Hautausschlag - Interpretationshilfe gesucht

24.09.08 07:46 #1
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Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo,

ich habe hier ein bild von einem hautausschlag.
ich will wissen, was das sein könnte.
es seien zuerst alles so blasen, die dann aufgehen und bluten.
es täte auch jucken.
sie befinden sich so ziemlich am ganzen körper.
beine, po, bauch, etc.

was könnte das sein?

viele liebe grüsse von shelley
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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Das sieht ja schlimm aus. Ich glaube, da solle man nicht rätseln sondern zum Hautarzt gehen.

Gruss
Uta

hautausschlag - interpretationshilfe gesucht

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
liebe uta,

es konnte bis jetzt leider kein arzt helfen.

die person bekam schon antivirenmittel, danach antibiotika, evt. auch antipilzmittel.

salben hat sie auch schon allerlei ausprobiert.
sie benutzt spezialseife und solche dinge, doch es geht nicht weg.

die ärzte sagen alle was anderes, doch keine therapie schlägt an.

das einzige, was lindern soll, sei roher ingwer, den die person drauf schmiert.

als es begonnen hat, bekam sie kortison, doch das machte es viel schlimmer.
die meisten sachen machen es schlimmer.

das letzte, was sie von einer hautärztin bekam, das ist eine salbe mit kortikosteroid und antibiotikum, kalium permangan kristalle und eine lösung mit kupfersulfat, zinksulfat und ätherisiertem kampfer.

die sachen helfen alle nicht.

von der frauenärztin bekam sie eine östrogene vaginalsalbe, ein vaginalgel mit milchsäure und glykogen und ein medizinisches haut- und badeöl.
ich bin nicht sicher, aber ich glaube, sie bekam noch etwas gegen pilze, was eine weile das jucken gebessert haben soll.

die hausärztin weiss nicht, was das für ein ausschlag sein könnte und schickte die person deswegen zur hautärztin.

die hausärztin fand aber streptokokken und ich weiss nicht mehr was.
deswegen schluckte die person ja antibiotika, welches aber gegen den auschlag auch nicht half.

ich dachte eben, ich frage mal im internet, was das sein könnte, weil es da ja mehr menschen anschauen können, als life-ärzte.

ein wink würde reichen, damit die person auf einem test beharren kann.

viele liebe grüsse von shelley

p.s.: ich dachte schon, es könnte wie herpes aussehen, doch das wurde nicht gefunden - ich weiss zwar nicht, ob es getestet wurde - und die person schluckte ja eben die antivirenmittel, was ja da hätte helfen sollen.
wir wissen wirklich alle nicht mehr weiter.

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Shelley,

das sieht ja schlimm aus.

Wurde mal der IgE-Gesamt bestimmt? Ich halte eine allergische Reaktion für denkbar. Wenn der IgE-Gesamt erhöht ist, könnte man an so etwas denken, denn der Wert steigt meines Wissens bei heftigen allergischen Reaktionen an.

Oder bekam die Patientin kurz bevor der Ausschlag auftrat, ein Medikament (also vor dem Kortison)? Vielleicht ist sie auf einen Inhaltsstoff allergisch?
Oder hat sie ihre Ernährungsgewohnheiten plötzlich geändert und ißt ein (neues) Lebensmittel, gegen das sie allergisch ist?
Oder wendet sie eine (neue) Waschlotion, Körpercreme etc. an, die sie nicht verträgt?

Wurde mal Antistaphylolysin, Anti-Streptolysin und Antistreptodornase B bestimmt?
Ich hielte es auch für denkbar, dass Bakterien im Spiel sind, daher frage ich nach diesen Blutwerten.
Welches Antibiotikum bekam die Patientin gegen die Streptokokken? War es als sensibel getestet worden?
Und war es (hoffentlich) kein Penicillin oder Cephalosphorin? Letztere beiden würde ich wegen der Gefahr von Allergien nicht empfehlen, denn mir scheint, dass die Patientin allergisch veranlagt sein könnte und gegen Penicilline (es gibt davon verschiedene wie Ampicillin, Amoxicillin, etc.) sind allergisch veranlagte Patienten öfters allergisch (wenn dem so ist, kann eine Kreuzallergie mit Cephalosphorinen möglich sein).
Sollte sie ein solches Antibiotikum bekommen haben und darauf allergisch sein, würde sich so ein Ausschlag wohl noch eher verschlimmern.

