Töchterlein ist arm und krank

09.06.06 12:51 #1
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Töchterlein ist arm und krank

Schlumpfine ist offline
Themenstarter Beiträge: 118
Seit: 09.06.06
Hallo!

Irgendwie hab ich den Eindruck, sie wird täglich kränker und schwächer. Weiß schön langsam nicht mehr, was ich machen soll. Gestern noch war ich so motiviert, dass ich das locker mit einer glutenfreien Diät hin bekomme, doch heute zweifle ich wirklich daran. Dabei ist so viel zu beachten, neue einzukaufen, neue Rezepte zu finden und das obwohl ich eigentlich eh schon für nix Zeit hab.
Noch dazu bin ich so unsicher, wo ich überhaupt anfangen soll. Es könnten so viele Dinge daran Schuld sein, dass es ihr nicht gut geht. Was soll ich da als erstes ins Auge fassen - keine Ahnung.
Mir selber geht es auch nicht gerade blendend, wahrscheinlich fehlt mir darum die Kraft es so richtig anzupacken.
Hoffe, das wird bald wieder und ich kann eine Entscheidung treffen.

Bin euch aber trotzdem für jeden Tip und Anregung wirklich dankbar !!!

lg
Schlumpfine

Töchterlein ist arm und krank

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Schlupfine

Das Kochen ist so schwer auch wieder nicht. Konzentriere dich zu beginn auf Reis, Kartoffeln, Gemüse und Fleisch bzw Ei
Dann kannst du nichts falsch machen und ist nicht eine grosse Umstellung
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Hallo Schlumpfine,

was mir gerade noch eingefallen ist: Krankheit kann auch die einzige Möglichkeit eines Kindes sein, sich gegen Überlastung zu wehren. Meine Mutter sagte mal: gegen Überforderung wehrt man sich, gegen Unterforderung nicht - das ist falsch.
Ich komme nur drauf wegen Privatschule - wenn das so eine Eliteeinrichtung ist, wo der Nobelpreisnachwuchs gezogen werden soll, dann ist Deine Tochter am Ende schlicht und einfach überfordert. Wenn Dein Mann nur intellektuelle Überflieger als Kinder akzeptiert - na dann viel Spaß.
Ich spreche aus Erfahrung.

Töchterlein ist arm und krank

maichen ist offline
Beiträge: 394
Seit: 01.03.06
Hallo Beat ,was ist Lactobazillus GG ? Das kenne ich gar nicht.
Kannst du mich Unwissenden bitte aufklären ?
Vielleicht lerne ich wieder was Neues.
M

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Wurde eine Glutenunverträglichkeit/Zöliakie denn bisher bereits diagnostiziert? Eine glutenfreie Diät vor Diagnose ist nicht empfehlenswert, weil das sonst serologisch nicht mehr zuverlässig nachgewiesen werden kann. Guckst du hier: http://www.zoeliakie-treff.de/zoelia...-diagnose.html
Die Schübe, wie du sie beschrieben hast, sprechen meines Erachtens gegen eine Zöliakie/Glutenunverträglichkeit. Entweder man hat das und dann immer oder man hat es nicht.

Da die Krankheitschübe immer im Frühling auftreten: Gibt es irgendwelche Früchte/Gemüse, die dafür verantwortlich sein könnten? Erdbeeren z.B. sollen hohe Pestizidrückstände haben. Vielleicht fällt dir sonst noch was ein.

Hast du ein Funktelefon im Haushalt? Wenn ja, versuchsweise während längerer Zeit über Nacht ausstecken und beobachten, was passiert. Noch besser, gleich umstellen auf Schnurtelefon oder wenigsten ein Funktelefon, dass nicht strahlt, wenn es in der Station steht. Diese Funktelefone sind die grössten Dreckschleudern in unseren Haushalten.

Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, erst einmal organische Ursachen sauber abklären zu lassen, bevor du irgendwelche Eigentherapien oder Diäten machst. Es geht euch schon schlecht genug. Diese Rumpröbelei kostet nur Kraft (ich schreibe aus Erfahrung) und der Erfolg ist ungewiss. Sollte eine Glutenunverträglichkeit nachgewiesen sein, wird es dir leicht fallen, eine solche Diät durchzuziehen. Auch die Psychoschiene würde ich mal vorläufig vergessen.

Warst du mittlerweile beim Arzt. Wurden noch Untersuchungen gemacht, die du machen lassen wolltest? Verwende deine Kraft erstmal darauf.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Mungg,
welche zuverlässige Untersuchung auf Glutenunverträglichkeit schlägst Du denn vor?

Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Hallo Mungg,

wie Du oben lesen kannst, wurde Schlumpfine schon von der Notwendigkeit eines Zöliakie-Testes überzeugt.
Was ich hier meine, ist auch nicht die klassische Zöliakie, sondern eine Reaktion auf die Exorphine (Gliadorphine) im Gluten, wie sie von Reichelt et. al. und anderen nachgewiesen wurden (und wie sie von vielen Betroffenen, Beat, mir, erlebt wird). Das kann schon Schübe geben, weil es nicht den Darm betrifft, sondern das endorphine System, dass außerdem zum Beispiel sonnenlichtabhängig ist (Frühjahrsverschlechterung) und das man selber stimulieren kann.
Meines Erachtens ist Gluten die Hauptursache für psychische Probleme in unseren Breiten, noch vor den von Dir angegebenen Einflüssen.
Als ich im Zöliakie-Forum mal über die Gliadorphine geschrieben habe, da wurde mir geantwortet a la "also ich hier studiere Biomedizin und da habe ich ja noch nie was von gehört", dann kam ich mir verarscht vor, ich suche doch so einem "Studenten", der die ganze Zeit in der Kneipe sitzt, nicht die entsprechenden Studien bei pupmed raus.

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Okay ihr zwei. Ich gebe zu, dass ich von Glutenunverträglichkeit nicht viel Ahnung habe. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass so eine Diät recht viel Kraft (und auch Geld) braucht. Nicht nur beim Kochen, sondern auch in der Beschaffung der Nahrungsmittel. Ausserdem geht möglicherweise beim "Pröbeln" wertvolle Zeit verloren, wenn doch was anderes organisches vorliegt. Ging mir genauso und ich frage mich heute, warum ich nicht noch mehr Druck auf die Ärzte machte.

Was mich immer noch beschäftigt, sind die Mundwinkelrhagaden. Die hatte ich als Kind und Erwachsene immer wieder über Wochen und Monate. Seit die Borreliose konsequent behandelt wird, habe ich sie nur noch äusserst selten und flüchtig. Als Ursache für Mundwinkelrhagaden wird auch die Syphilis angegeben. Syphilis ist der Borreliose ähnlich. Obwohl ich denke, dass es nicht die Erreger direkt sind, die das machen, sondern die Erreger fressen einem etwas weg, was dann zu den Rhagaden führt. Eine Zeit lang hatte ich die Dinger mit Vitamin B unter Kontrolle. Später hat das nichts mehr genützt. Oder die Dinger sind ein Ausdruck eines Pilzes, der wegen des durch eine Infektion gestressten Immunsystems nicht mehr bekämpft werden kann.

Dann die beschriebene Erschöpfung und Kopfschmerzen des Kindes. Könnten auch ein Ausdruck einer Infektion sein. Vielleicht sogar einer Infektion des Gehirns oder der Hirnhäute. Da wäre das rumpröbeln mit Diäten fatal, weil zuviel Zeit verloren geht. Ists ein Virus, braucht das Kind viel Ruhe (inkl. erholsamen Schlaf ohne Bestrahlung des Hirns mit gepulsten elektromagnetischen Strahlen). Ists ein Bakterium oder Pilz, braucht das Kind die entsprechenden Antibiotika, Ruhe und bei Pilz auch die richtige Diät dazu.

Aber dazu muss man erst wissen, was das Kind hat.

Wegen meines Heisshungers auf Kohlenhydrate meinte meine Spezialistin, dass es unter der Borreliose zu einer Insulinresistenz kommen kann, was dieses Symptom auslöst. Auch hier sah ich Parallelen zu diesem Fall. Aber eben, ich denke, dass auch andere chronische Infektionskrankheiten so einen Mist machen können. Ich habe ja noch ein paar nette Ko-Infektionen. Genauso kann es unter einer Pilzinfektion zu Heisshunger auf Kohlenhydrate kommen, weil die einem den Zucker "wegfressen".

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Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Hallo mungg,

Sieht das bei Dir so aus wie auf dem Foto hier?
http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/...ta/ribofla.htm
Ist ja schlimm.
Mit Syphilis ist nicht zu spaßen, früher wurde die ja mit Quecksilberpräparaten behandelt. Man sollte eben immer ein Kondom benutzen.
Welche Diäten hast Du denn konkret ausprobiert? War damit auch die einzig ernsthafte Diät darunter, der mindestens 4-wöchige Verzicht auf Gluten und Kasein?
Wenn ich nämlich Heißhunger auf Kohlenhydrate lese: hast Du dann Reis, Kartoffeln oder Traubenzucker zu Dir genommen - oder vielleicht doch Schokolade, Brot und Nudeln? Im zweiten Fall könnten die Endorphine schuld sein.

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maichen ist offline
Beiträge: 394
Seit: 01.03.06
Rohi ,das ist ja so schlimm ,dass die Symptome die du beschreibst bei Glutenunverträglichkeiten Ähnlichkeit mit Pilzen haben.
Da tritt genau das Phänomen auch auf. Und wenn man dann ohne die Pilze zu behandeln eine Diät macht ,werden die Pilze aggressiv .Dann können sie bis ins Gehirn vordringen und schlimmste Schäden hervorrufen .
M


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