhöhung (und ich erhöhe immer nur um 12,5) ging es mir sehr schlecht. ich hatte einen wahnsinnigen druck auf dem kopf und fühlte mich total verzweifelt, aggressiv, wahnsinnig... fühlte sich immer an, wie das ende der welt.
ich nehme jetzt eine 3/4 tablette thyroxin 50 und sehe keine verbesserung zu vorher, als ich keine hormone nahm. das ist doch seltsam. sollten sich nicht wenigstens kleine verbesserungen zeigen?
Hallo Esther,

wenn Du anfängst Thyroxin zu nehmen, merkt die Schilddrüse, dass da jetzt Hormone von außen kommen, und manchmal fährt sie dann ihre eigene Leistung etwas zurück. Dann musst Du steigern, und irgendwann hat es sich dann eingependelt.

Du kannst auch in 6,25er-Schritten steigern, wenn Du eine 25er Tablette viertelst. Und nach paar kleinen Steigerungen die Dosis konstant halten und nach einigen Wochen wieder zur Blutabnahme.

Wenn es gar nicht auszuhalten ist, kannst Du evtl einen Präparat-Wechsel versuchen. Thyroxin Henning soll z.B. recht stark anfluten nach der Einnahme (vielleicht ist es das was Du spürst?). Bei Euthyrox geht es sanfter, weil da Gelatine mit drin ist, die die Aufnahme verzögert, allerdings braucht man davon eine etwas höhere Dosis, um dasselbe Ergebnis zu erreichen.

Ansonsten gäbe es noch natürliche Hormone aus Schweineschilddrüsen (Threogland oder Armour), aber da ist nicht nur T4 (Thyroxin), sondern auch T3 drin, und das ist dann nicht das gleiche. Für manche ist es besser, für manche nicht. Siehe www.schilddruesenpraxis.de/lex_armour.shtml

Viel Glück beim Tüfteln (Du wirst sehen, es lohnt sich)
Irene

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07

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Esther79 ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 27.07.09
danke dir.

in dem link von dir steht ja, dass von einer nebennierenschwäche auszugehen ist, wenn die thyroxineinnahme bei unterfunktion nicht hilft. das wäre ja bei mir der fall. oder das problem ist wirklich, dass ich noch nicht genug hormon nehme.

was haltet ihr von solchen tests, die man sich im internet bestellen kann, in meinem fall um den cortisol-speichel-test selbst zu machen:
Hormonselbsthilfe: SHT
ich denke normale ärzte werden wohl kein cortisol testen, oder gibt es ein möglichkeit, das als kassenleistung zu machen? macht so etwas vielleicht ein guter endokrinologe?

ab wann sollte man bei einer nebennierenschwäche wirklich hydrocortison nehmen, wann "nur" auf eine ausreichende vitamin- und schlafzufuhr und weniger stress achten?

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
ab wann sollte man bei einer nebennierenschwäche wirklich hydrocortison nehmen
Wenn entsprechende Symptome vorhanden sind. Bei geringen Mengen Cortison sollte es keinerlei Probleme geben.

Das ist allerdings meine Meinung, die im deutlichen Gegensatz zur schulmedizinischen Haltung steht, die Nebennierenprobleme meist mehr oder weniger erst dann behandelt, wenn sie schon sehr ausgeprägt sind.

Das Beste ist, du probiert das mit einem aufgeschlossenem Arzt einfach aus.

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
in dem link von dir steht ja, dass von einer nebennierenschwäche auszugehen ist, wenn die thyroxineinnahme bei unterfunktion nicht hilft. das wäre ja bei mir der fall. oder das problem ist wirklich, dass ich noch nicht genug hormon nehme.
Das ist sehr wahrscheinlich bei solchen Werten.

