Bleibelastung?

22.11.06 00:04 #1
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Nisha ist offline
Beiträge: 32
Seit: 14.11.06
Hallo,

vor Jahren hat eine mir bekannte Homöopathin eine Bleibelastug bei mir festgestellt, die nie behandelt wurde und sich eher verfestigt haben dürfte. Kennt sich jemand speziell mit einer Bleivergiftung oder -belastung aus?
Meist wird ja doch nur Amalgam, bzw. dann Quecksilber thematisiert.
Aber Blei belastet uns ja auch immer und überall.
Wie kann man Blei entgiften, also wirken da genauso Algentabletten oder welche Nahrung könnte hilfreich sein?

Liebe Grüße
Nisha


Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo nisha,

ich würde das mal schulmedizinisch überprüfen lassen, bevor ich mir da gedanken mache zu.

viele grüsse von shelley


Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Nisha

Stimme mit Sheley überein.
Lass eine hAARANALYSE MACHEN, DANN SIEHST dU AUCH GLEICH, OB NOCH ANDERE erhöhte sCVWHERMETALLE ODER verminderte Mineralien vorhanden sind.

Allfällige Ausleitung empfehle ich mit DMSA,welches sogar von der FDA als geeignet angesehen wird
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso


Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Eine Haarmineralanalyse zeigt nicht unbedingt an, daß eine Schwermetallbelastung da ist. Da diese Stoffe nur ins Haar gelangen, wenn sie längere Zeit im Blut sind, ist das bei Schwermetallen nicht unbedingt gegeben. Der Körper versucht, diese giftigen Stoffe so schnell wie möglich aus dem Blut abzuziehen, damit sie nicht überall immer wieder wirken können. Deshalb findet sich Blei, Quecksilber, Cadmium usw. nur im akuten Vergiftungsfall im Blut; danach (schon ca. 3 Tage später) im Gewebe, in den Organen.

Gruss,
Uta


Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Uta

Das ist so nicht richtig. Wenn es so wäre, müssten die meisten Autisten und sehr viele ADS'ler etc schon als Kind, (ja einige schon als baby) alle akute Bleivergiftungen bekommen haben. Gerade bei meiner Tochter kann ich wie viele andere Eltern mit Sicherheit sagen, dass dies bestimmt nicht der Fall gewesen ist.
Die Entgiftung verläuft über das Blut und von dort u.a. in das Haar.
Bei Quecksilber ist es aber so, dass man belastet sein kann und absolut keine bis wenig im Haar hat. Dies hat folgende Gründe: Wenn die Selbstausleitefähigkeit eines Menschen (genetisch, oder aus wessen Gründen auch immer) nicht oder nicht richtig funktioniert, dann kann das im Körper vorhandene hg eben nicht ausgeleitet werden, weshalb es nicht ins Blut kommt und deshalb auch nicht ins Haar gelangen kann.
Wenn aber dann eben Blei, Armonium, Arsen und/oder Kadmium hoch sind und gleichzeitig die Mineralien (Mag, Zink, Cal etc) tief sind, dann kann man daraus schliessen, dass der Mineralstoffwechsel wegen des hg gestört ist und man also hoch hg belastet ist. Wie hoch die Werte zu dessen Aussagen etwa sein sollten um solche Rückschlüsse ziehen zu können, könnte nebenbei dem Buch von Dr Cutler entnommen werden.
Die Haaranalyse gibt also einen guten Gesamtblick, wenn man nicht nur einzelne werte ohne die Nachbarwerte herausnimmt und interpretiert.
Gewisse Werte (Zink, Kupfer) sind aber im Blut genauer bestimmbar und sollten bei kritischen Werten auch noch nachgeprüft werden
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Liebe Grüsse
Beat

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wir hatten das Thema ja schon mindestens einmal. Ich halte mich dabei auch weiterhin in etwa an diesen Text:
http://www.allum.de/index.php?mod=diagnostik&d_id=25
Schlussfolgerungen
Der diagnostische Wert von Haarmineralanalysen ist begrenzt.
Haaranalysen am Individuum eignen sich zur Diagnostik von Vergiftungen, zum Nachweis der Einnahme bestimmter Arzneimittel und Drogen sowie zur halbquantitativen Abschätzung einer Tabakrauch/Passivrauchbelastung.
Eine Bestimmung des Mineral- bzw. Spurenelement-Status durch eine Haarmineralanalyse kann allenfalls Hinweise auf eine überhöhte oder verringerte Zufuhr dieser Substanzen liefern; dieser Verdacht ist durch entsprechende Blut- und Urinuntersuchungen abzuklären.
Als Screeningtest zur Feststellung der Belastung von Bevölkerungsgruppen mit einzelnen Schadstoffen bietet die Methode keine wesentlichen Vorteile gegenüber Blut- oder Urinuntersuchungen.
Gruss,
Uta


Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Nisha,
hast Du denn von den hier beschriebenen Symptomen einer Bleibelastung welche?:
http://arbmed.med.uni-rostock.de/bkvo/m1101.htm

... Zu 2:
Zum kritischen Anfangsstadium ("Präsaturnismus") gehören allgemeine Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen in Stirn- und Schläfengegend, Schwindel, Schwächegefühl in den Gliedern sowie Obstipation und andere Magen-Darm-Störungen.

Zu 3:
Anzeichen der ausgeprägten Bleierkrankung ("Saturnismus") sind neben den in "zu l" und "zu 2" genannten, mit der Schwere der Erkrankung im allgemeinen zunehmenden Krankheitssymptomen und pathologischen Laboratoriumsbefunden insbesondere die sog. Bleikoliken. Dabei handelt es sich um heftige, oft tagelang dauernde, auf- und abschwellende Schmerzattacken, vorwiegend im Oberbauch mit Obstipation, Brechreiz oder Erbrechen. Häufig besteht eine Anämie. Ulcera im Magen oder Zwölffingerdarm können gelegentlich auftreten. Differentialdiagnostisch sind Ileus, Appendictis und Chlolecystophatie u. a. in Betracht zu ziehen.
Die Lähmung peripherer, motorischer Nerven (sog. Bleilähmung) wird heute kaum mehr beobachtet. Es kam dabei zu einer allmählich zunehmenden Schwäche, insbesondere der Streckermuskulatur des Unterarmes, und schließlich zur Radialislähmung. Auch Lähmungen im Bereich der Schulter- oder Beinmuskulatur, in der Regel einseitig, sind gelegentlich vorgekommen.

Als Folge einer massiven Exposition können Anzeichen einer akuten Encephalopathie, wie starke Kopfschmerzen, meningitische Reizerscheinungen, passagere Verwirrtheitszustände, Gesichtszuckungen und Funktionsstörungen im Bereich der Hirnnerven auftreten. Rasche Mobilisation der sog. Bleidepots kann ähnlich wirken.


Zu 4:
Spätkrankheiten, wie Schrumpfniere oder chronische Encephalopathie, sind beschrieben worden. Diese können aber nur im Zusammenhang mit der Bleieinwirkung gesehen werden, wenn eine langzeitige und erhebliche Exposition stattgefunden hat, charakteristische Bleierkrankungsmerkmale vorhanden waren und andere Ursachen hierfür nicht bestehen.


B.
Bei Einwirkungen von organisch gebundenem Blei, insbesondere von Bleialkylen, wie Bleitetraäthyl (TEL) oder Bleitetramethyl (TML), können Zentralnervensystem, Leber und Nebennieren geschädigt werden. Oft ist es eine akute Erkrankung, die eine bis zwölf Stunden nach Einwirkung dieser Stoffe auftritt und unter den Anzeichen einer akuten Psychose in kurzer Zeit tödlich verläuft. Bei weniger schwerer Vergiftung kommt es zu starker Abmagerung und Symptomen wie bei Einwirkung anorganischer Bleiverbindungen.
Schlafstörungen, Schreckträume, Appetitlosigkeit, Körperschwäche, Magen-, Darm- und hypotone Kreislauffunktionsstörungen können Folgen einer Exposition sein, die nach deren Wegfall wieder abklingen.....



Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Uta

Die Schlussfolgerungen beruhen zu einem grossen Teil auf keinen bewiesenen Fakten. Entsprechende Schlussfolgerungen gibt es im Netz auch zur gefahrlosigkeit von Amalgan.
Glaube mir, ich selber habe dutzende von Haaranalysen gesehen und auch viele Provokationstestmessungen, die im wesentlichen mit den Haaranalysen übereinstimmten, obwohl die Haaranalyse ja immer ein 3 Monatsschnitt ist.
Die einzigen wesentklichen Unterschiede sind mir vielecht 2 mal aufgetaucht. Dabei ist höchstwahrscheinlich der zu hohe einzelne Wert im haar infolge verunreinigung des Haares/Apparates hineingekommen.
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Liebe Grüsse
Beat

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Nisha

Hohe Bleibelastungen aber unterhalb der offiziellen Bleivergiftung wirken sich sehr negativ aus.
Folgende studie wurde mit kinder gemacht:
Kopfhaarproben wurden von 277 Schülern in der ersten Klasse genommen.
•Merkliche Dosis-Wirkung-Beziehung zwischen Bleiniveaus und nachteiliger Bewertung von Lehrern!
•Noch stärkere Beziehung bestand zwischen ADD und Blei in den Haaren!
•Es gab keine “sichere” Schwelle für Blei.

