Schwäche, Schwitzen, Nervenmissempfindungen werden immer schlimmer

15.04.09 11:31 #1
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wintersonne ist offline
Beiträge: 57
Seit: 17.06.08
Hallo,

ich hatte ja vor einiger Zeit schon mal meine diversen Symptome geschildert. Ich bin zu keinem richtigen Ergebnis gekommen bzw. habe mich auf meine Schilddrüsenproblematik konzentriert, die vermeintlich für vieles verantwortlich war. Das war wohl ein großer Fehler.

Seit September 2006 ist dies mein Krankheitsverlauf:

Urlaub in Wien, 14 Tage danach einen Tag starkes Grippegefühl mit Kopf- und Gliederschmerzen, kein Fieber, ganz leichte Übelkeit. Ungefähr ab dem Zeitpunkt begann ich extrem zu schwitzen am ganzen Körper, war äußerst Kälte- und wärmeempfindlich. Zu dem Ganzen kamen dann immer wieder Schwächegefühl und Erschöpfung. Ebenfalls fingen meine NErvenmissempfindungen wie Schmerzen, Kribbeln, die ich vor 10 Jahren schon einmal 1,5 Jahre lang so heftig hatte, dass ich damals meinen Job verlor und lange Zeit gebraucht habe bis ich mich wieder einigermaßen gesund gefühlt habe.

In den vergangenen 2,5 Jahren hatte ich extremen Streß. Ein sehr anstrengender Umzug, beruflicher Dauerstreß, privater Streß.

2 Monate bevor die schlimme Symptomatik anfing, begann ich mit der Substitution von Schilddrüsenhormonen und Sexualhormonen. Das Fatale an meiner Geschichte ist, dass ich mich bis vor kurzem daran geklammert habe, dass all meine Symptome irgendwie mit der noch nicht richtigen Hormoneinstellung zu tun haben.

Eine Operation letzten September hat mich dann ganz aus der Bahn geworfen und war der Anfang meiner Talfahrt, die mich in den letzten Wochen an einen Punkt gebracht hat, wo ich eigentlich nicht merh kann.

Ich habe nach der OP sehr lange gefehlt im Job und bekam dann starken Druck, dem ich nicht mehr gewachsen war und habe dann selbst gekündigt zu Ende November. Ich dachte, jetzt kann ich mich auf mich selbst konzentrieren, habe Ruhe und es geht mit bald viel besser. Das Gegenteil ist der Fall. Da ich zeitgleich auch anfing wegen meiner festgestellten Nebennierenschwäche Cortison und Fludrocortison sowie DHEA zu substituieren, wovon ich mir sehr viel erhofft hatte, glaube ich mittlerweile, dass dadurch etwas in meinem Körper völlig aus dem Gelichgewicht gekommen ist.

Außer dass meine Unterzuckerungen besser geworden sind, habe ich keinerlei positive Wirkung verspürt, weder wurde meine Stresstoleranz besser noch mein gestörter Wärmehaushalt.

Anfang des Jahres war ich auch durch eine geänderte Schilddrüsenmedikation so in eine Unterfunktion gerutscht, dass ich physisch und psychisch in einem absoluten Ausnahmezustand und völlig am Boden war. Es ging garnichts mehr.

Seit ca. 2 Moanten ist meine ERschöpfung und vorallem das Schwitzen so extrem geworden, dass ich nicht mehr handlungsfähig bin. Hinzu kam eine ganz neue und noch viel schlimmere Ausprägung meiner Nervenmissempfindungen, die nun den ganzen Körper betreffen, stärker und immer weniger zu ertragen sind. Brennen, Kältegefühl, innere Hitze, Kribbeln, Schmerzen am ganzen Körper.

Ich habe kaum Erholungsphasen von den Symptomen, habe immer mehreres gleichzeitig, das eine Symptom geht in das andere über.

Meine Vermutung geht stark in Richtung durch Viren/Bakterien ausgelöstes CFS. Untersuchungen diesbezüglich laufen, mir fehlt nur bald die Kraft, das auch alles durchzuziehen.

LG
Martina

Schwäche, Schwitzen, Nervenmissempfindungen werden immer schlimmer

Oregano ist offline
Beiträge: 63.243
Seit: 10.01.04
Hallo Wintersonne,

welcome back .
Hier zum Nachlesen die früheren Threads:

http://www.symptome.ch/vbboard/neuro...n-problem.html
http://www.symptome.ch/vbboard/zahnm...euralgien.html
http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...asserfall.html

Aus den heute beschriebenen Symptomen heraus würde ich nach einer Borreliose fragen und nach den Zähnen. B eides ist wahrscheinlich in den älteren Threads schon angesprochen worden?

