Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?

19.03.09 19:05 #1
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Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?
xox
Zitat von Hase12 Beitrag anzeigen
Wie tief sinkst Du in den Werten? Evtl käme das Problem der Pseudo-Hypoglykämie in Frage - das ist nicht psychisch, aber noch nicht gut erforscht.
Meine Werte waren immer im Bereich der Norm.

Ich weiß nicht was los ist bei mir. Ich würde mir so einen Hungerversuch nie zutrauen weil ich wenn "es" anfängt immer das Gefühl habe gleich gehn die Lichter aus wenn ich nix esse. Ich hab wenn ich es mal durchhalten will danach noch lange Kopfschmerzen.

Wie ist das eigentlich mit der Lebersache? Wenn da Glukagon nicht macht wie es soll, würde man das an anderen Werten erkennen?

Viele Grüße
xox

Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?

Hase12 ist offline
Themenstarter Beiträge: 105
Seit: 09.03.09
Hallo Xox,

ich habe das Gefühl bzw das Problem zu unterzuckern so oft (3-6mal tgl trotz essens), dass ich lieber 72 Std. hungere, als so zu bleiben :(

Bei dem Hunger-Versuch sind Ärzte anwesend und Schwestern und es ist im Grund extra dazu gedacht, dass Du unterzuckerst, damit man in dem Moment Blut nehmen und die Ursache finden kann. Passieren kann Dir aber nichts, Du bist ja in der Klinik.

Aber ich will Dir das auch nicht einreden, bei mir kam ja auch nicht die Lösung dabei raus.

Viele Grüße, Hase12

Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?
xox
Zitat von Hase12 Beitrag anzeigen
Hallo Xox,

ich habe das Gefühl bzw das Problem zu unterzuckern so oft (3-6mal tgl trotz essens), dass ich lieber 72 Std. hungere, als so zu bleiben :(

Bei dem Hunger-Versuch sind Ärzte anwesend und Schwestern und es ist im Grund extra dazu gedacht, dass Du unterzuckerst, damit man in dem Moment Blut nehmen und die Ursache finden kann. Passieren kann Dir aber nichts, Du bist ja in der Klinik.

Aber ich will Dir das auch nicht einreden, bei mir kam ja auch nicht die Lösung dabei raus.

Viele Grüße, Hase12
Hallo Hase,

ich glaube wir sind den Ärzten zu uninteressant als dass sie dem mal wirklich nachgehen würden.

Selbst wenn es mit einer Synthesestörung in der Leber zusammenhängt... Wer sollte denn danach forschen?

Wir sind nur zwei Leute unter 80 Millionen, und gerade heute wo das Gesundheitssystem an die Ostzone '89 erinnert, kann man froh sein wenn beharrlich auf sein Recht pochen nicht mit einem A*rschtritt aus der Praxis / dem Krankenhaus "belohnt" wird.

Ich will dir nicht die Motivation nehmen, aber stell dich darauf ein noch sehr lange damit leben zu müssen.
Ich hab mich mittlerweile damit abgefunden, auch wenn es die meiste Zeit schlimm ist.

V. G.
xox

Geändert von xox (22.03.09 um 16:28 Uhr)

Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Unterzuckerungen bei Nicht-Diabetikern
Wenn der Blutzuckergehalt unter den festgesetzten Wert von 40 mg/dl fällt, spricht man von einer Unterzuckerung (Hypoglykämie). Es können unterschiedliche Symptome wie zum Beispiel Zittern, Heißhunger, kalter Schweiß, Krämpfe oder Bewusstseinstörung auftreten, die in ihrer individuellen Stärke, Reihenfolge und Anzahl der verspürten Symptome variieren können.
.....
In weniger als 10 Prozent der Fälle treten Insulinome in Verbindung mit der sogenannten multiplen endokrinen Neoplasie (MEN) auf und ist hier mit einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen verbunden. Insulinome haben einen geringen Durchmesser, der bei maximal 1,5 cm liegt, so daß die Lokalisation vor der Operation auch mit modernen bildgebenden Verfahren wie Sonographie, Computertomographie und Kernspintomographie nur zu etwa 90 Prozent möglich ist. Bei einer verminderten Nebennierenrindenfunktion (Morbus Addison) treten neben anderen auch die Symptome einer Unterzuckerung auf. Diese Erkrankung wird mit Kortison behandelt.
Schwere Unterfunktionen der Schilddrüse oder der Hirnanhangdrüse sind durch Störungen des Hormonhaushaltes gekennzeichnet und können Unterzuckerungen hervorrufen. Diese Erkrankungen werden durch eine Hormontherapie behandelt.
Die alimentäre Hypoglykämie (früher auch als reaktive Hypoglykämie bezeichnet) ist eine bestimmte Form der Unterzuckerung bei der nach Aufnahme aufgeschlossener Kohlenhydrate ohne Ballaststoffe die Insulinausschüttung stimuliert wird, während gleichzeitig eine schnelle Entleerung des Magens, bzw. ein rascher Verbrauch an Kohlenhydraten erfolgt. Diese Form der Unterzuckerung kommt aber auch bei Menschen vor, die zuvor am Magen operiert wurden. Als Folge der verlängerten Insulinwirkung sinkt der Blutzuckerspiegel stark ab (unter 40 mg/dl) und es treten Symptome der Unterzuckerung wie Zittern, Unruhe und Kreislaufstörungen auf. Die Behandlung der alimentären Hypoglykämie erfolgt durch eine Umstellung auf ballaststoffreiche Kost unter Vermeidung von freien Zuckern. Es erweist sich manchmal als nützlich, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt anstelle von 3 üppigen zu sich zu nehmen.

