Kopfschmerz, Übelkeit, Aphten

27.06.08 15:28 #1
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Leros ist offline
Beiträge: 219
Seit: 27.06.08
Hallo erstmal,
ich versuche einmal meine bisherigen Symptome so umfassend und verständlich wie möglich zu schildern. Wäre schön wenn man mir weiterhelfen koennte.
..Hoffe ich erschlage niemanden mit der Flut an Informationen..

Es fing vor etwa 8 Jahren mit andauernden Kopf- und Kieferschmerzen an (den genauen Zeitpunkt kann ich nicht mehr bestimmen).
Mittlerweile bin ich anfang 20 und zu den, an allen Stellen des Kopfes auftretenden, Kopfschmerzen sind noch eine Reihe anderer Symptome hinzugetreten.

Symptome:

-Kopfschmerzen:Damit fing es wohl an. Früher nur Druck am Kiefer, an den Schläfen, mittlerweile an allen Stellen, hauptsächlich aber am Kiefer.
Phasen starker, nicht auszuhaltender Schmerzen (Vor knapp einem Jahr, jetzt nicht mehr) an jeweils einer Seite des Kopfes bzw. an Kopfspitze (?), tagsüber in Verbindung mit starker Übelkeit.
Beim Gehen/Wandern werden die Kopfschmerzen schlimmer.
Nach dem Aufstehen habe ich mittlerweile häufig recht starke Kopfschmerzen, die aber nach einer bis zwei Stunden und nach dem "Genuss" einer Tasse Kaffee (mit Milch, ohne Zucker) häufig verschwinden (Kreislauf?).

-Aphten: Ich war schon immer recht anfällig für Aphten. Mittlerweile, seit knapp einem Jahr, habe ich sie jedoch praktisch jeden Tag an Mundschleimhaut und Zahnfleisch. In Höhe der oberen Backenzähne ausserdem "Unregelmäßigkeiten" der Mundschleimhaut: leichtes Brennen der Mundschleimhaut ("MSH" der Einfachheit halber) und teilweile Ablösen der MSH. Die Aphten/Entzündungen tun praktisch nicht/kaum weh bzw. behindern mich nicht beim Essen.

-Zungenbelag, "Entzündungen"/"Blässchen" auf der Zunge: Seit ebenfalls knapp einem Jahr seitlich an der Zunge rötliche, brennende Entzündungen.
Die Zunge ist hinten weisslich, grünlich belegt. "Erhebungen" (Papillen?) im hinteren Bereich der Zunge. Entzündungen an der Zunge seit knapp 2 Monaten nicht mehr, aber Belag unverändert.

-Übelkeit:Vor knapp einem halben Jahr hatte ich 1-3 Monate (Zeitpunkt kann ich blöderweise nicht genauer bestimmen) durchgehend eine starke Übelkeit die, ab und an, selbst meine chronischen Kopfschmerzen in den Hintergrund gedrängt hat. Die Übelkeit trat meist erst wenige Stunden nach Aufstehen auf und zog sich dann meist bis Abends hin.
Besonders ärgerlich ist, dass die Übelkeit und ein leichter Schwindel; eine leichte Schwäche bei körperlicher Betätigung spürbar wird.
Es sieht dann immer so aus, als ob ich mich vor Arbeit drücken würde, dabei betätige ich mich gerne körperlich. Nach dem Sport (ich Laufe knapp 3 mal die Woche) werden Übelkeit und Kopfschmerzen kurzzeitig schlimmer. Vorallem die Übelkeit ist deutlich zu spüren, lässt aber dann langsam nach.

-Augenschmerzen:Vor ebenfalls knapp einem halben Jahr (Zeitpunkt kann ich auch nicht genauer bestimmen, ich führe mittlerweile Buch) hatte ich eine Phase unerträglicher Augenschmerzen.

