Was ist das nur?

19.06.09 23:32 #1
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Niobi ist offline
Beiträge: 15
Seit: 13.06.09
Hallo ihr Lieben.
Ich bin neu hier und würde gern meine Geschichte schildern. Sie könnte lang werden und ich hoffe, dass sich jemand die Zeit nimmt, um sie zu lesen.
Ich bin 26 Jahre alt, weiblich, studiere Germanistik im 14. Semester und eigentlich könnte ich das Studium im nächsten Semester abschließen.
Bis zu meinem 23. Lebensjahr war ich ein ganz "normales" Mädchen, eine ganz "normale" junge Frau. Ich wurde selten krank und fühlte mich fit und vital. Jetzt ist das alles anders. Im Oktober 2006 bekam ich meine erste Panikattacke in Hamburg, wo ich mit meinem Vater war, weil wir beide die Stadt einfach mögen. Ich konnte auf einmal, mitten in einem Kaufhaus, nicht mehr reden, mir war schwindelig und ich hatte Todesangst. Dieses schreckliche Gefühl ging zwar wieder weg, aber was blieb waren Spannungszustände in meiner Brust. Ich wollte nur noch schlafen, um diese nicht mehr zu merken. Ich hatte Angst, dass etwas mit meinem Herz nicht in Ordnung ist.
Als ich wieder zuhause war, ging ich sofort zu meinem Hausarzt. Er untersuchte mein Herz gründlichst, mit Ultraschall und 24-Stunden-EKG und allem drum und dran, Herz ist kerngesund. Sie verwies mich an eine Psychologin, ich wurde sofort von ihr aufgenommen und mache seit fast 3 Jahren eine Gesprächstherapie. Sie hat mir schon etwas gebracht. Ich fühle mich von dieser Frau angenommen und ernstgenommen, meine körperlichen Symptome verschwinden fast immer wenn ich mit ihr spreche. Ich werde die Therapie dieses Jahr beenden.
Es gab in den letzten drei Jahren Höhen und Tiefen. Ich hatte immer mal wieder Panikattacken, oft Engegefühle in der Brust, dann war es teilweise ganz weg, ich nahm 2 Jahre Opipramol (allerdings sehr gering dosiert) und eigentlich konnte ich mich gut wieder aufrappeln. Ich ging weiter in die Uni, auf Parties, traf mich mit Freunden, mal war die Überwindung größer und mal kleiner, aber ich hab immer gekämpft. Und ich habe es gut gemacht. Vor einem halben Jahr habe ich mit dem Reiten angefangen bzw. wieder damit angefangen. Mindestens 2x pro Woche bin ich seitdem auf dem Pferd gesessen und mir ging es immer besser durch den Sport, die Nähe zu den Tieren und den idyllischen Hof in der Natur, an der frischen Luft.
Ich dachte bis vor 4 Wochen ich hätte alles überstanden. Ich hatte kaum mehr Angstzustände, die körperlichen Beschwerden waren weg, ich war gut gelaunt und wollte sogar nach Berlin fahren. Ich traute mich vorher nicht, mein gewohntes Umfeld zu verlassen. In Berlin angekommen ging es mir den ersten Tag sehr gut, ich war so stolz auf mich dass ich alles machen konnte. In der Stadt rumlaufen, U-Bahn fahren, alles Dinge, die sonst sehr schwer für mich sind.
Tja. Am letzten Tag in Berlin (wir waren 4 Tage dort) ging es mir schlecht. Ich hatte wieder dieses schreckliche Gefühl in der Brust. Ich geriet in Panik und wusste garnicht mehr was ich machen sollte. Ich setzte mich von meinen Freunden ab und ging schlafen. Das klingt jetzt vielleicht etwas zusammenhangslos aber wenn ich jetzt jede Einzelheit erzähle wirds noch länger.
Als ich aus Berlin zurück kam wurde ich direkt krank. Ich hatte mich erkältet. Das ging 4 Tage. Als es mir wieder etwas besser ging, biss mich ein Degu (Nagetier). Das entzündete sich innerhalb von nur 4 Stunden so heftig, dass ich in die Notaufnahme gebracht werden musste. Mit meinen Angstzuständen war das natürlich schwierig, ich dachte, ich muss sterben oder werde ohnmächtig, mir ging es schon in der Notaufnahme schlecht. Mal abgesehen von den starken Schmerzen in der Hand wegen dem Biss. Im Krankenhaus gab man mir eine Antibiotika-Infusion (Unacid) und reinigte die Wunde. Schreckliche Schmerzen. Betäubungsspritzen wirken ja in entzündetem Gewebe nicht. Und sie mussten mir den Biss öffnen mit nem Skalpell... es war schlimm. Ich bekam eine Armschiene, das der Biss ungünstig am Daumengelenk lag und ich das nicht bewegen sollte. Man verschrieb mir Unacid 375 mg und ich sollte es 2-3 Tage nehmen. Ich hielt die Nebenwirkungen kaum aus. Durchfall, Schwindel, Müdigkeit, Panik, Panik, Panik. Ich dachte immer ich muss sterben. Konnte auch nur schlecht schlafen. Nach dem zweiten Tag der Einnahme ging ich zu meinem Hausarzt. Dieser sagte mir, dass ich das Unacid absetzen könne, da die Infektion weg sei. Sie impfte mich am selben Tag gegen Tetanus, zusätzlich mit Tetagam, weil meine letzte Tetanusimpfung 12 Jahre zurücklag. Mir ging es noch über eine Woche sehr schlecht. Ich litt unter starken Schwindelgefühlen und fühlte mich nur noch krank und elend.
Mir geht es immernoch nicht gut, der Biss ist genau 4 Wochen her. Ich fühle eine ständige Anspannung in meiner Brust, aber diesmal konzentriert es sich nicht so auf mein Herz, sondern eher auf meine Lunge. Ich habe das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Ich achte sehr auf meine Atmung. Dazu fühle ich mich schlapp, mir ist oft übel, große Anstrengungen sind nicht möglich. Ich habe Angst. Ich fühle mich gleichzeitig erschöpft und extrem unruhig. Ich war nochmal bei meiner Hausärztin deswegen. Sie checkte mich durch, hörte Lunge und Herz ab, maß meinen Blutdruck und prüfte meinen Blutzucker, alles in Ordnung. Gegen die innere Unruhe verschrieb sie mir Johanneskraut, 900 mg, ich nehme eine pro Tag. Aber es wird nicht wirklich besser. Noch dazu schlafe ich seit 4 Nächten schlecht, ich habe Albträume, wache manchmal auf weil mir kotzübel ist und dann hab ich auch Schweißausbrüche und fühle mich einfach krank. Ich fühle mich sowas von erschöpft und habe Angst, bald zusammenzubrechen, weil ich diesen Druck auf der Lunge kaum aushalten kann, diese innere Unruhe mich quält. Ich habe Angst, keine Luft mehr zu bekommen, zu sterben oder ohnmächtig zu werden. Gerade weiß ich nicht, wie ich mein Leben hinbekommen soll. Ich will doch in die Uni. Ich will zu meinem Pferd. Ich will mit Freunden was unternehmen, aber alles kostet mich so unglaublich viel Kraft, ich mache es, aber es ist so anstrengend. Und nur im Schlaf finde ich Erlösung, weil ich dann nichts mehr von meinen körperlichen Beschwerden fühlen muss und auch sonst nichts fühlen muss. Und selbst erholsamer Schlaf ist gerade nicht drin. Und morgens wache ich auf und diese Unruhe packt mich sofort wieder, der Druck in der Brust ist sofort wieder da und die angstmachenden Gedanken, gleichzeitig bin ich aber sowas von kaputt.

