Zungenbrennen, Hautausschlag, Magen-Darm-Probleme....Hilfe!

19.05.09 17:30 #1
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Zungenbrennen, Hautausschlag, Magen-Darm-Probleme....Hilfe!

Actionjaxon ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 19.05.09
ja natürlich möchte ich wissen, ob ich schwermetall-belastet bin. aber dieses thema ist ja sowas von komplex. ich weiss nicht, was ich glauben soll.

haaranalysen sind z.b. laut daunderer wertlos, der empfiehlt ja, von ihm ein kieferröntgenbild befunden zu lassen und dann den möglichen verdacht in einem langzeit-epikutantest bestätigen zu lassen.
das tox-center ist zumindest für mich allerdings sowas von unübersichtlich, ich verstehe da überwiegend nur bahnhof! was das ganze dann nicht mehr sehr seriös erscheinen lässt.

haaranalyse-test aus england bestellen, in einem englischen labor untersuchen lassen, gibts denn sowas nicht in DE?

macht es überhaupt sinn, auch nur einen deutschen schulmediziner auf das thema schwermetallbelastung an zu sprechen? oder werde ich da dann gleich als psychisch krank abgestempelt??

wozu dienen denn eigentlich diese dmps tests?
und ja, deine psychischen symptome kenne ich überwiegend auch von mir.

btw.: kann man eigentlich im röntenbild erkennen, ob sich unter einer goldkrone noch amalgam befindet?

thx vorab...

Geändert von Actionjaxon (21.05.09 um 16:38 Uhr)

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
haaranalysen sind z.b. laut daunderer wertlos
Ja das stimmt, wenn man nur auf die Quecksilbermenge schaut. Die ist nämlich bei 9 von 10 kranken Amalgamträgern niedrig.

Bei der Methode die ich verlinkt habe wird auf die Anzeichen der Vergiftung geachtet. Bei Vergiftung ist der Mineralstoffhaushalt gestört, was im Haar erkennbar ist.

Und der ist bei fast allen chronisch Quecksilbervergifteten gestört.
Das heisst man kann dadurch die reale Störung im Körper feststellen.


wozu dienen denn eigentlich diese dmps tests?
Die Befürwörter (zu denen ich nicht zähle), meinen damit könne man eine Aussage über den Gesundheitszustand eines Amalgamträgers machen.
Das ist aber wiederlegt worden da bei dem Testverfahren hauptsächlich der Quecksilberwert in der Niere wiedergegeben wird, nicht in den Organen (Gehirn) in denen die Krankheit entsteht, und somit mithilfe des Dmps Tests nicht zwischen kranken und gesunden amalgamträgern unterschieden werden kann. Zur Diagnosezwecken ist er also wertlos.


Wenn dir das alles zu exotisch ist, gibts auch den Porphyrintest der in der Forschung verwendet wird.

Geändert von Stengel (21.05.09 um 16:53 Uhr)

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Actionjaxon ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 19.05.09
wieso quecksilberwert aus der niere? dmps moblisiert quecksilber depots auch aus anderen organen und einen teil davon scheidet man dann lediglich über die niere aus ist ja logisch, oder verstehe ich das falsch? quecksilber gehört doch nicht in den körper, darum ist doch schon ne geringe menge als belastung an zu sehen...und fisch esse ich keinen.

zum Porphyrintest: aber auch den muss man im ausland selbst bestellen und auswerten lassen?

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
wieso quecksilberwert aus der niere? dmps moblisiert quecksilber depots auch aus anderen organen und einen teil davon scheidet man dann lediglich über die niere aus ist ja logisch, oder verstehe ich das falsch?
Das ganze ist etwas komplexer aber du hast nicht Unrecht.

Quecksilber ist jedoch selektiv in seiner Ansammlung, und ebenso selektiv was die Auscheidungsrate aus den verschiedenen Organen betrifft. Das was in der Niere ist spiegelt nur die kurzfristige Exposition wieder.

Die Exposition spiegelt aber nicht unbedingt den Krankheitsgrad dar, da es sehr unterschiedliche Empfindlichkeit gegenüber Quecksilber gibt.
Hauptziel bei Amalgam ist das Gehirn. Dmps kommt nicht ins Gehirn, sagt also garnichts darüber aus. Wieviel Quecksilber im Gehirn ist hängt wiederum von verschiedene Faktoren ab.

Wie schon gesagt konnten in Testverfahren, anhand der Dmps Testergebnisse, nicht zwischen kranken und gesunden Amalgamträgern unterschieden werden.

Sowhl kranke als auch gesunde mobilisieren ungefähr gleichviel. Die Menge hängt von der Anzahl der Amalgame ab, nicht ob sie gesund oder krank sind.

