Ich hab das Gefühl, ich werde erwürgt

06.06.09 00:21 #1
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Nelofee ist offline
Beiträge: 104
Seit: 05.06.09
Hallo Ihr Lieben,

mein Problem ist, dass ich seit Monaten das Gefühl habe, dass jemand mich mit beiden Händen erwürgt. Meine Lymphknoten sind bereits seit Jahren geschwollen (als Kind hatte ich ständig Pfeifferisches Drüsenfieber). Inzwischen nimmt es aber abartige Formen an.

Ich war mit meinem Problem natürlich auch schon beim Arzt. Der war ziemlich blaß und hat mich sofort zum CT geschickt. Folgender Befund wurde gestellt: Grenzwertig große LK bds. submandibular (15 x 10 mm) und am Kieferwinkel (bis 12 mm), hyperplastische Tonsillen, hyperplastischer Zungengrund, kein Anhalt für entzündliche Veränderungen. Die Blutwerte sind normal, keine Entzündungszeichen. Mein Arzt sagte mir daraufhin, dass wohl doch nichts hätte und mir das einbilde.

Ich bin leicht irritiert.

Die Lymphknoten im Bauchraum und in der Leistengegend sind ebenfalls geschwollen. Laut meiner Masseurin sind auch die Lymphknoten im Nacken und entlang der Wirbelsäule stark geschwollen.

Die Schwellungen am Hals verursachen teilweise auch Schmerzen in den Ohren, im linken Auge und Kopfschmerzen. Aber ganz besonders eklig ist das Gefühl zu ersticken. Schlucken beim Essen und Trinken ist problemlos, schlucken von Speichel bei leerem Mund ist allerdings schmerzhaft. Mein Hals hat in den letzten zwei Monaten 6 cm an Umfang zugenommen.

Hat jemand eine Idee, was das sein könnte bzw. was ich machen kann, dass ich das wieder los werde?

Bin dankbar für jeden Tipp.
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Liebe Grüße
Nelofee


Wer den Kopf in den Sand steckt, muß sich nicht wundern, wenn er mit den Zähnen knirscht.

Ich hab das Gefühl, ich werde erwürgt

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.477
Seit: 26.04.04
Hallo Nelofee,

wurde ein Differentialblutbild gemacht? Könntest Du Deine Werte einmal hier einstellen? Sind die geschwollenen Lymphknoten verschiebbar?

Liebe Grüsse,
uma

Ich hab das Gefühl, ich werde erwürgt

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wie sieht es denn mit den Schilddrüsenwerten aus? Wenn der Halsumfang sich so vergrößert hat, könnte ja auch die hinter Deinen Beschwerden stecken oder beteiligt sein?

Wie sieht es mit den Zähnen aus: gibt es da WUrzelbehandlungen, Wurzelspitzenresektionen, Füllungen, Kronen usw.?

Ist von einem Lymphknoten am Hals schon einmal ein Stück entnommen worden zur Untersuchung?

Ist vom Hals innen schon einmal ein Abstrich gemacht worden und auf Erreger untersucht worden?

Gruss,
Uta

Ich hab das Gefühl, ich werde erwürgt

Nelofee ist offline
Themenstarter Beiträge: 104
Seit: 05.06.09
Ja, die Lyphknoten sind verschiebbar und die selbst tun auch nicht weh. Die Schilddrüsenwerte sind laut meinem Arzt hervorragend. Die Zähne und das Zahnfleisch sind bestens in Ordnung (ich war vorsichtshalber gleich drei mal beim Zahnarzt), ein Abstrich des Halses zeigt eine perfekte Flora, eine Biopsie wurde bislang nicht gemacht (warum auch, der Arzt hat doch gesagt, daß ich nix hab)

Hier die Blutwerte (die Zahlen in Klammern sind die Referenzwerte):

