Sodbrennen (Reflux) und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

10.12.08 12:07 #1
Neues Thema erstellen
Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

Spooky ist offline
Beiträge: 2.108
Seit: 13.12.06
Zitat von Tobi09 Beitrag anzeigen
Wieviele Sitzungen waren da nötig?
ich hatte am Anfang 3 Stüch wobei die erste einen Absatnd von 14 Tagen hatte und die beiden anderen ca 3-4 Wochen dann hatte ich nochmal eine Behandlung nach 8 Wochen und jetzt lasse ich so alle 4-6Monate kontrollieren wobei es eher alle 4 Monate sind, aber nichgt weil ich Sodbrennen habe, weil ich immer denke bevor es zurück kommt lasse ich mich lieber nochmal behandeln.

B12 hat mir in Bezug auch Reflux nichts gebracht.

Gruß
Spooky

Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"
Weiblich KimS
Hallo Zusammen,

In Bezug auf B12 - mit B12 heilt man nicht die Magenbeschwerden, ich habe es erwähnt weil Magenprobleme, und gerade auch die dabei verschriebene Medikamente die B12 aufnahme hemmen. Wenn es über längere Zeit ein Magenproblem gibt, oder über längere Zeit Magensäure hemmende Medikamente eingenommen werden, wird der B12 Speicher im Körper langsam ausgehen können. Wenn es an B12 mangelt, treten die dazugehörige Symptome auf. Oft sind das auch Neurologische Symptome, wie Kribbeln oder Taubheit und auch psychische, wie Konzentrationsschwäche. B12 ist ausserdem an sehr vielen Stoffwechselprozesse beteiligt, nich nur den Nerven betreffend. (Die Symptomatik eines Mangels kann sich ganz unterschiedlich äussern, weil diese Vitamine an soviele wichtige Prozesse im Körper beteiligt ist. Ein Mangel soll um folgeschäden zu vermeiden, schnellst möglich behoben werden).

Diese Erklärung also nochmal, weil es offenbar falsch verstanden werden kann was ich zu B12 geschrieben habe. Mann soll wissen das es dieses Risiko gibt (mangel) und auch dass die Medikamente daran noch vermehrt beitragen. So kann man ja eine menge (sekundair auftredenes) Elend verhindern.

B12 ist lebenswichtig, daher also den Hinweis.

Übrigens finde ich es total toll dass hier von alternative Methoden berichtet wurde/werd, die man ja gar nich so schnell mit Magenprobleme in Verbindung setzen würde, aber trotzdem Erfolge brachten! Vielleicht spielt da eine Reizung des Vegetativen Nervensystems eine Rolle, die den Magen entregelt, und dass mit Korrektur der Wirbelsäule diese (mechanische) Dauerreiz behoben wird? Wer weiss. Hauptsache dass es Erfolg bringt und das ohne Medikamente!

Herzliche Grüsse
Kim

Geändert von KimS (15.12.08 um 01:06 Uhr)

Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
@Uta und Spooky

Gab es auch schon bei der ersten Behandlung eine Verbesserung oder hat sich erstmal garnichts getan und dann erst zum Schluss?
__________________
Gruß Tobi

Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Der Erfolg kam erst nach der 3. Behandlung.

Gruss,
Uta

Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

Spooky ist offline
Beiträge: 2.108
Seit: 13.12.06
Nach der ersten Behandlung war es eigentlich wie immer aber die Verspannungen ahben sich gelöst angefühlt nach der dritten wunderte ich mich dann auf einmal warum das Sodbrennen nich mehr wiede rkommt.

Habe dann nach der 4ten Behandlung extra vorher Sodbrennenauslösende Nahrungsmittel zu mir genomen (bei mir Viatmin C und Brot) und ich wartete und wartete und bin jetzt nach über 3 Jahren Nexium und auch Omeprazol mehr als zufrieden. Zum Schluß wollte mir nen Arzt Pantozol 40-0-40mg andrehen....

