Manisch-Depresiv?

09.01.09 22:57 #1
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RosaLux ist offline
Beiträge: 1
Seit: 09.01.09
Hallo liebe Community!
Ich bin neu hier, habe das Forum gerade entdeckt und dachte, dass es mir vielleicht Antworten auf die Fragen liefern könnte, die mich tagtäglich plagen.
Vielleicht zunächst zu mir:
Ich bin 19 und leide seit längerem, zur zeit jedoch verstärkt, an den Symptomen extremer Stimmungsschwankungen.
Dabei wechseln sich die Phasen der Manie und der Depression ab, meist ist es so, das letztere länger anhalten (meist einige Tage) und erstere sehr spontan auftreten, jedoch von mir sehr intensiv erlebt werden. Allerdings halten diese manischen Phasen meist nur über mehrere Stunden, höchstens 2 Tage lang an.
Manchmal wechselt die Stimmungslage auch stündlich.

Da ich mit meinem Anliegen noch nie beim Arzt war, kann ich natürlich nicht sicher sagen, dass es sich tatsächlich um eine Art der bipolaren Erkrankung handelt, allerdings scheinen die Symptome eben darauf hinzudeuten.
Ich liste sie im folgenden mal auf:

Depressive Phase:
Extrem vermehrtes Schlafbedürfnis
Antriebslosigkeit bis hin zum völligen Motivationsverlust
Mein Leben erscheint mir sinnlos
Ich halte alle Freundschaften, die ich habe, für nicht relevant und nicht tiefgreifend genug
ich erscheine mir "nicht zugehörig"
Gefühl der Benommenheit
extrem verminderte Aufnahmefähigkeit
Interesselosigkeit
Müdigkeit
Gesteigertes Ess-Bedürfnis
schleichendes Gefühl der Angst

Manische Phase:
Extrem vermindertes Schlafbedürfnis
So gut wie kein Appetit, selbst bei Hunger
Bewegungs-und Rededrang
Gefühl der Liebe gegenüber Allen
Ich empfinde mein Leben als "perfekt"
Gefühl, dass die Welt "zu klein" für mich ist
Abenteuerlust
innere Angetriebenheit
Unruhe

selten treten auch gemischte Phasen auf mit...
innerer Unruhe
Niedgeschlagenheit
Bewegungsdrang
Rastlosigkeit
Gefühl der Verlorenheit und Angst

So, dies sind im grunde die häufigsten "Beschwerden".
ich sollte vielleicht noch dazu erwähnen, dass ich mit 17 an Magersucht litt und diese, zumindest vom Denken her, noch nicht völlig überwunden habe.
Nach der Trennung von meinem Ex-Freund im letzten Jahr hatte ich eine Phase des exzessiven Alkoholkonsums und probierte auch danach einige härtere Drogen aus, die jedoch meist lediglich die manischen Phasen erhöhten.

Im Übrigen genieße ich diese manischen Phasen sehr.

Ich würde mich freuen, wenn jemand versuchen könnte meine Situation zu beurteilen und wie ich anhand der Symptome ohne Arzt feststellen könnte, ob es sich um eine derartige Erkrankung handelt? Ich kann die Schwere ja nicht genau abschätzen?!
Auf jeden Fall macht es sich im Alltag insofern bemerkbar, dass ich an mir zweifel, völlig unkonzentriert bin oder aber neugierig, offen und risikofreudig.
Dies haben auch Freunde/Bekannte bereits bemerkt.

Ich freue mich auf Antworten

Manisch-Depresiv?

Leros ist offline
Beiträge: 219
Seit: 27.06.08
Hallo RosaLux,
bitte gehe doch zum Arzt und höre dir zumindest an was er dazu zu sagen hat.
Du kannst/solltest seine Aussagen danach immer noch kritisch hinterfragen bzw. hier zur Disposition stellen.

Deine Beschwerden können dutzende Ursachen haben.
Damit dir die auf diesem Gebiet erfahreneren User besser weiterhelfen können wäre es zB gut zu wissen..
-wie du dich ernährst (möglichst genau)
-ob du einen Unfall hattest (leicht bis schwer)
-ob bereits Befunde/Blutbilder etc. vorliegen
-ob du Metall im Mund hast
-ob du umgezogen bist
-ob du noch andere Beschwerden hast, zB Kopfschmerzen, Nacken-/Augenschmerzen, Durchfall.. usw. (ganz wichtig)

Ansonsten lässt dein Bericht wohl tatsächlich auf eine signifikante Beteiligung der Psyche schließen.
Aber erstmal abwarten..

PS: Klasse Nick ; )

Mit sozialistischem Gruß
Leros

Manisch-Depresiv?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Hallo RosaLux,

zuerst einmal heissen wir Dich herzlich willkommen im Symptome-Forum!

Vielleicht hilft Dir diese Diskussion schon mal weiter:
http://www.symptome.ch/vbboard/psych...e-st-rung.html

Da bei psychischen Problemen eine Schilddrüsenerkrankung leider nur selten als mögliche Ursache berücksichtigt wird, würde ich Dir vorschlagen, Dich beim Endokrinologen/Nuklearmediziner vorzustellen; wichtig wären die Laborwerte fT3, fT4, TSH
Suche nach Antikörpern TPO-AK, Tg-AK, TRAK
Ultraschall

www.forum-schilddruese.de/bauteile/texte/fs_fachinfo_psyche.pdf

Liebe Grüsse,
uma

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