WERDE ICH JE WIEDER NORMAL LEBEN KÖNNEN?????

Kann es denn sein, dass das alles noch von dieser schlimmen Entzündung und den Medikamenten und der Impfung kommt? Mit meiner Psychologin habe ich auch gesprochen. Sie sagte mir, dass ich vielleicht durch diese Geschichte auch traumatisiert bin und etwas länger brauche, um das zu verkraften. Was denkt ihr?? Ich würde mich wirklich sehr sehr freuen, wenn mir jemand antwortet.

Ich bin gerade totmüde und werde gleich schlafen gehen. Hoffentlich träum ich heut mal was Nettes und komme wenigstens im Schlaf zur Ruhe.

Danke!!!! Niobi

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Ghibli ist offline
Beiträge: 8
Seit: 18.06.09
Hallo Niobi,

ich kann deine Situation gut nachempfinden. Die körperlichen Beschwerden, die Attacken und diese obsessiven Ängste bei jedem Anfall, etwas Schlimmes würde einem geschehen.
Als Erstes musst du natürlich jedwede konkreten Erkrankungen ausschließen können, du solltest dich also einmal gründlich in alle Richtungen untersuchen lassen. Soweit ich weiß, können sich z.B. Erkrankungen der Schilddrüse psychisch sehr schwer auswirken.
Von Amalgam weiß ich nichts; scheint hier im Forum ziemlich populär zu sein, ich habe aber keines in den Zähnen und trotzdem eine Angststörung.

