Bitte um Rat, Hilfe und Empfehlungen

22.01.09 18:58 #1
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Exodus 88 ist offline
Beiträge: 2
Seit: 22.01.09
Hallo, mein Name ist Exodus 88, ich komme aus Südtirol (ITA), ich leide an einem schweren Burn-Out, mit Panikattacken und ständigen wiederkehrenden Angst und Erbrechen bei Nervosität, Stress und jeder Kleinigkeit, ich habe schon sehr viel probiert von Hypnose, 3-Monate Psychotherapie mit Medikamenten stationär in Innsbruck…


Ich möchte Euch meine Geschichte sehr ausführlich erzählen, damit ihr euch ein besseres Bild machen können..

Bis vor ca. 3 Jahren war ich an der Sportoberschule als Skifahrer und Schüler tätig, hatte noch 1 Jahr bis zu meinem Abschluss, ich war auch im Landesverband von Südtriol und war in der Juniorenweltrangliste unter den besten 15 Schifahrern weltweit... Da ich aber in das Nationalteam aufgenommen werden musste oder in eine Sportgruppe um das Schifahren professionell weiter ausüben zu können musste eine super Saison mit guten Leistungen her... Da ich das Schifahren so liebte und schon immer den Anspruch hatte gute Leistungen zu bringen und mich auch als Mensch nur wertvoll fühlte wenn ich gute Leistungen brachte, trainierte ich sehr hart und setzte mich sehr unter Druck....

Im Sommer 2005 hatten wir dann ein Trainingslager am Meer, ich fühlte mich nicht gut und am letzten Tag hatten wir ein Radrennen, kurz vor dem Start wurde ich sehr nervös und plötzlich überkam mich eine Übelkeit, ich wandte mich von der Gruppe ab und musste mich mehrmals in den Büschen übergeben...

Ich schiebte alles auf eine Grippe und trainierte dann nach Rückkehr vom Meer wieder mit dem Team... Ich fühlte mich auch recht fit und die Leistungen stimmten...

Endlich war der Winter da und die Rennen begonnen, ich war recht nervös vor meinem 1. Lauf doch er klappte recht gut, doch kurz vor dem 2. Lauf traten dann wieder diese Symptome auf, ich wurde nervös und musste mich übergeben...

Doch es war eine recht gute Saison, es gab auch Rennen wo alles gut verlief und dann gab es Rennen wo diese Symptome auftraten, doch ich war so fixiert und setzte mich unter so einem Leistungsdruck dass ich nicht auf meinem Körper hörte und auch nicht zum Arzt ging...

Als dann die Saison vorbei war, fühlte ich mich sehr ausgelaugt und kämpfte mich nur noch so durch den Tag, ich musste mich nun auch schon manchmal ohne jede Nervosität übergeben und schaffte es irgenwann kaum noch in die Schule vorlauter Energielosigkeit...

Schließlich fuhr ich vom Schülerheim nach Hause und dort brach ich weinend zusammen vor lauter Energielosigkeit und Übelkeit.... Ich begab mich dann ins Krankenhaus, wo verschiedene Tests durchgeführt wurden, auf Lebensmittelallergien, Zölliakie, Pollenallergien usw. es wurde eine Darmspiegelung, Gastroskopie und Blutanalysen gemacht... Ich wurde dann mit der Diagnose Gastritis, mit Heliocobacter pylori Infektion entlassen, diese Entzündung mit Infektion war laut den Ärzten für das Erbrechen zuständig.... Ich musste dann eine Triplemedikation einnehmen für 2 Wochen und dann sollte alles wieder gut sein...

Nach 2 Wochen wollte ich das Training wieder aufnehmen, doch bevor ich überhaupt starten konnte, bekam ich so einen schrecklichen Anfall, ich hatte so eine richtige Panikattacke (ich wusste damals noch nicht dass es das war) und musste mich übergeben und konnte nicht mit zum Training, ich war komplett fertig und wusste nicht was mit mir los war, mich plagten ständige Schmerzen u. Übelkeit, ich war total ausgepowert und hatte richtige Angstvorstellungen was mit mir los sein konnte....

