Ausschleichen von Lexotanil

30.10.08 15:38 #1
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helmuth ist offline
Beiträge: 13
Seit: 05.08.07
hallo ich habe jetzt 20 tage vom auscschleichen - apruptes abstzten von LEXOTANIL hinter mir.

in der gebrauchsinformation steht, daß nach ca. 2-3 wochen die entzugserscheinungen vorbei sein sollen.


nun habe ich immer noch schwindel und herzklopfen.


was kann ich hier dagegen tun??

kann es auch am vielen kaffee liegen, der mir sonst nie was ausgemacht hat??


wer hat damit erfahrung, wäre um jeden hinweis dankbar.

liebe grüße

Ausschleichen von lexotanil

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Helmuth,

hallo ich habe jetzt 20 tage vom ausschleichen - abruptes absetzen von LEXOTANIL hinter mir.
Hast Du nun langsam die Dosis reduziert (ausgeschlichen) oder hast Du plötzlich abgesetzt?

Die Einnahme von Lexotanil kann – wie bei allen Benzodiazepinen-haltigen Arzneimitteln – zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände,Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen klingen in der Regel nach zwei bis drei Wochen ab
Lexotanil®

Vielleicht mußt Du noch ein bißchen mehr Geduld haben? Aber jetzt hast Du schon so viel geschafft ´. Den Rest schaffst Du auch noch!

Bei manchen Mitteln steigen die Leute ja auf Tropfen um, um noch besser dosieren zu können. Vielleicht ist das bei Lexotanil auch möglich?

Gruss,
Uta

Ausschleichen von lexotanil

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Helmuth,

ich hoffe ebenfalls, dass die restliche Zeit der Umgewöhnung schnell vorbei geht.

Frage doch mal Deinen Arzt ob Du ein pflanzliches Antidepressiva nehmen darfst, z.B. Johanniskraut.
Hier als Beispiel:
http://www.riedborn-apotheke.de/cata...ucts_id=240541

Die wirksame Dosis von Johanniskraut liegt meines Erachtens zwischen 700 und 1200 mg / Tag. Wenn Du das also probieren möchtest bedenke das bei der Dosierung.
Es dauert auch seine Zeit bis eine Wirkung spürbar ist, jedoch werden damit oft Erfolge erziehlt und vielleicht wird Deine Umgewöhnung etwas überbrückt.

Aber wie gesagt, ich würde erst nachfragen .


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

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helmuth ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 05.08.07
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Hallo Helmuth,



Hast Du nun langsam die Dosis reduziert (ausgeschlichen) oder hast Du plötzlich abgesetzt?


Lexotanil®

Vielleicht mußt Du noch ein bißchen mehr Geduld haben? Aber jetzt hast Du schon so viel geschafft ´. Den Rest schaffst Du auch noch!

Bei manchen Mitteln steigen die Leute ja auf Tropfen um, um noch besser dosieren zu können. Vielleicht ist das bei Lexotanil auch möglich?

Gruss,
Uta

hallo uta

danke für deine information und deinen guten zuspruch.

ja, ich habe viel geschafft und ziehe das noch durch, aber heute nacht habe ich geglaubt zu sterben, mein herz hat getan, na, das gönne ich wirklich keinem.

dann war es wieder vorbei und fallweise kommt es wieder-schwindel, herzrasen, herzflattern.

aber ich steigere nicht mehr hoch, denn dann glaube ich, wäre alles umsonst gewesen???

wie ich geschrieben habe, habe ich aprupt, also - nicht ausschleichend abgesetzt - das heißt ich habe nicht ausgeschlichen.

bei lexotanil kannst du nur immer eine halbe(bruchrille) oder, wenn man noch will, diese nochmals selbst auf ein viertel brechen - ohne bruchrille.

---wolle wissen, ob das normal ist, nach ca. 3 wochen absetzten, denn vorher war es relativ gut, jetzt kommt es mir vor, als ob das die letzten zuckungen vor dem ende des ausschleichens wären, das heißt ich glaube, daß das so sein muß vor dem ende der entzugsescheinungen???

