Zwei Schwestern - ähnliche Symptome!

19.10.08 17:54 #1
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Zwei Schwestern - ähnliche Symptome!

Markus83 ist offline
Beiträge: 937
Seit: 16.11.07
Markus, sicher muß man auch noch evtl. völlig andere Dinge in Betracht ziehen.
Zunächst einmal muss das naheliegendste ausgeschlossen werden, für mich bei dieser Symptomatik eine Mito.

Hashimoto fällt auch nicht vom Himmel. Irgendetwas veranlasst den Körper AKs zu produzieren. Hashi ist schon fast typisch bei Hg-Belastung aber auch bei NO-Stress. Peroxynitrit nitrosiert bevorzugt aromatische Aminosäuren, zB Thyrosin. Der Körper kann dann keine intakten SD-Hormone mehr bilden und es kann zur SD-UF kommen.

HI ist meineserachtens auch nie eine ursächliche Krankheit. Jeder Mensch kann Histamin abbauen. Zum Problem kann es werden wenn zuviel Histamin produziert wird oder Nährstoffdefizite auftreten welche die Aktivität DAO hemmen. Meiden von H-haltigen Lebensmitteln führt dann zu noch größeren Nährstoffdefiziten.

Ist es nicht am einfachsten wenn die Schwestern sich zuerst den Laktat/Pyruvat Wert im Blut bestimmen lassen?
Prinzipiell ja, aber die meisten Labore bestimmen kein Pyruvat und der Wert ist extrem labil und sollte vor Ort bestimmt werden. Ein Versuch wärs trotzdem wert. Ob es die Kasse zahlt, k.A.
Wahrscheinlich schon wenn der Doc es für nötig hält.

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Kimmy ist offline
Beiträge: 43
Seit: 11.10.08
Zitat von Heather Beitrag anzeigen

Allerdings wie gesagt, die Schilddrüse der einen Schwester ist jedenfalls mit Sicherheit in Ordnung.
Hallo Heather,
darauf würde ich nicht allzuviel geben.
Ich war bei mehreren Ärzten verschiedener Fachrichtungen, u.a. auch bei 3 Endokrinologen: meine Schilddrüse war natürlich total in Ordnung
*Ironie aus*
Erst der 4., 5. und 6. Arzt sagten nach dem Ultraschall und anderen Untersuchungen: eindeutig Hashimoto (ohne Antikörper - seronegativ!)
Ich habe eine Arztodyssee hinter mir - das glaubt niemand....

Man muß oft viele Frösche küssen ......


LG Kimmy

Zwei Schwestern - ähnliche Symptome!

Heather ist offline
Themenstarter Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo!

So, erstens, bei den beiden Schwestern handelt es sich um mich (39) und meine Schwester (47).

Beide haben wir ähnliche Symptome (s. http://www.symptome.ch/vbboard/k-nnt...tml#post209513, Liste allerdings nicht ganz vollständig), was mir leider erst kurz vor dem Starten dieses Themas bewusst wurde als wir gerade wieder über unseren 80-jährigen Körper geschimpft haben...

Heute waren wir nun bei unserem Hausarzt der ziemlich erschrocken war als er von den endlich mal (fast) allen Symptomen hörte mit denen wir uns plagen. Bisher waren wir ja immer nur getrennt bei ihm, meine Schwester sowieso erst seit ca. zwei Jahren, und eben immer nur wegen einen oder zwei "Zipperlein".

Er war superfroh über mein "Wissen" und meine "Ideen" und als meine Schwester ihn fragte ob er nicht noch ein weißes Mäntelchen für mich habe sagte er "doch... doch, ja einige..." .

Er hielt den Vorschlag, dass es meiner Meinung nach eine Mitochondriopathie sein könnte, für durchaus möglich. Oder er nannte auch die Möglichkeit irgend einer Stoffwechselerkrankung. Aber nun ist ihm auch klar, es sind nicht irgendwelche einzelne Sachen sondern es ist ein zusammenhängendes Krankheitsbild.
Wie auch immer, er möchte uns gerne unterstützen und würde uns jede mögliche Überweisung geben wenn wir wüssten wohin.
Die Idee mit einer Umweltklinik, das hatte mir ja ein Allergologe im Frühjahr nahegelegt, fand er gut. Aber, ist das auch der richtige Weg?