-Schleim:Fast immer zähen Schleim im hinteren Rachenraum, der sich manchmal nicht abhusten lässt. Der Schleim ist, mitsamt der Kopfschmerzen, mein ständiger Wegbegleiter. Früher war er weiss, mittlerweile ist er grün bis stark dunkelgrün. Hinzu kommt, dass ich oft das Gefühl habe die Nase, oder ein Nasenloch, sei zu (Verbindung zwischen Nasenbein und Stirn).
Ausserdem habe ich das Gefühl, dass der hintere Bereich der Zunge dick geschwollen ist; der Rachen im allgemeinen "belegt" ist.

-Konzentrationsschwäche:Zuhören, Informationen verarbeiten, sich auf etwas konzentrieren, fällt mir zunehmend schwerer.


Behandlungen/Diagnosen:
-Wegen Kopfschmerzen 2002 EEG in der Neurologie -> Nichts festgestellt (Diagnose Spannungskopfschmerz)
-Wegen Kopfschmerzen dieses Jahr nochmals EEG und wegen Übelkeit MRT (Schädel) -> Nichts festgestellt -> in knapp einem Monat weiterer Termin beim Neurologen.
-2 mal Antibiotikabehandlung wegen des Schleimes (!) -> keine Besserung -> (Schleim wurde eher weiss)
-Abstrich (Sputum) wegen Zungenbelag -> kein Befund
-Letzten Winter Behandlung mit Vitaminspritzen -> Absolut keine Besserung
-Schiene vom Zahnarzt bekommen -> keine Besserung
-Schiene vom Kieferorthopäden bekommen ("Okklusale Schienentherapie im Oberkiefer") -> keine Besserung ("Rechtsseitige Myoarthropathie mit Verdacht auf degenerative Gelenkveränderung m. Knackgeräuschen und Druckdolenz") (Glaube mittlerweile, dass der Kiefer nur eine Verstärkung bestimmter Beschwerden verursachen kann, aber keinesfalls Ursache meiner Beschwerden ist)

Nachtrag (editiert): Kieferorthopäde sowie Kieferchirurg konnten nur sagen, dass die Kopfschmerzen möglicherweise von einer leichten Fehlstellung des Kiefers kommen.
Sonderlich überzeugt davon schien keiner der beiden.

-Diverse Blutproben (Hausarzt) bei denen "nichts festgestellt" wurde.
-Borreliose-Antikörper-Test -> Kein Befund
-Beim Heilpraktiker: Schaut sich die Zunge an und sagt direkt: "(...)Magen-Darm(...)" ; Daraufhin "PräScreen Kombi" -> "Es fanden sich weder erhöhte IgG4- noch IgG-Antikörper gegenüber der Auswahl an Nahrungsmittelallergenen." -> Sprich: Negatives Ergebnis
-Langzeit-EKG (schon ein paar Jährchen her) -> kein Befund bzw. keine Auffälligkeiten.




Ergänzendes:

-Ich habe keine Zahnfüllungen
-Ich habe mich seit Jahren nicht mehr "normal" müde gefühlt. Immer nur abgeschlagen und total "fertig". Nie mehr diese schöne, bleierne Müdigkeit am Ende eines mit positiven Stress angefühlten Arbeitstages.
-Meine Haare sind trocken, dünn und brüchig. Ich habe eine unnatürliche Blässe und Augenringe

Ich hoffe ich habe nichts vergessen..

Versteht mich nicht falsch, ich akzeptiere eine vegetative Störung; psychosomatische Ursachen etc. ohne Widerworte, ich sträube mich nicht dagegen, aber es scheint mir doch -noch- etwas zu einfach.

Grüße
Leros

Geändert von Leros (27.06.08 um 15:46 Uhr) Grund: Eintrag zum Befund des Kieferorthopäden/ der Kieferchirurgin hinzugefügt

Kopfschmerz,Übelkeit,Aphten

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo Leros,

psychosomatische Diagnosen sollte man immer kritisch hinterfragen, die werden oft wirklich zu einfach und schnell gestellt.

Da du keine Füllungen (auch keine Kronen oder Implantate?) hast,kann man außer vom Mütterlichen Amalgam, nicht von einer Amalgambelastung ausgehen.

