Erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms / leaky gut syndrome

22.04.09 15:16 #1
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pat86 ist offline
Beiträge: 80
Seit: 21.07.07
Hallo zusammen!!

Aufgrund meiner Symptome (starkes Schwitzen an HÄNDEN und FÜSSEN, phasenweise fauliger/fäkaler Mundgeruch, sehr häufiges Aufstoßen, Refluxösophagitis I. Grades + Sodbrennen, vereinzelt Hautentzündungen in den Achselhöhlen und im Genitalbereich) bin ich zuerst von einer Amalgamvergiftung in Verbindung mit Candida im Darm ausgegangen. Ein DMPS-Test und ein ausführlicher Stuhltest bewiesen nun das Gegenteil. Beidese liegt nicht vor. Quecksilber liegt bei 13,92 mcg/g Creatinin, also unter dem Referenzbereich. Ich habe keine Füllungen, nur meine Mutter.

Allerdings brachte der Test folgendes an den Tag:

Alpha 1-Antitrypsin: 58,90 mg/dl (Normbereich 27,5)
Lysozym: 435,5 ng/mg (Normbereich 600)

sIgA: 2381,09 mcg/ml (Normbereich 510-2040)

Nachweis von Bakterien aerob:
Enterococcus species: 6*10^4 KBE/g Stuhl (Normbereich 10^6-10^7, Wert ist also viel zu gering)

ph-Wert des Stuhl: leicht erhöht (6,5)

Nachweis von Verdauungsstörungen:
Qunat. Nachweis von Zucker: 3,39 g/100g (Normbereich 3)


Ich habe hier nur die auffälligen Werte angegeben, bzw. die, die mir am wichtigsten erschienen. Bin für Ergänzungsvorschläge dankbar!!

Im Befund steht, dass eine gesteigerte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut wahrscheinlich ist.

Wichtig wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass ich an Händen und Füßen KONSTANT schwitze, also zwar nicht immer, aber auch nicht stärker nach der Nahrungsaufnahme. Nach dem Aufstehen kann es sogar ziemlich stark sein. Kann dieses Schwitzen überhaupt mit dem leaky gut syndrome in Verbindung stehen? Und der riechende Atem, Ausschlag, Aufstoßen??

Ich bin über jede Art von Hilfe dankbar!!!

Erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms / leaky gut syndrome

Rudi Ratlos ist offline
Beiträge: 2.070
Seit: 01.02.08
Habe gerade in der Nitrostress-Rubrik gelernt, das Ei-Lecithin und Trinkgelatine helfen den Darm zu reparieren. Für den Dickdarm empfiehlt sich RegEnergetikum.
__________________
Gruß
Rudi

Medizinisches Dummi ich, gebe keinen Rat, schreibe allein von eigenem Elend.

Erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms / leaky gut syndrome

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Pat,

weißt Du, ob Du manche Lebensmittel einfach nicht verträgst? Das kann sich als Allergie oder als Intoleranz äußern und kann auch zu den von Dir genannten Symptomen führen.

Gruss,
Uta

Erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms / leaky gut syndrome

pat86 ist offline
Themenstarter Beiträge: 80
Seit: 21.07.07
Ein Bluttest hat ergeben, dass es eine Intoleranz gibt. Welche, weiß ich noch nicht. Das wird ein weiterer Test ans Licht bringen. Habe demnächst den Termin, wo das dann durchgesprochen werden soll.

Die Frage ist, wie eine solche Intoleranz ausgelöst werden kann. V. a. die erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms muss ja von irgendwas ausgelöst worden sein. Doch mit der bakteriellen Besiedlung stimmt soweit alles und Candida liegt auch nicht vor. Rätselhaft...

Erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms / leaky gut syndrome

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ich glaube, so ganz genau weiß man noch gar nicht, wie Intoleranzen ausgelöst werden. Aber ich nehme doch stark an, daß eine gewisse erbliche Komponente da ist, die dann durch äußere Umstände oder Krankheit zur Intoleranz führen kann.

Bei der Histaminintoleranz weiß man z.B. , daß sie durch Magen-Darm-Erkrankungen und Leberprobleme vestärkt bzw. ausgelöst werden kann, weil eben das DAO - das Enzym, das man zum Abbau von Histamin braucht - vor allem im Dünndarm hergestellt wird.

Neben der Frage nach dem "warum" finde ich mindestens genauso wichtig die Frage nach dem "was mache ich". Und ich denke, da ist dann erst einmal die Meidung der betreffenden Lebensmittel wichtig, damit sich der Körper wieder beruhigen kann.
Grüsse,
Uta

Geändert von Oregano (25.04.09 um 12:13 Uhr)

Erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms / leaky gut syndrome
Binnie
Ich habe es bei HP Müller-Burzler so verstanden, dass diese Durchlässigkeit durch Entzündungen des Dünndarms entsteht, die wiederum durch "schlechte" bzw. unzureichende Verdauungssäfte bedingt sind.

Der Verdauungsvorgang ist ja ein sehr komplexer Vorgang. Das geht schon im Magen mit u.U. zu wenig Magensäure los. Dadurch können dann schon die Eiweiße nicht mehr richtig verdaut werden, was zu Mangelerscheinungen und Fäulnisprozessen führen kann.

Fette erfordern ebenfalls ein sehr komplexes und reibungsloses Zusammenspiel von ausreichend Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsenenzymen, sonst können diese nicht richtig verdaut werden.

