echte Polyarthritis oder gar eine Titan-Allergie ?

25.11.08 21:24 #1
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echte Polyarthritis oder gar eine Titan-Allergie ?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo morten,

was für ein Test auf Allergie war das? EAV?

Ich halte weiter den Lymphozytentransformationstest (LTT) für am zuverlässigsten. Leider muß man ihn soweit ich informiert bin selbst bezahlen, aber eine EAV-Testung ja auch.

http://www.symptome.ch/vbboard/aller...md-berlin.html

Gruss,
Uta

echte Polyarthritis oder gar eine Titan-Allergie ?

morten ist offline
Beiträge: 3
Seit: 08.12.08
Die Untersuchung ist ein Titan-Stimulationstest
TNF-a stimuliert
IL1-b stimuliert
Eine Freisetzung von Entzündungsmediatoren nach stimulation von Makrophagen mit Titanoxid. Dafür wurde mir Blut abgenommen.

Zusätzlich wurde jetzt mit Speichelentnahme ein Gentest (IL1/TNF), um die genetische Entzündungsneigung zu bestimmen, vorgenommen. Wie gesagt das Ergebnis habe ich noch nicht.
Zu den Kosten kann ich noch nichts sagen. Habe noch keine Rechnung bekommen und bin privat versichert.

Gruß morten

P.S. IMD in Berlin ist richtig

echte Polyarthritis oder gar eine Titan-Allergie ?

Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
Also ich bliebe da skeptisch.

Wird bei so einem Stimulationstest nicht eine größere Menge des vermuteten Antigens verwendet? Also dass dann das Immunsystem irgendwie drauf reagiert, ist meiner Meinung nach normal. Außerdem weiß man doch gar nicht, ob Titan eine gewisse funktionielle Bedeutung im Immun- oder Zellstoffwechsel hat, wie die anderen Spurenelemente auch. So könnte eine Verabreichung des Titans ungewollt die davon abhängigen Prozesse induzieren, was ebenfalls anregend auf das Immunsystem wirken könnte.

Genauso diese PRICK-Tests (Allergietests mit Tropfen auf der Haut): Das die Haut gegen irgendwas reagiert, was ihr reingedrückt wird, ist kein Wunder. Eine Immunreaktion heißt nicht automatisch, daß man dagegen allergisch ist. Schließlich soll das Immunsystem Fremdkörper in Augenschein nehmen und sehen, ob es sich um was gefährliches handelt. Und wenn es davon gleich ne Überdosis kriegt, ist auch mit verstärkter Reaktion zu rechnen.

Möglich ist alles, aber ich bleibe skeptisch. Eine Titanallergie halte ich für genauso selten wie eine "Jodallergie". Beim Jod sind es meistens Reaktionen auf die von jodabhängigen Prozesse (Schilddrüse & evt. Halogenwirkung).

Geändert von Joh70 (09.12.08 um 11:49 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Seitdem wesentlich mehr Titan in Form von Endoprothesen und Zahnimplantaten in Körper eingebracht wird, gibt es auch mehr Titanallergien.
So, wie man früher sagte, daß es auf Gold so gut wie keine Allergie gibt, was heute nicht mehr so gesagt wird, dürfte es auch mit Titan laufen.

Gruss,
Uta

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Joh70 ist offline
Beiträge: 945
Seit: 08.10.06
Vielleicht! Wenn ja, dann vielleicht eher, weil sich das Element über den Weg wie es in den Körper gelangt, mit einem anderen Stoff verbindet, also vermehrt Moleküle bildet, oder sich an Eiweißen anheftet und so zum potenten Allergen wird oder sich an Zellwände hängt, was dann die Immunreaktion auslöst. Das einfache chemische Element ansich löst keine Allergie aus. Sehr unwahrscheinlich!

Außerdem entsteht eine Allegie auch nie nur wegen des Stoffes wegen, sondern der Stoff ist nur ein Auslöser. Die Ursache liegt in einem defekten Immunsystem (Selbstkontrolle erschöpft). Es könnte genausogut jeder andere "geeignete" Stoff sein.

Geändert von Joh70 (09.12.08 um 18:22 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Endoprothesen aus Titan haben einen gewissen Abrieb, der sich mit der Zeit natürlich summiert. Deshalb wird ja auch teilweise Endoprothesen aus Keramik gearbeitet, weil bei Keramik der Abrieb wesentlich geringer ist als bei Titan und anderen Metallen. Nur ist Keramik anscheinend in Endoprothesen so spröde, daß da noch daran gearbeitet werden muß.
Es sind diese Abriebteilchen, die die Allergie provozieren.