Bei uns in der Nähe gibt es in einer Uni-Klinik eine Abteilung die Mito-Diagnosen stellt, jedoch soweit ich gesehen habe nur für Privat-Patienten . Was sollen wir jetzt tun, wo sollen wir hin?

Ich freue mich über jeden Tip.


PS: Ich esse schon die ganze Woche ohne Kohlehydrate (Logi-Methode) und seit gestern fühlt sich mein Rücken nur noch 60-jährig an. Allerdings habe ich Kopfschmerzen .


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Geändert von Heather (28.06.10 um 11:21 Uhr)

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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Heather,

wenn bei Geschwistern ähnliche Probleme auftauchen, würde ich immer an genetisch verursachte Erkrankungen zuerst denken.

Bei eueren Symptomen, die meisten kenne ich bei mir auch, würde ich die Leber genauer untersuchen lassen und alle vererbbaren Leberkrankheiten ausschließen lassen. Gerade Allergien sind bei Leberkrankheiten obligatorisch.
Die Lichtempfindlichkeit kann ein Hinweis auf Vitamin A-Mangel sein, den man oft in Kombination mit Zinkmangel hat, weil zur Aufnahme von Vitamin A Zink notwendig ist. Auch die Nachtblindheit kann damit erklärt werden.

Es gibt sicher auch noch andere (nicht leberbedingte) Krankheiten, die durch Gendefekte verursacht sind und die auch einige eurer Störungen erklären können.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Markus83 ist offline
Beiträge: 937
Seit: 16.11.07
Bei uns in der Nähe gibt es in einer Uni-Klinik eine Abteilung die Mito-Diagnosen stellt, jedoch soweit ich gesehen habe nur für Privat-Patienten . Was sollen wir jetzt tun, wo sollen wir hin?
Nicht in eine Uni-Klinik. Ihr habt keine Mito im schulmeizinischen Sinne. Dort würde man euch bestenfalls auslachen, andernfalls gleich in die Psychosomatik stecken.
Was du und deine Schwester tun könntet ist, dass ihr euch ein Labor aussucht welches Laktat/Pyruvat bestimmt und dort hinfahrt zum Blut abnehmen. Macht nicht jedes Labor, musst halt bissel suchen ;-)
Danach würde ich zum Lungenarzt tingeln und die Ausatemluft auf NO untersuchen. Machen auch nur wenige und ist glaub ich auch ne IGEL-Leistung. Wird normalerweise bei Asthma gemacht. Sind dann NO-Werte und Laktat/Pyruvat pathologisch kann man überlegen ob man zum Spezialisten geht. Bezüglich der Gelenkschmerzen halte ich es für wichtig Citrullin im Urin zu bestimmen, wurde das gemacht?

Das metabolische Syndrom lässt sich ganz hervorragend mit orthomolekularer Medizin und LOGI-Kost behandeln. Wo liegt denn das Problem? Blutfette, Diabetes, Hypertonie oder alles zusammen?

Hatte eure Mutter auch Probleme in diese Richtung?

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Heather ist offline
Themenstarter Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo Markus,

was heißt denn jetzt wir haben keine Mito im "schulmedizinischen Sinne" ? Wir wollen sie ja gar nicht haben... , jedoch wollen wir endlich zur richtigen Stelle.

Wo finde ich denn ein passendes Labor? Wo den passenden HNO? Was heißt NO-Werte testen lassen, was ist das? Was hat es mit dem Citrullin auf sich? Meine Schwester war ja schon in der Rheuma-Klinik und die haben nix festgestellt. Und dann noch, zahlen diese Tests die Krankenkasse???
Oder sollte ich vielleicht sogar bei der KK anrufen und fragen wer wissen könnte wo wir hin sollen?

Ich weiß schon, Fragen über Fragen, aber es wird Zeit, dass wir Hilfe bekommen. Meine Schwester hat morgens vor Schmerzen schon Schwierigkeiten überhaupt die Treppe herunter zu gehen... .

Für jeden Hinweis möchte ich mich im voraus schon einmal bedanken .

Unsere Mutter ist diesbezüglich wohl eher unauffällig, für ihre 65 J. denke ich sind ihre Beschwerden "altersgerecht". Unsere Oma hingegen hatte seit ich mich erinnern kann Rheuma, Arthrose, Gicht, eine sehr starke angeborene HD und vielleicht auch noch andere Sachen von denen ich leider nichts weiß.



Liebe Grüße .