Bei deinem Fall würde ich nach dem Ausschlussverfahren vorgehen, folgendes fällt mir jetzt spontan dazu ein.

1. Candida- oder Parasitenbelastung
2. Pfeiffersches Drüsenfieber
3. Schilddrüsenprobleme, wegen Haare, Blässe oder Schwäche
4. Wenn Schleim den Rachen hinunterläuft, suppt das immer aus den Nasen-Nebenhöhlen oder den Kieferhöhlen.
5. Eisenstoffwechsel würde ich auch mal untersuchen lassen.
6. Wohngifte (bist du vor 8 Jahren vielleicht umgezogen?).

Liebe Grüße
Anne S.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Leros,

Es fing vor etwa 8 Jahren mit andauernden Kopf- und Kieferschmerzen an (den genauen Zeitpunkt kann ich nicht mehr bestimmen).
Mittlerweile bin ich anfang 20 und zu den, an allen Stellen des Kopfes auftretenden, Kopfschmerzen sind noch eine Reihe anderer Symptome hinzugetreten.
Was war, bevor Dein Elend vor etwa 8 Jahren anfing:
- Krankheit, Umzug, Neue Möbel, Schulwechsel, Zahnbehandlung (hast Du irgendwelche Materialien im Mund?) , irgendeine Therapie/Operation, Unfall ...?

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß solche "konkreten" Schmerzen ohne Grund auftreten sollen.

Ist außer dem Antikörper-Test auf Borreliose auch noch ein anderer Test gemacht worden?

Gruss,
Uta

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Leros ist offline
Themenstarter Beiträge: 219
Seit: 27.06.08
Vielen Dank bisher an euch beide,

@ Anne S.:
Was meinst du genau mit "mütterlichem Amalgam" ?
Ich habe meine Mutter gefragt ob sie Amalgam-Füllungen hat, sie meinte sie wüsste es nicht..

Ich bin auch vor 8 Jahren nicht umgezogen.
Ausserdem kann ich mich an keine besonderen, aussergewöhnlichen Vorkommnisse erinnern die zu besagter Zeit stattgefunden haben sollen.

Ich habe mich bereits ins Candida-Wiki eingelesen, bin jedoch hinsichtlich der weiteren, konkreten Vorgehensweise etwas überfragt.
Kann ich die von dir beschriebenen, möglichen Krankheiten vom Hausarzt untersuchen lassen? (Der schüttelt den Kopf wenn ich wieder da aufkreuze, vorallem wenn ich ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, eine Liste möglicher Krankheiten vortrage..).

Ich kann mich noch an einen Allergie-Test erinnern. Lang, lang ists her...

Alkohol scheint übrigens ein Trigger in Punkto Kopfschmerz zu sein.
Hätte der Heilpraktiker bzw. das Labor das nicht mit besagtem Test feststellen koennen/muessen ?

Nachtrag (editiert):
Ich habe gehört, dass eine Kieferfehlstellung (die ich besitze) zu Problemen mit der HWS führen kann. Nun kommt hinzu, dass ich, indem ich eine Übung für die Nackenmuskulatur durchführe, wohl einen Wirbel ein- bzw. ausrenke.
Zehn Übungen für den Nacken : Bewegung gegen den Spannungs-Kopfschmerz | Ratgeber Kopfschmerz
Das verursacht ein Knacken und kurz darauf, bei Entspannung bzw. Wegnahme der Hände, starke Schmerzen.
Durch bestimmte Bewegungen der Schultern und des Kopfes, gefolgt von einem kurzen, leicht schmerzhaften Knacken, kann ich diesen Zustand wieder ruckgängig machen.
Vielleicht kennt sich jemand damit aus.

Grüße
Leros

Geändert von Leros (27.06.08 um 21:23 Uhr) Grund: Nachtrag bezüglich HWS

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Leros,
kannst Du Dich erinnern, ob Du vor 8 Jahren mal eine heftige Magen-Darm-Geschichte hattest?