Weitere Gruppen, bei denen Unterzuckerungen auftreten können, sind:
Bei Patienten, die unter angeborenen Stoffwechselerkrankungen leiden z.B. an der Glykogen-Speicherkrankheit, Fructose-Intoleranz oder Galaktosämie
Patienten, denen der Magen entfernt wurde
Krebspatienten
Patienten, die eine stark verminderte Leberfunktion haben (Leberzirrhose, Hepatitis)
Durch bestimmte Medikamente z.B. Analgetika, Antiarrythmika oder bestimmte Antibiotika können Unterzuckerungen provoziert werden
.
www.diabetes-deutschland.de - Leitlinienbasiertes Informationssystem zum Diabetes mellitus

Hier finden sich einige weitere Möglichkeiten für sich wiederholende Unterzuckerungen ohne Diabetes.
Sind die alle - soweit möglich - abgeklärt worden?

Gerade bei den Hormonuntersuchungen haben sich in den letzten Jahren mehr Möglichkeiten entwickelt, die allerdings meistens von Speziallaboren angeboten werden, z.B. von Lab4more.

Gruss,
Uta

Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?

Hase12 ist offline
Themenstarter Beiträge: 105
Seit: 09.03.09
ch will dir nicht die Motivation nehmen, aber stell dich darauf ein noch sehr lange damit leben zu müssen.Ich hab mich mittlerweile damit abgefunden, auch wenn es die meiste Zeit schlimm ist.
:( Das stimmt schon. Nur "leben" kann man das nicht nennen, wenn man immer hungern muss und keine Energie mehr hat.

Hase12

Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?
xox
Hallo Uta.

Hmm, ich könnte die Ergebnisse des Hormontestes niederschreiben, aber da war alles außer HGH-0 (ganz leicht erniedrigt) im Normalbereich.

Blutzucker, Insulin, C-Peptid, HbA1c, TSH, TPO, Somatomedin C... war alles i. O.

Wie gesagt, wirklich meßbaren Unterzucker hatte ich nie, auch nie als ich noch selbst gemessen hab.

Viele Grüße
xox

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Xox,
die Hormone der Nebennieren sind doch andere als die von Dir angegebenen?

U.a. geht es da um die Glucocorticoide (Cortisol), das auch mit der Blutzuckerregulierung zu tun hat:
Glukokortikoid-Hormone - Übersicht

Ansgar Niehaus - Geld und Gesundheit
http://www.symptome.ch/vbboard/neuro...schwaeche.html
http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...rlegungen.html

Bei Unterzuckerungen sollten meiner Meinung nach Schilddrüse (TSH, fT3, fT4, alle Antikörper + Ultraschall) und Nebennieren abgeklärt werden.

Gruss,
Uta

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Hase12 ist offline
Themenstarter Beiträge: 105
Seit: 09.03.09
Hallo Uta,

Danke für die Informationen. Das ist sehr hilfreich. Ich mach das selber auch immer nach dem Ausschlussverfahren, so tastet man sich dann langsam ran.

Insulinom und Nesidioblastose müssten ausfallen (Hungerversuche, Endosonographie Pankreas), aber ein Restrisiko für viele sehr kleine Herde bleibt.
Die Schilddrüse, Nieren, Hypothalamus sind mehrfach untersucht wurden, TSH, FT3, FT4 alles ok, Nierenwerte ok, Wachstumshormon ok etc.
Intoleranzen und Glykogen Speicherkrankheit, Leber und Medikamente fallen aus, auch die Galaktosämie, da die Symptome abweichen.

