Seit 4 Jahren keine Lebensqualität mehr

10.12.08 20:02 #1
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jojo777 ist offline
Beiträge: 3
Seit: 10.12.08
Hallo Leute, bin neu hier und versuche villeicht auf diesem Weg etwas Licht ins Dunkele zu bekommen. Bin Schichtarbeiter seit 14 Jahren und die letzten 4 waren nicht sehr angenehm. Meine Beschwerden kamen plötzlich und sehr intensiv, ich versuche mal sie zu beschreiben : Mein Körper (haupts. Arme und Beine) fühlt sich andauernd angespannt an, eine Art permanente Verkrampfung als ob man kurz davor ist mit dem Auto gegen eine Mauer zu rasen und man versucht sich krampfhaft am Lenkrad abzustützen. Dazu kommt ein leichtes Kribbeln und Zittern in Arme und Beine (äusserlich jedoch nicht erkennbar). Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Lustlosigkeit, Müdigkeit und Herzklopfen sind stets an der Tagesordnung. Eine Zeit lang war es so schlimm, dass ich keine 100 m Laufen konnte, hatte nur noch Pudding in den Beinen und war 3 Wochen krank gemeldet. Ich habe mehrere Ärzte besucht aber ich habe keinen Namen für meine Krankheit bekommen sondern nur Tabletten (Antidepressiva/Antistress/Muskelentspannung etc). Habe auch eine Kopf-Kernspintographie machen lassen wegen Verdacht auf multiple Sklerose, habe Stromschläge durch den ganzen Körper bekommen aber immer soll alles in Ordnung sein. Ich habe 2 Heilpraktiker besucht die wenigstens einen Verdacht auf Stoffwechselprobleme hatten, aber alle (teuren) Behandelungen waren erfolgslos. Auch Ernährungsumstellung hat nichts gebracht. In der ganzen Zeit gab es jedoch kurze Abstände in denen meine Beschwerden fast 100 Prozent verstummten, habe aber keine Ahnung weshalb.
Vielen Dank...

Geändert von jojo777 (10.12.08 um 20:07 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo jojo,

bei "Schichtarbeiter" habe ich gleich daran gedacht, daß die ihrem Körper ja einiges zumuten durch die Schichten. Das ist anstrengend, und ich könnte mir vorstellen, daß da nach einer Weile auch Folgen entstehen. Hast Du denn evtl. eine Möglichkeit, nicht mehr Schicht zu arbeiten?

Für mich klingt das nach totaler Erschöpfung.

Was natürlich auch sein könnte: daß sich bei Dir ein Mangel an Spurenelementen und Vitaminen entwickelt hat. Ist denn das mal untersucht worden? Wie sehen überhaupt Deine Blutwerte aus?

Gruss,
Uta

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Manuela ist offline
Beiträge: 1.510
Seit: 31.03.08
Hallo Jojo777,
herzlich Willkommen hier bei uns.

Du hast geschrieben, dass kurzzeitig die Beschwerden fort waren. War in dieser Zeit etwas Besonderes. Hattest Du vielleicht Urlaub?
Bei Schichtarbeit fiel mir direkt ein, dass so etwas Stress für den Körper ist. Könntest Du damit etwas in Zusammenhang bringen?

Du wirst noch einige Statements bekommen hier und ich hoffe, dass es Dir bald besser geht. Alles Gute.

Liebe Grüße Manuela

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jojo777 ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 10.12.08
Hallo UTA, danke für Deinen Beitrag. Dass Schichtarbeit auch dem Körper schaden kann ist mir klar . Ein Wechsel ist leider schwer und die Suche nach einer neuen Arbeit noch schwerer. Ein komplettes Blutbild brachte auch keinen Erfolg...

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jojo777 ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 10.12.08
Danke Manuela...Anfangs habe ich auch gedacht dass ein ausgedehnter Urlaub etwas bringen könnte aber meine Beschwerden waren ein und die selben. Es ist schon verwunderlich, dass kein Arzt auch nur ansatzweise erwähnt hat, dass Schichtarbeit und Schlaflosigkeit zu solchen Beschwerden führen können...

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Summertime ist offline
Beiträge: 263
Seit: 10.12.07
Könnte ein Magnesiummangel sein.
Ich würde mal auf magnesiumhaltiges Wasser umsteigen (z.B. Apollinaris medium - Achtung, die verschiedenen Apollinaris Wässer haben z.T. sehr unterschiedliche Mineraliengehalte oder Fachinger).

Dann würde ich mal noch zusätzlich Magnesium (unbedingt als Magnesiumcitrat z.B. von Verla oder Diasporal- Apotheke) nehmen.

Einen entspannenden Effekt könntest Du schon nach einiger Zeit bemerken.

Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Muskelverkrampfungen sind auch Magnesiummangelsymptome, wenn man einen stärkeren Mangel hat kann es allerdings eine Weile dauern, bis sich das bessert.
Evtl ist es ratsam das mal vom Arzt testen zu lassen. Laut erfahrenen Medizinern, bedeuten Werte, die nicht im allerobersten Bereich sind schon einen Mangel. Viele Ärzte wissen das leider nicht- zum Leidwesen ihrer Patienten.

Eine sehr hohe Kalziumzufuhr vergrößert übrigens den Magnesiumbedarf. Man braucht mindestens halb so viel Mag wie Cal.

Kaffee und Alkohol schwemmen Mag aus - sollte man also reduzieren, sonst wirkt es evtl. nicht.

Alles Gute!

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Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
Hallo jojo

was du dort schilderst ist ein so gut wie ständiger Alarmzustand,
eine Daueranspannung. und der Gegenpol dazu, nämlich die Entspannung,
ist praktisch kaum mehr möglich. (man nennt das sympathikoton)
dein Lebensstil, also die Schichtarbeit, wird einen großen Teil dazu beigetragen haben.
auch durchs Rauchen "verlernt" man die Entspannung.
und dann ist da natürlich noch die Seite der Gefühle, der Psyche, der Seele,
des Wohlbefindens, oder wie du es gern nennst. es macht ja einen Unterschied,
ob man zuversichtlich und zufrieden dem neuen Tag entgegensieht,
oder ob man lustlos und verzagt die Stunden hinter sich bringt
sich ständig unter dem Druck empfindet, Leistung erbringen zu müssen usw.

Maßnahmen wie eine kurzfristige Ernährungsumstellung können das alles nicht
von heut auf morgen wieder ins Lot bringen. das braucht seine Zeit,
aber mit einer besseren Ernährung wird es dir auf jeden Fall besser gehen.
ich würd dir als erstes zu Massagen raten, weil die entspannend wirken
und weil sie gleichzeitig auch den Stoffwechsel usw anregen.

ich weiß nicht, ob es dir schon aufgefallen ist und ob du für solche Gedanken offen bist,
doch es scheint eine Zeit zu sein, wo viele Menschen hautnah spüren,
daß das äußere Leben nicht alles ist, daß auch ihre Gefühle, ihr Inneres dazugehört,
vielleicht sogar wichtiger ist als all das Äußerliche wie arbeiten, Geld, TV usw.
unsere Körper zeigen uns anscheinend, daß solch ein Leben nicht naturgemäß ist.
hören wir, was sie uns sagen wollen.

LG
Gina

Geändert von Gina-NRW (11.12.08 um 01:20 Uhr)

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Olli69 ist offline
Beiträge: 17
Seit: 10.12.08
Hallo Jojo,

ich könnte mir vorstellen, dass es bei Dir so angefangen hat wie Gina beschrieben hat.

Meine aktuelle Erfahrung ist es aber leider (ohne dass ich im Moment genau weiß was ich habe), dass die Ärzte relativ schnell zu "Hammermedikamenten" greifen ohne das sie genau wissen, was einen plagt. Durch die zahlreichen Nebenwirkungen wird man dann wie in einer "Spirale" nach unten getrieben. Ich war immer ein Freund der Schulmedizin, aber das beginnt sich langsam aufzulösen (wobei ich keinem Arzt einen Vorwurf mache, aber Zeitdruck und Schubladendenken sind ziemlich kontraproduktiv). Werden Deine Symptome immer schlimmer oder bleiben sie gleich?

Hm, leider kann ich Dir auch nicht weiterhelfen. Ich versuche mich morgen bei meinem Hausarzt mal auf Pilzbefall untersuchen zu lassen, habe aber wenig Hoffnung, dass mich das nach vorne bringt...

Drücke Dir die Daumen!

Viele Grüße

Olli

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Summertime ist offline
Beiträge: 263
Seit: 10.12.07
Ich kenne den Zustand der Daueranspannung und der gleichizeitgen Müdigkeit.
Ich kann von Glück sagen, daß bei mir schlussendlich ein fähiger Arzt Magnesiummangel diagnostiziert hat. Schon nach relativ kurzer Zeit nach der Einnahme (höhere Dosierung allerdings) konnte ich mich plötzlich wieder entspannen, was vorher nicht ging- egal was ich probiert hatte (so gut wie alles was es so gibt). Mit der Zeit wurde es immer besser, die verkrampften Muskeln entspannten sich, und die Müdigkeit wurde immer weniger.
Deshalb weiß ich, daß es sich lohnt, darauf ein Auge zu haben.

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Olli69 ist offline
Beiträge: 17
Seit: 10.12.08
Hallo Summertime,

mein Hausarzt meinte heut auch, dass dies eine der letzten Möglichkeiten wäre und hat mir so ein Mineralsstoffkomplex empfohlen. Werde ihn mir gleich von der Apotheke holen.

Welche Dosierung hat Dir denn geholfen?

Viele Grüße

Olli


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