Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

07.09.08 23:21 #1
Neues Thema erstellen
Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

DarkShadow ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 07.09.08
Danke auch, für eure Beiträge

Ich war heute beim Hepathologen ... die Frau war sehr nett.
Hat jetzt nochmal Blut genommen und wird zusätzlich zu dem auch noch andere Lebeerwerte, sowie die Schilddrüse und die Sache mit der Borreliose.
Auch auf Morbus Meulengracht ist sie nochmal eingegangen und meinte, wenn es ganz schlimm ist kann man wohl irgendwas dagegen tun (zwar eigentlich erst, wenn der Wert 7 oder so ist ... aber vielleicht können wir es trotzdem mal ausprobieren, wenn nichts anderes Gefunden wird ... vielleicht reagiert mein Körper nochmal empfindlicher und ihm machen schon diese, für die Krankheit geringen Mengen an Bilirubin was aus ... mal schaun) ... es handelt sich hierbei wohl um ein Medikament, dass eigentlich für etwas anderes Gedacht ist, aber als "Nebeneffekt" dieses fehlende Enzym "mitbringt".

Sie meinte auch, ich soll mich mit der Klinik in Verbindung setzen und da erfragen, welches Narkosemittel verwendet wurde ...
Außerdem ist sie fast die erste, die von selbst angesprochen hat, dass es, wenn nichts gefunden werden kann eben auch z.B. Burnout sein kann. Allerdings passt da natürlich der Juckreiz wieder nicht rein ...

Außerdem wird, wenn ich wieder da bin um die Befunde zu besprechen noch einmal Ultraschall etc. gemacht. Mal schaun.

Medikamente nehme ich im Moment eigentlich garkeine.

Ansonsten ... das mit den Zecken stimmt, hab ich gestern total durcheinander gebracht^^ Gegen Borreliose kann man sich ja nur schützen, indem man aufpasst und schaun, ob man einen Stich hat, diesen dann beobachtet und frühzeitig (Stunden können meines Wissens entscheidend sein) zum Arzt geht und Medikamente bekommt.
Ich werde sehen, was bei dem Test rauskommt.

Ansonsten ... an Vitamin B12 habe ich auch schon gedacht ... werde das jetzt mal eins nach dem anderen abarbeiten.

Ein Blutzuckertest wurde bei mir auch schon gemacht (im Mai 2007, das Problem mit dem Zittern hatte ich wie gesagt schon immer), auch hier ist alles normal (jaja, der gesunde Krüppel ).

Ein Allergologe ist sicher auch eine gute Idee ... mal sehn, vielleicht hab ich bald alle Ärzte durch

Lg Shadow

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Hatte Deine Mutter Amalgamfüllungen? Ich hab es selbts lange nicht glauben können, aber die MUtter entgiftet sich enorm über die Plazenta.
__________________
Liebe Grüße Carrie

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

DarkShadow ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 07.09.08
Äh gute Frage ... keine Ahnung, könnte sie ja mal Fragen ...

Aber müsste ich dan nicht die Probleme viel viel früher, als mit 18 bekommen und auch meine Schwester welche haben?

Lg Shadow

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Shadow,

Du hast u. a.:
Müdigkeit, Juckreiz, Zittern, erhöhtes Bilirubin, Schwindel und immer wieder Übelkeit
Das könnte auf die Krankheit, die ich habe, auch passen, nämlich auf M. Wilson (=Kupferspeicherkrankheit). Es ist eine Leberkrankheit, bei der man alle diese Symptome und manchmal noch andere dazu haben kann.
Ich hatte auch mal erhöhtes Bilirubin, auch bei mir war man schnell bei dieser "Verlegenheitsdiagnose" M. Meulenkracht (weil man von Seiten der Ärzte es nicht für nötig befand, das erhöhte Bilirubin aufzuklären).
Ist man leberkrank, ist man dadurch sehr müde. Auch Juckreiz kann man immer wieder haben.
Wenn Du M Wilson haben solltest, dann hast Du vermutlich auch eine hämolytischen Anämie, denn diese macht auch ein erhöhtes Bilirubin und man bekommt immer wieder hämolytische Schübe, bei denen einem ganz übel wird und auch sonst es einem schlecht dabei geht. Ein Hinweis auf eine hämolytische Anämie ist ein erniedrigtes Haptoglobin.