Bei meiner Mutter gab es vor einigen Monaten mal eine Reaktion auf Amoxicillin auf der Haut. Das waren kleine roten Pünktchen und ich glaube, wenn sie nicht (zufällig) gleichzeitig ein Antihistaminikum hochdossiert genommen hätte, wäre es nicht nur bei den kleinen Pünktchen geblieben, sondern es hätte sich so etwas ähnliches entwickeln können wie bei dieser Patientin.
Daher halte ich eine starke allergische Reaktion für eine mögliche Ursache.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
´Noch eine Zusatzfrage: wie lange dauert der Ausschlag denn schon an? Gibt es denn irgendeine Vermutung zu einem Zusammenhang? War es das erste Mal, daß so ein Ausschlag aufgetreten ist oder gab es das vorher schon?

Gruss,
Uta

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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo margie,

Wurde mal der IgE-Gesamt bestimmt?

==> nein.

Oder bekam die Patientin kurz bevor der Ausschlag auftrat, ein Medikament (also vor dem Kortison)?

==> nein.

Vielleicht ist sie auf einen Inhaltsstoff allergisch?

==> zero.

Oder hat sie ihre Ernährungsgewohnheiten plötzlich geändert und ißt ein (neues) Lebensmittel, gegen das sie allergisch ist?

==> erst, als der ausschlag schon da war: kein schinken, keine hefe, kurz nahm sie soja, da wurde es aber schlimmer, dann nahm sie reismilch und selten lactosefreie milch, weniger früchte, mehr reis ----> es wurde trotzdem schlimmer und schlimmer.

Oder wendet sie eine (neue) Waschlotion, Körpercreme etc. an, die sie nicht verträgt?

==> nein.

Wurde mal Antistaphylolysin, Anti-Streptolysin und Antistreptodornase B bestimmt?

==> anti-streptolysin O: < 26; ref.: < 200 IU/ml; das andere wurde nicht getestet. vor ein paar jahren, als es begann, liess sie mal auf ihr insistieren hin einen urintest machen, da sie merkte, dass was nicht stimmt. das ergebnis zeigte bakterien, aber nicht konkret welche. daraufhin bekam sie ein antibiotikum.

Welches Antibiotikum bekam die Patientin gegen die Streptokokken?

==> augmentin.

War es als sensibel getestet worden?

==> es wurde eine resistenzprüfung gemacht. augmentin war sensibel. die beta-hämolytischen streptokokken gruppe b wurden im urin festgestellt.

Und war es (hoffentlich) kein Penicillin oder Cephalosphorin?

==> ich glaube, im augmentin ist penicillin drinnen? es wurde schlimmer davon.

ein Antihistaminikum hochdossiert

==> ich habe der person oft gesagt, sie soll doch jetzt endlich antihistaminicum nehmen, weil der ausschlag anscheinend auch auf histaminvolle lebensmittel reagiert, wobei er bei konsequentem weglassen von histamin nicht weg geht. die person sprach also die hausärztin darauf an, doch sie testete nicht in richtung allergien und gab ihr auch nicht testhalber antihistaminicum.

==> was ich noch in den testen sah: neutr. granulos hat es ein wenig zu viele, lymphos ein bisschen mehr wenig zu wenig. des weiteren waren bakterien allgemein im blut schwach positiv, doch es steht nicht, welche bakterien. weiter ist im blut positiv:
varizella zoster igg: positiv
vzv igg qn 6.22; ref.: bis 1.15 ratio
varizella zoster igm: negativ

vielen, vielen lieben dank für deine idéen margie!
ich sage dank deinem posting der person nochmals eindringlich, dass sie die sache wegen allergien nicht aufgeben darf und ich befehle der hausärztin, die person zum allergologen zu überweisen.

herzlichst; deine shelley

hautausschlag - interpretationshilfe gesucht

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo uta,

dauert der Ausschlag denn schon an?