Mach dir erstmal klar, dass dieser Nagetierbiss dich nicht umbringen wird. Du hast vorher schon gedacht du müsstest sterben und bist es nicht und deine Verletzung wird dich jetzt auch nicht dahinraffen. Da brauchts schon ein bisschen mehr.
Deine Ängste klingen aber auch, als hätten sie eine soziale Komponente. Hat deine Therapeutin auch in diese Richtung mit dir gearbeitet? Es gibt da in den Staaten das Social Anxiety Institute (The Social Anxiety Institute). Im Netz kursiert von denen ein toller Therapiekurs, "Overcoming Social Anxiety Step by Step" und ich habe daraus für mich, in vielerlei Hinsicht, sehr gute Techniken gegen Paniksituationen entnehmen können. Nicht nur für Menschen mit sozialen Ängsten zu empfehlen.
Nach einigen Monaten Ruhe, habe ich gerade erst wieder vorgestern einen Panikanfall gehabt. Mein letzter davor war auch in einem Kaufhaus, plötzlich gings los, ich hatte aber zufällig meine Mutter dabei, die sofort wusste was los war. Sie hatte das nämlich in unserem Alter (ich bin 27) auch des Öfteren. Ist regelmäßig in der Notaufnahme gelandet und so. Vielleicht beruhigt es dich zu wissen, sie ist putzmunter und heute quasi frei davon.
Was ich aber mit der Zeit und auch von ihr gelernt habe ist, man muss sich diesen Ängsten stellen, sie akzeptieren lernen und sich mit dem Thema Angstbewältigung bewusst auseinandersetzen (Literatur, Therapie, und zwar die passende). Denn - es kann sein - dass du nicht körperlich krank bist und, dass dieses Problem schlicht Teil deiner Persönlichkeit ist. Darauf solltest du gefasst sein. Und sich das Problem wegzuwünschen wird es nicht beseitigen, sondern dich nur weiter hinein in die Angst treiben.
Mach dir klar, dass dir nichts passieren wird (ich weiß wie schwer das gerade während einer Paniksituation sein kann, weil man dann so unglaublich irrational ist, die Gedanken ganz vom Instinkt dirigiert). Mach dir einen Tee, lenk dich ab, hör Musik, sag dir, dass es wieder gut wird, denn du weißt das wird es, war ja bis jetzt auch immer so. Aber grab dich nicht ein.
Ich habe schon recht früh den Entschluss gefasst, mir von der Panik nichts diktieren zu lassen. Mittlerweile, wenn ich einen Anfall habe, dann habe ich ihn halt. Dann tut es mir gut mich danach mitzuteilen (in so einem Forum zum Beispiel), aber ich zwinge mich trotzdem an die Uni bzw. zur Arbeit am nächsten Tag. Dann fühl ich mich mau und bin nicht der gesprächigste Zeitgenosse für ein zwei Tage, aber danach gehts wieder bergauf. Geht halt weiter. Die Anderen merken eh nix, und wenn doch, na dann hast halt schlecht geschlafen.

So, ich hoffe das war nicht zu Lehrer-mäßig jetzt, weil ich kann das echt nachemfpinden und is echt ne Scheiß-Situation ums mal auszusprechen. Gute Besserung, schon' dich, gönn dir mal was Gutes und wenns mies geht, schreib was.
Und lass dich mal durchchecken. Good N8 und Gruß

Ghibli

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Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo,Sie Beide,

da könnte in beiden Fällen eine A l l e r g i e dahinter stecken.Allergien (und Intoleranzen=Unverträglichkeiten) können auch gerade solche Symptome wie Müdigkeit,Abgeschlafftheit,Panikattacken,Schlafstö rungen und vieles mehr machen.
Zusätzlich könnten dann natürlich auch die (unverträglichen ?) Medikamente und die Impfung eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen,ganz abgesehen von möglichen weiteren Belastungen wie Pilzen,Schwermetallen (Quecksilber?) und,und,und....

Sinnvoll wäre ,sich einen Arzt oder HP zu suchen,der,ausgerüstet mit hunderten von Testsubstanzen, mit Bioresonanz oder einer vergleichbaren Methode testet und therapiert. Die Schulmedizin ist da weniger geeignet,weil ihr nicht genug Testmittel zur Verfügung stehen.

