Ohrproblem

06.01.09 18:39 #1
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Laggy ist offline
Beiträge: 4
Seit: 06.01.09
Hallo zusammen,

vorab: Ich habe vor morgen, spätestens am Donnerstag zum Arzt zu gehen (ging bisher leider nicht weil der einzige HNO-Arzt hier im Ort sowie meine Hausärztin Urlaub hatten, und ich dachte erst auch dass es vielleicht wieder von selbst vergeht), aber vielleicht fällt ja jemandem etwas zu meinen Symptomen ein.

Angefangen hat alles vor ca. einer Woche. Ich hatte das Gefühl, als hätte ich Watte im rechten Ohr (die ganzen Probleme habe ich auch nur auf dem rechten Ohr, das linke ist ganz normal). Ich habe dann ständig Druckausgleich gemacht, es ging aber nicht weg.
Da ich einen ganz leichten Schnupfen habe momentan habe ich auch zum Abschwellen Nasenspray verwendet, aber das hat auch keine Besserung gebracht.
Jetzt habe ich zwar nicht mehr das Gefühl als hätte ich Watte im Ohr, aber ich höre mich und meine Umwelt teilweise zweistimmig. Das klingt jetzt bestimmt total seltsam und ich kann es auch gar nicht richtig beschreiben, aber z.B. wenn ich singe oder summe höre ich meine "normale" Stimme und das gleiche dann zeitgleich einige Nuancen tiefer. Aber wieder nur auf dem rechten Ohr. Auch wenn ich spreche höre ich mich rechts zweimal, aber verschiedene Tonlagen.
Ich höre rechts auch alles lauter als links (wenn ich z.B. mit Besteck klappere oder die Treppe runterlaufe). Beim Schlucken knackt es auch ab und an, aber wieder nur rechts.
Typische Tinnitus-Geräusche (hohes Pfeifen) hatte ich in dieser Zeit bloß drei oder viermal. Richtige Schmerzen habe ich auch nicht, es ist nur furchtbar, furchtbar unangenehm

Kann es etwas damit zu tun haben, dass ich vor etwa einem Monat eine ziemlich heftige Influenza hatte und die ich eventuell nicht richtig auskuriert habe? Oder doch sowas "schlimmeres" wie ein Hörsturz?

Wie gesagt, zum HNO geh ich auf jeden Fall, aber vielleicht fällt ja jemandem etwas dazu ein.

Danke schonmal.

Gruß,
Laggy

Ohrproblem

vasari ist offline
Beiträge: 6
Seit: 05.01.09
Hallo,

hört sich nach Hörsturz an. Hatte ich uch mit den gleichen Symptomen, allerdings ohne Erkältung. Kann also auch mit dem häufigen Schnäuzen und dem damit verbundenen Druckausgleich zusammenhängen.
Wenn es ein Hörsturz ist (das wird dir morgen der HNO sagen), bekommst Du durchblutungsfördernde Mittel (Transfusionen oder Tabletten) und er vermisst das Gehör. Das Druckgefühl normalisiert sich normalerweise innerhalb einer gewissen Zeit. Ob man dadurch einen Hörschaden bei einer bestimmten Frequenz zurückbehält, ist ganz individuell. Wenn man Pech hat kann auch ein Tinnitus zurückbleiben. Also nix wie hin zum HNO. Warum hast Du ne ganze Woche gewartet?

Ohrproblem

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Laggy,

das, was Du berichtest, sieht sehr nach einem Hörsturz aus. Ich würde an Deiner Stelle den HNO-Arzt aufsuchen, um die Sache abzuklären, da einige der nachfolgenden Symptome bei Dir aufgetreten sind:
Was sind die Symptome eines Hörsturzes?
  • Typisch für einen Hörsturz ist eine Hörverschlechterung, die innerhalb von Minuten bis Stunden entsteht.
  • Oft sind gerade die hohen Töne schlecht zu hören, man spricht vom so genannten Hochtonverlust.
  • Fast immer treten auch Ohrgeräusche (Tinnitus) auf.
  • In der Hälfte der Fälle entsteht ein Druckgefühl im betroffenen Ohr.
  • Jeder Dritte klagt über Schwindelbeschwerden.
  • Auch das Doppelt-Hören von einzelnen Tönen kann auftreten.
  • Oft kündigt sich ein Hörsturz mit Schwindel, Missempfindungen im Ohr, Doppelt-Hören oder sogar mit einer verstärkten Hörempfindung an.
TK -

