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10.08.08 14:20 #1
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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Lynn,

sag mal, hattest du auch so Probleme mit dem Essen und Ekel vor einigen Sachen?
Ich kenne das noch nicht bei mir.
Aber ich weiß es von meiner Mutter, die dies hat. Bei ihr besteht der starke Verdacht auf eine Leberzirrhose, weil sie bereits Krampfadern in der Speiseröhre hat und ihr CHE-Wert unter der Norm ist. Sie hat überhaupt keinen Appetit mehr, Essen ist ihr oft zuwider und sie nimmt auch laufend ab. Da man bisher keinen anderen Grund bei ihr dafür fand, denke ich, dass bei ihr die Leber daran Schuld ist.
Aber man kann Ekel vorm Essen sicher auch aus anderen Gründen bekommen.

Ich denke, Du solltest wirklich stationär ins Krankenhaus und mal gründlichst untersucht werden. Soviele Probleme wie Du hast, machen m.E. dies dringend erforderlich.

Du solltest einen guten Hausarzt haben, der Dich dabei unterstützt.
Vielleicht solltest Du bei Prof. Häussinger stationär aufgenommen werden. Wenn Dein Hausarzt dies auch für sinnvoll hielte und es Prof. Häussinger so vorgeschlagen wird (Du hast doch am 25. 8.) dort einen Termin, vielleicht kann Dich Häussinger gleich dort behalten?
Und wenn Du es bis 25. 8. nicht mehr aushälst, gehe zum Notdienst oder rufe den Notarzt.

Wünsche Dir gute Besserung.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Lynn ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 10.08.08
Hallo Beat,

mein Stuhlgang ist sehr unverdaut, also zum Teil kommen ganze Kartoffelstücke oder Erbsen raus. Hartnäckige Verstopfung.
Das mit dem Essen ist komisch. Mal hab ich totalen Heißhunger auf etwas, und dann wieder Ekel, aber total. Im Moment mag ich so gar kein Süßes. Das ist so ekelhaft, wenn ich das sehe, vor allem Schokolade. Und ich vertrage Fett nicht gut. Danach krieg ich ein Völlegefühl. Aber auch wenn ich mal etwas mehr esse.
Zeit- und tagesabhängig ist mein Zustand nicht.
Meine Gesichtsfarbe ist normal, auch Haut, Haare und Nägel.
Ich habe graue Augenränder, ziemlich ausgeprägt.
Ich habe heute mal gegoogelt und etwas über Leberinsuffizienz( Leberschwäche) gefunden. Die Symptome passen alle ganz genau.

Liebe Grüße
Lynn

Geändert von Lynn (19.08.08 um 20:36 Uhr)

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Lynn ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 10.08.08
Hallo margie,

also, ich habe heute mal gegoogelt. (Ich weiß, das sollte man nicht tun.)
Dabei bin ich auf Leberinsuffizienz gestoßen. Die Symptome passen alle ganz genau. Das würde auch endlich den Wechsel zwischen Abneigung und Ekel vor Essen und Heißhunger erklären. Aber auch die anderen Symptome, die da standen passten genau zu meinem Krankheitsbild.
Und das mit dem Wechsel zwischen Ekel und Heißhunger geht schon seit Anfang des Jahres so.

Übrigens, um deine Frage zu beantworten, ich wohne nicht alleine. Und ich habe auch jemanden, der mich am Montag zu Prof. Häussinger begleitet und mir zur Seite steht, weil ich auch, muss ich ehrlich gestehen, Angst habe.
LG
Lynn

Geändert von Lynn (19.08.08 um 20:33 Uhr)

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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
mein Stuhlgang ist sehr unverdaut, also zum Teil kommen ganze Kartoffelstücke oder Erbsen raus. Hartnäckige Verstopfung.
Vielleicht würde es etwas bringen, wenn Du mehr Kreon einnehmen würdest? Kreon unterstützt zwar in erster Linie die Fettverdauung, aber evtl. wirkt es sich auch ein wenig auf die restliche Verdauung aus, wenn die Fettverdauung besser unterstützt wird.

Wegen der Verstopfung rate ich zu Laktulose. Das wird bei Leberkrankheiten als Abführmittel oft eingesetzt.

Dabei bin ich auf Leberinsuffizienz gestoßen. Die Symptome passen alle ganz genau.
Ja, darauf tippe ich bei Dir auch. Deine Leber scheint nicht gesund zu sein und das sollte wirklich gründlich untersucht werden. Ich glaube, dass auch der Ekel vor manchem Nahrungsmittel damit zu tun hat.