Gruß
Spooky

Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

Olli69 ist offline
Beiträge: 17
Seit: 10.12.08
Hallo,

ich finde, dass die Protonenpumpenhemmer (klingt schon wie Science Fiction) viel zu schnell verschrieben werden. Denke mal, dass die ursachen so nicht bekämpft werden und dass durch das "abschalten" der Magensäure andere Probleme geweckt werden.

Eure Erfolge mittels Osteopathie klingen interessant, aber 100 Euro (über den Daumen) pro Sitzung ist nicht eben wenig....

Viele Grüße

Olli

Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

PeJo ist offline
Beiträge: 1
Seit: 22.12.08
Ich würde mich auch gerne zum Thema „Reflux und merkwürdige Nebenwirkungen“ äußern. Ich denke, ich habe einige Denkanstöße für Olli bzw. alle Interessierten.

Ich habe seit ca. 2 Jahren mit Reflux zu tun. Der Verlauf hatte größere Schwankungen, aber im Moment ist es wieder recht unangenehm. Seit einigen Tagen habe ich nun auch immer wieder sehr starke Kopfschmerzen, die offensichtlich mit dem Reflux in Zusammenhang stehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass neben bzw. vor den Kopfschmerzen das gelegentliche, kurzzeitige Gefühl von intensivem Säure-Aufstoßen, das wir Betroffenen wohl alle kennen, auch irgendwie einen Reflex im nervlichen Bereich hat, der deutlich bis in den Kopf geht…

Anders gesagt: Wenn das Reflux Gefühl (Druck/Säure) gelegentlich in einem sekundenlang intensivierten, anfallartigen Gefühl oder Aufstoßen auftritt, dann setzt sich dieses unangenehme Gefühl im Sinne eines „Schauers“ deutlich vom Brustbereich bis in den Kopf, bis unter die Schädeldecke fort. Das ist für mich schon mal ein interessanter Hinweis in Richtung (vegetatives?) Nervensystem und ich sehe da einen Zusammenhang zu den kürzlich bei mir zum ersten Mal in diesem Zusammenhang aufgetretenen Kopfschmerzen. Weitere Überlegungen dazu im folgenden.

Es gibt noch einen Hinweis zu Olli und seinem Knacken im Ohr, der vielleicht sogar im Zusammenhang mit dem vorgenannten Thema Nervensystem steht.

Das Knacken im Ohr, das du schilderst, und das – wie ich verstanden habe – seit einiger Zeit mehr oder weniger permanent ist und nicht vornehmlich direkt an den Reflux Zustand gebunden, könnte auch ein Tinitus sein.

Zwei Dinge veranlassen mich zu dieser Überlegung:

1.) „Knacken“ ist zwar nicht unbedingt das vorherrschende, aber doch ein bekanntes Tinitus Geräusch. Meist ist es - wie bei mir seit vielen Jahren - ein permanenter Piepton, aber es gibt auch viele Fälle mit anders beschriebenen, bzw. empfundenen Geräusche, wie Knacken oder Klopfen.

2.) Es gibt zu Tinitus natürlich viele Theorien und letztendlich ist die Krankheit – man muss es wohl so sagen – unerklärlich. Es gibt die Töne ja nicht wirklich, sie sind eine Art Halluzination, also eine nah am Nervensystem befindliche Fehlfunktion des Gehirns. Aber eine Theorie, der ich ganz aus meinem Gefühl und meiner Selbstwahrnehmung heraus zustimmen möchte, ist die, dass Tinitus auf chronische Verspannungen des Rückens bzw. Nackens zurückzuführen ist, und sich über eine „Verwandschaft“ des Nervensystems im Rücken/Nackens mit dem Gehirn erklärt. Statt „Verspannung“ kann man hier natürlich auch „Reflux“ einsetzen.

Phylogenetisch (Entstehung der Art) hat sich das Gehirn wohl irgendwie aus dem Rückenmark entwickelt (Sorry, bin kein Biologe/Mediziner), bzw. tut dies immer wieder bei jedem einzelnen Phoetus, denn Ontogenese (Entwicklung des Einzelwesens/Phoetus) vollzieht Phylogenese nach.