Gruss,
Uta

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von morten Beitrag anzeigen
Hallo,

Mein Zahnarzt hat mich dann auf diesen Titanallergietest gebracht. Der Titan "Allergietest" ergab 25,4 (maxSoll20) und 14,7 (maxSoll15). Das Labor kann eine entzündliche Reaktion nicht ausschließen. Deswegen wurde noch ein GenTest gemacht. Auf das Ergebnis warte ich noch. Beide Untersuchungen liefen über meinen Zahnarzt (sehr bemüht mir zu helfen). Das Labor ist in Berlin.
morten
Berichte bitte darüber, wenn Du weitere Ergebnisse bekommen hast. Mich verwundert das nämlich ein wenig, denn auch ich habe ein positives Ergebnis (9,5) auf Titan bekommen, wobei ein Wert >3 auf eine Sensibilisierung hinweißt. Das Labor in München schreibt aber dann immer darunter: Höchst wahrscheinlich ein falsch positives Ergebnis, da Titan ein nicht allergisiernder Stoff ist. Da fragt man sich dann schon, warum man das dann überhaupt testet ...

In Berlin ergab diese Untersuchungen (auch bei mir) aber immer ein negatives Ergebnis, weshalb ich mich nun frage wie Du auf einen Wert von 14,7 kommst ? Was war das denn für ein LTT bei dem nicht ein Ergebnis >3 sondern eines > 15 als allergisierend gilt. Ich habe dann mit dem Berliner Labor telefoniert, wobei mir ganz pauschal gesagt wurde: Es gibt keine Allergie auf Titan ! Wieso testen die es denn dann, wenn ein negatives Ergebnis schon im vornherein zugesichert wird ?

Ich habe mir dann erlaubt noch ein einem dritten Labor auf Titan zu testen und siehe da: Wieder mit 8 positiv. Ich kann das nun nicht einfach als *falsch positiv*ignoerieren.
Insofern wäre es positiv wenn Du über Deine weitere Untersuchung berichtest, obwohl ich da beim Berliner Labor so meine Bedenken habe. Ich würde ja ein Labor bevorzugen, bei dem im LTT auch positive Ergebnisse ausgeweisen werden.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Mir wurde wiederum von einem Prof. an einer Dermatologischen Klinik gesagt, daß es zwar immer wieder positive Tests auf Metalle gäbe, daß aber trotzdem in der Praxis diese Metalle meistens im Körper doch gut vertragen würden .

Gruss,
Uta

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Ach - Entschuldigung ! Du hast ja schon geschrieben, daß es ein Titan-Stimulationstest war:
TNF-a stimuliert
IL1-b stimuliert
Da werde ich mir dann wohl überlegen müssen, ob der des Rätsels Lösung sein könnte. Insofern wäre es noch wichtiger, wenn Du uns hier über das Ergebnis informierst. Hat Dich denn Dein Zahnarzt auf den Stimulationstest gebracht ? Bei uns wissen die nicht einmal was ein LTT ist.

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Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Mir wurde wiederum von einem Prof. an einer Dermatologischen Klinik gesagt, daß es zwar immer wieder positive Tests auf Metalle gäbe, daß aber trotzdem in der Praxis diese Metalle meistens im Körper doch gut vertragen würden .
Gruss,
Uta
Ach ja - ich vergesse immer wieder, daß wir uns gerade in der Faschingszeit befinden :-) Ein Professor einer dermatologischen Klinik sagte mir, daß er nicht bestätigen kann (darf), daß Dentalstoffe überhaupt ein Haut-Ekzem auslösen können. Er weigerte sich strickt Dentalstoffe auszutesten, da er das vorsorglich nicht auf Kosten der Krankenkasse machen dürfe. Also bestätigte er den betroffenen Patienten nur ein großflächiges Hautexzem, ohne auf den Auslöser (vorangegangene Zahnbehandlung) auch nur hinzuweisen.

Ärgerlich ist das insbesondere deshalb, da die großen deutschen Hautkliniken große Testlabors betreiben, von denen die meisten Betroffenen nicht einmal etwas wissen. Die kosten den Steuerzahler etliche Millionen und haben fast alle Testsubstanzen auf Lager. Die niedergelassenen Hautärzte können von dort selbst seltene Testsubstanzen anfordern. Doch der Professor darf diese Patienten selbst dann nicht in diesem Labor testen, wenn er die Patienten vom Kieferchirurgen wegen Unverträglichkeit zugewiesen bekommt. (Selbst dann nicht, wenn sich diese Unverträglichkeit in einer Neurodermitis äußert).

Man hat eben mit den Zahnärzten eine Konsensvereinbarung bis zur weiteren Klärung abgeschlossen. Übrigens verhinderte danach auch eine Konsenserklärung, daß eine Unverträglichkeit über den LTT nachgewiesen werden darf. Die darf dann nur noch vom Hautarzt (Epikutantest) nachgewiesen werden. Pervers ! Da kann man dann nur hoffen, daß das in der Schweiz besser geregelt ist (Paracelsius-Klinik ?)


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