Leukozyten 5,3 (4,0 - 10,0)
Erytthrozyten 4,13 (4,00 - 5,3)
Hamoglobin 13,0 (12,0 -16,0)
Hämatokrit 38,6 (37,0 -46,0)
MCV 93,5 (80 - 100)
MCH 31,5 (27 -33)
Thrombozyten 180 (150 -350)
Lymphozyten 37 (20-40)
Neutrophile 45 (50 - 70)
Eosinophile 7
Monozyten 10 (0-10)
Blutzucker 84 (50-110)
Creatinin 1,2 (0,5 -1,0)
Harnstoff 40 (10-50)
Harnsäure 5,1 (2,4 -7,0)
Triglyceride 62 (70 - 170)
Cholesterin 224 (100 - 220)
HDL 55 (35 - 120)
LDL 142 (0 - 130)
Bilirubin 0,4 (0,0 - 1,0)
G.Eiweiss 7,4 (6,0 - 8,0)
GOT 7 (10-35)
GPT 7 (10-35)
CK 60 (0-140)
LDH 161 (135-214)
AP 17 (35-104)
Gamma-Gt 17 (5-36)
Lipase 51 (0-60)
P-Amylase 44 (13-53)
CHE 6992 (5320-129)
Natrium 142 (135-150)
Kalium 4,3 (3,6-5,1)
Calcium 4,6 (4,2-5,1)
CRP < 0,5 (< 0,5)
Albumin 61,8 (55-70)
Alpha 1 Clobulin 3,1 (1,6-5,6)
Alpha 2 Globulin 7,8 (5,9-11,1)
Beta Gobulin 11,1 (7,9-13,9)
Gamma Globulin 16,2 (11,4-18,0)
Quick 100 (70-120)
INR 0,95
PTT A 29,6 (26,0-45,0)
TSH 1,790 (0,270-4,000)

Falls es wichtig ist: Ich bin seit 25 Jahren Nierenkrank und hatte vor einem Jahr eine Total-OP wegen Endometriose.

Das Gefühl erwürgt zu werden wird im Laufe eines Tages immer stärker. Abends ist es durchaus so heftig, daß es mir die Tränen in die Augen treibt. Morgens habe ich eine total verkrustete Nase, seit einigen Tagen blutig.

Das wär so klasse, wenn hier jemand drauf kommt, was ich hab.
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Nelofee


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Geändert von Nelofee (06.06.09 um 10:26 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Bei den Schilddrüsenwerten finde ich nur den
TSH 1.790
. Der sieht normal aus, wobei - wie bei allen Laborwerten - immer die Referenzwerte des Labors mit angegeben werden sollten.

Es fehlen: fT3, fT4, Antikörper: Schilddrüse - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Die verkrustete Nase am Morgen deutet auf eine Unverträglichkeit im Schlafzimmer hin; das muß nicht unbedingt eine Allergie sein, es kann auch irgendein Stoff sein, der ausdünstet und entsprechende Reaktionen auslöst.
Fällt Dir da etwas ein, was evtl. noch ziemlich neu ist?
Dann wäre evtl. auch erklärbar, daß das ganze tagsüber stärker wird, nämlich dann, wenn Du ständig so einem Stoff ausgesetzt bist. Dann schwillt Dein Hals einfach zu.

Grüsse,
Uta

Ich hab das Gefühl, ich werde erwürgt

Nelofee ist offline
Themenstarter Beiträge: 104
Seit: 05.06.09
Hallo Uta,
die Referenzbereiche habe ich nachgetragen.
Die Laborwerte für die Schilddrüse habe ich momentan nicht greifbar. Die waren aber wirklich innerhalb des Referenzbereiches. Die Schwellungen befinden sich auch eher im oberen Bereich des Halses, direkt unter dem Kinn und an den Lymphknoten (ich hab jetzt bei Kleidergröße 36 ein fettes Doppelkinn ). Auch im Ultraschall und im CT waren keine Auffälligkeiten der Schilddrüse.