Heather
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Markus83 ist offline
Beiträge: 937
Seit: 16.11.07
Diese mitochondriale Störung welche einige Leute hier im Forum, mich eingeschlossen, haben ist keine Mito im schulmedizinischen Sinn. Die schulmedizinische Mito ist eine schwere Störung. Das was hier diskutiert wird existiert aus schulmedizinischer Sicht nicht.

Wo finde ich denn ein passendes Labor?
Labors in deiner Nähe anrufen und fragen ob sie selbst Laktat/Pyruvat vor Ort bestimmen können.

Wo den passenden HNO? Was heißt NO-Werte testen lassen, was ist das?
Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft. Auch da musst du nen Lungenarzt finden welcher das macht. Alternativ kann man auch Citrullin im Urin als Maß für die NO Bildung bestimmen. Das macht eigentlich jedes Labor. Übermässiges Citrullin führt zu Gelenkentzündungen, deshalb fragte ich ja ob es evtl schon bestimmt wurde in der Rheumaklinik. Schau mal in den Unterlagen oder frag nach.

Und dann noch, zahlen diese Tests die Krankenkasse???
k.A.
Laktat/Pyruvat und Citrullin sollten auf Kasse gehen wenn der Arzt es veranlasst.

Oder sollte ich vielleicht sogar bei der KK anrufen und fragen wer wissen könnte wo wir hin sollen?
Kannst du sein lassen. Das Thema ist gerade in der Forschung aktuell.

Ich weiß schon, Fragen über Fragen, aber es wird Zeit, dass wir Hilfe bekommen. Meine Schwester hat morgens vor Schmerzen schon Schwierigkeiten überhaupt die Treppe herunter zu gehen...
Das beste wird sein wenn du dir das Buch von Kuklinski holst, da steht alles zur Diagnose und Therapie drin.
Amazon.de: Das HWS-Trauma: Ursache, Diagnose und Therapie: Bodo Kuklinski: Bücher Amazon.de: Das HWS-Trauma: Ursache, Diagnose und Therapie: Bodo Kuklinski: Bücher
Alles unter dem Aufhänger des HWS-Traumas, aber es gilt analog für andere Ursachen der Mitochondropathie.

Versuche doch einfach die von mir erwähnten Untersuchungen über deinen Hausarzt zu bekommen. Dann siehst du wie der Hase läuft. Muss ja gar nicht sein, dass ihr ein Problem in diese Richtung habt.
Also wichtig wäre:

-Citrullin im Urin wegen Gelenkschmerzen und als Maß für die NO-Bildung
-evtl Methylmalonsäure im Urin als Maß für B12-Mangel
-Laktat/Pyruvat im Blut zur Klärung der Mitochondrienfunktion

Ein kostengünstiges Angebot bietet Ganzimmun an, mit Citrullin, Methylmalonsäure und Nitrophenylessigsäure für ~60€, falls euer Arzt nicht mitspielt. Würd ja erstmal reichen wenn eine von euch Schwestern die Untersuchung macht

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ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.084
Seit: 06.09.04
Hallo Heather,
bei deinen momentanen Kopfschmerzen kann es sich um die "Atkins-Grippe" handeln (nach dem Erfinder der Atkins Ernährung Dr Robert Atkins).
Wenn du tatsächlich die KH sehr weit runtergeschraubt hast und in Ketose bist (nachprüfbar mit Ketostix aus der Apo, aber nicht nötig), ist dein Gehirn für die Anfangszeit evtl etwas unterversorgt, weil der Körper noch nicht so gut darin ist, seine Energie aus Ketonen zu beziehen.
Abhilfe schaffen ein paar zusätzliche KHs, z.B. aus Gemüse oder Obst.

LG
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Heather ist offline
Themenstarter Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hallo,

vielen lieben Dank für Eure Antworten .

Ich werde am Montag in einem Institut für Human-Genetik anrufen und versuchen einen Termin für uns beide zu machen:
Praxis für Humangenetik, Dr. med. C. Jung - Karlsruhe

Das hört sich meiner Meinung nach ganz vernünftig und sinnvoll an.

Hat jemand Erfahrungen?


Liebe Grüße .

Heather
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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Heather,
ich kenne dieses Institut nicht.
Aber aus eigener Erfahrung heraus würde ich Dir raten, Dir vor den Untersuchungen die Preise schriftlich geben zu lassen und dann auf der Grundlage von diesem Angebot zu bestellen, was gemacht werden soll.

Gruss,
Uta


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