1970 hatte sie schon teilweise solche sachen. dann ging es ein paar jahre weg, als sie gallensteinkoliken hatte. in krankenhäuser war es immer schlechter (da bekommt man ja auch antibiotikum). dann im ausland war es vom konservierten essen (und auch vom essig in solchen sachen) und schwitzen auch schlimmer.

so wie jetzt ist es etwa seit zwei jahren. da war es mehr ausschlagartig und weniger grosse und kleine pusteln.
so milchschorfartige sachen und noch mehr blasen kamen dann erst vor kurzem.

Gibt es denn irgendeine Vermutung zu einem Zusammenhang?

==> nein. bis jetzt nicht. die ärzte sagen immer, man müsse salben und wässerchen und alles ausprobieren, bis man genaueres weiss.

War es das erste Mal, daß so ein Ausschlag aufgetreten ist oder gab es das vorher schon?

==> siehe oben!

vielen lieben dank uta, dass du dein input zu dieser sache gibst!

liebe grüsse von deiner shelley

Hautausschlag - Interpretationshilfe gesucht

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Shelley,

wenn es vom Augmentan oder Augmentin (beides dasselbe) schlimmer wurde, tippe ich auf Histaminintoleranz und Allergien.
Ich selbst bekam 1994 Augmentan, trotz Allergie gegen ein Penicillin und in Augmentan ist ein Penicillin, nämlich Amoxicillin drin. Außerdem ist daran, Clavulansäure.
Von der Clavulansäure weiß ich zwischenzeitlich, dass die ein Histaminliberator ist.
Jedenfalls bekam ich damals schrecklichen Durchfall mit Eiter im Stuhl, was bei einer Untersuchung sich als Staphylokokken aureus herausstellte, deretwegen ich das Antibiotikum bekam, denn ich hatte diese im Sputum zuvor. Ich nahm innerhalb ca. 2 Wochen ca. 8 Kilo ab.
Da ich einen deutliche Histaminintoleranz dazu noch habe, war sicher auch die Clavulansäure an der heftigen Reaktion schuld.

Wenn die Patientin auch eine Histaminintoleranz hat und evtl. noch eine Allergie auf Penicilline, kann ich mir vorstellen, dass Augmentan zu einer Verschlechterung führt.
Für besser hielte ich da andere Antibiotika entweder Makrolide oder Gyrasehemmer (es gibt von beiden Gruppen einige davon und diese Antibiotika sind bei Streptokokken auch oft sensibel). Wenn es um einen Blaseninfekt geht, wären die Gyrasehemmer wohl vorzuziehen, die über die Niere/Harnwege ausgeschieden werden. Das sind Ciprofloxacin, Ofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin. Makrolid-Antibiotika werden über die Leber ausgeschieden und wären bei Harnwegsinfektionen daher kaum geeignet.

des weiteren waren bakterien allgemein im blut schwach positiv
Was wurde da untersucht?
War das eine Blutkultur?

==> anti-streptolysin O: < 26; ref.: < 200 IU/ml; das andere wurde nicht getestet.
Schade, denn bei mir sind immer wieder die beiden anderen Werte die, die erhöht sind. Das Anti-Streptolysin O ist nie erhöht. Vielleicht ist letzteres nur erhöht, wenn man die Gruppe A (und nicht B) Streptokokken hat?

Ich habe diese beta-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe B auch. Sind bei 25 % der Frauen im Vaginalabstrich vorhanden und lt. Frauenarzt muss man diese nicht behandeln.
Weiß aber nicht sicher, ob man sie auch nicht behandelt, wenn sie im Urin nachgewiesen werden. Allerdings kann beim Urin auch eine Kontamination mit den Scheidenbakterien vorliegen, es sei denn, der Urin wurde mit einem Blasen-Katheder gewonnen.