---meine der körper will mir sagen, daß ich wieder nehmen solle und wenn ich keine mehr nehme, dann ist das ganze bald erledigt, also das ganze pendelt sich normal ein, daß ich dann keine mehr brauche.??

hast du auch so was ähnliches gehabt oder kennt du jemanden, der das auch hatte??

denn auf der seite von ROCHE schweiz steht folgendes:

Abhängigkeitsgefährdung
Die Einnahme von Lexotanil kann – wie bei allen Benzodiazepinen-haltigen Arzneimitteln – zu einer Abhängigkeit führen. Diese
kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten
und hat nach abruptem Absetzen des Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände,
Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen klingen in der
Regel nach zwei bis drei Wochen ab.



---jetzt wollte ich wissen, ob das schon jemand mit gemacht hat und mehr informationen hat.

---und da steht nirgends etwas von herzflattern, etc.-aber die können wahrscheinlich auch nicht alles hinein schreiben, oder???


wenn ich weiß, daß das schon jemand hatte oder ähnlich, dann ist das ein beruhigendes gefühl, da ich dann weiß, daß das normal ist??

danke dir herzlich und freue mich auf eine antwort.

liebe grüße

Geändert von helmuth (31.10.08 um 09:31 Uhr)

Ausschleichen von lexotanil

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Helmuth,

mit Erfahrungen kann ich wie gesagt nicht dienen.
Aber ich habe immer wieder gehört und gelesen, daß es viel, viel länger dauern kann, bis der Entzug wirklich endgültig vorbei ist. Deshalb geben ja auch Menschen immer wieder auf und nehmen die Benzodiazepine weiter.

Gerade Lexotanil scheint mir zum Teil äußerst großzügig verschrieben zu werden; wenn man mal in Pflegeheimen schaut, dann staunt man, wer alles Lexotanil schluckt.

Wie lange hattest Du denn das Lexotanil genommen? Je länger die Einnahme, desto länger der Entzug...

Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit
Meinst Du nicht, daß dazu auch Herzflattern gehört? Das sind ja nur Beschreibungen des Zustandes; woher er kommt, steht nicht dabei.

Ich drücke Dir weiter feste die Daumen, daß Du durchhältst!

Gruss,
Uta

Ausschleichen von lexotanil

helmuth ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 05.08.07
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Hallo Helmuth,

mit Erfahrungen kann ich wie gesagt nicht dienen.
Aber ich habe immer wieder gehört und gelesen, daß es viel, viel länger dauern kann, bis der Entzug wirklich endgültig vorbei ist. Deshalb geben ja auch Menschen immer wieder auf und nehmen die Benzodiazepine weiter.

Gerade Lexotanil scheint mir zum Teil äußerst großzügig verschrieben zu werden; wenn man mal in Pflegeheimen schaut, dann staunt man, wer alles Lexotanil schluckt.

Wie lange hattest Du denn das Lexotanil genommen? Je länger die Einnahme, desto länger der Entzug...



danke uta
ich werde das durchziehen.
ich nehme das schon über 10 jahre, da ist mir schon bewußt, daß es etwas länger dauern kann??
habe es aber schon xxx mal mit dem normalen ausschleichen versucht, aber das hat nie funktioniert, daher habe ich es nun aprupt gemacht.
denn das langsame absetzen ist auch nicht gerade das tüpfchen auf dem i, zumal man da mehr in verlegenheit kommt, wieder mehr zu nehmen und dann wieder weniger, etc.
nur, dann sollen sie nicht reinschreiben - 2 bis!! 3 !! wochen, sondern je nach dauer der einnahme, oder ähnliches???
denke aber, daß es bald vorbei sein wird
denke aber, daß ich das wirklich bald geschafft habe und das so eine art information vom körper sein soll, daß es bald geschafft ist, wenn ich nichts mehr nehme, meine damit der körper will mir sagen ich solle wieder hochfahren und wenn ich das NICHT tue, dann wird es bald besser.
ich habe am nächsten mittwoch diese 3 wochen die in der gebrauchsinformation stehen geschafft und bin schon der ansicht, daß ich es bis dahin geschafft habe und da kommt es auf eine oder zwei wochen mehr nicht mehr an.
--ja, ich bin schon der meinung, daß das herzflattern dazu gehört, wollte aber nur wissen, ob das schon jemand erlebt hat.
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D A N KE
jedenfalls NIE mehr wieder!!!!!!!!!!!!!!!!!!




liebe grüße

helmuth


Meinst Du nicht, daß dazu auch Herzflattern gehört? Das sind ja nur Beschreibungen des Zustandes; woher er kommt, steht nicht dabei.

