Ist es Zöliakie oder doch chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung?

31.03.09 18:49 #1
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Ist es Zöliakie oder doch chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung?

anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Oje!
Monatelange Übelkeit, irgendwann kaum noch Darmtätigkeit, erhöhte Werte der Bauchspeicheldrüse (und ständiges Nachfragen der Ärzte nach meinem Alkoholkonsum, der so gut wie nicht existent ist) und letztendliche Diagnose = psychosomatisch!
Mein jahrelanger Eisenmangel wurde absolut nicht in Betracht gezogen, auch die daraus resultierende Gelenkentzündung auch nicht. Mich plagen dauernd Aphten, die leider immer mal vorkommen.
Weder Magen noch Darmspiegelung brachten ausser einer körperlichen Belastung ein Ergebnis.
Meine Tochter ist noch schlimmer dran als ich, aber das ist ein anderes Thema.
Auch meine Mutter hat ihre Probleme und macht derzeit eine kh freie Diät.

Letztendlich sind wir darauf gekommen, das es einzig und allein am Brot(Mehl) liegt.
Nachgewiesen ist gar nichts, wir fühlen uns nur körperlich besser, wenn wir uns gänzlich ohne Mehl, am besten ganz ohne KH ernähren (außer Gemüse, kh armes Obst, Nüsse und Mandeln, Soja).

Entschuldigt, das ich meinen Beitrag hier einstelle, aber ich bin gerade erst angekommen und war so überrascht von den Ähnlichkeiten, das ich einfach antworten musste.

Ist es Zöliakie oder doch chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo anonym09,

> Monatelange Übelkeit, irgendwann kaum noch Darmtätigkeit, erhöhte
> Werte der Bauchspeicheldrüse (und ständiges Nachfragen der Ärzte
> nach meinem Alkoholkonsum, der so gut wie nicht existent ist) und
> letztendliche Diagnose = psychosomatisch!

Die Diagnose ist unsinnig, diese Krankheiten sind nicht psychosomatisch. Es handelt sich um typisch ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten und das erklärt auch, warum die Ärzte Zuflucht zu "psychosomatisch" nehmen. Die Ernährung spielt in ihrer Ausbildung praktisch keine Rolle.

> Mein jahrelanger Eisenmangel wurde absolut nicht in Betracht
> gezogen, auch die daraus resultierende Gelenkentzündung auch nicht.

Ich glaube nicht, daß die Gelenkentzündung durch den Eisenmangel entsteht. Beides sind eher Symptome der gleichen Ursache - einer langjährigen Fehlernährung.

> Meine Tochter ist noch schlimmer dran als ich, aber das ist ein
> anderes Thema.

Aber nicht unüblich, denn ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten "vererben" sich.

> Auch meine Mutter hat ihre Probleme und macht derzeit eine kh freie Diät.

Vererbung eben. Eine KH freie Diät ist der falsche Weg, denn ohne Kohlenhydrate fällt der Organismus in ein Notprogramm, eine Ketose. Das führt auf Dauer zu gesundheitlichen Nachteilen. Zudem sind Diäten zeitlich begrenzt - die Ernährungsfehler müssen aber dauerhaft abgestellt werden. Gemieden werden sollten die raffinierten Kohlenhdyrate (Auszugsmehle und Fabrikzucker). Echte frische Vollkornmehle sollten dagegen gegessen werden (neben naturbelassenen Ölen und Fetten und einer möglichst großen Menge Frischkost).

> Letztendlich sind wir darauf gekommen, das es einzig und
> allein am Brot(Mehl) liegt.

Nicht am Brot, sondern am Auszugsmehl, aus dem es hergestellt ist.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Ist es Zöliakie oder doch chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung?

anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Ich denke, es liegt nicht "nur" am Auszugsmehl, denn alle Arten von Broten verursachen mir Beschwerden, angefangen mit Blähungen bis zu Magenschmerzen. Einzig Knäckebrot vertrage ich bessser, warum, weiß ich nicht.
Morgen werde ich mal die Geschichte, soweit ich sie zusammenbekomme, aufschreiben.
Bis dahin wünsche ich eine gute Nacht