Wenn Sie Schwierigkeiten haben,einen solchen Behandler zu finden,können Sie mir geerne eine pn schicken,da könnte ich helfen.
Besten Gruss, Nachtjäger

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Niobi ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 13.06.09
Hallo,
vielen lieben Dank für eure Antworten. Besonders an Ghibli. Es ist schön zu wissen, dass man nicht alleine ist mit seinem Problem. Vor allem weil wir im gleichen Alter sind. Bei mir sind Panikattacken an sich recht selten, es ist eher ein ständig vorhandener Angstzustand, der sich verschlimmert, wenn ich rausgehe. Ganz aus meinem Kopf krieg ich das irgendwie nie.
Es geht mir aber etwas besser. Besonders die innere Unruhe ist weniger geworden. Aber diese schreckliche Müdigkeit und Abgeschlagenheit ist noch da. Ich habe heute eigentlich nichts gemacht, saß nur in meinem Zimmer rum und hatte keine Lust, irgendwen zu sehen. Morgen geh ich wieder zum Pferd. Und ich hab jetzt schon Angst, das körperlich nicht zu schaffen.
An eine Allergie habe ich auch schon gedacht. Bei der letzten Blutabnahme, die schon 2 Jahre her ist, hat man festgestellt, dass ein bestimmter Wert bei mir erhöht ist, der, der bei Allergien ne Rolle spielt, ich weiß nicht wie der heißt. Einen Allergietest habe ich beim HNO-Arzt gemacht. Ich reagierte auf Schimmel extrem. Allerdings auch nur darauf. In meiner Wohnung versuche ich seitdem alle Schimmelherde auszuschalten, Nahrungsmittel, Topfpflanzen etc. Meine Wohnung selbst hat nur im Bad etwas Schimmel, alle anderen Räume sind schimmelfrei.
Ich habe gerade zu nichts Lust und kann mich zu nichts aufraffen. Noch nicht mal zum Duschen. Bin so kaputt, dabei hab ich gut geschlafen letzte Nacht, 10 Stunden. Und als ich aufgewacht bin gleich wieder müde gewesen, keine Lust auf den Tag, keine Lust zu leben, weil ich so Angst habe, dass ich zusammenbreche, weil ich mich körperlich so fertig fühle.
Nächste Woche habe ich einen Termin beim Lungenfacharzt. Ich hoffe dort diese komische Atmenot abklären zu können. Ich rauche seit 10 Jahren, leider, und hab natürlich auch Angst, dass ich jetzt Krebs habe. Ich bin ein echter Hypochonder geworden...
Ich habe außerdem noch einmal Blut abnehmen lassen. Die Ergebnisse krieg ich am Montag.
Wegen der sozialen Geschichte, die Ghibli angesprochen hat: Das könnte schon sein. Ich war früher ein offener Mensch, der gern mit anderen Menschen zusammen war. Jetzt ist das anders, weil ich immer Angst habe, dass ich vor denen in Ohnmacht falle oder sterbe. Das hört sich sooo blöd an. Ich bin seit Jahren Single, weil ich Angst habe, jemanden kennenzulernen. Ich hab mich zwischendurch schon mal mit Männern getroffen, hatte 2 sehr kurze Beziehungen, in denen ich nach kurzer Zeit verlassen wurde. Das hat mir besonders in einem der beiden Fälle wahnsinnig weh getan. Vor allem weil ich bei den ersten Dates fast umgekommen bin vor Panikzuständen. Ich habe sie nicht gezeigt, weil ich ihn nicht abschrecken wollte. Ich hab es ausgehalten und als ich etwas Vertrauen gefasst hatte und auch mit ihm drüber geredet habe, er tat sehr verständnisvoll, hat er mich verlassen. Aber das ist hier ja kein Liebeskummerforum und ich bin auch schon drüber weg. Nur hab ich jetzt keine Lust mehr jemand Neuen kennenzulernen. Ich habe viel zu große Angst und glaube mal wieder, dass ich das einfach körperlich nicht schaffe.
Ich lebe gesund, bis auf die Zigaretten, trinke kaum Alkohol, ernähre mich gesund, schlafe ausreichend, bin 176 cm groß und wiege 57 kg (untergewichtig war ich schon immer, ist vererbt, keine Essstörung). Und trotzdem denk ich immer dass ich krank bin. Ich habe total das Vertrauen in meinen Körper verloren. Dabei hat er mich noch nie im Stich gelassen.
Ich hoffe ich komm wieder dorthin, wo ich vor Berlin war. Da gings mir so gut. Da war ich nicht mehr so müde und hatte wieder Lebensmut und jetzt....