Durch die Belastung der Bauchspeicheldrüse mit Giften/nitrosativem Stress, usw. funktioniert diese u.U. nicht ausreichend, die Leber ist womöglich ebenfalls belastet und schon geht es los mit dem ganzen Schlamassel.

Dann entstehen Fäulnisprozesse und nitrosativer Stress, usw. und die Dünndarmzellen haben nicht mehr ausreichend Energie und so wird der Dünndarm durchlässig und es treten vermehrt unverdaute Substanzen ins Blut über, die dann dort diese Unverträglichkeiten auslösen.

Ziel einer Therapie muss es also sein, die Verdauungsleistung wieder zu verbessern und die Energie der Dünndarmzellen zu erhöhen. Dazu soll Glutamin sehr gut sein, man bezeichnet es auch als "Substrat" für die Dünndarmzellen. Weiterhin muss man meistens auch versuchen NO-Stress zu reduzieren, was man über hohe B12-Gaben erreicht. Und insgesamt eben die ganze Energieverfügbarkeit aller Zellen mit bspw. Q10, usw.

Die Leber muss man auch möglichst gut entlasten indem man bspw. insbesondere auch die Ammoniakbelastung reduziert, d.h. Darmsanierung mit Pro- und Praebiotika, rechtsdrehender Milchsäure, Eiweißaufnahme möglichst aus gut gekochten Linsen, Eiern, weniger aus Fleisch und Fisch (-> Ammoniak!) usw.

Die Bauchspeicheldrüse ist lt. Kuklinski sehr empfindlich auf NO-Stress, schützt sich aber mit Melatonin und GABA-Rezeptoren davor. D.h. hier muss man auch entsprechend ansetzen... Sehr komplex das ganze! Vorübergehend kann es daher auch sehr hilfreich sein Pankreasenzyme zu substituieren, solange bis der Dünndarm sich regeneriert hat, dadurch weniger Unverträglichkeiten da sind, und sich der dadurch bedingte nitrosative Stress reduziert hat, der ja für die Bauchspeicheldrüse u.a. ein sehr großes Problem darstellt.

Aber längerfristigen Lebensmittelverzicht halte ich auch für sehr gefährlich! Die Risiken von Nährstoffmängeln sind dabei einfach zu hoch, was die Probleme weiter verschlimmert. Deswegen sollte man an die Ursachen gehen: Sanierung von Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und Darm, Reduzierung von nitrosativem Stress und insgesamt eine Erhöhung des Energieumsatzes in alle Zellen.
Zu Letzterem gibt es hier eine sehr schöne Übersicht im Wiki: Mitochondropathie - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Zur HI habe ich noch Folgendes gefunden:

Ursache kann einmal eine gestörte Pankreasfunktion sein (Nachweis über Pankreasenzyme im Stuhl). Dadurch entstehen vermehrt biogene Amine, die nicht ausreichend durch die DAO abgebaut werden können.

Für eine gute ausreichende DAO-Aktivität ist B6, Mg, Ca, Cu, Zn und Vitamin C. So kann ein Mangel an diesen Stoffen ebenfalls zu einer HI führen. D.h. bei manchen Menschen hilft es schon, wenn sie diese Mängel gezielt beheben: http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...tml#post239567 (letzter Absatz).

Virusinfektionen, Alkohol, Medikamente (Acetylcystein, Asthmamittel, Paspertin, usw.) können die DAO-Aktivität behindern, also auch Ursache von HI und somit Ursache von Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein.

HI äußerst sich z.B. in Oberbauchbeschwerden, Übelkeit, usw.
Akute Symptomatik: Herzrasen, Blutdruckabfall (allergieartig eben), ansonsten eben Magen-Darmproblematik, Migräne

Zitat von pat86 Beitrag anzeigen
phasenweise fauliger/fäkaler Mundgeruch, sehr häufiges Aufstoßen, Refluxösophagitis I. Grades + Sodbrennen
Die Refluxösophagitis wird möglicherweise auch durch B12 besser, also mir hat es geholfen. 5 Tage lang 20 Tropfen Methylcobalamin sublingual vor dem Frühstück. Damit die B12-Depots auffüllen. Dann weiter mit 5 -10 Tropfen (sublingual vor dem Frühstück) als Erhaltungsdosis. Durch B12 wird u.a. der NO-Stress verringert. NO-Stress blockiert die Energiegewinnung in den Zellen auf vielfältige Weise. Dadurch wird, lt. Kuklinski, u.a. der Schließmuskel der Speiseröhre "undicht" (Energiemangel der Muskelzellen d. Schließmuskels)
Zitat von pat86 Beitrag anzeigen
bin ich zuerst von einer Amalgamvergiftung in Verbindung mit Candida im Darm ausgegangen. Ein DMPS-Test und ein ausführlicher Stuhltest bewiesen nun das Gegenteil. Beidese liegt nicht vor. Quecksilber liegt bei 13,92 mcg/g Creatinin, also unter dem Referenzbereich. Ich habe keine Füllungen, nur meine Mutter.
Eine geringe Ausscheidung nach Provokation muss nicht heißen, dass Du nicht belastet bist. Es kann vielmehr einfach nur bedeuten, dass Du momentan schlecht ausscheidest, also Deine Entgiftungsfähigkeit blockiert ist aufgrund vielfältiger Störungen, bspw. Energiemangel und Nährstoffmangel der Zellen...

Geändert von Binnie (25.04.09 um 18:57 Uhr)


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