Mir sind ja Hormonsubstitutionen immer etwas unheimlich, weil das Zusammenspiel der Hormone ein so schwieriges Thema ist, daß da sicher noch viel Forschungsbedarf besteht.
Wenn Cortison genommen wird, dann könnten sich auch die Blutzuckerwerte verändern. Lange Cortison-Einnahme führt - wenn man Pech hat - zu Diabetes. Ist schon mal ein Zucker-Tagesprofil gemacht worden oder der HBA1C-Wert?
http://www.einsteiger.diabetesinfo.d...agonisten3.php

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (15.04.09 um 17:17 Uhr)

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fak2411 ist offline
Beiträge: 845
Seit: 18.02.08
Hallo Leidensgenossin.
Ich habe mich beim Lesen deiner Symptome wiedergefunden.
Meine Geschichte ist schon etwas länger als deine. Leider hab ich noch keine eindeutige Verbesserung, wobei ich schon von einem Erfolg sprechen würde.
Ich glaube das du in meiner Geschichte viel Infos für dein Weiterkommen finden wirst. Du kannst alles lesen, interessant wird es aber etwa ab Dezember 2008.
Mein behandelnder Arzt, dem ich vertraue, hat eine chronische Borreliose festgestellt. Die Symptome sind alle das Resultat daraus, den die chronische Entzündung löst viele Prozesse im Körper aus. Alle meine untersuchungsergebnisse sind gepostet und könnten dir auch weiterhelfen.
Viel Glück und ich bleibe an deinem Problem dran....

http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...in-befund.html

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Sonora ist offline
Beiträge: 2.984
Seit: 10.09.08
Hallo Martina!

Es wäre sicher gut, wenn du bei den Tests gleich mit abklären würdest, ob du Vitamin D-Mangel hast und evtl. Vitamin B 12-Mangel. Beides macht schwerwiegende Probleme. Da du ja Schilddrüsen-/Nebennieren-Probleme hast, könnte das eine logische Erweiterung sein, da diese Mängel dann oft vorkommen und auch in die Symptome-Liste passen.

Ich selber habe auch Vitamin D-Mangel, zu B 12 fehlen mir noch Folsäure und B 6. Die Symptome können sehr heftig sein.

Liebe Grüße
Sonora

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wintersonne ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 17.06.08
Hallo und danke euch erstmal!

Tja, Amalgam kam damals vor über 10 Jahren alles raus, irgendwann danach fingen damals diese Nervenschmerzen etc. an.

An Borreliose bin ich schon länger dran, war auch gerade eben bei einer Ärztin, die mir vom Labor empfohlen wurde, die jedoch leider sich mit 2 alten Laborwerten bzgl. borreliose zufrieden gab und jetzt "lediglich" nach Zytomegalie und oxidativem Stress eine Blutuntersuchung veranlasst.

ICh habe ja eher EBV in Verdacht, vielleicht schlummert aber beides in mir.

Ich werde dann versuchen Vit. D mitbestimmen zu lassen, die B-Vitamine wurden letztens erst mitgemacht und waren viel zu hoch, da ich bis kurz vorher substituiert hatte, also die Werte nicht aussagekräftig.

Der HbA1C-Wert wurde auch letztens bestimmt und lag sehr gut. Das ist das Positive am Cortison, dass die sehr lästige unterzuckerungsproblematik auch in Verbindung mit Ernährungsumstellung nicht mehr so vordergründig ist wie sie das 13 Jahre lang war.

ICh bin dabei das Cortison auszuschleichen, da ich es für mich dafür verantwortlich mache, dass mein Immunsystem auch mit der physiolog. Dosis gestört wurde und die evtl. vorhandenen Viren/Bakterien jetzt erst recht aktiviert wurden.

Und fak2411, deine Beiträge werde ich jetzt in Ruhe studieren.

LG
Martina

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wintersonne ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 17.06.08
Ich war jetzt gestern bei einer Ärztin, die mir empfohlen wurde. Es folgt jetzt wieder eine Blutuntersuchung nächste Woche und eine Untersuchung auf nitrosativen Stress.