Bei Hashimoto steuert man z.B. einen TSH unter 1 an. Aber auch die freien Werte und vor allem das Befinden sind wichtig. Und Dein Befinden passt zu den niedrigen Werten...

was haltet ihr von solchen tests, die man sich im internet bestellen kann, in meinem fall um den cortisol-speichel-test selbst zu machen:
Erfahrungen mit dem Speicheltest findest Du im Forum Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen
Stöber einfach mal mit Hilfe der Suchfunktion.

ich denke normale ärzte werden wohl kein cortisol testen, oder gibt es ein möglichkeit, das als kassenleistung zu machen? macht so etwas vielleicht ein guter endokrinologe?
Den Cortisolwert im Blut testen viele Endokrinologen schon, aber die Behandlung mit Hyrdocortison ist normalerweise eine Privatleistung. Wie Stengel schon andeutet, die meisten Endos kennen in Sachen Nebennieren nur Morbus Addison.

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Schilddrüsenhormone regen die Nebennieren übrigens an. Wenn sie nicht leistungsfähig sind, dann verstärkt die Schilddrüsentherapie langfristige die Nebennierenprobleme.

@stengel: sind solche haartests denn wirklich aufschlussreich?
Ja. Aber nur wenn korrekt interpretiert, sie können nämlich leicht irreführend sein.

Mein Haartest mit dem ich eine Quecksilbervergiftung festgestellt habe, hat den Schweregrad der Symptome präziser wiedergegeben als der neuartige Porphyrintest der von vielen inzwischen als der verlässlichste Test dafür angesehen wird.
Ähnliches bei anderen zwei Menschen mit Quecksilberproblemen die ich persönlich kenne.

Bei einer Person gab es laut dem Haartest auch Nebennierenprobleme, und die Person spricht auf die entsprechende Behandlung an (Nebennierenrindenextrakt).

Dazu gibt es noch recht viele Tests von anderen Leuten die man sich anschauen kann, und im allgemeinen scheinen sie recht verlässlich zu sein. Zumindest wenn man sich an Cutlers Angaben hält.

so weit ich weiß werden haaranalysen an sich ja sehr kontrovers diskutiert.
Nur von Ahnungslosen (Schulmedizinern).

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Postbote ist offline
Beiträge: 1.158
Seit: 29.07.09
Liebe Esther,

ich schrieb, was ich wahrnahm.
Fernab jeder Wertung.
Diese obliegt Dir ganz persönlich.

Deine Situation als solche ist gegenwärtig wie sie ist.

Deine Gedanken suggerieren Stillstand.

Der Postbote behauptet, es gibt nur Parabelspitzen im Berg und ebenso im Tal im Einzugsgebiet der hiesigen Schwerkraft! Kannst Du nach einem Löffel eines Kräuterquarks etwa fliegen oder bekommst Engelsflügel ?

Dein Körper, Dein Geist und Deine Seele,
sie verlangen ein letztes Mal in aller Geschlossenheit die
Antwort auf die Frage: "Willst Du leben ?"


Dazu gehört auch der Verlust eines Menschen, den Du nie kennengelernt hast und dessen Gegenwart nie abschütteln konntest. Die Sehnsucht nach innerem Frieden und Intimsphäre. Bist aufmerksam, rücksichtsvoll, suchst die Objektivität...

Nichts hilft, Symptome ohne jeden erkennbaren Grund.

In aller höchstem Respekt meinerseits gegenüber
Dir und einem jeden anderen würde ich wetten,
daß Du innerlich als, vielleicht nicht Gläubige,
in größter Not versucht bist, zum Glauben zu finden.

Es ist nicht meine Kragenweite, auf die offene Wunde Salz zu streuen.

Nehmen wir einmal an, Du würdest Dich zu diesem Schritt hinreißen lassen, rein in der Hoffnung, daß die richtige Antwort dabei ist. Dann würdest Du just in diesem Moment mit verbunden geglaubten Augen Deinen Gott neben Dir nicht erkennen. Nicht, weil Du es nicht könntest, sondern weil der Zeitpunkt der ist, daß außer einem Einzigen unter Euch dieses nicht mehr für möglich haltet.

Dieses Fitzelchen Mut entscheidet in Deinem Kopf,
ob ein Biest erscheint oder aber ein sprechendes Tier.


liebe Grüße
der Postbote

ps: Dieses Gefühl des dauerpräsenten dreifachen Schattens, es gibt nichts dagegen, was man kaufen kann, oder ???

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Dr. Bieger hat inzwischen wieder eine Privatpraxis in München:

http://www.symptome.ch/vbboard/neuro...-muenchen.html

Gruss,
Uta


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