Diagnose: retinale Vaskulitis u. wahrscheinlich irgendeine Systemerkrankung

16.04.09 12:46 #1
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garfield021 ist offline
Beiträge: 8
Seit: 16.04.09
Hallo,
da meine Ärzte nicht sicher sind, was ich haben könnte, sich aber fast sicher sind, dass ich eine Systemerkrankung habe, versuche ich mein Glück nun mal hier.

2004 begann meine Odysee mit einer Seheinschränkung auf dem rechten Auge (RA), also ging ich zum Augenarzt, der mich netterweise gleich in eine Augenabteilung mit einer Notüberweisung schickte.
Es wurde eine retinale Vaskulitis festgestellt, im Auge gelasert und ich durfte nach 3 Tagen wieder gehen, nachdem zig Untersuchungen gemacht wurden.

Meine Rheumawerte waren und sind wohl Normal, aber die ANA-Werte deutlich erhöht.
So schön so gut. Aus persönlichen Gründen verfolgte ich die Sacher paar Jahre nicht weiter, bis Pfingsten 2008 das RA zu machte, also: ich konnte sogut wie nichts mehr sehen.
Also zum Arzt > Überweisung Augenarzt.

Die Augenärztin stellte eine Uveitis und auch die ret.Vask. fäßt.
Jetzt ging es richtig los, erstmal mit Cortison 50mg tägl., diverse Tropfen - dann Fahrten in ein Immunologiezentrum, dann zu Spezialisten für Uveitis in Düsseldorf, dort bekam ich eine Überweisung nach Münster.
Der Prof. in Münster verschrieb mir Cyclosporin 2*125mg täglich + Cortison (welches ausgeschlichen werden sollte).
Bis Dezember letzten Jahres wurde es auch allmählich besser im Auge (das linke Auge war zwar auch betroffen, aber nicht sehr stark).

Mitte Januar d.J. ging es richtig los im Auge, ständige Blutungen, Einschlüsse - das Auge war quasi dicht. Der Arzt konnte nicht reinsehen und ich nicht raus.Noch nicht einmal Fotos mit einem Kontrastmittel ergaben ein Bild, die Fotos waren grau.

In der Zwischenzeit gesellten sich Gelenkschmerzen hinzu, und die allmählich immer mehr wurden.
Aber Rheuma habe ich nicht in den Gelenken. Zumal ich mir noch nicht einmal sicher bin, ob die Gelenke alleine Schmerzen - oder die Muskeln, vielleicht auch die Nerven, es ist wie bei einer Grippe, alles schmerzt.
Als ich mit dem Auge dann Mitte Januar wieder bei der Augenärztin war, setzte sie Cyclosporin ab und erhöhte das Cortison wieder (inzwischen von ) 6,5mg auf 50mg.

Wir suchten einen Netzhautchirurgen, der sich an das Auge traut, um den Glaskörper zu entfernen. In der Klinik Bremen kam es dann zur Untersuchung, dort wurde fesgestellt, dass das LA inzwischen auch Entzündungsherde aufweist.
D.h. da sich dort durch das Cortison ein Katerakt gebildet hat (RA auch und diverse andere Nebenerkrankungen im RA) - sollte LA "Graue Star-OP" durchgeführt werden und ein Cortisondepot rein.RA : Glaskörperentfernung , Laserungen, Blutabsaugung und Graue Star OP gemacht werden.

Ich frage mich allerdings , da es keine Garantie gibt - ob das Sinn macht, denn meine Grunderkrankung wird damit nicht behandelt.

Seit 14 Tagen ist jetzt auch noch leicht erhöhte Temperatur dazu gekommen, erst abends - jeden Tag und heute sogar schon vormittags.
Woher kommen diese Gelenkschmerzen, die Schmerzen überhaupt und wieso habe ich auf einmal Temperatur?