Die alimentäre Hypoglykämie (früher auch als reaktive Hypoglykämie bezeichnet) ist eine bestimmte Form der Unterzuckerung bei der nach Aufnahme aufgeschlossener Kohlenhydrate ohne Ballaststoffe die Insulinausschüttung stimuliert wird, während gleichzeitig eine schnelle Entleerung des Magens, bzw. ein rascher Verbrauch an Kohlenhydraten erfolgt.
Selber denke ich, dass das mein Problem ist. Reaktiv, aber nicht auf Kohlehydrate, sondern generell.
Ich tippte bisher auf die Riege der zig "idiopathischen" Formen der reaktiven Hypoglykämien. Die Beschreibung trifft es aber jedenfalls gut - zumal bei mir aufgrund der Verläufe schon Dumping-Syndrom vermutete wurde.
Die bisherigen Diätpläne, bezogen auf Dumping und auf reaktive Hypoglykämie haben mir leider nicht ausreichend geholfen, aber vllt ist das hier noch etwas anders?
Zu den freien Zuckern: Interessanterweise reagiere ich nicht generell schlecht auf süß - zb geht ganz mild süß und fettreich (zb Sahne dazu - und Waser, damit ich den Geschmack nicht merke). Süß ohne Fett- zb Obst - wird nichts.

Ich druck mir die Beschreibung mal aus, anhand kann man es gut zusammenfassen.

Vielen Dank für die Mühe und Hilfe Hase12

Geändert von Hase12 (22.03.09 um 17:28 Uhr)

Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?
xox
Hallo Ute.

Ich poste mal die Ergebnisse des Hormontestes:

11.04.2003, 13.00

Schilddrüse palpatorisch unauffällig. Keine regionären Lymphknoten.

hTRAK [ 0.5 ] 0-2.0
Somatomedin C [ 166 ]
Blutzucker [ 84 ]
HbA1c [ 5.0 ] 4.3-5.7
Kreatinin i. S. [ 0.86 ] 0-1.4
Natrium i. S. [ 137 ] 134-150
Kalium i. S. [ 4.2 ] 3.6-5.4
Calcium i. S. [ 2.48 ] 2.2-2.65
Phosphat i. S. [ 0.89 ] 0.87-1.45
fT4 [ 1.26 ] 0.8-1.9
fT3 [ 4.28 ] 1.9-4.4
TSH-0 [ 1.09 ] 0.4-4.0
TPO [ 18.4 ] 0-35
Testosteron [ 12.6 ] 9.29-52.35
SHBG [ 15.5 ] 13-71
F. A. I. [ 81.3 ] 26-190
LH-0 [ 1.85 ] 0.8-7.6
FSH-0 [ 0.93 ] 0.7-11.1
Prolaktin-0 [ 5.66 ] 2.5-17
Cortisol-0 [ 14.1 ] 5-25
ACTH-0 [ 6.94 ] 0-46
Parathormon [ 34.6 ] 9-78
HGH-0 [ <0.05 ] 0.06-5
Insulin [ 8.06 ] 6-27
C-Peptid [ 2.08 ] 1.1-5

Schilddrüsensonographie:
Re SD-Lappen: Volumen 6,4 ml. , Li SD-Lappen: Volumen 6 ml.
Gesamtvolumen: 12 ml. , Urteil: Unauffälliges Echoparenchymmuster.


16.04.2003, Morgens (Nüchtern)

Blutzucker [ 84 ]
HbA1c [ 4.8 ] 4.3-5.7
Insulin [ 6.74 ] 6-27
C-Peptid [ 1.69 ] 1.1-5
NorU/Nordadrenalin im Urin [ 36 ] 15-80
Ard/U/Adrenalin im Urin [ 5.2 ] 3-18


22.04.2003, Cortisol Bremstest

Cortisol 2mg Fortec [ <1 ] 0-3

Unterzucker und Blutzuckertagesprofil umgekehrt?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Nachgefragt, Hase:
Sind bei Dir auch die Antikörper der Schilddrüse untersucht worden?

Daß bei Dir Kohlehydrate + Fett besser sind als Kohlehydrate ohne Fett entspricht den Empfehlungen bei Diabetes: durch die Fettbeigabe steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an und fällt langsamer ab, weil die Leber mit dem Fett beschäftigt ist, soweit ich das verstanden habe.
Gleiches gilt für Alkohol: der läßt den Blutzucker zunächst nicht ansteigen,w eil die Leber mit dem Alkohol beschäftigt ist.

Wie sieht es denn bei Dir mit einer Fruktose-Intoleranz bzw. eine Laktose-I. - aus?

Gruss,
Uta


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