Übrigens, um deine Frage zu beantworten, ich wohne nicht alleine. Und ich habe auch jemanden, der mich am Montag zu Prof. Häussinger begleitet und mir zur Seite steht, weil ich auch, muss ich ehrlich gestehen, Angst habe.
Das ist gut, wenn Du Unterstützung hast. Die kannst Du gebrauchen.
Aber mache Dich nicht vorher schon verrückt.
Wie ich schon mal schrieb, ich würde den Prof. Häussinger bitten Deine Leber gründlich zu untersuchen und auch die Verdauungsprobleme zu klären. Versuche Dir eine Liste zu machen, wo Du die wichtigsten Dinge zuerst aufschreibst, die Du ihm sagen willst.
Ich würde ihn fragen, ob er einen Fibroscan bei Dir machen läßt. Bist Du denn privat versichert, so dass es mit der Kasse keine Probleme gibt bei dieser Untersuchung?
Aber vielleicht kann die Untersuchung auch auf Kasse abgerechnet werden?
Du solltest evtl. das mit dem Bauchwasser ansprechen, d. h. fragen, ob Du das hast und wenn ja, was dagegen getan werden kann.
Ich würde ihm auch das mit der unverdauten Nahrung sagen und dass Du oft Ekel vor Essen hast.

Aber Du musst etwas den "Respekt" vor Ärzten verlieren, das sind auch nur Menschen... Ich weiß, das sagt sich so leicht, mir ging es ja auch oft so wie Dir... Man bekommt aber mit der Zeit etwas "Routine" im Umgang mit Ärzten.
Ich drücke Dir die Daumen und hoffe, dass Dir der Arztbesuch weiterhilft.

Gruß
margie
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Lynn ist offline
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Seit: 10.08.08
Hallo margie,

ich bin privat versichert.Stuhlunregelmäßigkeiten können auch bei Leberinsuffizienz vorkommen. Das habe ich gelesen.

Liebe Grüße
Lynn

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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Lynn,

ich bin privat versichert.Stuhlunregelmäßigkeiten können auch bei Leberinsuffizienz vorkommen. Das habe ich gelesen.
Ich finde es gut, wenn Du nachliest. Aber mache nicht den Fehler, Dich veränstigen zu lassen. Oft versteht man nicht alles und gerät in Panik. Das solltest Du nicht tun. Es gibt für alles eine Lösung und oft sind die Befürchtungen, die man hat, gar nicht zutreffend oder halb so wild.

Wenn Du privat versichert bist (bin ich auch und das ist oft mein Glück im Unglück), dann hast Du aber sehr viele Möglichkeiten, untersucht zu werden. Die solltest Du nutzen!
Man kann ohne Überweisung zu jedem Arzt gehen. Du kannst bei den Ärzten "Wünsche" äußern und die meisten tun Dir auch den Gefallen, wenn Du ihnen begründest, welchen Verdacht Du hast.
Du bist schwer krank, setze den Umstand, dass Du privat versichert bist, besser ein für Deine Gesundheit.

Stuhlunregelmäßigkeiten können natürlich auch von der Leber kommen, das hast Du richtig gelesen. Es ist nicht immer die Verlegenheitsdiagnose "Reizdarmsyndrom". Diese Diagnose ist m. E. meistens falsch. Sie zeigt für mich, dass die Ärzte nur zu faul sind, die wirkliche Ursache zu suchen.

Was ich noch ansprechen wollte:
Hattest Du nicht vor wenigen Tagen eine Operation?
Wenn es Dir seither schlechter geht, dann kann dies auch damit zusammenhängen.
Es fängt damit an, dass man, wenn man leberkrank ist, nicht alle Narkosemittel bekommen darf.
Ich weiß, dass bei M. Wilson z. B. es bei Mandeloperationen schon zum Leberversagen gekommen ist, weil das Narkosemittel der Leber so zugesetzt hatte.

Weiterhin hast Du evtl. ein Antibiotikum nach der Op bekommen oder sonstige Medikamente. Die können evtl. auch der Leber zusetzen.
Du musst den Ärzten immer sagen, dass Du es mit der Leber hast, sonst bekommst Du oft Medikamente, die der Leber schaden.
Bei Antibiotika solltest Du auf der kulturellen Anzüchtung und Antibiotikaaustestung bestehen, d. h. es sollte wenn Du z. B. wegen einer Bronchitis ein Antibiotikum bekommst, das Sputum auf die Art der Keime untersucht werden und dann ausgetestet werden, welches Antibiotikum wirkt. Bis das Ergebnis vorliegt, kann man dann evlt., wenn es dringend ist, ein Antibiotikum geben, das man dann austauschen muss, falls es als unwirksam getestet wurde.
Solche Untersuchungen zahlen die Privatkassen (und auch die gesetztlichen Kassen) immer und bei Dir muss der Arzt nicht auf sein Budget achten.
Ich lasse immer Antibiotika austesten, oft genug gibt es nämlich Resistenzen, d. h. manche Antibiotika sind unwirksam und wenn man die dann nimmt, dann verschlimmert sich die Krankheit, weil die Bakterien sich vermehren, statt vermindern.