Du kannst dich auch gerne durch das wissenschaftliche Material zum Thema durcharbeiten wenn du willst. Hier ein Anfangspunkt. Kann gerne mehr Quellen liefern wenn nötig.

"Diagnostic Value of a Chelating Agent in Patients with Symptoms Allegedly Caused by Amalgam Fillings"
http://jdr.sagepub.com/cgi/reprint/79/3/868.pdf

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Männlich Bodo
Hallo Zusammen.


Der DMPS-Test gibt Angaben über Quecksilberbelastungen.

Der Test selbst - für sich Allein - gibt keine Information über
das Ausmaß der tatsächlichen Gesamterkrankung, da hat Stengel Recht.

In unserem Wiki ist nachzulesen, dass er
hauptsächlich zum Nachweis einer chronischen
Schwermetallbelastung eingesetzt wird.


Angaben zu meinen Testergebnissen (Ausschnitt).
Dort sind auch umfangreiche, weitere Informationen
zu meiner Amalgamerkrankung zu finden.



HGB

Geändert von Bodo (21.05.09 um 17:45 Uhr)

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Actionjaxon ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 19.05.09
hi bodo, thx für die infos.
wie hast du denn einen arzt gefunden, der das dmps injeziert hat? beziehungsweise ein mediziner, der dem thma aufgeschlossen gegenüber steht?
oder alles in eigenregie über das tox-center??
ich verliere den überblick, alleine deine testeergebnisse sind für mich ein buch mit sieben siegeln.

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undjetzt ist offline
Gesperrt
Beiträge: 88
Seit: 19.05.09
hast du es schon mit t c m versucht

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Bevor du Dmps Injektionen in Erwägung ziehst, solltest du wissen das diese ein Risiko an schlimmen Nebenwirkungen haben.

Ich denke mir bevor man irgendeine Form der Therapie in Erwägung zieht sollte man überhaupt ersteinmal

a) So wie möglich feststellen ob eine chronische Vergiftung existiert.
b) Amalgamsanierung vornehmen lassen und prüfen ob unter Kronen vieleicht noch was ist.
c) Mit einem unterstützenden Nahrungsergänzungsmittelprogramm anfangen

Obwohl schon eher Symptome da sind die nach Hg Vergiftung klingen... aber man weiss es nicht genau ohne Test. Wenn es Quecksilber ist, dann könnten diese 3 Punkte schon zu erheblicher Verbesserung führen.

Entgiftung sofort in Erwägung ziehen würde ich nur wenn es eher eindeutig ist das man tatsächlich vergiftet ist.

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Männlich Bodo
Hallo AJ.

Zitat von Actionjaxon Beitrag anzeigen
wie hast du denn einen arzt gefunden, der das dmps injeziert hat?
Ich war damals führendes Mitglied einer Nordhorner SHG.
Zu der Zeit gab es noch kein Internet, Infos wurden per
Briefkorrespondenz oder Telefon ausgetauscht. Dort kam
ich an die Adresse einen Arztes, der damals gerade einen
guten Ruf erworben hatte, bezüglich der DMPS-Applikation.

Gespritzt wurde mir 96/97 noch das saure, Deutsche Dimaval.
Sämtliche Kosten wurden auf Kasse abgerechnet. Dies wurde
wenige Jahre später, aus fadenscheinigen Begründungen, nicht
mehr gemacht. Der Hintergrund ist, dass der Politik mittlerweile zu
viele Ergebnisse mit hohen Hg-Werten nach DMPS bei Amalgam-
trägern vorlagen. Verbieten konnten die Entscheidungsträger
den DMPS-Test nicht, ab da war er privat zu liquidieren.

Die Kosten sind jedoch sehr moderat.

Die von Stengel angesprochenen Nebenwirkungen gibt es,
sie sind jedoch statistisch gesehen nicht von großer Relevanz.

Hier empfiehlt sich der Einsatz des Russischen Unithiols, das basischer
ist als Dimaval. Mit Unithiol machte ich - trotz ausgeprägter Thiomersalallergie -
ganz ausgezeichnete Erfahrungen.

Weitere Fragen zu meiner Anamnese bitte nicht in Deinem Thread.
Es geht um Deine Probleme und nicht um meine, bei Interesse gerne
weitere Infos per PN. Dann bitte Stichpunkte, werde antworten,
kann aber nicht versprechen, dass dies sofort passiert.

Arztliste
Labor

Die Bremer haben aktuelle Listen über erfahrene DMPS-TherapeutInnen. Anrufen.






HGB

Geändert von Bodo (21.05.09 um 19:55 Uhr)

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Actionjaxon ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 19.05.09
besten dank, bodo.
hilft mir schon mal weiter!
ich warte jetzt mal die arzttermine ab und gucke ich, wie ich weiter verfahre.

@ undjetzt: ne noch keine TCM

grüße
carsten


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