Ich drücke Dir weiter feste die Daumen, daß Du durchhältst!

Gruss,
Uta
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Ausschleichen von lexotanil

Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Ich selbst habe damit keine Erfahrung aber als ich vor 9 Jahren in der Psychiatrie war, durfte keiner der Langzeit-Benzo-Abhängigen das Medikament abrupt absetzen oder die Dosis zu schnell reduzieren, da angeblich die Gefahr von lebensgefährlichen Kreislaufproblemen bestünde. Am Anfang wurde innert weniger Wochen schrittweise auf eine Minimaldosis reduziert, die dann über mehrere Monate beibehalten werden musste, bis das Medikament ganz abgesetzt werden konnte. Aber ich weiss nicht, ob das das Standard-Vorgehen ist. Der körperliche Entzug ist das Eine. Wie gehst du mit dem lange dauernden psychischen Entzug um? Um dein Vorhaben nicht zu gefährden, würde ich mich in intensive (stationäre?) fachärztliche Behandlung begeben. Ein Benzo-Entzug soll schlimmer sein als ein Heroinentzug.

Hast du den Medikamentenentzug mit deinem Arzt abgesprochen oder machst du das im Alleingang? Ich würde mich an deiner Stelle mit einem Fachmann beraten.

Viel Kraft!
__________________
Borreliose ist ein Arschloch

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hausmittel sind nicht immer hilfreich, aber ich finde, es hilft ja schon, wenn man überhaupt Möglichkeiten sieht, etwas zu tun.
Hier werden Hausmittel und homöopathische Mittel zur Unterstützung genannt:

Hausmittel bei Drogenentzug

Zedernöl in der Aromatherapie (Duftlampe), welches auch in der Sauna verwendet wird, hat bei Drogenentzug eine beruhigende Wirkung im seelischen Bereich. Es wirkt harmonisierend, ermutigend und stärkend.
Nerolinöl (auch Pomeranzenblütenöl oder Orangenblütenöl genannt) hat eine beruhigende Wirkung bei Angst, Depression, Phobien, nervlich-psychischen Spannungszuständen und Drogenentzug.

Machen Sie während Drogenentzug ein Vollbad mit folgender Rezeptur:
Nerolinöl bis zu 10 Tropfen vermischen mit pflanzlichem Öl (Sie können es auch mit Sahne oder flüssigen Honig vermischen) Geben Sie das Gemisch in Ihr warmes Vollbad. Dabei können Sie wählen, ob Sie ein Schaumbad oder Salzbad (Meersalz) nehmen wollen. Danach eine Stunde ruhen.
Geraniumöl (Geranienöl, Pelargoniumöl) wirkt antidepressiv und entspannend. Es wird in der Aromatherapie für den geistig/seelischen Bereich bei Angst, Depression, Drogenentzug, Konzentrationsstörungen, Nervenschmerzen und Unsicherheit verwendet.
Für die Duftlampe sollten Sie immer erst 1 - 2 Esslöffel Wasser in die Lampe geben, dann 7 bis 10 Tropfen der genannten Öle dazu träufeln.

Homöopathische Mittel bei Drogenentzug:
Chamomilla C30 : nimmt viele Symptome des 1. Drogenentzugs weg. Avena sativa D1 dazugeben.
Drogenentzug

Wenn es ganz schlimm wäre, könnte Homöopathie überhaupt hilfreich sein.

Gruss,
Uta

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helmuth ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 05.08.07
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Hausmittel sind nicht immer hilfreich, aber ich finde, es hilft ja schon, wenn man überhaupt Möglichkeiten sieht, etwas zu tun.
Hier werden Hausmittel und homöopathische Mittel zur Unterstützung genannt:

Drogenentzug

Wenn es ganz schlimm wäre, könnte Homöopathie überhaupt hilfreich sein.

Gruss,
Uta
hallo uta

danke dir herzlichst.

ich nehme viel von diesem homöopathischen mittel.
glaube auch, daß diese mir geholfen haben oder helfen.

mir geht es heute, nach dieser letzten schlechten nacht - SUPER.
werde sehen wie es weiter geht.

liebe grüße

helmuth

Geändert von helmuth (01.11.08 um 08:49 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Es ist doch gut zu erfahren, daß es gute Tage gibt. Davon werden es jetzt sicher immer mehr werden .

Gerade kommt bei uns die Sonne durch den Nebel durch .

Grüsse,
Uta


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