Vielleicht benötigst Du auch ein Antibiotikum, wenn Du operiert wurdest und keines bekommen hast?
Es gibt Antibiotika, die werden nicht über die Leber, sondern über die Nieren abgebaut und die sind bei Leberkrankheiten dann meist sinnvoller (z. B. Ciprofloxacin, Ofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin).

Die Operationsfolgen könnten also auch ein Grund sein, wenn es Dir im Moment schlechter geht.

Gruß
margie
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Lynn ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 10.08.08
Hallo margie,

du hast ja echt, dass ich mich nicht verrückt machen soll, aber ich möchte wissen, was mit mir los ist. Deshalb lese ich. Glaub mir, ich mache mich auch so verrückt. Das Lesen hilft mir irgendwie. Mittlerweile bin ich sogar soweit, dass ich mir bei jeder Untersuchung wünsche, dass was gefunden wird.
Ich hatte in der letzten Zeit keine Operation. Da vertust du dich.

Liebe Grüße
Lynn

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margie ist offline
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Seit: 02.01.05
Hallo Lynn,

du hast ja echt, dass ich mich nicht verrückt machen soll, aber ich möchte wissen, was mit mir los ist. Deshalb lese ich. Glaub mir, ich mache mich auch so verrückt. Das Lesen hilft mir irgendwie. Mittlerweile bin ich sogar soweit, dass ich mir bei jeder Untersuchung wünsche, dass was gefunden wird.
Wie gesagt, finde ich es immer gut, wenn man sich informiert. Ich hatte anfänglich das Problem, dass ich mich dabei auch verrückt machte. Denn man liest etwas und denkt, oh, das könnte aber bei mir auch sein.
Aber man muss sich dann auch bremsen, denn man hat nie alles, was man liest und wenn man etwas hat, ist es vielleicht auch gut, dass man es gelesen hat und dann dem Arzt einen Tipp geben kann.
So kam bei mir immerhin M. Wilson heraus. Ich wüßte es heute noch nicht, wenn ich nicht etwas darüber gelesen hätte...


Ich hatte in der letzten Zeit keine Operation. Da vertust du dich.
Tut mir leid, dann habe ich Dich wohl mit jemandem verwechselt. Ich dachte, das warst Du mit der Entfernung der Weisheitszähne...
Ja, wenn man so viele Beiträge liest, muss man aufpassen, dass man nichts durcheinander bringt....


Gruß
margie
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Lynn ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 10.08.08
Hallo margie,

ich bin der Meinung, wenn da so viele "unfähige" Ärzte am Werk sind, muss man sogar selbst lesen. Man will ja auch gesund werden und wenn man nicht nachhilft, passiert meist nicht viel.

LG
Lynn

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Lynn ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 10.08.08
Hallo margie,

sorry, dass ich mich erst jetzt melde. Aber mir geht es sehr schlecht. Vor allem die Depressionen werden schlimmer. Bis jetzt wurde laut Arzt nichts gefunden. Bei mir wurde der Fibroscan angewandt. Dabei kam zwar raus, dass ich nichts an der Leber habe, aber ich war die letzte an dem Ding, bevor das kaputt ging. Das hab ich nämlich kurz nach meiner Untersuchung gehört.
Außerdem hat der Arzt meine Wassertabletten abgesetzt, weil ich angeblich kein Bauchwasser habe, aber mein Bauch ist wieder dicker und das glugert beim Drücken so komisch. Und wenn ich dagegen stoße, wackelt das. Als wäre da Wasser drin.
Ich habe einen zu hohen Ferritinwert. Das ist Speicher- Eisen. Der Wert ist bis 112 normal. Ich habe 199. Meine Tante hatte mal zuviel Eisen. Da hat der Arzt gesagt, davon könnte man eine Kupfervergiftung bekommen.
Kennst du dich mit Ferritin aus?
Vielleicht frag ich auch, ob die den Fibroscan wiederholen können oder spreche meinen Arzt direkt auf Morbus Wilson an, denn der Verdacht kommt mir immer näher in den Sinn.
Zu Häussinger kam ich erst gar nicht, weil ich abgeblich eine super kerngesunde Leber habe. Ich kam zu enem anderen, und der hatte gar keine Ahnung. Ich glaube, ich muss mal Klartext reden.

Wenn du das hier liest, bitte antworte heute noch, weil ich morgen zum Arzt muss. Ist dringend!!!

Liebe Grüße,
Lynn

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