Ich ging zum Arzt, schilderte ihm meine Situation und er sagte ich leide an einer Angsterkrankung, mit Burn-Out Symptomen und leichter daraus resultierender Depression...
Ich wurde nach Innsbruck in die psychosomatischen Abteilung der Uniklinik überwiesen. Man machte verschiedene psychologische Tests, 3 Monate Psychoanalyse mit Medikamententherapie, Musiktherapie und Progressiver Muskelentspannung. Doch ich fühlte mich nicht wohl, mir ging es immer schlechter, ich musste sogar eine Woche künstlich ernährt werden da ich alles was ich zu mir nahm sofort übergab. Ich hatte schreckliche Anfälle, musste sogar mit Valium beruhigt werden...
Ich wurde nach 3,5 Monaten entlassen und man sagte mir sie könnten mir nicht mehr weiterhelfen, ich solle hoffen dass es mir zu Hause besser geht...

Richtig traumatisiert von dem Krankenhausaufenthalt, änderte sich mein Einstellung, ich war einfach nur mehr froh zu Hause zu sein, ich begab mich zufrieden damit dass ich essen konnte, ein bisschen Fernsehen und Computer spielen, hakte meine Karriere ab und fand mich damit ab dass ich Invalide bleiben werde, doch man genehmigte mir dies nicht da ich keine körperliche Erkrankung habe....

Eines Abends lud mich mein Onkel zu einer Vorstellung der Shaolin Mönche ein, ich nahm brav meine Medizin damit ich ruhig war und sah begeistert was die da taten.. ich dachte mir das sei alles nur Show, doch als ich das Eisen berührte das auf ihrem Kopf zerbrach ohne eine Verletzung davon zu tragen war ich fasziniert... Ich dachte, wenn so was möglich ist, muss es doch auch möglich sein meine Körperfunktionen (Erbrechen), mein Energiemangel und diese Symptome (Panikattacken, Angstgedanken usw.) zu kontrollieren und schlussendlich zu beseitigen und alles erlebte in persönlichen Wachstum und Stärke umzumünzen und wieder ein normales Leben aufzunehmen. Ich begann im Internet zu recherchieren, erlernte die Transzendentale Meditation, war bei einem Hypnosetherapeuten, es brachte mich schon etwas weiter aber der Durchbruch ist mir bisher noch nicht gelungen....


Ich habe mich auch selbst sehr gut beobachtet und kann ihnen auch noch sehr gut erklären wie es bei mir abläuft. Meine Symptome, sprich die Panikattacken und dann das daraus resultierende Erbrechen treten auf, besonders wenn ich unter Druck bin, wenn ich Stress habe oder jemand etwas von mir verlangt, wenn ich will dass sie unbedingt nicht auftreten weil es mir peinlich wäre, dann geschieht es ganz sicher... Das Problem ist dass ich das totale Vertrauen in meinen Körper und meinen Geist verloren habe, und ich nicht mehr ich selbst bin, ich kann nicht mehr freie Entscheidungen treffen, weil ich nichts Aufregendens machen kann da ich sofort wieder mit diesen Symptomen reagiere, somit kann ich auch nicht meine freie Berufswahl treffen oder Wettkämpfe im Fußball, Schifahren oder Tennis (auch nur als Amateur) betreiben, weil dann sofort dies auftritt....

So sitzt man zu Hause und grübelt, man weiß einfach nicht was man machen soll, man verliert seine Persönlichkeit und das ganze Selbstbewusstsein, man fühlt sich peinlich weil man ja mentale Probleme hat, man traut sich nicht mehr in die Disco, oder mit Mädchen was zu unternehmen, weil ja das auftreten könnte und man so sich blamieren könnte, die Angstgedanken kreisen und kreisen, und so ist das eine ständiger Kreislauf der sich dreht...

Ich bitte Euch, könnt ihr mir helfen oder jemanden empfehlen der sehr erfolgreich und kompetent ist im Heilen solcher Probleme.. Ich wäre Euch sehr dankbar…

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Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Die Tatsache, dass du Extremskifahrer bist und dabei wohl nicht ganz selten auch Stürze zur Tagesordnung gehören und auch, dass die Symptome ganz plötzlich auftraten, lassen in meinen Augen ernsthaft die Möglichkeit einer HWS Distorsion als Ursache in Frage kommen. Es kann dann zu mechanischen Reizungen des Sympathicus Nerven kommen, was genau deine Symptome auslösen könnte. So ähnlich wie ein Hexenschuss ganz plötzlich kommen kann, können auch solche Symptome auftreten, nur dass es sich (besonders im oberen HWS Bereich) nicht als Schmerz äußert, sondern als Sympathicusatacke.
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Gruß Tobi

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Da schließe ich mich Tobi gleich mal an.Dr. KUklinski, der auch ein Buch über die Halswirbelsäule und mögliche Schäden+ Folgen geschrieben hat, arbeitet teilweise auch in Salzburg. Vielleicht könntest Du dort mal einen Termin bekommen? Oder auch in Wien?