Das Schreiben tut einfach gut. Ich danke euch nochmals für eure Antworten. Ich werd jetzt doch mal duschen. Vielleicht schaff ichs ja noch mein Zimmer aufzuräumen. Am Donnerstag hab ich Geburtstag und mir graut es schon jetzt vor der Feier. also ich mach nicht viel, aber meine Freunde muss ich schon einladen.

Liebe Grüße
Niobi

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Könntest Du bitte mal Deine Schilddrüsenwerte hier einstellen: TSH, fT3, fT4, 3 Stück Antikörper, Ultraschallbefund?

Dieser erhöhte Allergiewert kann sicher schon über den die Schimmelallergie erhöht sein. Dabei spielen ja dann auch Lebensmittel, die mit Schimmeln hergestellt oder "behaftet" sind, eine Rolle. Beispiel: Camembert, Roquefort ...
Schimmelpilze in Lebensmitteln

Bei einer Histaminintoleranz kann auch Herzrasen aber auch extreme Müdigkeit auftreten; bei anderen Intoleranzen ebenfalls. Auch so könnte man einen Teil Deiner Beschwerden erklären.
http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite > Intoleranzen

Grüsse,
Uta

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Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
Zitat von Niobi Beitrag anzeigen
WERDE ICH JE WIEDER NORMAL LEBEN KÖNNEN?????

Ja, ganz sicher.

Lieben Gruß
Gina, die das gut kennt, wovon du erzählst.


Was für einen Tip könnt ich dir geben?
Vielleicht ... daß du dieses Etwas nicht länger als Feind ansiehst,
daß du stattdessen versuchst, es anzusehen als das, was es ist,
es kennenzulernen und ihm zuzuhören, bis es dann endlich
nicht mehr so doll auf sich aufmerksam machen muß.


hab jetzt dein zweites Posting gelesen.
weißt, wonach das klingt? nach ner Depression.
dieses Kraftlose, sich nicht aufraffen können ....
übrigens .. mal ein paar Deutungen nach Dahlke usw:
Herzangst hängt zusammen mit (Beziehungs-) Verlustangst,
also dem Verlassenwerden und dem damit nicht klarkommen,
und die Lunge ist ebenfalls ein Beziehungsorgan und steht für
Kommunikation.
der Körper zeigt uns, wo es der Seele weh tut.
wir gewöhnen uns dann Dinge an wie rauchen, wenig rausgehn usw,
und das führt logischerweise auf der Körperebene zu Beschwerden,
auch wenn´s einen nicht gleich umbringt oder echt krankmacht,
aber man fühlt sich dann eben dort "beengt", "gedrückt", "eingezwängt"
und dergleichen. da IST nichts, drum finden die Ärzte da nichts.
aber es ist eben DOCH etwas, und zwar das,
was von den Gefühlen her dahinter verborgen liegt.
du kannst dem auf die Spur kommen, da bin ich ganz sicher.
vielleicht hast du dir ein wenig zu sehr abgewöhnt,
Gefühle haben zu dürfen und so zu gelten, wie du bist,
ich weiß es nicht. irgendsowas in der Art.
daß dein Innerstes sich dagegen aufbäumt zeigt,
daß du ein starkes Innerstes hast, und das ist schön.
so kann man´s auch mal sehen, nicht?

Gina

Geändert von Gina-NRW (20.06.09 um 22:06 Uhr)

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Niobi ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 13.06.09
Hallo ihr,

