Hilfe bei Gastritis

11.04.09 12:36 #1
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Gastritis

Melfine ist offline
Beiträge: 138
Seit: 18.12.08
Zitat von Tobi09 Beitrag anzeigen
Davon würde ich unter so gut wie allen Umständen dringen abraten. Solche Protonenpumpenhemmer machen praktisch abhängig, beim Versuch sie abzusetzen kommt es nicht selten zu einer Verstärkung der Symptome, schlimmer als vor der Einnahme.


Es kommt ganz darauf an wie man sie absetzt^^
Die ersten 7 nehme ich jeden Tag dann jeden 2 Tag(das ganze 3 Tage) dann jeden 3 Tag(2Tage) dann jeden 4 Tag(1tag)dann jeden 5 Tag(bleibt nur eine über).
Damit klappt es bestens.
Muss dazu sagen das meine Gastritis so eine Art Folgeerkrankung ist da meine Galle vor der OB sehr viel Unheil in meinen Körper angerichtet hat.

Knuddels
Nicole

Gastritis

bono7 ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 11.04.09
Ich nehme aber bereits Protonenpumpenhemmer, und zwar Omeprazol...

Gastritis

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hast Du eigentlich eine Ahnung, warum Du eine Gastritis bekommen hast? Das wäre insofern schon interessant zu wissen, weil dann evtl. eine nächste Gastritis vermieden werden könnte.

Ursachen für eine akute Magenschleimhautentzündung können zum Beispiel sein:

- häufige, hoch dosierte Einnahme von bestimmten Schmerzmedikamenten (so genannte nicht-steroidale Antirheumatika, kurz NSAR, zum Beispiel Acetylsalicylsäure)
- andere Medikamente, zum Beispiel Kortisonpräparate oder Zytostatika
- exzessiver Alkoholkonsum
- Rauchen
- Lebensmittelvergiftungen
- starker Konsum von Lebensmitteln, die den Magen reizen (zum Beispiel Kaffee, scharfes Essen)
- Stress- und Schocksituationen
- Verletzungen, Verbrennungen und Unfälle (Traumata)
- Operationen
- Leistungssport (so genannter Runners stomach)
- Infektionen, zum Beispiel eine akute Schleimhautentzündung des Magens und Dünndarms (Gastroenteritis)
Magenschleimhautentzündung (Gastritis) Ursachen - Onmeda: Medizin & Gesundheit

Gruss,
Uta

Gastritis

bono7 ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 11.04.09
Hallo Uta

Nein weiss ich nicht... ich weiss ja nicht mal ob es Nachwirkungen des vor 3 Wochen durchgemachten Magendarminfektes oder wirklich eine Gastritis ist. Letzteres vermutet mein Arzt einfach, ohne genaue Untersuchung (er hat lediglich Blut genommen). Und von den von dir genannten möglichen Ursachen kann ich sehr viel ausschliessen (ich nehme keine Medikamente, trinke fast nie Alkohol und wenn dann nur ein Glas, hatte noch nie eine OP, treibe kein Leistungssport usw.) Einzig rauchen tue ich, obs allein von dem ist..? Ehrlich gesagt hat mir die ganze Diskussion hier mehr verwirrt als alles andere. Die einen sagen ich soll Früchte essen, die andern sagen ich soll besser keine Früchte essen, manche sagen ich soll kein Protonenpumpenhemmer nehmen, obschon sie mir mein Arzt verschrieben hat etc. etc.

Grüsse
bono

Geändert von bono7 (11.04.09 um 20:58 Uhr)

Gastritis

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Tobi,

> Das lese ich oft von dir Joachim. Wo aber würdest du denn z.B.
> Erbkrankheiten ansiedeln? Die passen in keine von deinen genannten
> Kategorien.

Es gibt zwei Arten von Erbkrankheiten: Die Echten und die Falschen.

Die Echten beruhen auf einer Mutation, das Genom hat sich also tatsächlich geändert. In diese Rubrik fällt bspw. die Trisomie 21, das Down-Syndrom. Nur mutieren Gene nicht so einfach. Tatsächlich hat der Organismus sehr effiziente DNA Reparaturmechanismen, die dafür sorgen, daß genau das nicht passiert. Mutationen können hier daher nur dann vorkommen, wenn diese Mechanismen außer Kraft gesetzt werden oder wenn der Grad der Schädigung die Möglichkeiten der Reparaturmechanismen überschreitet. Ein Beispiel für ersteres ist das Fluorid, das den DNA Reparaturmechanismus stört. Eine Überlastung der Schutzmechanismen kann bspw. durch mutagene Substanzen erfolgen, oder durch ionisierende Strahlung. Diese Mutationen sind irreversibel - sie bilden sich also nach Abstellen der Ursache nicht wieder zurück.

