Ausfluss aus dem After und viele weitere Wehwehchen

06.12.08 15:21 #1
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Ausfluss aus dem After und viele weitere Wehwehchen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ich sollte mich also mal auf eine Unverträglichkeit gegenüber Fructose, Histamin und Gluten testen lasten.
: Bitte die Laktose nicht vergessen, falls nicht schon geschehen.

Ein Allergietest auf Hefe, evtl. auch Schimmel, könnte auch nicht schaden.

Grundsätzlich sollte ich jedoch meine Galle, Schilddrüse und Leber checken lassen.
Bitte die Bauchspeicheldrüsenwerte gleich mitmachen lassen.

Es gibt Allgemeinärzte, die sämtliche Intoleranztests durchführen - soweit möglich. Viele tun dies aber auch nicht. Da muß man sich einfach erkundigen, ein paar Praxen anrufen und fragen...

Heilfasten: in einer Gruppe ist das viel einfacher! In größeren Städten gibt es öfters Gruppen, die über ein oder z wei Wochen heilfasten. Es gibt auch Kliniken, wo man das durchführen kann. Evtl. wäre das in Form eines Heilfasten-Urlaubs zu machen? Leider ist das Fasten meistens ganz schön teuer.
Vielleicht findest Du über diese Seite hier eine Gruppe oder etwas Passendes: Internationale Gesellschaft der F.X. Mayr Ärzte: Home / News

Gruss,
Uta

Ausfluss aus dem After und viele weitere Wehwehchen

mythentor ist offline
Beiträge: 173
Seit: 05.12.08
@BerryFuchs

Ich erlebe gerade wirklich ein Hochgefühl, da ich doch einige Anhaltspunkte gefunden habe, die ich bei einem Arztbesuch vorbringen kann...
Mußte schmunzeln, weil mir hier wieder was in Erinnerung kam.

Vor 10 Jahren frage ich "meinen" Internisten.
mythentor: Herr Dr. ich hab die letzte Zeit vermehrt mit Blähungen und abgehenden Winden zu tun, obwohl ich kein Kohl esse.

Herr Dr: Dann müsen sie weniger reden beim Essen, dann schlucken sie auch weniger Luft
__________________
Gruß Andreas

Ausfluss aus dem After und viele weitere Wehwehchen

BerryFuchs ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 06.12.08
Ach, ich war zeitweise auch schon der Überzeugung, dass das Ganze nur mit zu schnellem Essen und falscher Atemtechnik zu tun hat. Doch wenn es dann wieder die schlimmeren Phasen gibt und ich alle zehn Minuten aufs Klo muss, um mit Wasser oder Schleim versetzte Dämpfe auszuscheiden... - dann ist man doch wieder sehr skeptisch. "Essen sie ausgewogener" will man da als Patentrezept nicht wirklich hören.

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pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo BerryFuchs

