Immer noch keine Diagnose

28.10.08 08:07 #1
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moon_03 ist offline
Beiträge: 35
Seit: 16.10.08
Einen schönen guten morgen @all,

seid nunmehr 4 Monaten bin ich krankgeschrieben. Es begann mit einer einfachen Carpaltunnel OP.Nach der OP war ich total happy : keine Schmerzen mehr- kein einschlafen der Finger, aber auch kein Wundschmerz!
Eine Woche ruhigstellung mit Gipsschiene, dann Abnahme des Gips.
Alles OK, zwei Wochen später ging es los: Schmerzen im Unterarm ( wie eine Sehnenscheidenentzündung)
Arztwechsel: Diagnose: Entzündung. Nach einer Woche Einnahme von Diclofenac - keine wirkliche Besserung. Diagnose: Heilungsverzögerung!
Vier Wochen später - keine Besserung - Nervenleitgeschwindigkeit unverbessert. Therapie : Schienenlagerung und krankengymnastik plus Schmerzmittel Methamizol.
Vier wochen später: die Hand schwillt an, die schmerzen werden stärker - Diagnose: Verdacht auf beg. Morbus Sudeck. Auf zum Mrt. MRT Diagnose: Nicht nachweisbar, kann nicht bestätigt werden, aber auch nicht ausgeschlossen. Therapie: Krankengymnastik.
Mittlerweile ist die Hand fast immer geschwollen, die Haut glasig und schwitzig, die Schmerzen fast unerträglich. bewegungseinschränkungen werden stärker.
Nun bin ich zu meiner Hausärztin, da meine Psyche bereite angeknackt ist und ich oft sehr depressiv werde.
Ich bekam nun eine Überweisung zum Neurologen und darf dort meine Geschichte erneut erzählen.
Was kann das denn sein?
Ach ja, bein medizinischen Dienst war ich auch schon und der meinte, es sei eine Entzündung ( obwohl die garantiert ausgeschlossen ist - laut MRT) und er tippt auf eine Hohlhand.
Ich werd noch irre, keine diagnose, keine Therapie und das gefühl nicht ernst genommen zu werden. Den ganzen Tag muss ich davon abhängig machen, wie stark die Schmerzen sind. Manchmal sitzte ich den ganzen Tag nur rum und schaue Fernsehen um mich von den Schmerzen abzulenken.

Wer kann mir einen Tipp geben was das sein könnte? Hab mir alle Infos zu Morbus sudeck besort ( auch hier : danke dafür) und meiner Meinung nach passt da alles. Meine Hausärztin findet das nicht, denn meine Schmerzen sind so, dass sie manchmal ganz unverhofft einschiessen und das sei untypisch für einen Sudeck.Auch wäre meine Hand nicht lange ruhiggestellt gewesen.

Noch hab ich die Hoffnung nicht aufgegeben - bin aber kurz davor.
Wer einen Tipp für hat - immer her damit! Bin für jede Hilfe dankbar.

Immer noch keine Diagnose

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Moon,

das ist ja echt frustrierend, ich kann Dich gut verstehen .

Wenn ich Deine Geschichte so höre drängt sich doch gleich der Verdacht auf bei der OP kam irgend etwas in Deine Wunde was die Hand bzw. das Gewebe immer und immer wieder reizt. Reine Neugier: wo wurde die OP gemacht, in einer Praxis oder im Krankenhaus?

Hat man Dir denn als Behandlung schon ein Antibiotika oder ein entzündungshemmendes Medikament gegeben? Ich würde versuchen auf eine Behandlung zu bestehen , und ganz ehrlich, wenn Deine Hausärztin nichts besseres weiß als Dich zu vertrösten: wechsle den Arzt .


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Immer noch keine Diagnose

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo moon_03,

die Beschreibung des Hautbildes hört sich eigentlich eindeutig nach einer Infektion an.
Da würde ich auf eine Bestimmung der Keime bestehen, solche Wunden sollten offen heilen.