Vielleicht weiß ja einer von Euch, was es sein könnte oder kann mir einen Rat geben.

lg

Bert

Diagnose:retinale Vaskulitis u. wahrscheinlich irgedeine Systemerkrankung

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Bert,

die Diagnose "Vaskulitis" erklärt eigentlich schon alle Deine Beschwerden auf einmal:

Die Krankheit "Vaskulitis" äußert sich deshalb so vielfältig, weil es im Körper überall Blutgefäße gibt. Grundsätzlich kann eine Vaskulitis in allen Organen auftreten bzw. ausgelöst werden. Bemerkbar macht sie sich am ehesten dort, wo (als Folge) die Blutversorgung unterbrochen oder wesentlich eingeschränkt wird. Dies ist vor allem in kleinen oder vorgeschädigten Blutgefäßen der Fall.

Organfunktionsstörungen und Beschwerden in den verschiedensten Bereichen werden nicht selten gleichzeitig wahrgenommen. Das kann sich zudem in beliebigen Kombinationen äußern - eben in "in einem bunten Bild von Beschwerden und Symptomen".

Bevorzugt betroffen sind gut durchblutete Areale wie Niere, Haut, Auge, Gehör, Muskeln, Herz, Nervensystem und vor allem das autonome und das hormonelle (endokrine) System.

In der Regel gehen Prodromalphasen ("Prävaskulitis") jeder Vaskulitis voraus. Bei TILT-Vaskulitis ist die Prävaskulitis ein permanentes Vorstadium, eine erworbene Disposition zu fatalen Intoleranz-Reaktionen. Erworbene gefährliche Chemikalien-Intoleranz (GCI) mit der Disposition (Anfälligkeit, Bereitschaft) zu generalisierter spezifischer Vaskulitis (Durchblutungsstörung) ist aufgrund der ärztlichen Erfahrung primär eine erworbene Reaktion auf chronische Belastungen (Expositionen) durch Verbrennungsprodukte, insbesondere durch hoch-toxische Brandgase, Pyrolyse-feinstaub und Kohlenmonoxid.
Vaskulitis

Die Frage ist nun:
Gibt es chemische Expositionen, die Dir geschadet haben? Welche Gifte aller Art könnten da beteiligt sein? Dazu gehören auch Medikamente und Drogen.
Und: Was tun?
Vielleicht kann Dir die Seite "Safer World" weiterhelfen?

Auf jeden Fall spielt auch hier Histamin eine Rolle. Insofern wäre es wichtig, darauf zu achten, daß möglichst wenig Histaminbelastung vorliegt in Form von Nahrungsmitteln, aber auch bei Heuschnupfen und anderen Allergien bzw. Intoleranzen. Weißt Du in dieser Richtung, ob Du betroffen bist?

Grüsse,
Uta

Diagnose: retinale Vaskulitis u. wahrscheinlich irgedeine Systemerkrankung

garfield021 ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 16.04.09
Schnelle Antwort - Danke.

Ich bin Heuschnupfenallergiker und wurde vor etlichen Jahren desensibilisiert - mein Allergiespektrum diesbezüglich ist allerdings sehr breit.

Mit chemischen Stoffen hatte ich 2 Jahre lang was zu tun, vor der Erkrankung - da habe ich in einer Chemiefabrik gearbeitet und natürlich auch die Dämpfe eingeatmet.

Mit Drogen habe ich nichts zu tun gehabt bisher, außer Medikamenten, die ich gegen mein Asthma einnehme.
Ach ja, fällt mir noch was ein, was wohl nichts damit zu tun hat, seit 2 Jahren habe ich auch noch einen Tinnitus im linken Ohr.

Nun, meine Ärzte sehen die retinale Vaskulitis als örtlich begrenzt in den Augen an.

beste Grüße
Bert
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Geändert von garfield021 (16.04.09 um 13:09 Uhr) Grund: Erweiterung

Diagnose: retinale Vaskulitis u. wahrscheinlich irgedeine Systemerkrankung

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Nun, Ärzte sehen nicht immer alles richtig ...

