Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

29.11.06 14:28 #1
Neues Thema erstellen

Aquaman ist offline
Beiträge: 139
Seit: 25.11.06
Hallo,

heute habe ich mir mal wieder Nacho-Mais-Chips geholt. Ich wusste das ich sie nicht gut vertrage aber ich musste die letzten tage öfters daran denken und dachte mir daher das dies dann schon seine guten Gründe hat.
Während ich also diese Chips aß, bekam ich auf einmal Blutblasen davon im Mund, genauer gesagt am Backen und an der Zungenseite.

Mich interessiert daher folgendes: Warum hat man oft Appetit auf nahrungsmittel, die einem schaden? Ist das nicht unlogisch? Logisch wäre doch, das man auf solche Dinge erst gar keinen Appetit hat.

Was meint Ihr dazu?

Grüsse


Aquaman

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.734
Seit: 05.10.06
Hallo aquaman,

meine Erfahrung ist, dass das "Körpergedächtnis" kurz ist. Wenn ich als unerfahrener Jugendlicher irgendetwas aß, das mir nicht bekam und deshalb auch wieder hoch kam, ekelte ich mich ziemlich lange - zum Teil bis heute - davor. Das merkt sich der Körper wohl. Bei Lebensmittel, die mir nicht gut taten, die Körperreaktion aber milder verlief, stellte sich dieses Gefühl nicht ein.

Da muss dann die Vernunft eingreifen. Ich könnte zum Beispiel - wenn ich nur nach meinem Appetit oder besser gesagt nach meiner Gier ginge - Süsses in großen Mengen verschlingen. Wenn ich es (inzwischen ganz selten) tue, wird mir zwar nicht schlecht, aber wohlfühlen ist anders. Außerdem weiß ich, wie ungesund diese Sachen sind. Deshalb lass ich´s lieber bleiben.

Ich glaube, je mehr man sich mit Ernährung beschäftigt, desto wacher wird man insgesamt.

Viele Grüsse, Horaz

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ich glaube, daß bei nicht bekömmlichen Sachen zum Teil ein "Sucht"-Effekt eintritt. Sie bekommen zwar nicht, aber sie geben trotzdem zunächst einen "Kick" ab, der kurz zu Wohlbefinden führt. Wenigstens kenne ich das von Allergenen wie dem Weizen z.B. - Da spielen dann die endorphinartigen Substanzen darin eine Rolle. Nur hält dieser Kick nicht an sondern führt eher zum suchtartigen Essen eben dieses Allergens auf der Suche nach wirklicher Befriedigung durch Essen.

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (30.11.06 um 10:08 Uhr)

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?
u.s.
Die Aromen in vielen Nahrungsmitteln sind Suchtmitteln chemisch oft ähnlich - die Industrie weiß das und nutzt es aus. Es liegt an uns Verbrauchern, ob wir diese Nahrungsmittel weiter unterstützen. Unternehmen wachsen und fallen durch unseren Konsum.

ciao

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Die Aussagen von Uta (endorphinartigen Substanzen aus Gluten und Milcheiweis) und u.s sind beide korrekt. Dazu kommt noch der Zucker dessen Lust man wegen einer unterzuckerung kommen kann, die wiederum aufgrund von Candida eintreten kann.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Die Unterzuckerung kommt nicht nur vom Candida. - Sie kann auch daher kommen, daß man Süsses ist. Ergebnis: die Bauchspeicheldürse schüttet kräftig Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel im Blut wieder herunterzubringen. Ergebnis: der Mensch bekommt Heißhunger > ißt Süsses > Blutzuckerspiegel steigt > Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet > Blutzuckerspiegel ist niedrig > Heißhunger usw. usw.

Gruss,
Uta

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Klinghardt schrieb mal, daß man verstärkt im Körper die Substanzen einlagert, gegen die man allergisch ist. Dies scheint genau so ein Selbstsabotagemechanismus zu sein, wie der Heißhunger auf Dinge, die einem schaden.
Dahinter steht die Psychologische Umkehr des Unterbewußtseins, die man oft mit Psychokinesiologie auflösen kann.
Liebe Grüße
__________________
Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht!

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?
u.s.
Man kann auch einfach das tun, was nicht dem eigenen Wissen widerspricht (gesund ernähren) - warum also so kompliziert?

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Wenn Du so etwas behauptest, dann hast Du noch keine Sucht erlebt.
Wenn du genau weißt, es schadet dir und du kannst nicht vorher aufhören, bevor du nicht alles in dich hineingestopft hast? Dann sei froh, daß Du das noch nicht an Dir selbst erleben mußtest! Genau so gut kannst Du einem Alkoholiker sagen, daß sein Tun ungesund ist und Dich dann wundern warum er trotzdem nicht damit aufhört.
Liebe Grüße
__________________
Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht!

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?
u.s.
Oh doch, Sucht habe ich auch erlebt, aber ich habe den Schritt geschafft, der notwendig ist. Ob Psychokinesiologie dann bei einer Sucht besser hilft, als eigene Konsequenz, wage ich zu bezweifeln, denn gerade die eigene Konsequenz ist es, auf die es ankommt - mit oder ohne Kinesiologie.

Schritte: notwendiges Wissen aneignen - Schritte beschließen - handeln - konsequent sein.

Dass das nicht jeder schafft kann ich mir vorstellen und doch gibt es keine andere Möglichkeit.


Optionen Suchen


Themenübersicht