Ausfluss, der "fischig" riecht, könnte durch Gardnerella verursacht sein.
Name: Gardnerella vaginalis
Erkrankung: Vaginose, unspezifische Scheidenentzündung
Übertragung: Die Infektion erfolgt häufig spontan. Die Übertragung durch Sexualkontakte ist noch nicht geklärt.
Beschwerden:
Nur Frauen: Cremefarbener bis bräunlicher, blasiger Ausfluss aus der Scheide, der unangenehm fischig riecht. Selten Jucken, Brennen oder
Schmerzen. Die Symptome sind abhängig von der natürlichen Abwehrlage der Scheide.
Weiteres: Gramnegatives Stäbchen, Klassifikation noch in Diskussion.
Normalerweise Behandlung mit Antibiotika, bzw. Antiinfektiva. Oft wiederkehrendes Auftreten trotz medikamentöser Behandlung, aber auch spontanes Verschwinden möglich. Komplementärmedizinische Behandlungen sind möglich. Gelegentlich treten trotz Gardnerella-Befall der Scheide überhaupt keine Beschwerden auf. In diesen Fällen erfolgt keine Behandlung.
Mittel der Wahl: Metronidazol
achtungliebe.ch/content/view/26/83/
Gardnerellen kommen in kleinen Mengen sehr häufig im Genitalbereich vor. Bei über der Hälfte aller Frauen sind sie nachweisbar, ohne dass Beschwerden bestehen. Im Fall einer Veränderung des Scheidenmilieus können sich diese Bakterien aber stark vermehren und dadurch Probleme verursachen.
Typischerweise kommt es zu verstärktem Ausfluss mit einem unangenehmen Fischgeruch. Selten einmal können Brennen beim Wasserlösen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Juckreiz und Reizungen des äusseren Genitale auftreten. Die Infektion selber ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Sie kann aber allenfalls das Auftreten weiterer Infektionen begünstigen.
Beim Mann kommt es durch diese Bakterien hingegen nur selten zu Beschwerden, obwohl bei den Sexualpratner betroffener Frauen oft Gardnerella im Gentialtrakt besiedelt sind.
https://www2.onlineberatung.usz.ch/question/faq.aspx?qst_cat_id=18&qst_id=22772
Bei "passendem" Milieu können sich Gardnerella also stark vermehren und somit Beschwerden verursachen.
Diese treten vorwiegend bei Frauen auf - allerdings denke ich, dass deine Verdauungsprobleme und die entstandenen Verletzungen bei dir ein solch passendes Milieu schaffen könnten.

Und gleich zum weiterlesen nochmals ein Link:
Normalflora der Scheide, Dysbiose und Bakterielle Vaginose

Zur oben angesprochenen komplementärmedizinischen Behandlung habe ich folgendes gefunden:
Die Homöopathie empfiehlt u.a. Kreosotum, Pulsatilla und Sepia zur Akutbehandlung, besser ist eine individuell abgestimmte Konstitutionstherapie nach einer ausführlichen Anamnese.
Unspezifische bakterielle Scheideninfektion - GESUNDHEIT HEUTE
Primär wird es bei dir sicher darum gehen, die Ursache der Verdauungsbeschwerden zu finden und anzugehen, um eine Verbesserung des Milieus zu erreichen.
Dann sollten auch Gardnerella (falls meine Vermutung richtig ist) kein Problem mehr sein.

Liebe Grüsse
pita

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BerryFuchs ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 06.12.08
Das kommt mir zwar ansatzweise auch bekannt vor, doch steckt meines Erachtens mehr dahinter. Es ist richtig, dass es in manchen Zeiträumen bei mir zwischen den Pobacken ein bisschen schleimig ist, doch habe ich nun festgestellt, dass parallel dazu eben auch mein Magen spinnt und sich Dämpfe und Flüssigkeit in ihm aufstauen. Mit den Genitalien habe ich keine Probleme, einzig meine Eichel ist öfters trockener oder eben "zu" feucht und entwickelt Geruch. Insbesondere dann, wenn ich pafürmierte Seife nutze. Mit seifenfreier Intimwaschlotion hat sich dies schon gebessert, doch entsteht der Geruch recht schnell neu. Das nervt wirklich. Mein nächster Gedanke: doch ein Pilz? Dafür gibt's ja verschreibungsfreie Salben. Und ein entsprechender Versuch scheint mir vom Erfolg gekrönt... - jedoch sehe ich meine ganzen "kleinen" Probleme heute als ein Ganzes.

Geändert von BerryFuchs (08.12.08 um 09:53 Uhr)

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BerryFuchs ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 06.12.08
So, nun geht's zur Sache: am Freitag habe ich einen Termin beim Internisten (Gemeinschaftspraxis, die eigentlich alle Bereiche abdeckt) zur Vorbesprechung.