Die Symptome bei den Schülern, welche in der Stärke fast linear zum Gehalt in den haaren waren:
- leicht abgelenkt
- unselbstständig
- nicht ausdauernd! (mein Sohn ist das konditionell ausdauerndste Kind seines Alters das ich persönlich kenne. Bei einem Provokatuionstest stelte sich heraus, dass er absolut kein blei inseinem körper hat)
- nicht organisiert
- hyperaktiv
- frustriert
- tagträumer
- nicht fähig eine reihenfolge zu befolgen!
- allgemein niedrige Funktionen
Dabei muss gesagt werden, dass diese Symptome auch von etwas anderem kommen können und das viele duie zu hohe Bleiwerte haben, eben auch zu hohe hg werte haben und/oder zu tiefe Mineralwerte, oder sonstige Immunprobleme u.a. Darmflorastörungen
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Liebe Grüsse
Beat

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Nisha ist offline
Themenstarter Beiträge: 32
Seit: 14.11.06
Hallo,

Danke für die vielen Antworten in so kurzer Zeit. Wie gesagt, es wurde bisher nicht schulmedizinsch getestet, nur einmal durch eine Bekannte homöopatisch, ohne aber, dass ich dabei an Blei gedacht hätte. Mir ging es nur schrecklich damals, nachdem ich ein paar Monate in der Eisenindustrie gearbeitet habe. Symptome damals waren Depression, psychische Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel. Da solche Symptome aber recht unspezifisch sind, und bei vielen Sachen auftauchen können, weiß ich nicht, ob ich es direkt Blei zuordnen würde. Habe seit einigen Jahren ein schwächelndes Immunsystem, was sich derzeit durch eine Pilzbehandlung des Darmes und gesundere Ernährung etc. aber schon gebessert hat. Darmbeschwerden und typische Pilzsymptome tauchen aber doch immer wieder sporadisch auf und werden weiterhin schulmedizinisch untersucht. Z.B. auch Schwindel, Abgeschlagenheit, Müdigkeit sind immer noch da, seit einem Jahr beobachte ich das Konstant.
Alle diese Bleisymptome unter II, die ich habe, können auch auf etwas anders hindeuten, klar. Sie sind ja recht allgemein. Aber ich habe mich doch schon länger gefragt, woher besonders die Befindlichkeitsstörungen, was die Nerven angeht kommen könnten und bin dann eben auf Schwermetalle gestoßen.
Vielleicht ist es auch kein Blei, aber Amalgam hatte ich nie im Mund. Blut wurde schon mal in der letzten Zeit zwei Mal untersucht auf Mineralstoffe untersucht und Mängel behoben. Bei Haaranalysen etc. bin ich skeptisch. Eben weil man sich nicht sicher sein kann, dass die Belastung sich zeigt, wenn das Blei eingelagert ist, oder?
Ich trinke seit Jahren nur Leitugswasser (weil es nicht vertretbar ist für mich Kisten erst ein paar Kms zu schleppen ohne Auto und dann in den 5. Stock zu tragen ;( )und mochte schon als Kind gern Farben und Blei- und Buntstifte und habe sehr gern an ihnen gerochen. NIcht nur Farben, die Lösungsmittel entahlten, sondern auch ganz einfache Acrylfarben zB. Auch Benzingeruch habe ich für mein Leben gern eingeatmet, was eher am Lösungsmittel liegt, klar. Ich weiß nicht, ob das vielleicht relevant sein könnte? Jedenfalls bin ich aus Vernunft glücklicherweise nicht zum Schnüffler geworden , habe aber doch vielleicht im Laufe meines Lebens so mehr Blei aufnehmen können.

Was mich einfach mal interessiert, ob durch die Einnahme von Algen zB auch Blei gebunden und ausgeschieden werden kann, oder ob ich die Metalle da sehr unterschiedlcih verhalten und das eher bei Quecksilber und anderen wirkt.

Liebe Grüße
Nisha


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