Völlige Erschöpfung!

05.12.08 17:52 #1
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Völlige Erschöpfung!

Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
hallo margie, vielen Dank für die Info. Zu welchem Arzt soll sie da gehen, um mal in die Augen schauen zu lassen? Bei ihr ist es halt auch das wenig Essen. Sie will schlank bleiben. Sie bringt sich noch um! Sie erbricht auch. Angeblich wegen Verdauungsprobleme. Ich meine auch wegen Psyche und fast schon Bulimie??? Ist bei MW auch der Ferritin gestört? Also sollte sie einen niedrigen Ferritin haben <30, und blass ist sie sowieso immer, dann tippe ich erstmal auf Eisenmangel und Vitalstoffmangel bzw. Nährstoffmängel allgemein. Immunprobleme hat sie auch, kein Wunder bei der Einstellung. Bei Verdacht auf MW also kein Kupfer geben, richtig? Ist in vielen Kombis halt mit drin.

Völlige Erschöpfung!

chrissi31 ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 04.12.08
Hallo Shelley,

Kalium war bei mir meistens normal, eher manchmal zu hoch oder hart an der Obergrenze.

Gruß Chrissi

Völlige Erschöpfung!

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Chrissi,

Kalium war bei mir meistens normal, eher manchmal zu hoch oder hart an der Obergrenze
Das spricht m. E. eher dafür, dass der Arzt nach der Blutentnahme das Blut nicht zentrifugiert und abpipettiert hat oder dass Du zuvor kaliumhaltige Nahrung/Getränke zu Dir genommen hast.
Oder: Siehe mein Nachtrag unten.

Kalium ist einer der empfindlichsten Blutwerte.
Das Blut muss nach der Entnahme zentrifugiert und möglichst auch abpipettiert werden (beides zeitnah) und selbst wenn das geschieht, darf es nicht allzu lange dauern bis es vom Labor untersucht wird.
Wenn das Blut bis es ins Labor kommt, noch ein bis 2 Stunden beim Arzt steht, so erhöht sich der Kaliumwert stetig im Röhrchen. Und beim Labor steht dann das Blut bis es im Computer erfaßt ist, auch nochmals ein Weilchen...

Ich hatte schon mal Werte über 6,0 (normal sind 3,6 bis 5,1), weil der Arzt das Blut am Nachmittag vorher genommen hat und ob es zentrifugiert wurde, weiß ich nicht einmal.
Die niedrigsten Werte hatte ich immer dann, wenn das Blut sofort nach der Entnahme untersucht wurde. So kürzlich in einer Notfallambulanz, da war mein Wert 3,3 (und das bei regelmäßiger Kaliumzufuhr von über 300 mg täglich). Ansonsten liegen meine Werte im unteren Normbereich, wenn das Blut zentrifugiert wurde (und trotzdem ich regelmäßig über 300 mg Kalium über den Tag verteilt zuführe).
Gerade wenn man zu Durchfällen neigt, ist es eher unwahrscheinlich, dass man einen hohen Kaliumwert hat.


@Shelley:
kalium war bei mir damals okay.
---- denke ich - ich war im krankenhaus, als ich 24h am tag am pulsoxymeter hing.
Du hattest früher aber doch mal geschrieben, dass Du im Krankenhaus immer wieder zu niedrige Werte hast und diese wären auch nicht ganz ok gewesen?!
Ich habe hier Deine damalige Bemerkung zu diesem Thema:
könnte es sein, dass bei mir desweegen kalium ambulant immer im ref.-bereich (untere grenze) ist, sich aber bei stationären tests im mangelbereich findet?
siehe hier der 3. Beitrag:
http://www.symptome.ch/vbboard/k-nnt...as-and-hi.html

Dann hat sich das offenbar gebessert. Natürlich können Tachykardien noch einige andere Ursachen haben außer Kaliummangel. Die Schilddrüse sollte man da nicht vergessen. Durchblutungsstörungen können zu Tachykardien führen und so einiges mehr.

Gruß
margie


Nachtrag:

Ich lese gerade, dass Kalium bei hämolytischen Krisen (die man bei einer hämolytischen Anämie, die ich bei Dir für möglich halte, immer wieder bekommen kann) sogar erhöht sein kann! D. h. ein grenzwertig hohes Kalium könnte man auch bei einer Hämolyse haben.

Kalium im Serum
erhöht:


Verteilungsstörung: Azidose
Diabetes mellitus
hämolytische Krisen
hyperkaliämische periodische Paralyse

siehe
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/I...lium_Serum.htm
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (07.12.08 um 19:13 Uhr)

Völlige Erschöpfung!

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Johann,

Zu welchem Arzt soll sie da gehen, um mal in die Augen schauen zu lassen? Bei ihr ist es halt auch das wenig Essen. Sie will schlank bleiben. Sie bringt sich noch um! Sie erbricht auch. Angeblich wegen Verdauungsprobleme. Ich meine auch wegen Psyche und fast schon Bulimie??? Ist bei MW auch der Ferritin gestört? Also sollte sie einen niedrigen Ferritin haben <30, und blass ist sie sowieso immer, dann tippe ich erstmal auf Eisenmangel und Vitalstoffmangel bzw. Nährstoffmängel allgemein. Immunprobleme hat sie auch, kein Wunder bei der Einstellung. Bei Verdacht auf MW also kein Kupfer geben, richtig? Ist in vielen Kombis halt mit drin.
Wegen des Kf-Rings kann man zum Augenarzt gehen. Nur, nicht alle wissen, was das ist und wo man ihn suchen muss.
Erbrechen kann man bei Bulimie wie auch bei einer hämolytischen Anämie, die man bei MW haben kann. Genauso kann man bei MW psychische Probleme haben.
Ferritin gestört bei MW? Könnte sein, denn bei MW hat man zuwenig von dem Transportprotein Coeruloplasmin und das spielt auch eine Rolle im Eisenstoffwechsel.
Ferritin von kleiner 30 heißt nicht unbedingt gleich Eisenmangel. Wenn es nachhaltig bei ca. 15 oder weniger ist, würde ich den Eisenmangel schon eher vermuten.
Nach der Meinung von Ärzten, die sich mit der Eisenspeicherkankheit gut auskennen, sollte man als Gesunder kein höheres Ferritin als 50 haben, weil das die Leber sonst belasten würde.