Doz. Dr. Bodo Kuklinski - Panakeia-Group.com
Doz. Dr. sc. med. Bodo Kuklinski

Gruss,
Uta

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Es dürfte schwierig sein, zum jetzigen Zeitpunkt zu sagen, ob deine Beschwerden nun eine psychische oder organische Ursache haben.

Konntest du in der Psychosomatik auch an deinem Hang zum Perfektionismus arbeiten? Konntest du rausfinden, ob das eher einen krankhaften Charakter hat oder ob es sich ganz einfach um Ehrgeiz handelt, den jeder Mensch hat, wenn er etwas erreichen will, das sein Leben bedeutet? Konntest du deinen Ängsten auf den Grund gehen?


Als Spitzensportler bist du eventuell auch zeckenexponiert. Die Borreliose kann auch ganz schlimme psychische Veränderungen und einen Leistungsknick hervorrufen. Ein vager Verdacht, weil du im Sommer 2005 diese Art "Grippe" hattest. Mehr Infos findest du im Einsteigerbeitrag in der Borreliose-Rubrik dieses Forums.

Ich würde die Sache mal von beiden Seiten angehen. Einerseits Psychotherapie und andererseits den möglichen körperlichen Ursachen nachgehen.

Ich habe selbst durch eine chronische Krankheit mein ganzes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen verloren. Da hat mir das Buch von Louise L. Hay mit dem Titel "Du kannst es" sehr weitergeholfen im Zusammenspiel mit einer Psychotherapie. Da ich auch oft mit Ängsten kämpfe hab ich mir gleich die Meditations-CD "Liebe statt Angst", auch von Louise L. Hay dazubestellt. Vielleicht kann dir das auch weiterhelfen.

LG und gute Besserung, Mungg
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Borreliose ist ein Arschloch

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Exodus 88 ist offline
Themenstarter Beiträge: 2
Seit: 22.01.09
Großes Danke schon mal für die wichtigen Hilfen und Tipps... Hoffe noch weiterhin auf wertvolle Hilfe und Adressen...

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Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Exodus,

bist Du denn schon einmal den bereits angegebenen Tipps nachgegangen ? Und hast Du vielleicht sogar einen Hausarzt der Dir hilft bei der Suche?

Wie sieht es denn überhaupt in Deiner Umgebung aus? Wohnst Du zuhause bei Deinen Eltern und unterstützen sie Dich in Deiner Situation? Hast Du Freunde die Dir Verständnis entgegenbringen? Gehst Du jetzt wieder/noch zur Schule, oder hast Du Deine schulische Ausbildung abgebrochen, oder arbeitest Du?

Wie ernährst Du Dich denn? Ist Dir schon mal ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Symptomen aufgefallen? Gab es vor der ersten Attacke eine Umstellung in Deinem Leben, wie z.B. Umzug, etc.

Auf jeden Fall informiere Dich über die vorher bereits genannten Themen.

Und... Kopf hoch !


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Mit der Vorgeschichte des STurzes als Kind würde ich mich mal mit dem Thema "oxidativer/nitrosativer" Stress befassen: Hauptseite - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit
> Stress.
Auch im Forum gibt es eine Rubrik mit diesem Titel.
Bücher von Amazon
ISBN: 389901068X


Gruss,
Uta

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Ein weiterer Tip ist der von Bakterien.
Es gibt eine sehr interessante Untersuchung die festgestellt hat, dass Bakterien Depressionen und so hervorrufen können.
Mit Antibiotika oder vieleicht MMS könntest Du es vieleicht korrigieren, wenn es nicht die HWS ist.
So oder so rate ich Dir zur Einnahme von Antioxidantien, da Spitzensportler meist einen Mangel bekommen, wenn sie soviel Sport treiben. Ein Mangel an Antioxidantien wäre dann auch nicht gut, bevor man ntibiotika oder MMS nimmt.
Mögliche Antioxidantien: OPC, Lipolsäure, Grüner Tee (extrakt), etc.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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