Bei M. Wilson ist es häufig, dass die Patienten einen Tremor (d.h. Zittern) bekommen. Auch bei mir fing es damit mal an, als ich aufgeregt war, später zitterte ich dann auch beim Sport oder einfach nur mal so.
Man kann noch etliche andere Probleme haben, wie Gleichgewichtsstörungen, Koordinationsstörungen, Schwindel, Depressionen, Ängste, Sprech-, Schluck- und Schreibstörungen, vermehrter Speichelfluss, Schlafstörungen, etc. etc.
Die Krankheit kann sich bei jedem etwas anders äußern, denn sie beruht auf Gendefekten und es gibt mittlerweile davon fast 400 verschiedene. Man sagt, dass der Gendefekt der Krankheit das "Gepräge" gibt....

Die Krankheit wird, weil sie nicht sooo häufig sein soll und weil die Ärzte (auch die Leberärzte) sie kaum kennen oder eine falsche Vorstellung davon haben, oft übersehen.
Es ist nämlich so, dass die Ärzte bei Leberkrankheiten erst dann untersuchen, wenn die Leberwerte mal deutlich erhöht sind und sie meinen, dass man bei der Krankheit auch erhöhte Leberwerte haben müsse, was aber nicht so ist.
Da es bei der Krankheit sich aber um eine langsame und schleichend verlaufende Erkrankung handelt, bleiben die Leberwerte bei vielen sogar dann noch normal, wenn sie bereits eine Leberzirrhose haben (auch bei mir ist es so).
Dadurch ist auch die sehr hohe Dunkelziffer (von 66 %) zu erklären.

Hier ein paar Links zu der Krankheit:
www.hc-forum.net/eurowilson/?page=0&sousPage=0&langue=de
Morbus Wilson - MedicoConsult
http://www.symptome.ch/vbboard/erbkrankheiten/
MorbusWilsonEV
(mit Ärzteliste)

Ich würde mal folgende Leberwerte bestimmen lassen:
GPT, GGT, GOT, GLDH, CHE (Cholinesterase), Alkalische Phosphatase (AP).
Wenn die AP eher im unteren Normbereich liegt, wäre evtl. ein kleiner Hinweis auf M. Wilson.
Ebenso kann ein erniedrigtes Alpha-2-Globulin in der Eiweiß-Elektrophorese (=Aufteilung des Gesamteiweißes) ein Hinweis sein.
Ein niedriges Albumin kann ein Hinweis für eine (dann aber schon fortgeschrittene) Leberkrankheit sein.
Manche Patienten haben noch eine niedrige Harnsäure (aber nur, wenn die Nieren mitbeteiligt sind) und man kann (d. h. muss aber nicht) auch eine Bauchspeicheldrüsenschwäche bei der Krankheit haben.

Deinen Juckreiz allerdings kannst Du auch von der bereits genannten Histaminintoleranz haben, die ich auch habe und die bei mir die Folge von M. Wilson ist. Denn durch Leberkrankheiten kann das histaminabbauende Enzym DAO vermindert sein (was bei mir so ist) und dann hat man stets zuviel Histamin im Körper. Wenn man dann noch histaminreiche Lebensmittel isst, bekommt man die typischen Zeichen eines Histaminüberschusses wie Juckreiz, wie Herzklopfen, evtl. Rötung des Gesichtes und des Halses, evtl. Schwindel, evtl. Durchfall, etc.
Man kann im Blut untersuchen lassen, ob die DAO vermindert ist.

Gruß
margie



PS: Solltest Du die oben genannte hämolytische Anämie haben, so bist Du auch davon müde, denn eine Blutarmut (=Anämie) macht auch Müdigkeit.
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (10.09.08 um 16:34 Uhr)


Optionen Suchen


Themenübersicht