Wissen sollte man beim Ferritin, dass es ein sog. "akute-Phase-Protein" ist und bei Infekten/Entzündungen sich erhöht ohne dass man dann mehr Eisen im Körper hat.

Natürlich sollte man, wenn Verdacht auf MW besteht, kein Kupfer einnehmen. Es gibt einige kupferfreie Multis, z. B. Eunova Langzeit-Multivitamin, Bion 3, Orthomol vision, etc.
Man kann eine Eisenmangelanämie und eine hämolytische Anämie gleichzeitig haben. Ist bei mir auch beides vorhanden.

Auch Immunprobleme wären bei MW nicht ungewöhnlich, denn eine Vergiftung greift auch das Immunsystem an.
Ich habe auch Immunprobleme.

Das Mädchen, von dem Du sprichst, sollte natürlich erst mal gründlich untersucht werden. Alle diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben, d. h. ein MW muss nicht unbedingt dahinter stecken.
Gerade wenn Mädchen wegen der schlanken Linie hungern, können auch Nährstoffmängel eine Rolle spielen.
Allerdings halte ich es nicht für normal, wenn man immer wieder erbricht und wenn man immer wieder ohnmächtig wird. Das sollte man abklären, denn da könnte etwas Ernsthaftes dahinter stehen.

Gruß
margie
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Geändert von margie (07.12.08 um 19:11 Uhr)

Völlige Erschöpfung!

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Joh70,

ich könnte mir vorstellen, daß die junge Frau deshalb umkippt, weil sie total im Unterzucker ist. Wenn sie bulimisch ist, dann macht sie ja große Blutzuckerspitzen und -tiefen mit; insofern wäre das eine einleuchtende Erklärung.

Gruss,
Uta

Völlige Erschöpfung!

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo chrissi31,

hier sind jetzt inzwischen viele Möglichkeiten genannt worden und wahrscheinlich haben deine Beschwerden nicht eine Ursache allein.

Mir sticht besonders ins Auge:

Hashimoto - macht sehr viele von den genannten Beschwerden

Leberprobleme - machen ebenfalls viele der genannten Beschwerden

"schlechte Zähne" - was heißt das im einzelnen?

Amalgamfüllungen, Kunststofffüllungen, Wurzelfüllungen, Brücken, Kronen oder Implantate?
Die Mitteilung deines Zahnstatus wäre sinnvoll um sich ein Bild zu machen.

"Extremsport ist Mord",.........würde ich jedenfalls in deinem Fall sagen, weil erstens zu viele Gifte aktiviert werden und der Körper zusätzlich übersäuert.
Bei der Beschreibung deiner Beschwerden werden die Mitochondrien ebenfalls geschädigt sein.

An den Zähnen kann "Alles oder Nichts" hängen.

Liebe Grüße
Anne S.

Völlige Erschöpfung!

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
weiß/rot/blaue, schmerzhafte Verfärbung von Händen/Füßen bei Kälte mit Frostbeulen (habe ich schon länger, tritt aber jetzt stärker auf)
Das ist mir jetzt noch einmal aufgefallen.
solche in etwa violetten Verfärbungen der Haut (auch an Ellogen und Fingerknöcheln) kommen auch bei Borreliose vor.
ACRODERMATITIS CHRONICA ATROPHICANS

Lange bestehende rote oder bläulich-rote Hautveränderung, gewöhnlich an den Streckseiten von Extremitäten. Anfänglich teigige Hautschwellungen, die später atrophieren. Über Knochenvorsprüngen Hautinduration möglich
Laborbefunde
Obligat:

Hohe Konzentration spezifischer IgG-Antikörper im Serum oder charakteristischer histologischer Befund und kultureller oder Nukleinsäure-Nachweis von B. burgdorferi aus einer Hautbiopsie
www.antibiotikamonitor.at/4_99/4_99_1.htm

Hier sind Abbildungen der acrodermatitis chronica, also dieser Hautveränderungen, zu sehen:
DermIS - Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer (Information zu der Diagnose)

Gruss,
Uta

Völlige Erschöpfung!
MediStudi
[QUOTE=Oregano;309702]Das ist mir jetzt noch einmal aufgefallen.
solche in etwa violetten Verfärbungen der Haut (auch an Ellogen und Fingerknöcheln) kommen auch bei Borreliose vor.


Lupus?

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Zitat von Anne S. Beitrag anzeigen
An den Zähnen kann "Alles oder Nichts" hängen.
Ich würde das noch um das Thema "Kiefer" ergänzen:

Kieferostitis: Integrative Zahnheilkunde

Zahnstörfelder: Integrative Zahnheilkunde

Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!


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