In meiner Wohnungen gibt es seit einer Ewigkeit nix neues. Außerdem habe ich das Phänomen der verkrusteten, blutigen Nase auch dann, wenn ich mal für ein paar Tage woanders bin. Ich war jetzt für ein paar Tage auf dem Land - also komplette Luftveränderung - hatte aber so gar keine Auswirkung. Wurde nix schlimmer, aber leider auch nix besser.

Mein HNO hatte bei mir sofort ein Non-Hodgkin-Lymphom vermutet, aber nach dem CT sagte er dann ja, dass ich nix hab. Ich versteh's nicht. Bin aber auch kein Mediziner sondern leider nur Kassenpatient.
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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.477
Seit: 26.04.04
Hallo Nelofee,

Dein Creatininwert ist leicht über der Norm; hat man mal in Richtung Niere geforscht? Die Kreatinin-Clearance festzustellen, könnte vielleicht auch sinnvoll sein
Kreatinin-Clearance - Übersicht.

Liebe Grüsse,
uma

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Nelofee ist offline
Themenstarter Beiträge: 104
Seit: 05.06.09
Hallo Uma,
ich bin seit 25 Jahren Nierenkrank. Niereninsuffizienz I. Grades. Wurde auch schon 2x an den Nieren operiert. Ist aber schon lange her.
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Nelofee


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Maus7 ist offline
Beiträge: 318
Seit: 24.04.09
Hast Du's mal mit Familienstellen probiert? Vielleicht wurde jemand von Deinen Verwandten ge- oder erwürgt, oder erhängt, oder durfte irgendwas nicht sagen oder irgendetwas in der Richtung, und Du bist mit ihm verstrickt.

Ich hab das Gefühl, ich werde erwürgt

Nelofee ist offline
Themenstarter Beiträge: 104
Seit: 05.06.09
Hallo Maus7,

netter Gedanke, aber ich glaube, für ein paranormales Phänomen habe ich im Moment nicht so recht die Geduld. Eine derartige Manifestation würde eine tiefe und innige Bindung zu der anderen Person voraussetzen. Und dann müsste ich auch nicht recherchieren, welche Person das sein könnte.

Fakt ist, dass meine massiven gesundheitlichen Probleme - und dazu zählt auch der Hals - begannen, nachdem mir vor 2,5 Jahren aus dem Bauch ein Keimzelltumor mit 7 cm Durchmesser entfernt wurde. Seitdem hatte ich 4 weitere OPs im Bauchraum (und jedes Mal Tumore), Endometriose wurde als Zufallsbefund festgestellt, eine Total-OP wurde vorgenommen und ich habe seit der ersten OP ein Reizdarm. Durch die Total-OP habe ich inzwischen auch Osteoporose. Seit 25 Jahren habe ich Niereninsuffizienz, seit 20 Jahren einen Hypophysentumor, vor 10 Jahren hatte ich Meningitis, dadurch habe ich einen Tinnitus und Gleichgewichtsstörungen und einen brutal hohen Blutdruck (der wohl eher wegen der Nieren).

Das dürfte das Wesentliche an Erkrankungen sein. Für die Schwellungen im Hals bietet das aber leider keine Erklärung. Ich bin inzwischen echt verzweifelt. Ich trau mich aber auch nicht so recht, abends damit ins Krankenhaus zu fahren, weil ich immer wie ein Simulant behandelt werde, bis es dann irgentwann heißt: "Warum kommen sie denn jetzt erst? Da hätten Sie aber früher reagieren müssen." Das macht keinen Spaß. Also bin ich auf der Suche nach einer Diagnose.

Ich war übrigens auch schon beim "Meisen-Doktor". Der sagte, ich wäre psychisch absolut in bester Ordnung und meine gesundheitlichen Probleme haben definitiv eine körperliche Ursache. Die Frage ist nur: WELCHE???
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Nelofee


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