Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

29.11.06 14:28 #1
Neues Thema erstellen
Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Was ich ein wenig vermisse ist die Aussage das bestimmte Stoffe (Nahrungsmittel) glücklich machen. Der Volksmund kennt ja so manches Schmannkel das einem die Glückshormone in die Arterien presst. Schokolade ist dafür ein gutes Beispiel das wohl viele nachvollziehen können.

Andere Nahrungsmittel und sonstig einverleibte Substanzen bedienen sich zumeist lähmenden Eigenschaften. Sog. Betäubungsmittel stehen ja in unseren Breitengraden sogar unter Konsum- oder Besitzstrafe bzw. sind altersabhängiger Beschränkung unterlegen. Nicht ohne Grund findet man diese Substanzen in Ihrer wirkzeit im Speichel und im Blut. Es wird großflächig verteilt und führt bei entsprechender Dosierung zu den (un)lustigsten Kontrollverlusten. Die Hemmschwelle (Angst) sinkt deutlich und man ist teilweise sogar befähigt Leistungen zu bringen die unter normalen Umständen (Drogenfrei) nicht möglich wären. Interessant hierbei sind die kleine Beobachtungen. Ich kann z.B. unter "Glutein" problemlos die Lötspitze im heissen Zustand mit dem Finger abziehen. Mache ich das ohne Glutein (vorgestern passiert) dann schmerzt das ungemein und nachhaltig. Für mich schon ein guter Ansatz das damit die Rezeptoren (Schmerzsensorik) herunter geregelt wird. Auch habe ich überlegt ob ich das machen soll wohingehend das mit Glutein keine Frage war. Man ist also unter solchen Substanzen deutlich entscheidungsfreudiger und wesentlich robuster (stabiler ?).

Wer drogenfrei durch die Gegend läuft kann klaren Gedankens (nüchtern) Entscheidungen treffen was sicher hier und da deutlich besser wäre. Würde aber nun jeder auf seiner Arbeit anfangen erstmal zu überlegen welche Folgen das für Ihn und seinen Körper haben könnte dann würde recht schnell nichts mehr funktionieren da viele Bereiche des Handwerks aber auch der verarbeitenden Industrie nicht zwingend gesundheitsfördernd sind.

Wie lange nun solche Substanzen wirken und wie schnell Sie greifen hängt entscheidend von der Vorbelastung und dem Verstopfungszustand der Ausscheider ab. Hier greifen dann wieder vergessene Konzepte des Heilfastens oder ähnlicher Ansätze wie Sie in manchen religiösen Kulturen zu finden sind.

Wie nun welche Substanzen genau wirken und welchen Einfluss diese dann haben kann ich nur ahnen. Denn auch unser Verdauungssystem bedient sich neuronaler Netze die im Gehirn zu finden sind. Also sind diese ebenso zu betäuben wie andere "Targets" der morphin-derivate und andern tollen "natürlichen" Substanzen. Die Folge wäre ein desolates Verdauungsytem das sogar vermutlich abhängig werden kann. Wie bereits erwähnt sollte man einfah mal einen Gluten-Junkie für Spass auf entzug setzten und schauen wie zielstrebig er seinen "Stoff" aus anderen "Lebensmitteln" holt. Warum tun wohl Wursthersteller Laktose und Weizenextrakte in die Wurst ? Na, ganz einfach ... damit Sie "schmeckt". Sog. Gescmacksverstärker werden wohl ganz ähnlich funktionieren denn der Geschmack lässt sich ncith verstärken. Das ist unlogisch und vermutlich auch technisch/chemisch nicht zu erklären und somit bleibt nur das die Sensorik gereizt (verstärkt) wird. Ergo sind Geschmacksverstärer eigentlich Rezeptorsensitivierer. Naja, es gibt ja auch Hustenbonbons und man sagt das davon der Husten weg geht. ist auch unlogisch... müste eingentlich Anti-Husten-Bonbon heissen, oder ?

Warum hat man oft Appetit auf Nahrungsmittel, die einem schaden?

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Mike

Schokolade enthält opiatähnliche Stoffe. Die ähneln denjenigen die es bei gewissen Menschen sehr stark erhöht aus Gluten und Kasein geben kann. Auch Nudeln werden zB als Glücklichmacher bezeichnet.
Wenn man nun zuviel davon bekommen (bei Glute(i)n und Kasein ist es nur bei entsprechender Anfälligkeit möglich) dann ist die Wirkung eben schlecht, während bei ganz kleiner Menge dies nicht der Fall ist.
Bsp Alkohol: Ein Glas Bier, oder ein kleines Glas Wein vertragen die allermeisten und dabei werden sie vieleicht auch etwas gelöst/"glücklich". Irgendwann kommt aber der individuele Punkt, wo es nur noch negativ ist.

Wie das Gladiomorphin oder das Casomorphin aus Gluten bzw Milch wirken können kannst du hier http://www.autismus-leimen.de/mainframe.html nachlesen
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso


Optionen Suchen


Themenübersicht