Das bedeutet aber auch, dass Probleme im Magen/Darm Trakt oder im Rücken, die ja eine „Nähe“ zum vegetativen Nervensystem haben, damit auch in den Kopf abstrahlen können. Anders gesagt, wer Reflux hat, kann auch Probleme mit dem (vegetativen?) Nervensystem, z.B, Tinitus, kriegen. Gibt es zu dieser Korrelation eine Untersuchung?


Sorry, wenn das jetzt ein wenig „spinnert“ klingt, aber ich finde diese Überlegungen auch nicht spinnerter, als das, was uns die Schulmedizin so erzählt.

Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

Olli69 ist offline
Beiträge: 17
Seit: 10.12.08
Hallo Pejo,

danke für Deine Hinweise! Mein Problem hat sich größtenteils geklärt und das mit dem "knacken im Ohr" war ja auch Lupo.

Bei mir war es letzten Endes wohl so:

Aufgrund Streß und hoher Belastung sowie zu scharfem und zuckerhaltigem Essen über längeren Zeitraum hat sich wohl so etwas wie ein Reizdarm bzw. nervöser Magen entwickelt ohne das ich das selber groß wahrgenommen habe.

Als ich dann zum Arzt gegangen bin und mir zuerst "Omep" verschrieben wurde, bekam ich das erste Mal in meinem Leben Sodbrennen, obwohl das Mittel das gerade verhindern soll. Hatte es dann ja selbst abgesetzt.

Zwei Wochen später, nach der Magenspiegelung, wurde eine leichte Speiseröhrenentzündung mit leichtem Reflux diagnostiziert und ich bekam "Omeprazol". Wieder wurde alles viel schlechter, das ging soweit, dass das Kribbeln am ganzen Körper, Taubheit in den Fingern und auch leichte Angstzustände einsetzten. Gastrologe und Hausarzt wollten mir nicht glauben und haben andere Magensäurehemmer verschrieben. Auch durch Einnahmne von den Dingern haben sich die Symptome wieder verschlimmert. Habe dann alles weggelassen und bin auf Kamillentee und Vitamin B und Magnesium / Kalium umgestiegen. Nach eins, zwei Tagen ging es dann jeden Tag Berg auf. Bin jetzt bis auf leichtes Magendrücken bei normalen Essensportionen wieder voll fit!

Fazit: Ich habe erst durch die Magensäurehemmer Sodbrennen bekommen. Da die Ärzte einen so sicheren Eindruck gemacht haben, habe ich erst zu spät auf meinen Körper gehört. Für mich ist es logisch, dass es nicht gut sein kann seine Magensäure komplett abzustellen. Ich denke, dass man so erst andere Probleme auslöst. Kann aber auch sein, dass es nur bei mir so war.
Setzt man die Hemmer ab, geht es einem erst ein, zwei Tage schlecht und man ist versucht sie wieder zu nehmen, weil man denkt, dass es ohne nicht geht. Allerdings braucht der Körper wohl 3 Tage bis die Magensäureproduktion wieder läuft.

Ich habe den Ärzten nochmal meine Meinung gesagt. Insbesondere dem Gastrologen, der mir nach Schilderung meiner Symptome jeweils nur einen anderen Wirkstoff aus der Familie der Protonenpumpenhemmer verschrieben hat. Wenigestens mein Hausarzt hat mir letzten Endes Recht gegeben....
Wenn ich bedenke, dass die Pharmaindustrie die Teile so einsetzen möchte wie die Betablocker, am liebsten ein Leben lang, könnte ich echt kotzen. Statt die Ursachen zu beheben, wird mit heftigsten Mitteln auf die Symptome geschossen. Ich habe in einem Fachblatt für Zahnärzte einen ziemlich kritischen Bericht zu dem Thema PPH gefunden. Aus meiner Erfahrung kann ich das nur bestätigen. Aber wie gesagt, jeder Mensch ist anders. ich bedanke mich bei allen im Forum, die versucht haben mir durch Ihre Anregungen zu helfen!!!!