Liebe Grüße
Anne S.

Immer noch keine Diagnose

moon_03 ist offline
Themenstarter Beiträge: 35
Seit: 16.10.08
Zitat von Heather Beitrag anzeigen
Hallo Moon,

das ist ja echt frustrierend, ich kann Dich gut verstehen .

Wenn ich Deine Geschichte so höre drängt sich doch gleich der Verdacht auf bei der OP kam irgend etwas in Deine Wunde was die Hand bzw. das Gewebe immer und immer wieder reizt. Reine Neugier: wo wurde die OP gemacht, in einer Praxis oder im Krankenhaus?

Hat man Dir denn als Behandlung schon ein Antibiotika oder ein entzündungshemmendes Medikament gegeben? Ich würde versuchen auf eine Behandlung zu bestehen , und ganz ehrlich, wenn Deine Hausärztin nichts besseres weiß als Dich zu vertrösten: wechsle den Arzt .


Liebe Grüße .

Heather
Hallo Heather,
danke für deine antwort und dein Verständnis. Die Wunde ist ohne Komplikation geheilt.Antibiotika habe ich keine bekommen aber entzündungshemmer. Insgesamt vier Wochen. Aber eine Entzündung ist ausgeschlossen auch wenn ich diese Symtome habe. Das wurde eindeutig nachgewiesen. ( ist leider auch das einzige was hier eindeutig ist)
Und den Arzt habe ich schon oft gewechselt: Erst zur Neurologin, dann zum Chirog, dann zum Hausarzt, von da aus zum Neuruochirog und nun wieder zum Neurologen. Keiner findet was eindeutiges.
Wenn man es genau nimmt, stehe ich hier ziemlich alleine mit meinen Schmerzen und Schwellungen.
Am schlimmsten ist ja das ich nicht arbeiten kann, Ich sitze den ganzen Tag hier rum und habe auch schon zugenommen. Ich sehe die Hausarbeit und kann nicht! DA ich auf dem Land lebe binich sogar auf Hilfe angewiesen wenn ich zum Arzt oder einkaufen muss. Ich war immer stolz darauf, dass ich selbständig und unabhängig war.
Schluss mit dem Gejammere - es gibt ja noch einiges was ich machen kann. Und die Hoffnung stirbt bekannter maßen zu Letzt!
PS: Die OP fand bei einem Chirogen in der Praxis statt.
Gruß
Karin

Geändert von moon_03 (28.10.08 um 10:23 Uhr)

Immer noch keine Diagnose

moon_03 ist offline
Themenstarter Beiträge: 35
Seit: 16.10.08
Zitat von Anne S. Beitrag anzeigen
Hallo moon_03,

die Beschreibung des Hautbildes hört sich eigentlich eindeutig nach einer Infektion an.
Da würde ich auf eine Bestimmung der Keime bestehen, solche Wunden sollten offen heilen.

Liebe Grüße
Anne S.
Hallo Anne,
danke für deine Antwort. Aber leider ist eine Infektion ausgeschlossen. Weder Entzündung noch Infekt. Die Wunde ist sehr gut verheilt( OP war am 6.8.2008) Aber ich kann ja mal auf eine Bestimmung der Keime bestehen. Macht das der Hausarzt oder wo muss ich dazu hin?

Gruß
Karin

Immer noch keine Diagnose

Salima ist offline
Beiträge: 1.062
Seit: 10.02.08
Hallo moon,

ich würde mich an deiner Stelle schlau machen, ob es noch andere Experten gibt die solche OP's machen und dort eine 2. Meinung einholen. Also von einem Chirurgen.

Ich hatte mal eine OP am Fuß, da wurde mir nach einem Unfall eine "Versulzung" am Mittelfuß entfernt (nach einem Unfall hat sich im Fus so eine Gelee gebildet, was die Sehen bewegungsunfähig machte.
Alles kein Problem hieß es, nach 4-5 Tagen kann ich wieder nach Hause.
Ich war dann 3 Wochen im KH und musste noch einige Zeit mit Krücken gehen. Der Arzt und die Schwestern haben mit mir geschimpft: wenn ich mich nicht anstrenge, bekomme ich einen steifen Fuß! Ich war damals 17!