So weit so gut, geht ja auch in die richtige Richtung. Aber mein Befinden spitzt sich in den letzten Tagen dermaße zu, dass ich Todesängste entwickele. GErade heute NAcht bin ich wieder aufgewacht, weil an mir alles gewummert hat, starkes Grippegefühl und vorallem eine schier unerträgliche Hitze im Körper ohne dass ich Fieber hatte. Eigentlich der ganze Körper hat innerlich geglüht. Ungefähr nach einer Stunde wurde es etwas besser und ich schlief wieder ein. Das Ganze wiederholte sich dann 2 Stunden später wieder. Dabei hatte ich wieder diese diffusen NErvenschmerzen/Missempfindungen.

Ich kann doch nicht mit der Symptomatik abwarten bis nächste Woche zur BE, dann vergeht wieder Zeit bis das Ergebnis vorliegt. Ich konnte gestern nur dorthin zu der Ärztin, weil mein Mann mich gefahren hat. Ich bin überhaupt zu nichts mehr fähig in der sich ständig verschlechternden Verfassung.

Diese schlimme Ausprägung der Symptome habe ich erst seit ca 2-3 Wochen. Vorher waren die Symptome immer irgendwie aushaltbar und ich konnte irgendwie damit leben.

Sollte ich nicht akut etwas unternehmen? Aber was?

LG
Martina

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Sonora ist offline
Beiträge: 2.984
Seit: 10.09.08
Hallo Martina!

Diese Symptome kenne ich von Zeiten, wenn meine Schilddrüse spinnt. Wenn ich z.B. einen Hashimoto-Schub habe, dann ist es ganz schlimm. Die Antikörper rasen durch meinen Körper und die Nächte sind furchtbar, ich habe das Gefühl, eine ganz schlimme Grippe zu bekommen, weiß nicht mal, ob das dann eine Magen-/Darm- oder Erkältungsgrippe werden könnte.

Was mir dann oft hilft, ist meine Zink und C-Lutschtablette. Ich kann dir nicht sagen, warum. Aber ich muss sie immer am Bett haben für den Notfall. Ich habe die aus dem Reformhaus von Dr. Grandel, die sind ziemlich hoch dosiert. Alle anderen helfen nicht bei mir.

Falls du auch Hashimoto haben solltest, dann könnte es sein, dass bei einem Schub etwas viel Hormon auf einmal freigesetzt wird (durch die Zerstörung der Schilddrüse) und du – auch in einer Unterfunktion – plötzlich Überfunktionssymptome hast.

Ist Hashimoto bei dir diagnostiziert? Es ist ja einer der häufigsten Gründe für Probleme mit der Schildddrüse.

Falls es ein Problem in diese Richtung sein sollte, kannst du wahrscheinlich nicht viel machen, außer die Schilddrüse wieder richtig einzustellen. Der Weg dahin ist manchmal ganz schön schlimm.

Außerdem habe ich durch die Unterfunktion und Hashi eine ganze Reihe von Allergien und auch Fructose-Intoleranz ausgebildet. Seit ich danach Diät lebe, sind diese nächtlichen Probleme seltener. Vorher war es sehr oft der Fall, dass diese nächtlichen Grippesymptome kamen.

Wichtig war auch, dass mein Darm saniert wurde. Ich glaube, das hat auch viel gebracht. Es kommt halt einfach alles durcheinander.

Liebe Grüße
Sonora

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wintersonne ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 17.06.08
Hallo Sonora,

ja, ich habe Hashimoto, aber schon sehr sehr lange. Und einen Schub in der Art kenne ich überhaupt nicht, so etwas hatte ich noch nie. Ich bin auch seronegativ und habe keine Antikörper. Ich habe zu lange geglaubt, dass mein Problem alleine schilddrüsenbedingt ist. Meine Einstellung ist z. Zt. auch wieder ok.

Ich fühle mich wirklich todsterbenskrank, auch jetzt am Tag. Habe steife Muskeln und kann mich nur langsam bewegen, der Körper glüht innerlich. Die letzten Monate waren schon schlimm, aber in den letzten Tagen spitze es sich sehr zu.

LG
Martina

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Sonora ist offline
Beiträge: 2.984
Seit: 10.09.08
Hallo Martina!

Tut mir leid, dass es dir so schlecht geht! Hoffentlich findest du ganz schnell eine Lösung! Ich habe dir das vorhin nur geschrieben, weil ich die Symptome so gut kenne.

Liebe Grüße
Sonora

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.243
Seit: 10.01.04
Hallo Wintersonne,

hast Du Dich schon mal mit der Histaminintoleranz beschäftigt? Die kann auch alles mögliche bewirken, und keiner macht darauf aufmerksam.

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Gruss,
Uta


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