Viele Grüße und ein schönes Weihnachtsfest!!!!

Ich werde es Medikamentenfrei geniessen!

Olli

Reflux und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Es kommt deshalb zu Sodbrennen, weil die Öffnung von der Speiseröhre zum Darm nicht richtig schliesst. Daran musst du arbeiten. Indem du die Magensäure neutralisierst, bekämpfst du nur die Symptome ohne die eigentliche Ursache anzugehen. Es ist idiotisch die Magensäure zu neutralisieren. Das kann langfristig verheerende gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Im dem Buch, das ich im anderen Thread erwähnt habe, wird aufgezeigt, dass - so paradox es klingen mag - eine Erhöhung der Magensäure durch HCL-Kapseln bei den meisten Leuten ebenfalls gegen Sodbrennen hilft. Es hängt vermutlich damit zusammen, dass die Steuerung des Schliessmuskels am Mageneingang vom PH-Wert des Magens abhängt. Ist der PH-Wert zu hoch bzw. der Magen zu wenig sauer, schliesst der Muskel nicht richtig.

Sodbrennen kann man übrigens auch mit einer kohlenhydratarmen Diät sehr effizient behandeln. Vergleiche diese Studien:

A very low-carbohydrate diet improves gastroesopha...[Dig Dis Sci. 2006] - PubMed Result

Improvement of gastroesophageal reflux disease aft...[Altern Ther Health Med. 2001 Nov-Dec] - PubMed Result
Forumarchiv - Histamin Intoleranz!!! #12

Hat jemand Erfahrungen mit HCl-Kapseln zur Erhöhung der Magensäure?

Gruss,
Uta

Sodbrennen (Reflux) und merkwuerdige "Nebenwirkungen"

Lupo ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 09.12.08
Hallo zusammen

Erstmal sorry das ich lange nichts geschrieben habe (eine Mischung aus wenig Zeit, Entnervtheit und mangelndem Internetzugang).

Besser spaet als nie aber nochmal ein kleines Update zum Thema. Wie sich nach langem hin und her herausgestellt hat liegen die Ursachen meiner Probleme wohl in einer allergischen Reaktion. Nachdem weder der Neurologe (der schliesslich auf Stress tippte) noch diverse weitere Blutuntersuchungen irgendwas gebracht haben und vor allem Kopfschmerzen und Ohrenknacken ziemlich stark und aetzend wurden bin ich nochmal beim HNO gewesen. Dieses mal war ich allerdings bei einem anderen Arzt (Arztwechsel ist hier in Daenemark relativ umstaendlich). Im Bereich von Hals und Zunge hatte ich auch leichte Schwellungen. Mein neuer HNO war sich sofort sicher das es eine allergische Reaktion ist und hat mich dann mal getestet. Der Pricktest hat auf Graeser tatsaechlich deutlichst angeschlagen obwohl ich bislang allenfalls sehr wenig mit Heuschnupfen zu tun hatte. Ich bekam dann Cetirizin und eine Ueberweisung zum Allergikologen (auf die Untersuchung dort muss ich aber noch ein wenig warten). Mein Arzt tippte in dem Zusammenhang auf Sachen wie Nuesse und einige Arten von Kernobst als "Problemnahrung". Mal abwarten was der Allergiekologe dazu sagt.
Jedenfalls verzichte ich auf einige Dinge und nehme erstmal Cetirizin und es geht mir inzwischen doch um einiges besser nachdem es mir zeitweilig echt schlecht ging. Es scheint also endlich mal in die richtige Richtung zu gehen.

Nach dem Termin beim Spezialisten werde ich wieder mitteilen was Sache ist. Jedenfalls scheint es fuer Leute mit vergleichbaren Problemen in jedem Fall ratsam zu sein moegliche Allergien in Betracht zu ziehen und zumindest mal einen Pricktest zu machen. Und zwar auch dann wenn man noch nie mit Heuschnupfen oder aehnlichem zu tun hatte.

So langsam gehts endlich aufwaerts, viele Gruesse aus DK

Lupo


Optionen Suchen


Themenübersicht