Körper dreht unter Belastung durch

14.09.08 17:15 #1
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mnmn ist offline
Beiträge: 1
Seit: 14.09.08
Hallo Ihr,

ich schleppe jetzt schon seit vier bis fünf Jahren eine Störung mit mir herum.
Ich habe früher viel Sport gemacht. Von Schwimmen bis Fitnessstudio war alles dabei. Bis ich auf einmal nach dem Training nicht mehr richtig schlafen konnte. Dies hat sich dann dermassen gesteigert, dass ich, wenn ich meinen Körper irgendwie in Schwung bringe( Sport Sex oder Selbstbefriedigung), nicht mehr schlafen kann, sehr aufgedreht bin, aber dann am nächsten Tag richtige Katererscheinungen habe, wenn dann mein Körper runter kommt. Ich bin dann sehr verspannt und habe einen nervösen Magen, Kopfschmerzen, Schwitzen und noch andere Symtome. Wenn ich z.B. Snowboarde, dann bin ich danach komplett durchgeschwitzt und mein Körper stinkt auch. Ich bin dann so warm am Körper, dass sogar meine Frau es spürt. Als ob ich hohes Fieber hätte. Am nächsten Tag bin ich dann aber so fertig, dass ich nichts unternehmen kann.
Erst dachte ich an ein Übertrainiertsein, aber es stellte sich heraus, dass es auch noch da war und nicht mehr verging, nachdem ich bereits lange Zeit keinen Sport mehr betrieben hatte.

Da ich früher Drogen genommen habe (XTC, Hanf, Speed), habe ich auch Angst, dass ich da etwas in meinem Gerhirn zerstört habe.
Das mit den Drogen ist jetzt über sechs Jahre her. Und ich hab die Erscheinungen erst ein Jahr nach dem Aufhören bekommen.

Wenn ich Sex habe, dann ist es als ob sich eine Droge in meinem Körper ausbreiten würde und mein Körper fährt so richtig hoch.
Mache ich aber eine Woche gar nix, dann ist es als ob mein Körper gar nix mehr ausschütten würde und ich fühl mich müde und schlapp und verspannt...
Es fühlt sich einfach so an, als ob mein Körper die Regulierung von wach, aktiv usw. nicht mehr richtig steuern kann, sondern nur noch Standgas oder Vollgas kennt.
Ich war schon bei vielen Ärzten, aber konkrete Diagnose habe ich keine.
Getestet wurde: Herz- Kreislauf mit LangzeitEKG, Zucker, grosses Blutbild,
eineige Hormone, z.B. Testosteron, Schilddrüse CT, KOpf CT. Sogar Gehirnströme wurden gemessen
Leider kein Befund.
Die letzte Diagnose war deswegen manchmal Psychosomatik.
Woran ich aber nicht glauben kann, da es mir ansonsten gut geht, ich eine Liebe Frau habe und einen guten Job.

Ich bin jedoch für ALLES offen, da ich etwas ändern will!!


Wenn jemand eine Idee hat....bitte heraus damit.


Gruss

Chris

Geändert von mnmn (14.09.08 um 17:26 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Chris,

mir fällt im Moment nur ein zu fragen, ob Du Dich schon mit Entspannungstechniken wie z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jakobson, Autogenes Training, Meditation, Qi Gong, Tai Chi, Jin Shin Jiutsu usw. beschäftigt hast?
Vielleicht könnte Dir das helfen, wenigstens wieder in die Entspannung zu kommen?
1 DRK-SCHMERZ-ZENTRUM MAINZ INFORMATIONEN ZU ENTSPANNUNGSVERFAHREN : PROGRESSIVE MUSKELENTSPANNUNG AUTOGENES TRAINING

Ob ein Zusammenhang mit Drogen besteht, weiß ich nicht. Mir fällt nur auf, daß Drogen den Körper "hochfahren" können, und Sport, Sex und mehr auch. Ob da die Glücks-Hormone eine Rolle spielen?
Glückshormon ? Wikipedia, die freie Enzyklopädie

Gruss,
Uta

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Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo Chris,

wie sieht es mit den Zähnen aus?

Hast Du Amalgamfüllungen oder andere Zahnmaterialien im Mund, das macht ebenfalls viele Probleme.

Liebe Grüße
Anne S.

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Sine ist offline
Beiträge: 3.368
Seit: 15.10.06
Hallo Chris.
Im Zusammenhang mit einem überstimulierten Sympathikus könnten vielleicht Zustände entstehen, wie du sie beschreibst.
Schau mal hier:
http://www.symptome.ch/vbboard/saeur...mpathikus.html
Ausserdem hat auch das Histamin die Möglichkeit, den Körper ganz schön verrückt spielen zu lassen.
Auch wenn es etwas unglaubwürdig erscheint, deine Zustände mit der Ernährung in Zusammenhang zu bringen würde ich dir trotzdem empfehlen, dich in unserer Rubrik " Ernährung " gründlich umzuschauen.
Da diese Erscheinungen erst ein Jahr nach Beendigung deines Drogenkonsums aufgetreten sind, würde ich da eher keinen direkten Zusammenhang sehen.
Allerdings hatte dein Körper mit den Drogen Zustände erlernt, die ein Körper normalerweise nicht so kennt.
Vielleicht holt er unter gewissen Umständen dieses Erlenrnte wieder in einer Art " Flashback " hervor.
Erzähl doch noch mehr von dir, vielleicht gibts noch andere Ideen.
Aber der Themenkreis Ernährung könnte eine heisse Spur sein.
Liebe Grüsse, Sine