Wenn der Allergie-Test so lange her ist, dann wäre es - wenn irgendetwas in diese Richtung weist- gut, noch einmal einen machen zu lassen auf die üblichen Grundnahrungsmittel wie Milch, alle Getreide, Hefe, Nüsse, Schimmel usw.

Wenn Alkohol ein Trigger für den Kopfschmerz ist, dann könnte es sich bei Dir auch um eine Histaminintoleranz handeln. Da ist vor allem Rotwein und Bier ein Auslöser für Kopfschmerzen. Schoko übrigens auch.
Heilpraktiker können nicht alles. Wenn man einen bestimmten Test sucht, sollte man sich den entsprechend kundigen Hp suchen und am Telefon fragen, was genau er macht. Allergietestungen sind erst einmal eigentlich das Gebiet eines Allergologen, und das geht auch ganz normal auf Kasse.

Gruss,
Uta

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Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Hallo Leros,

Du kannst Deine Suche beenden, die Ursache Deiner ganzen Symptome lautet HWS Instabilität.

Mit Bedauern muss ich feststellen, dass Du trotz Deiner sehr schönen und eindeutigen Symptombeschreibung bisher nur mit falschen Hinweisen bombardiert worden bist.

Ich habe in der letzten Zeit einiges über dieses Thema geschrieben.Du kannst auch die Forensuche bemühen, Suchbgriffe: HWS, Atlas, Kuklinski usw. Im Forum "Nitrosativer Stress" geht es aus Mangel an Alternativen sehr häufig auch um dieses Thema.

Wenn Du Details zu Deinem Krankheitsbild wissen willst, solltest Du Kuklinskis Buch lesen:

Amazon.de: Das HWS-Trauma: Ursache, Diagnose und Therapie: Bodo Kuklinski: Bücher

Gruß
Tobi

Geändert von Tobi09 (27.06.08 um 22:16 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Kann gut sein, daß es so ist, Tobi. Wobei ja auch Dr. Kuklinski davon berichtet, daß durch HWS-Schäden alle möglichen Symptome entstehen. Wenn dazu auch Unverträglichkeiten gehören, dann hilft es zunächst - bis eine Behandlung greift - , wenn man entsprechende Nahrungsmittel meidet, um die schlimmsten Symptome zu mildern.

Gruss,
Uta

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Leros ist offline
Themenstarter Beiträge: 219
Seit: 27.06.08
Du scheinst dir ja ziemlich sicher zu sein Tobi.
Ich muss dazu sagen, dass ich letzten Sommer einen sehr, sehr heftigen Schlag auf den Kopf bekam.
Ich wollte 3-4 Stufen hinunterspringen und sprang an die Decke des Treppenhauses. (Fragt mich nicht wieso ich die niedrige Decke übersehen habe, es muss einer dieser seltenen Anfälle von Übermut gewesen sein...)
Erstaunlich, dass sich danach eine Häufung bzw. Verschlimmerung meiner Beschwerden zeigte.

Vielleicht kannst du/könnt ihr mir weitere, konkrete Hinweise für ein weiteres Vorgehen meinerseits geben.

Nochmal vielen Dank bisher für die rege Resonanz.
Bin positiv überrascht.

Nachtrag:
Ich habe hier:
http://www.symptome.ch/wiki/Die_inst...A4ule#Therapie
gelesen, dass "moderate" Bewegungsabläufe wie "wandern" eine mögliche, unterstützende Therapieform darstellen.
Nun ist es aber so, dass gerade diese moderaten, "langsamen" Formen der sportlichen Betätigung bei mir Beschwerden hervorrufen.
Wie ist das zu erklären? Vielleicht mit von Patient zu Patient unterschiedlichen, individuellen Schäden?

Grüße
Leros

Geändert von Leros (27.06.08 um 23:19 Uhr) Grund: Nachtrag (gekennzeichnet)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Leros,
vielleicht hilft Dir dieser Thread weiter:
http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...iagnostik.html

Gruss,
Uta

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Leros ist offline
Themenstarter Beiträge: 219
Seit: 27.06.08
Danke für den Hinweis, ich werde wohl dort weiterschreiben.

Grüße
Leros


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