Zudem versuche ich Kontakt zu der Praxis aufzunehmen, in welcher damals meine Sorbit-Intoleranz festgestellt wurde. Wenn ich nicht irre, wurde ich damals ausschließlich auf Sorbit und Laktose getestet. Außerdem wurde mir damals gesagt, dass ich Analrisse (Analfissuren?) hätte. Den Befund müsst ich mir doch schriftlich zukommen lassen können, oder? Damals schrieben wir das Jahr 2003 oder 2004...

...und heute geht's mir keineswegs besser. Im Gegenteil: manche Beschwerden treten zeitweise noch stärker auf und andere Wehwehchen kamen hinzu...

Ich berichte dann hier, wie es mit mir weitergeht. Zur Vorbereitung auf den Arztbesuch wurde mir hier sehr geholfen! Vielen Dank dafür.

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BerryFuchs ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 06.12.08
Prima, den Befund meiner Intoleranz-Tests aus dem Jahre 2004 (bis heute sind drei Umzüge geschehen) sollte ich bis zu meinem Termin am Freitag zugeschickt bekommen.

Ich habe mir nun viele Sachen fleißig notiert und u.a. noch einige Beschwerden ergänzt. Außerdem habe ich mir eine Aufstellung möglicher Ansätze gemacht, die ich hier noch mal zur Diskussion einstellen möchte. Vielleicht habt ihr ja noch Ergänzungen bzw. Anregungen für mich...

Ansätze

Verdauungstraktstörungen aufgrund von Intoleranzen?
- (Sorbit)
- (Laktose)
- Fruktose
- Histamin
- Gluten

Starke Pilzbelastung des Darms und schließlich anderer Organe (Candida) (eventuell durch Intoleranzen begünstigt?)?

Sonstige ggf. bakterielle Krankheiten (eventuell durch Pilzbefall begünstigt)?
- Zu viele Heliobacter-Bakterien
- Morbus Crohn
- Gardnerella (aufgrund fischigen Geruchs und „schleimigem“ After)
- Zu viele Firmicuten-Bakterien

Fehlfunktionen verschiedener Organe (eventuell durch obige Ansätze begünstigt?)?
- Galle
- Schilddrüse
- Leber
- Bauchspeicheldrüse
- (Zwerchfellriss)

Allergien?
- Hefe
- Schimmel
Bis ich mich wieder hier melde oder mich in anderen Themen einbringe, wünsche ich allen eine schöne Adventszeit und beste (und bei Bedarf rasch verbesserte) Gesundheit!

Geändert von BerryFuchs (08.12.08 um 20:26 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Dir auch eine schöne Adventszeit und viel Glück beim nächsten Arztbesuch

Uta

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BerryFuchs ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 06.12.08
Hier noch mal kurz eine Zusammenfassung der damaligen Ergebnisse:

Alle Werte in Stuhl und Blut waren einwandfrei, keine Anzeichen für eine Fehlfunktion eines Organs. Auch im Rahmen der zuvor durchgeführten Magen- und Darmspiegelung wurden die wichtigesten Test bereits mitgemacht. Eine Pilzinfektion ist sehr unwahrscheinlich.

Ich habe zudem über ein paar Tage eine Ernährungstagebuch geführt, Besonderheiten sind meinem Internisten nicht aufgefallen.

Seine These:

Eventuell liegt's an Intoleranzen, die sich nicht so einfach nachweisen lassen. Insbeondere was entsprechende "Wechselwirkungen" unterschiedlicher Lebenmittel betrifft. Langes Beobachten wäre daher angeraten. Dass Menschen nach Alkoholkonsum unterschiedliche Reaktionen zeigen, sei auch normal. Vielleicht ist mein Verdauungssystem einfach ziemlich empfindlich?!

