Uran-Belastung Haarmineralanalyse

18.11.08 12:03 #1
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Gioconda ist offline
Beiträge: 85
Seit: 17.11.08
Hallo an Alle,

ich habe im Sommer 2007 eine Haarmineralanalyse gemacht und hatte in dieser Analyse keine Belastung mit Uran.
Dann hab ich von Oktober 2007 bis Februar 2008 Bambus Pflaster von Segiun geklebt.
Im Februar 2008 hab ich wieder eine Haarmineralanalyse gemacht und habe seither eine 7mal höhere Uranbelastung.

Kennt sich irgendjemand aus mit Uran? Woher kann das kommen?
Ich weiss nun nicht ob das Uran bereits vorher in meinem Körper war und durch die Pflaster mobilisiert wurde oder ob es erst durch die Pflaster in meinen Körper gekommen ist. Ich habe im Internet Informationen gefunden dass in asiatischen Ländern uranhaltige Dünger verwendet werden, und diese Pflaster kommen ja aus Asien.

Bin für jede Information dankbar

Schöne Grüsse
Gioconda

Uran-Belastung Haarmineralanalyse

Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Schick doch ne Materialprobe von dem Pflaster ein und lass sie auf Uran untersuchen. Das wird der einzige Weg sein es rauszufinden.
Auch wenn sich Uran jetzt erstmal schlimm anhört, würde ich mir nicht die größten Sorgen machen.
Machen kannst du eh nicht viel außer abwarten und dann vielleicht nachmal ne Haaranalyse.
__________________
Gruß Tobi

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Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Hallo Gioconda,

ich glaube nicht an eine Belastung durch das Pflaster.
Häufig sind Uranbelastungen durch Mineralwasser (auch beliebte Marken!), Trinkwasser in manchen Gegenden und Pflanzen, die mit uranhaltigem Phosphordünger gedüngt wurden.

Der uranhaltige Dünger ist kein asiatisches, sondern ein weltweites Problem. Früher hat man das Uran aus dem Dünger extrahiert (natürliches Begleitelement), weil es teuer und dadurch die Reinigung profitabel war. Seit ein paar Jahren sind die Uranpreise drastisch gesunken und es lohnt nicht mehr. Da bleibt das Uran im Dünger.
Liebe Grüße

Günter
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Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht!

Geändert von Günter (18.11.08 um 20:56 Uhr)

Uran-Belastung Haarmineralanalyse

Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Seit ein paar Jahren sind die Uranpreise drastisch gesunken und es lohnt nicht mehr. Da bleibt das Uran im Dünger.
*räusper* Günter, es gab zwar das letzte Jahr einen kräftigen Rücksetzer, aber der Trend ist weiterhin explosiv nach oben.


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Gruß Tobi

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Gioconda ist offline
Themenstarter Beiträge: 85
Seit: 17.11.08
Zitat von Günter Beitrag anzeigen
Hallo Gioconda,

ich glaube nicht an eine Belastung durch das Pflaster.
Häufig sind Uranbelastungen durch Mineralwasser (auch beliebte Marken!), Trinkwasser in manchen Gegenden und Pflanzen, die mit uranhaltigem Phosphordünger gedüngt wurden.

Der uranhaltige Dünger ist kein asiatisches, sondern ein weltweites Problem. Früher hat man das Uran aus dem Dünger extrahiert (natürliches Begleitelement), weil es teuer und dadurch die Reinigung profitabel war. Seit ein paar Jahren sind die Uranpreise drastisch gesunken und es lohnt nicht mehr. Da bleibt das Uran im Dünger.
Liebe Grüße

Günter
Hallo Günter,

vielen Dank für deine Antwort und die Erklärung des uranhaltigen Düngers.

Rein gefühlsmässig glaub ich eigentlich auch nicht dass es von den Pflastern kommt weil mir diese unglaublich gut tun. Ich hab in der selben Zeit auch noch 2 Tees getrunken, einen Bambus Tee - hergestellt in Korea und einen chinesischen Pilztee - hergestellt in Malaysia, und gegen beide Tees hab ich nach kurzer Zeit eine starke Abneigung entwickelt, also war es vielleicht im Tee. Mineralwasser hab ich in der Zeit keines getrunken.

Beide Tees hab ich nach der Analyse im Frühjahr 2007 sofort abgesetzt, aber leider auch die Pflaster, weil ich ja nicht wusste woher das Uran kommt. Die Pflaster hab ich nun wieder angefangen.

Liebe Grüsse
Gioconda

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Gioconda ist offline
Themenstarter Beiträge: 85
Seit: 17.11.08
Zitat von Tobi09 Beitrag anzeigen
Schick doch ne Materialprobe von dem Pflaster ein und lass sie auf Uran untersuchen. Das wird der einzige Weg sein es rauszufinden.
Auch wenn sich Uran jetzt erstmal schlimm anhört, würde ich mir nicht die größten Sorgen machen.
Machen kannst du eh nicht viel außer abwarten und dann vielleicht nachmal ne Haaranalyse.
Hallo Tobi,

ich hab bereits bei einigen Stellen nachgefragt ob diese Untersuchung möglich ist, jedoch scheint es ziemlich kompliziert zu sein weil scheinbar ein Pflaster nicht ausreicht sondern viele benötigt werden und auch sehr teuer. Ich wollte ja auch die beiden Tees untersuchen lassen und dann wäre das ganze auf fast 700 Euro gekommen.