Ist es Zöliakie oder doch chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Rippchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 42
Seit: 31.03.09
Hallo,

da bin ich wieder. Letzte Woche wurden bei mir einige Untersuchungen hinsichtlich der beschriebenen Beschwerden durchgeführt.
Man hat dann mittels einer Endosono festgestellt das ich NICHT an einer chronischen Pankreatitis leide. Hurra!
Zöliakie wurde auch ausgschlossen. Klingt ebenfalls bestens.
Leider gibt es aber noch einen negativen Aspekt. Ich habe ungeklärt erhöhte Leberwerte. Er hat das Wort Zirrhose in den Mund genommen. Ich trinke keinen Alkohol und hatte auch nie eine Hepatitis. Meine Werte sind schon seit vielen Jahren diskret erhöht, zwischendurch sogar normal. Ich dachte ich höre nicht richtig. Er meinte aber noch ich solle mich nicht verrückt machen, es muß ja nicht heißen das ich das wirklich habe. Ist trotzdem ein Schock.
Anfang Juni wird ein MRT bei mir gemacht. Mal schauen was da raus kommt. Ich halte euch weiter auf dem laufenden.

LG Rippchen

Ist es Zöliakie oder doch chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung?

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Rippchen

Könntest du hier mal deine Laborwerte posten?
(mit den vom Labor angegebenen Referenzwerten)

Falls du sie nicht hast, kannst du sie bei deinem Arzt verlangen.

Liebe Grüsse
pita

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Rippchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 42
Seit: 31.03.09
Hallo Pita,

Normwerte

GOT(ASAT): bis 35.0
GPT(ALAT): bis 35.0
Gamma-GT: bis 40.0

Meine letzten Werte: GOT: 37.2
GPT: 55.8
Gamma-GT: 40.2

Das waren Werte vom Februar. Kannst du was damit anfangen?

LG Rippchen

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pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Rippchen

Seit Jahren erhöhte Leberwerte und keine Erklärung dafür?

Hepatitis (alle?) und Alkohol können gem. deinen Angaben also ausgeschlossen werden.
Gibt es in deiner Familie Angehörige mit Leberkrankheiten?

Du hattest auch erhöhte Amylase/Lipase erwähnt.
Am besten postest du alle vorhandenen Werte. Es gibt hier Leute, die sich ganz gut damit auskennen.
Was mich persönlich interessiert hätte, wären "Eisenwerte". Vor allem Ferritin, Transferrinsättigung, aber auch Hämoglobin, Hämatokrit.

Liebe Grüsse
pita

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Rippchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 42
Seit: 31.03.09
Hallo Pita,
Nur ganz kurz und schnell. Muß jetzt zur Arbeit.
Die anderen Werte suche ich heut Abend raus und reiche sie nach. Eisenwert wurde nicht bestimmt. Für mehr reicht die Zeit jetzt nicht. Bis bald und danke.

LG Rippchen

Ist es Zöliakie oder doch chron. Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Bitte mit den Werten auch die Referenzwerte vom Labor angeben.

Gruss,
Uta

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Rippchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 42
Seit: 31.03.09
Hallo Pita

Wie versprochen melde ich mich mit meinen Laborwerten zurück.

Amylase: 2.50 Normwert: 0.5-1.7
Lipase: 1.25 Normwert: 0.2-1.0
Hämoglobin: 13.5 Normwert: 12.0-16.0 (Frauen)
Hämatokrit: 39 Normwert: 36-46

Lebererkrankungen sind mir in unserer Familie nicht bekannt. Väterlicher seits gibt es wiederum gehäuft Gallenerkrankungen. Sonografisch ist bei mir da nichts festzustellen.
Hepatitisserologie wurde bestimmt. Ist unauffällig.
Alkohol spielt definitiv keine Rolle. Im Gegenteil, wenn ich einmal im Vierteljahr ein Glas Wein trinke ist das viel.
Ich nehme wenn nötig ab und zu Paracetamol Tbl. ein. Die sollen ja mittlerweile nicht so ideal für die Leber sein. Aber ich glaube um da einen Schaden anzurichten, müßte man dieses Medikament regelmäßig einnehmen.
Im Netz habe ich gelesen das Schichtarbeit die Leberwerte erhöhen kann. Durch meinen Beruf als Krankenschwester habe ich zusätzlich noch einen sehr unregelmäßigen Schichtdienst. Da weiß der Körper überhaupt nicht mehr was los ist. Manschmal habe ich in einer Woche 3 verschiedene Dienste. Mal Frühdienst (6.00-14.30), Spätdienst
(14.00-22.00) und dann auch noch Nachtdienst (21.30-6.30).

Nochmal zu den beiden Bauchspeicheldrüsenwerten. Der arzt meinte das man die Amylase nicht mit in die Wertung ziehen darf, da dies auch in den Speicheldrüsen vorkommt.
Mal schauen ob jemand was damit anfangen kann.

LG Rippchen


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