Diese echten Erbkrankheiten fallen also in den Bereich der Schadstoffe (den man genau genommen mit "toxische Gesamtsituation" überschreiben müßte).


Die "falschen" Erbkrankheiten basieren nicht auf einer Mutation des Genoms, sondern auf einer Veränderung des "Ablesemechanismus". Unser Genom ist ja genau genommen eine Art Universalbauplan und erst bestimmte Proteine bestimmen beim Ablesen des Genoms, welche Teile davon aktiviert oder nicht aktiviert werden (Stichwort: Epigenetik). Dieser Mechanismus sorgt dafür, daß sich der Organismus relativ schnell an veränderte Lebensbedingungen anpassen und diese Anpassung auch an die nachfolgenden Generationen weitergeben kann. Eine sehr raffinierte Sache, aber leider unterscheidet der Mechanismus nicht zwischen vorteilhaften und nachteiligen Veränderungen. Es werden daher auch Krankheiten weitergegeben. Die Epigenetik ist zwar ein neues Forschungsgebiet, aber der Mechanismus selbst ist schon seit langem bekannt. Er wurde bspw. von Bernasek schon entdeckt, der die "Vererbung" ernährungsbedingter Krankheiten bei Ratten untersuchte.

Diese "falschen" Erbkrankheiten, zu denen bspw. Diabetes, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Übergewicht usw. gehören, sind typisch ernährungsbedingt, entwickeln sich über mehrere Generationen und sind im Gegensatz zu den echten Mutationen innerhalb der Generationenfolge reversibel. Leider - und diese Erkenntnis verdanken wir Pottenger - dauert es ungefähr doppelt so lange, um eine Krankheit wieder aus der Generationenfolge zu entfernen, als sie hineinzubekommen. Wenn heute ein Kind Diabetes bekommt, dann ist dies ein Kind der fünften Generation fehlernährter Menschen. Es würde also zehn Generationen erfordern, um die Konstitution für den Diabetes wieder aus der Generationenfolge zu entfernen - und alle diese Generationen müßten sich optimal ernähren.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Gastritis

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Gibt es einen Link zu diesen Erkenntnissen außer Pottenger, Joachim?

Gruss,
Uta

Gastritis

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Melfine,

> Leider mach ich eine Gastritis sehr oft durch,daher kann ich dir nach
> entfinden.

Ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber wenn du selbst regelmäßig unter Gastritis leidest, dann wirft das ein zweifelhaftes Licht auf deine Ratschläge.

Ich kommentiere mal deine Ratschläge aus meiner Sicht - nicht um dich zu ärgern, sondern um zu erklären, warum das meiner Meinung nach so nicht funktionieren kann. Vielleicht findest du dadurch ja neue Ansätze, um deine Gastritis dauerhaft loszuwerden.

> Frisches Obst würde ich nicht raten,sondern abraten da das
> schwer verdaulich ist und auch Säuren enthält die den Magen
> noch zusätzlich belasten.

Frisches Obst ist keineswegs schwer verdaulich und wirkt in der Regel basenbildend, auch wenn es Säuren enthält. Die Magensäure benötigt der Organismus primär zur Eiweißverdauung und davon enthalten Früchte nicht viel. Wichtiger als Obst sind allerdings Gemüse und Blattsalate - sie enthalten weniger Kohlenhydrate und haben eine höhere Vitalstoffdichte.

> Wenn du dennoch gerne Obst essen magst koch es vorher.

Genau das macht es schwer verdaulich, weil durch das Kochen wichtige Vitalstoffe zerstört werden. Es ist doch auch unsinnig, ein naturbelassenes Lebensmittel erst zu zerstören, bevor man es verzehrt.

> Leichte verdauliches Sachen wie Zwieback/Kartoffeln
> oder gedünsteter Fisch könnte dir besser bekommen.

Diese Nahrungsmittel sind NICHT leicht verdaulich. Die Verdaulichkeit eines Nahrungsmittels hängt davon ab, ob es alle zur Verdauung nötigen Stoffe mitbringt. Gerade Auszugsmehlprodukte wie Zwieback enthalten praktisch nichts außer der Stärke, was bedeutet, daß der Organismus alle nötigen Stoffe (speziell B-Vitamine) aus den eigenen sehr knappen Reserven zuschießen muß. Die im Organismus vorhandenen Vorräte an B-Vitaminen reichen in der Regel nicht aus, um den Bedarf durch ein Auszugsmehlprodukt zu decken. In Folge kommt es zu Stoffwechselstörungen, die sich auch auf die Fähigkeit derjenigen Zellen auswirken, die für die Schutzschicht des Magens und die Magensäureproduktion zuständig sind. Mit anderen Worte: Je mehr Zwieback, umso mehr Gastritis.

Kartoffeln sind halbwegs ok, haben aber das Problem, daß sie nur erhitzt verzehrt werden können, was zu einer Wertminderung führt. Als Heilkost sind sie daher eher ungeeignet. Sie führen meist nicht zu Beschwerden, verbessern aber nichts an der Krankheit.