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Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
Zitat von mnmn Beitrag anzeigen
Da ich früher Drogen genommen habe (XTC, Hanf, Speed), habe ich auch Angst, dass ich da etwas in meinem Gerhirn zerstört habe.
davon dürfte auszugehen sein. vor allem was dein inneres Belohnungssystem angeht.
sehr bedauerlich. was den gestörten Symphatikus, also dies Dauer-On-Gefühl betrifft,
manchen Leuten hilft da Heilhypnose. deine natürlichen Regelkreise sind gestört,
das dürftest du vor allem den Chemiedrogen zu verdanken haben.

daß du keine Drogen mehr nimmst, ist klasse, keine Frage.

schwitzen und stinken heißt, du scheidest Stoffe aus, und das ist gut.
das solltest du nicht unterdrücken oder vermeiden, sondern im Gegenteil,
es wäre zu empfehlen, daß du dich um eine Entgiftung bemühst.
dafür gibt es viele Methoden, kontaktiere doch mal einen Heilpraktiker.

auch wenn du nach dem Sport streckenweise unangenehmes Empfinden hast,
tut dir der Sport längerfristig bestimmt gut. nur halt nicht völlig übertreiben.
garnix mehr an Sport zu machen, nur weil du danach "verkatert" bist, halte ich für keine gute Idee.
es lösen sich Giftstoffe, die in deinem Bindegewebe eingelagert sind, und die machen dieses Katergefühl.
statt Snowboarden wäre etwas "Gemütlicheres" wie Schwimmen zum Beispiel wohl besser geeignet.

unterstütze deine Leber und deine Nieren und trinke viel Wasser,
gönn dir nach dem Sport Ruhe und Wärme, umso besser scheidest du aus.
dann noch insgesamt gute Ernährung und was man halt so unter gesunder Lebensweise versteht,
dann solltest du das Gröbste in nicht allzu langer Zeit durch haben.

LG
Gina

Geändert von Gina-NRW (15.09.08 um 04:57 Uhr)

Körper dreht unter Belastung durch

Juliette ist offline
Beiträge: 4.667
Seit: 23.04.06
Und wie sieht es mit der Vitamin- und Mineralstoffversorgung aus. Wurde Vitamin B12 getestet, Ferretin, Kupfer, Zink, Eisen, Mangan usw. Damit der Körper richtig funktioniert braucht er auch einen guten Treibstoff. Vielleicht hast du in irgendeinem Bereich einen Mangel und weißt es es nicht.
Eventuell kann da ein Orthomelekularmediziner weiterhelfen. Unter der Rubrik Nitrostress findest du außerdem einige Informationen zu Nerven und Nährstoffen.

Drogen können energetisch gesehen einiges bewirken, aber nach einer so langen Zeit, wo du keine Probleme hattest, halte ich das für unwahrscheinlich, oder vielleicht spielt es nur eine kleine Rolle.

Grüsse von Juliette

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Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
daß ihm ein Jahr lang erstmal nichts Besonderes aufgefallen ist,
seh ich so, daß sein ganzes System zunächst noch überschwemmt war von den Drogen
bzw den wirkenden Stoffen, und daß erst nach Ablauf einer gewissen Zeit
dem Körper überhaupt möglich war, wieder mit natürlichen Mechanismen zu reagieren
bzw dann zu signalisieren, daß was nicht stimmt.
man sollte sich darum nicht zur der Annahme fehlleiten lassen,
die Drogen hätten mit seinen Beschwerden nix zu tun. ganz im Gegenteil.

wir reden ja nicht von ein paar verbotenerweise genaschten Bonbons
sondern von Chemikalien, die er sich zugeführt hat.

wenn man mit dem Rauchen aufhört, braucht es auch eine Weile,
bis das Abhusten anfängt. vorher ist ja alles noch einfach nur verklebt,
da löst sich also nix. wenn es dann beginnt, sich zu lösen, meint man,
das kann doch nicht noch vom Rauchen sein, denn das ist doch schon Monate her ...

LG
Gina

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Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo,Gina NWR hat absolut recht.Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und einen "Allround" Test empfehlen,der sowohl Restbelastungen von Drogen feststellen kann,als auch A l l e r g i e n einschliesst.Die sind sehr oft als Basis-Übel an hunderten von Krankheitserscheinungen beteiligt.Allergien müssen sich durchaus nicht immer nur durch Neurodermitis oder Asthma etc. äussern ! Sehr wichtig auch die Zähne und "alles,was dazu gehört",also Materialien,die in den Mund gebracht wurden.Ebenso als häufige Störfelder die Nasennebenhöhlen und die Tonsillen (Mandeln).
Guten Erfolg,Nachtjäger

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
ich schleppe jetzt schon seit vier bis fünf Jahren eine Störung mit mir herum.
Wann hast Du mit den Drogen aufgehört? War das auch vor 4-5 Jahren oder schon früher oder später?

Grüsse,
Uta

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Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
ich spring mal ein:

Zitat von mnmn Beitrag anzeigen
Das mit den Drogen ist jetzt über sechs Jahre her.
ich hab die Erscheinungen .. ein Jahr nach dem Aufhören bekommen.
ich schleppe .. seit vier bis fünf Jahren eine Störung mit mir herum. ...

hab mal etwas rumgegoogelt. hier eine Info-Seite über XTC usw: ecstasy-info.de
kennt sich ja nicht jeder Leser damit aus.

Geändert von Gina-NRW (15.09.08 um 23:45 Uhr)


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