Ein Thema, welches ich noch nicht abgehakt habe, ist eine Fruktose-Intoleranz. Da ich aber ofmals trotz viel gegessener Trauben und so garkeine Probleme habe, schließe ich das eigentlich aus. Auch meine Sorbit-Intoleranz nehme ich nicht wirklich wahr. Das Ganze kommt und geht. Und wenn ich wirklich mal ein bisschen mehr Alkohol getrunken haben sollte, ist die Wahrscheinlichkeit offenbar zumindest größer. Inesbondere bei Wein, bei Traubensaft habe ich jedoch keine Probleme festgestellt. Zur Klarstellung: Ich trinke relativ wenig Alkohol. In der Woche vielleicht bestenfalls an zwei oder drei Tagen jeweils eine oder zwei 0,33-Flaschen Bier am Abend. Seltener trinke ich Whisky-Cola oder zusammen mit meiner Freundin selbstgemachte Caipirinhas oder Mojitos. Alles andere rühre ich in der Regel garnicht an, auch Wein und Sekt schmeckt mir nicht.

Eigenes "Aha-Erlebnis":

Und dann gab's ein komisches "Aha-Erlebnis": ich war über eine wirklich lange Zeit beschwerdefrei! Erst nach einer größeren Feier mit Cocktails hatte ich wieder entsprechende Symptome mit Ausfluss und musste wieder ständig aufs Klo. Das hielt dann wie üblich einige Tage an. Warum diese zeitweise Besserung?! Keine Ahnung! Großartig umgestellt hatte ich meine Ernährung eigentlich nicht, doch esse ich seit längerer Zeit mehr Brot und abends weniger warm. Auch backen wir seit eingen Monaten unser Brot selbst (d.h. fertige Backmischungen aus dem Handel) im Brotbackautomaten. Mehr ist eigentlich nicht passiert.

Zum Thema Blähbauch

Ein Ansatz, den ich persönlich verfolge: Vielleicht liegt's doch an Stress und verkrampften Muskeln. Gesteuert rülpsen konnte ich noch nie, auch als Kind nicht. Wenn ich also viel Luft im Bauch habe, verkrampfe ich oft sprürbar im ganzen Oberbauch... - bis sich irgendwann Blähungen entladen. Oftmals habe ich dann auch einen unangenehm verspannten Rücken. Wenn ich dann "jammer", erlebe ich stets diese Momente, in denen mir meine Freundin zu mehr Bewegung bzw. Sport rät. Und das ist sicherlich auch nicht so verkehrt. Zum Beispiel: oftmals muss ich nach ausgiebigen Radfahren auf die Toilette und habe dann relativ festen Stuhlgang. "Fest" bedeutet nicht hart, so dann einem der After schmerzen könnte, sondern eher "fest" wie die Konsistenz eines Dichtungsmittels. Wie Lehm. Ich denke dann immer: "Kein Wunder, dass das Zeug nicht einfach so durch mein Innerstes flutscht..."

Zum Thema Geruch im Intimbereich

Was den unangenehmen Geruch im Intimbereich anbelangt: Scheibar kann ich rubbeln und rubbeln... - trotzdem bleibt nach dem Duschen zu viel Feuchtigkeit unter meiner Vorhaut. Seit einiger Zeit nutze ich die Deo-Creme von Nivea nach dem Duschen (ganz mild, z.B. bei Achselrasur vom Hersteller empfohlen) und kreme mir meine Eichel nach dem gründlichen Abtrocknen hauchdünn ein. Folge: Alles bleibt trocken, hautbild ist absolut normal und das Problem verschwunden!

Fazit:
Meine zweitweise wirklich starken und lästigen Probleme treten noch auf... - aber deutlich seltener und meist in schwächerer Ausprägung. Vielleicht weil ich ingesamt "besser drauf" bin und mir nach den Untersuchungen weniger Sorgen machen kann?!

Ausfluss aus dem After und viele weitere Wehwehchen

Legov ist offline
Beiträge: 1
Seit: 12.07.12
Hallo BerryFuchs ,

habe gerade den Beitrag gelesen . Das hätte genauso von mir geschrieben
sein können.

Gibts neue Erkenntnisse ?


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