Vielleicht weisst du oder sonst jemand ein Labor wo man das unkompliziert und nicht so teuer machen kann.

Schöne Grüsse
Gioconda

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Günter ist offline
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Seit: 07.05.04
Hallo Tobi09,

danke für die Information! Ich habe es so nacherzählt, wie ich es gelesen habe.
Hast Du Informationen über die Preiskurve vor 95?
Weiß jemand etwas genaueres, was an dieser Geschichte nun stimmt und was nicht?
Liebe Grüße

Günter
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Tobi09 ist offline
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Hallo Günter,
habe hier eine Kurve gefunden. Könnte also sein, dass man in den 70ern sowas gemacht hat, wie du beschriebst.



@Gioconda
ich hatte nicht richtig gelesen, ich dachte du hast Pflastersteine gelegt. Da muss ich Günter zustimmen, ich glaube nicht, dass es von den geklebten Pflastern kommt.
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Gruß Tobi

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Günter ist offline
Beiträge: 2.006
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Hallo Tobi09,

danke für die Kurve! Mal sehen, ob ich noch etwas darüber herausfinde.
Liebe Grüße

Günter
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Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Ich habe nochmals im Internet gesucht. Man findet überall die gleichen Aussagen. Hier stellvertretend von Ökotest:
Hobbygärtner freuen sich, wenn das Gemüse im Garten gedeiht. Da wird auch am Dünger nicht gespart, um das Wachstum zu unterstützen. Was sie nicht wissen: Sie belasten den Boden und damit auch ihr Gemüse - vor allem mit hochgiftigem Uran. Die meisten Gartendünger schnitten in unserem Test katastrophal ab.
Bei der Bewertung der Schwermetalle orientieren wir uns am Konzept Eintrag gleich Austrag, das Fachleute seit Jahren diskutieren. Das heißt, die mit Düngemitteln dem Boden zugeführte Schadstoffmenge soll nicht größer sein als die durch Ernten und andere Verluste wie Bodenabtrag und Auswaschung entzogene Menge. Anhand der maximalen Anwendungsempfehlungen für Gemüsepflanzen errechneten wir die Frachten pro Jahr. Wir werten die Anreicherung von Schwermetallen in all den Fällen ab, in denen mehr als das dreifache der Menge im Boden zurückbleibt, die dem Boden pro Jahr entzogen werden kann.
Die Urangehalte, die wir in elf Düngern bemängeln müssen, sind wirklich heftig. Achtmal bleibt sogar jährlich mehr als das Zehnfache der entzogenen Menge Uran im Boden zurück, im Fall des Gardol Blaudüngers ist es sogar fast das 50fache. Überraschend ist, dass nicht nur die mineralischen Dünger belastet sind. Der organische Gartenkrone Naturdünger mit Guano weist ebenfalls "sehr stark erhöhte" Gehalte auf, die sich der Anbieter nicht erklären kann.
In Zeiten des atomaren Aufrüstens war Uran teuer und es lohnte sich, das Schwermetall aus den natürlichen Phosphorvorkommen in aufwändigen Verfahren zu entziehen. Dann wendete sich das Blatt, der Preis verfiel und die Extraktion von Uran wurde weitgehend eingestellt.
Quelle: oekotest.de
Hier ein anderer Bericht:
Die globale Abrüstung und der Ausstieg vieler Länder aus der Kernenergie hat eine ungewollte und bisher kaum beachtete Nebenwirkung: Der Kernbrennstoff Uran gelangt zunehmend mit Mineraldünger auf die Felder und dort in Wurzelfrüchte wie beispielsweise Kartoffeln. Wie die ZEIT berichtet, war bis Ende der neunziger Jahre Uran Nebenprodukt der Phosphordüngerherstellung. Im Zuge der Umwidmung militärischen Nuklearmaterials zu zivilen Zwecken ("Megatonnen zu Megawatt") verfielen die Uranpreise. Die Uranextraktion aus Mineraldüngern lohnte sich nicht mehr, das giftige Schwermetall wandert auf die Felder. Dies bestätigen Jürgen Hahn vom Umweltbundesamt und Ewald Schnug von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft.
Niemand weiß genau, wie sich der Anteil von Uran im Mineraldünger in den vergangenen Jahren erhöht hat, da in der Vergangenheit nur Stichproben gezogen wurden - Uran wird in der Düngemittelverordnung nicht berücksichtigt. Der Dünger- und Schwermetallexperte Ewald Schnug kritisiert dies als "ein Unding". Mit der üblichen Phosphormineraldüngung kämen "etwa 10 bis 22 Gramm Uran auf den Hektar Acker". Das Schwermetall gelange vorwiegend in Wurzelfrüchte.
Quelle: Uran in Kartoffeln


Übersichten über Urangehalte von Mineralwässern findet Ihr hier:
http://www.foodwatch.de/foodwatch/co...081009_ger.pdf
und hier:
http://www.foodwatch.de/foodwatch/co...080227_ger.pdf


Übersichten über die Urangehalte des jeweiligen Leitungswassers findet Ihr hier:
Uran im Leitungswasser - gefährlich für Säuglinge

Liebe Grüße

Günter
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