Zu hoher Eisenwert bei 5-jährigem Kind

05.02.09 09:12 #1
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Serafina1 ist offline
Beiträge: 1
Seit: 05.02.09
Hallo,

ich bin froh , dass ich das Forum gefunden habe und hoffe sehr, dass ich Hilfe bekomme.
Meine kleine Tochter (5) hatte im Dez/Januar eine schwere a-typische Lungenentzündung und wahrscheinlich noch einen Virus der sich draufgesetzt hatte. Sie hatte 10 Tage Fieber. Dabei ging es ihr vom Allgemeinbefinden gut.
Zur Stärkung des Immunsystems bekommt sie Sybioflor 1. Seit 3 Wochen beobachte ich, dass ihre Temperatur bei Bewegung bis 38,5 steigt ruht sie sich aus sinkt es innerhalb einer Stunde wieder auf 37,3. Also bei Bewegung hoch -bei Ruhe runter. Ist die Bewegung nicht so stark dann auch nur 37,5-37,7.
Dabei geht es ihr gut. Sie isst, trinkt, spielt. Schläft abends sehr spät ein.
Nachts schwitzt sie ein wenig, wirklich wenig.Sie hat oft kalte Hände und Füße, die warm werden, wenn ich sie wärmer anziehe.

Ich habe nun auf einem großen Blutbild bestanden. Alle Werte sind im Normbereich, nur der Eisenwert liegt bei 181µg/dl, in SI -Einheiten 32,4 µmol/l.

Was könnte das sein?
Was sollte ich noch abklären lassen?

Der hohe eisenwert ist doch nur ein Symptom für eine Erkrankung?

vielen Dank
Serafina1


Zu hoher Eisenwert bei 5-jährigem Kind

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Serafina,

könntest Du bitte noch die Referenzwerte des Labors angeben?

Eine Möglichkeit unter sicher noch vielen anderen für erhöhte Eisenwerte ist die Eisenspeicherkrankheit. Wenn also der Eisenwert weiter zu hoch bleibt, sollten weitere Laboruntersuchungen gemacht werden:

Labordiagnostik
Erhöhte Eisenwerte im Blut erfordern auch bei sonst unauffälligem Befund den Ausschluss einer Hämochromatose. Auf der anderen Seite schließen normale Eisenwerte die Hämochromatose nicht aus und erhöhte Eisenwerte treten auch ohne Eisenspeichererkrankung auf.
Die Bestimmung der Transferrinsättigung (Transferrin ist der Eiweißstoff, der das Eisen im Blut transportiert) ist weitaus verlässlicher für den Verdacht auf eine Eisenüberladung als das Serumeisen. Die Erhöhung der Transferrinsättigung geht der Serumferritinerhöhung (das Eiweiß Ferritin speichert Eisen in der Leber) außerdem über viele Jahre voraus. Eine mehr als 50 % Sättigung des Transferrin lenkt den Verdacht auf eine Eisenspeichererkrankung.
Das Ferritin ist ein Maß für die Gesamteisenspeicher: ein niedriges Ferritin beweist einen Eisenmangel, während ein erhöhtes Ferritin auch bei Entzündungen und Tumoren gefunden wird und deshalb für die Erkennung (Diagnose) einer Eisenüberladung unzuverlässig ist.

Leberbiopsie (Entnahme einer Leberprobe mit einer dünnen Nadel) mit Bestimmung des Eisengehaltes.
Obwohl erhöhte Werte für Transferrinsättigung und Serumferritin den Verdacht auf eine Hämochromatose ergeben, wird die Diagnose erst durch Gentest oder Leberbiopsie mit quantitativer Bestimmung des Eisengehaltes gesichert. Heute ist die Leberbiopsie zur Diagnose der Hämochromatose bei typischen Beschwerden und Befunden und typischer Laborkonstellation sowie einem eindeutigen Gen-Test (homozygote C282Y-Mutation) nicht mehr notwendig, sofern es nicht andere Gründe zur Durchführung der Leberbiopsie gibt.
Die Leber und ... die Gene: Hämochormatose

Grüsse,
Uta


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