Wenn sie Augmentan nicht vertragen hat, wie ich damals, dann könnten sich die Bakterien im Körper vermehrt haben. Also ich würde die beiden anderen Bakterienwerte im Blut mal bestimmen lassen. Mich würde nicht wundern, wenn das Antistaphylolysin erhöht ist, denn ich vermute, dass sie viele Staphylokokken im Körper haben könnte.
Denn wenn das Augmentan zu einer Verschlechterung führte, dann hat sie Entzündungsreaktionen und das kann zu den Eiterbakterien (Staphylokokken) führen.

Wurde mal der Stuhl untersucht? Oder ist der Stuhl vollkommen unauffällig geblieben trotz dieser Hautreaktionen?
Man kann den Stuhl auch auf Staphylokokken aureus untersuchen.


Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Hautausschlag - Interpretationshilfe gesucht

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
liebe margie,

vielen lieben dank für deinen beitrag!
danke auch wegen der antibiotika-tipps.
ich schaue nochmals auf der resistenztetung und spreche vielleicht mal mit der hausärztin der person.

Wenn die Patientin auch eine Histaminintoleranz hat und evtl. noch eine Allergie auf Penicilline, kann ich mir vorstellen, dass Augmentan zu einer Verschlechterung führt.
==> ich denke schon, dass sie histaminintoleranz hat, wobei ich dies nicht als eigenständige krankheit betrachte.
ich denke, histamin erträgt man erst nicht mehr, wenn wegen etwas anderem der körper krank ist.
deswegen denke ich auch, dass der ausschlag nicht direkt vom histamin kommt, doch schlimmer wird er ja schon vom histamin.

ich dachte auch schon, ob es wegen der zurückliegenden zoster-infektion sein könnte, doch die ist ja vorbei.
ich kenne sonst keine zoster-fälle, welche danach immer noch so sachen auf der haut haben.

Was wurde da untersucht?
War das eine Blutkultur?
==> da stand nur: "bakterien" oder was.
ich denke, das ist so etwas ähnliches wie ein unspezifischer 'uricult'-test, einfach für das blut statt für den urin.
ich kenne mich auch nicht so aus.

Vielleicht ist letzteres nur erhöht, wenn man die Gruppe A (und nicht B) Streptokokken hat?
==> ich weiss nicht. ich kenne mich nicht aus.

Wurde mal der Stuhl untersucht?
Oder ist der Stuhl vollkommen unauffällig geblieben trotz dieser Hautreaktionen?
==> sie hatte vor vielen jahren mal so einen test. doch damals war das mit der haut gerade nicht so, dass es wirklich auch für das umfeld obermühsam wird. also eigentlich war da noch nicht wirklich was.
im test fand man damals glaube ich nichts.

an was ich mich aber auch noch erinnere:
die person hatte früher mal extrem stark reagiert, nachdem sie in den bergen in der sonne sass.
die ganze haut war aufgeschwollen und knallrot.
das ging dann monate lang nicht mehr weg.
also nicht ein normaler sonnenbrand.
es hiess damals "sonnenallergie".
damals hatte sie aber schon hautausschläge, noch nicht aber solche blasen.

dankeschön für deine bemühungen!

viele liebe grüsse von deiner shelley

Hautausschlag - Interpretationshilfe gesucht

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Shelley,

das mit der Sonnenallergie wäre auch ein Gedanke, den man verfolgen könnte.
Und was mir zum Thema Histamin noch einfällt ist, die Mastozytose.
Dabei hat man zuviel Histamin und bei den meisten Mastozytosen auch Hautbeteiligung.
Siehe Dir hier mal unter Fotos Betroffener in der Leiste links die Fotos Nr. 9 und 10 an:
Mastozytose e.V.
Die sehen doch so ähnlich aus, wie das Bild das Du eingestellt hast.

Mastozytose ist bei vielen Ärzten auch sehr unbekannt, obwohl es sicher viele Menschen haben.

Gruß
margie
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