Wenn Du chemisch exponiert warst, dann könnte das Folgen gehabt haben. Es ist ziemlich schwierig, das im Nachhinein nachzuweisen.
Vielleicht könntest Du über einen Umweltmediziner weiter kommen. Oder einen Neurologen wie Dr. Binz in Trier?

Der Tinnitus kann auch durch Nervenschädigung kommen; insofern wären auch da chemische Stoffe als Verursacher möglich.

Wie sieht es bei Dir mit Amalgam, Palladium, Gold oder andere Metalle bzw. einem Mix aus Metallen bei Dir aus?
Wie überhaupt mit den Zähnen allgemein?
Ist Deine Wohnung chemiefrei und schimmelfrei?

Gruss,
Uta

Diagnose: retinale Vaskulitis u. wahrscheinlich irgedeine Systemerkrankung

garfield021 ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 16.04.09
wow - bist du schnell!

zu einem Neurologen will ich nächsten Monat gehen, auch zu einem Nephrologen.

Eine HNO-Ärztin hat auch durch einen Nerventest eine Schwerhörigkeit festgestellt in dem Ohr,wo ich den Tinnitus habe.

Ich schätze mal, das meine Wohnung nicht chemiefrei ist, schimmelfrei : ja.

Meine Zähne habe ich vor ca. 5 Jahren sanieren lassen, ich habe Brücken aus Metall im Mund - jedoch keine Ahnung, welches Metall das ist.

lg
Bert
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Diagnose: retinale Vaskulitis u. wahrscheinlich irgendeine Systemerkrankung

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Meine Zähne habe ich vor ca. 5 Jahren sanieren lassen, ich habe Brücken aus Metall im Mund - jedoch keine Ahnung, welches Metall das ist.
Das läßt sich ja herausfinden.
Wie sah die Sanierung vor 5 Jahren denn aus? Was genau wurde da gemacht?

Grüsse,
Uta

Diagnose: retinale Vaskulitis u. wahrscheinlich irgendeine Systemerkrankung

garfield021 ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 16.04.09


eine defekte Brücke wurde erneuert, dann habe ich 2 neue bekommen und die alten Plomben wurden ersetzt

lg
Bert
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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Das war ja eine große Sanierung ...
eine defekte Brücke wurde erneuert
Wurden dazu noch einmal die Zähne abgeschliffen? Dann waren sie wohl endgültig traumatisiert und sollten ständig leicht beobachtet werden, damit sie nicht einfach absterben. Ich will Dir damit keine Angst machen, aber das kann leider passieren. Das gleiche gilt hierfür
dann habe ich 2 neue bekommen
Zusätzlich interessant ist noch das Material.

die alten Plomben wurden ersetzt
Was waren das für alte Plomben? Wie wurde da gearbeitet? Amalgam - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Gruss,
Uta

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garfield021 ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 16.04.09
Gegenfrage: Bist du Zahnärztin ? :-)

Ich leider nicht, daher kann ich dir im Grunde keine der Fragen beantworten.
Und 5 Jahre ist auch nicht gerade gestern, so dass ich mich daran nicht so genau erinnere.

Die Zähne beim Ersetzen der alten Brücke wurden nochmal abgeschliffen, das weiß ich noch.

Eine Brücke (Eckzähne unten links) ist komplett aus Metall, die sichtbaren Brücken haben Blenden, aber k.A. was.
Ich hab mich eigentlich immer voller Vetrauen dem Arzt überlassen. Also Gold ist es jedenfalls nirgends. :-)

lg
Bert
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Geändert von garfield021 (16.04.09 um 14:16 Uhr)

Diagnose: retinale Vaskulitis u. wahrscheinlich irgendeine Systemerkrankung

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Nein, ich bin nicht Zahnärztin, aber ich habe viele Erfahrungen sammeln müssen. Da wird man aufmerksam.

An Deiner Stelle würde ich mir auf jeden Fall Auskunft holen über die verwendeten Materialien.
Falls seitdem kein Panoramabild (OPG) mehr gemacht worden ist, würde ich eines machen lassen und es evt. mal hier zeigen.

Gruss,
Uta


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