danke Gina für deinen lieben und aufbauenden Beitrag. Und danke auch an Uta (wir sind Namensvetterinnen
Ich muss generell mal dieses Forum loben. Ich habe schon in vielen Foren nach Gleichgesinnten gesucht, mit denen ich mich austauschen kann und die meine Symptome kennen. Leider bin ich bis jetzt nur auf Foren gestoßen, in denen man ewig auf Antworten warten musste und keine Ahnung. Ich finds klasse hier.
Ich habe "gute" Nachrichten. Mir geht es etwas besser. Ich bin immernoch tierisch nervös und unruhig innerlich, habe aber keine Panik mehr deswegen, weil ich gestern meine Ärztin wegen meiner Blutuntersuchung angerufen habe und sie mir mitteilte, dass meine Schilddrüsenwerte nicht in Ordnung sind. Ich habe heute noch einen Termin bei ihr. Das beruhigt mich irgendwie ungemein, zu wissen, dass meine Unruhe wohl daher kommt und ich nicht verrückt oder totkrank bin. Meine Laune hat sich verbessert und ich konnte heute wieder ohne Probleme in die Uni gehen.
Klar habe ich eine Angsterkrankung, um die ich mich kümmern muss. Ihr habt recht, ich hab bisher immer nur krampfhaft versucht, sie wieder wegzukriegen und mich so zu fühlen wie vorher. Das funktioniert so aber nicht anscheinend. Ich habe mir entsprechende Literatur besorgt ("Angstfrei glücklich leben" von Bernd Pelzer, kann ich EXTREMST empfehlen) und werde mich darin üben, diese Sache anzunehmen als etwas, was mir im Grunde helfen will, mein Leben so zu gestalten wie es mir gefällt.

Ich halte euch auf dem Laufenden, nochmal 1000 Dank für eure Anteilnahme

Niobi

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Namensvetterin,

bevor Du jetzt ein neues Bücherregal aufstellen mußt, um die ganze Lektüre um die Angst unterzubringen, würde ich erst einmal abwarten, was die Schilddrüsen-Behandlung bringt.
Angst und Schilddrüse können miteinander zusammen hängen. Deshalb würde ich eines nach dem anderen machen.

Psychiatrie & Psychotherapie - Forum :: Thema anzeigen - Depression , Angst ,BP...manchmal ist Schilddrüse krank!
Schilddrüse und Psyche PD Dr. Joachim Feldkamp für das Forum Schilddrüse e.V.

Grüsse,
Uta

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Niobi ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 13.06.09
Hallo liebe Uta, vielen lieben Dank für die hilfreichen Links!

Ich war jetzt beim Arzt. Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion. Ich habe versucht mir die Werte zu merken, 2 lagen im Normbereich und der Dritte, der normal nicht über 2,5 liegen sollte (hat mir meine Ärztin zumindest gesagt), liegt bei 3,1. 3 Jahre davor, bei meiner letzten Blutuntersuchung, lag er bei 1,7. Es wurde auch ein Ultraschall gemacht. Meine Schilddrüse ist nicht vergrößert. Ich habe Euthyrox verschrieben bekommen.
Es scheint also, dass endlich, nach 3 Jahren Angst und Panik, die Ursache für meine psychischen Probleme gefunden wurde. Meine Ärztin sagte mir, dass es mir bald wesentlich besser gehen wird. Und ich kann es noch garnicht richtig glauben.
(Die Allergiewerte sind leicht erhöht, aber das war auch schon vor 3 Jahren so, nicht besorgniserregend. Sonst sind alle Werte super.)

2 Fragen habe ich noch:
Können auch bei einer Unterfunktion meine Symptome auftreten? Also die innere Unruhe meine ich speziell. Ist das nicht eher bei der Überfunktion so? Müdigkeit und Abgeschlagenheit hab ich ja auch, also das wechselt sich ab.
Und wie lange dauert es, bis die Hormone anschlagen? Meine Ärztin meinte, dass es 2-3 Monate dauert, bis die Wirkung voll entfaltet ist. Aber das ist wohl auch von Mensch zu Mensch verschieden nehme ich mal an.

Meine Güte sollte das wirklich das Ende meiner Qualen bedeuten???? Das wäre ja einfach nur unvorstellbar großartig....das wäre ein ganz neues Leben.

LG Niobi

Geändert von Niobi (23.06.09 um 16:36 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Bitte lass' Dir Deine Schilddrüsenwerte geben und stelle sie hierher (mit Referenzwerten des Labors).

Sind denn die Antikörper gemacht worden? Die wären auch wichtig, wobei Hausärzte die meistens großzügig übergehen, vor allem, wenn der TSH auffällig ist. Trotzdem sollten sie gemacht werden, ebenso wie Ultraschall.

Antikörper:
TgAK = Antikörper gegen Thyreoglobulin:

TPO AK oder MAK = Antikörper gegen Schilddrüsenperoxidase:

TSH-R AK oder TRAK = Antikörper gegen den TSH-Rezeptor
Schilddrüse - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Es könnte ja evtl. sein, daß bei Hashimoto, das durch die Antikörper herauskäme, eine andere Medikation notwendig wäre?

Grüsse,
Uta


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