Fisch liefert große Mengen tierisches Eiweiß und lockt damit sehr viel Säure. Die wird aber im vorliegenden Fall sowieso durch die Protonenpumpenhemmer blockiert, so daß das Eiweiß nicht richtig verdaut wird. Generell sollte man bei Gastritis tierisches Eiweiß erst einmal reduzieren oder meiden.

> Nichts scharf gebratenes oder fettiges essen,keine Säfte
> sondern Tee wie Kamille.

Der Tee ist in Ordnung (Schwarz oder Grüntee wären es nicht!), auch der Rat, Säfte zu meiden ist richtig. Fettiges dagegen darf durchaus gegessen werden und zwar deshalb, weil der Organismus und damit die Zellen der Magenwand auf die fettlöslichen Vitamine und ungesättigten Fettsäuren angewiesen sind. Fehlen sie, kommt es zu Stoffwechselstörungen und das leistet der Gastritis Vorschub.

> Solltest du Rauchen würde es deinen Magen helfen wenn du damit
> aufhörst oder zu mint.einstellst bis es den Magen wider besser geht.

Auf das Rauchen sollte strikt verzichtet werden - auch nach Abheilen der Gastritis, denn das Nikotin verengt die Gefäße der Magenschleimhaut. Die sowieso bereits unterversorgten Zellen der Magenschleimhaut werden dadurch noch mehr beeinträchtigt.

> Schmerzmittel wie Ibu solltest du auch nicht nehmen,belastet den
> Magen zu sehr und diese NSAR Medi sind leider öfter an einer
> Gastritis schuld. Buscopan wäre da geeignet oder Heilerde.

Das sind symptomatische Linderungsmaßnahmen, die nichts an der Krankheit ändern. Um eine Gastritis dauerhaft loszuwerden, müssen die tatsächlichen Krankheitsursachen beseititigt werden und das sind primär:

- Ernährungsfehler (raffinierte Kohlenhydrate, Fabrikfette, zuwenig Frischkost)
- Genußdrogen wie Alkohol, Nikotin, Kaffee, schwarzer/grüner Tee
- Belastende Lebenssituationen

Das ist nicht einfach, löst das Problem aber meiner Erfahrung nach dauerhaft. Nicht nur bei mir (ich hatte seit zehn Jahren keine Gastritis mehr, vorher regelmäßig), sondern auch bei vielen anderen, die das gemacht haben.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Gastritis

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Uta,

> Gibt es einen Link zu diesen Erkenntnissen außer Pottenger, Joachim?

Die Erkenntnisse von Bernasek und Pottenger sind Teil der Ausbildung zum Gesundheitsberater GGB und finden sich in "Unsere Nahrung, unser Schicksal" von Bruker. Adressen im Internet sind mir bisher nicht bekannt, da müßte ich auch recherchieren.

Zu Epigenetik findet sich unter dem Stichwort bei Google etliches an Material, auch bei Wikipedia ist das gut erklärt.

Zur Epigenetik wurde gerade an anderer Stelle ein Link zu einer Arte-Sendung gepostet, die in diesem Zusammenhang sehr interessant ist: Wenn Essen auf die Gene schlägt - ARTE+7
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Gastritis

Melfine ist offline
Beiträge: 138
Seit: 18.12.08
Hallo Joachim

Leider kann ich jetzt nicht richtig antworten da wir in den Urlaub fahren aber:

Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest wüstest du das die Gastritis eine Folgeerkrankung ist von meiner OP!
Die Gastritis davor hatte ich weil die Galle sehr viel Leid in meinem Körper verursacht hat ...also das ganze Verdauungssystem durcheinander gebracht hat.
Ich ernähre mich seit Jahren gesund... mein Beruf sowie meine Erfahrungen über Jahre zeigen mir das meine Ratschläge durchaus richtig sind.
Wenn ich wider komme werde ich deinen Beitrag richtig beantworten und natürlich ein paar deine Antworten widerlegen.
Kleiner Tipp:iss mal rohes Fleisch...was meinst du schwer verdaulich oder eher leicht?
Niemand bestreitet das beim Kochen Vitamine verloren gehen, das das macht es aber nicht schwerer verdaulich, neben den Vitaminen werden auch andere Verbindungen zerstört das muss dann der Magen nicht leisten und wird somit entlastet. Aber ich denke wir sollten uns in Ruhe unterhalten in einen Chat deine Einstellung zum Leben ist sehr interessant.

soooo bin weg

Knuddels
Nicole

Geändert von Melfine (12.04.09 um 07:43 Uhr)

Gastritis

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Gut erkennbar zitieren ist gar nicht schwer:

http://www.symptome.ch/vbboard/techn...-zitieren.html


Gruss,
Uta

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