Nach ca. 2 Monaten bekam ich solche Schmerzen. Es fühlte sich an, als wäre der Fuß am Knie abgeschnürt. Er war geschwollen und so ein Reißen im Fuß.
Es läge an mir, ich soll mich nicht so anstellen und mich zusammenreißen:
Sie müssen schon auch was für die Genesung tun, wurde mir gesagt.
Und das, wo ich jeden Tag stundenlang unter Tränen zu gehen übte.

Dann begab ich mich in eine Reha-Klinik die auf Orthopädie spezialisiert war.
Dort fand man dann raus, dass mir bei der OP 2 Sehen durchtrennt wurden, die dann irgendwo wieder anwuchsen, und ein Nervenstrang auch.
Musste nochmal operiert werden + Pysiotherapie und dann war alles gut.
Würde mir das heute passieren, würde ich das Kranhenhaus verklagen.
Aber ich war erst 17 und meine Eltern interessierten sich leider nicht dafür.

Vielleicht wurde bei dir auch irgendwas im Arm verletzt? Oder MRT etc. nicht richtig gemacht.

Gib nicht auf!
__________________
lg, Salima

Immer noch keine Diagnose

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Zitat von moon_03 Beitrag anzeigen
Hallo Anne,
danke für deine Antwort. Aber leider ist eine Infektion ausgeschlossen. Weder Entzündung noch Infekt. Die Wunde ist sehr gut verheilt( OP war am 6.8.2008) Aber ich kann ja mal auf eine Bestimmung der Keime bestehen. Macht das der Hausarzt oder wo muss ich dazu hin?

Gruß
Karin
Hallo Karin,

du hattest doch aber von einer Schwellung und schwitzigen und glasigen Haut gesprochen?

Deshalb hatte ich an eine Infektion gedacht.

Liebe Grüße
Anne S.

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Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
Hallo

paßt doch (leider) alles sehr gut zu Morbus Sudeck.
darum versteh ich dahingehend deine Ärztin nicht, die sagt, es würde nicht passen.
ein schwacher Trost könnte dir sein, daß nach weiterem Voranschreiten des Morbus
Sudeck die Schmerzen dann in fortgeschrittenerem Stadium weggehen.

LG
Gina

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Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.734
Seit: 05.10.06
Hallo Karin,

wir hatten hier schon mehrere Diskussionen zu Morbus Sudeck. Eine kopiere ich dir hier herein:
http://www.symptome.ch/vbboard/krank...us-sudeck.html

Viele Grüße, Horaz

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Da das Karpaltunnelsyndrom eine Fehldiagnose bei einer Borreliose sein kann, würde ich auch mal in diese Richtung forschen. Könnte sein, dass die Erreger durch die OP begannen zu streuen.
Krankheitsbild der Lyme-Borreliose in Stadien
(siehe Stadium 2)


Einer mir verwandten Person wurde auch mal ein Karpaltunnelsyndrom operiert worauf sie die typische Wanderröte am operierten Arm bekam.

Die Schwellung könnte das Vorstadium einer Acrodermatitis chronica atrophicans (Hautborreliose Stadium 3) sein. Die Schmerzen der einschiessenden Art passen auch dazu.

Bilder zu ACA:
DermIS - Acrodermatitis chronica atrophicans Herxheimer (Information zu der Diagnose)

Normale Blutbilder und Röntgenbilder sind bei der Borreliose oft ohne Befund. Mehr Infos zur Borreliose findest du im Einsteigerbeitrag in der Borreliose-Rubrik dieses Forums. Lies es, bevor du dich testen lässt. Die Diagnostik hat einige Fallstricke.
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