Liebe Grüsse,
Malve

Geändert von Malve (17.04.14 um 17:56 Uhr)

Ohrproblem

Laggy ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 06.01.09
Danke erstmal.
Wie gesagt dachte ich erst, dass es mit der Erkältung oder der Grippe zusammenhängen könnte. Dann ging dieses "Wattegefühl" zurück und einen Tag später kam dann dieses Doppelthören. Als ich dann gestern zum Arzt gehen wollte waren die - aufgrund des Feiertages und Brückentages in Bayern - nicht da.

Aber jetzt kommt mir das ganze auch ein wenig komisch vor, deswegen geh ich auf JEDEN Fall zum HNO.

Ohrproblem

Laggy ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 06.01.09
Danke für die Antwort.
Ich war jetzt beim HNO, es ist tatsächlich ein Hörsturz. Zwar nicht ultraschlimm (bin ja nicht taub gewesen oder so), aber ich habe jetzt heute eine Infusion bekommen, muss morgen auch nochmal für eine Infusion hin.
Krankgeschrieben bin ich allerdings nicht.

Wegen Ursachen konnte ich ihn jetzt gar nicht fragen (das ging wie am Fließband), das werd ich morgen machen, ich tippe mal auf Stress da ich im Job sehr, sehr viel zu tun habe...naja, zumindest wär das geklärt.

Ohrproblem

christelchen ist offline
Beiträge: 234
Seit: 25.09.08
Hallo Laggy,
wenn Du noch einmal so etwas bekommst,musst Du so schnell wie möglich Dir
Infusionen geben lassen,sonst kann es sein,dass Du die Geräusche im Ohr nie
mehr weg bekommst.
Liebe Grüße
Christelchen

Ohrproblem

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Eine Infusionstherapie ist umstritten -

Die Ergebnisse der zwei größeren, methodisch höherwertigen Studien zeigen, daß Infusionstherapien mit Natriumchlorid plus Pentoxifyllin, niedermolekularem Dextran plus Pentoxifyllin bzw. mittelmolekularem HES plus Pentoxifyllin hinsichtlich der Remission des Hörverlustes einer Infusionstherapie mit physiologischer Kochsalzlösung nicht überlegen sind. Somit ist derzeit beim Hörsturz eine pharmakologische rheologische Intervention ohne nachgewiesene spezifische Wirkung. Demgegenüber ist diese Therapie mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) verbunden.
DER ARZNEIMITTELBRIEF: Infusionstherapie beim idiopathischen Hörsturz? Dextran Dextran Hörsturz Hydroxyethylstärke Pentoxifyllin Pentoxifyllin Procain Taprosten

Einen Nutzen gibt es auf wirtschaftlicher Basis - wie bei vielen Behandlungen, die im Endeffekt keinen wirklichen Nutzen bringen.

Zudem ist bekannt, dass es bei einer Infusion mit HES zu einem nicht behandelbaren Juckreiz kommen kann
Insbesondere bei längerfristiger Gabe von Hydroxyethylstärke kann es zu einem über Monate anhaltenden und kaum behandelbaren Juckreiz (Pruritus) kommen. Aus diesem Grund sollte HES nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen das zu erwartende Risiko übersteigt.[1]
Hydroxyethylstärke ? Wikipedia

Liebe Grüsse,
Malve

Geändert von Malve (17.04.14 um 17:56 Uhr)

Ohrproblem

Laggy ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 06.01.09
So, was soll ich sagen. Nachdem ich am Mittwoch, Donnerstag und Freitag dort war war alles super. Am Wochenende hatte ich keinerlei Beschwerden, ganz normal "klar" gehört.
Am Dienstag abend hat es wieder angefangen so komisch zu surren, und heute dann tatsächlich: Ich höre WIEDER doppelt. Leider haben Mittwochs alle Ärzte hier zu, also geh ich morgen nach der Arbeit nochmal hin.

Das kann doch nicht sein, ich kann mir doch nicht dauernd Infusionen geben lassen! Verdammt nochmal.

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