FI /Darmprobleme

26.05.08 23:42 #1
Neues Thema erstellen

hareeka ist offline
Beiträge: 211
Seit: 13.05.08
Hallo, ich habe mich mit all meinen Problemen so vorgestellt:
Ich habe die Lyme-Krankheit, Lactose - und Fruktoseintoleranz, rezid. Herpes, chronisches Müdigkeitssyndrom, Multiple-Drug-Resistenz und MCS.
Eigentlich geht es mir nur noch ganz gut, wenn ich nichts esse und mich in der
freien Natur aufhalte. Das geht aber leider nicht, also geht es mir meist nicht so gut.Bin hochgradig mit Schwermetallen belastet.
Bei all diesen Krankheiten weiß ich gar nicht mehr, wovon meine Beschwerden wirklich sind.
Im Augenblick glaube ich, dass ich seit Kindheit an eine FI habe und dadurch vielleicht alle anderen Symptome kommen. Nun versuche ich meine Ernährung umzustellen. Meide Obst und Gemüse völlig, Milchprodukte schon seit ein paar Jahren. Viele Anregungen zur Ernährung habe ich hier schon gefunden und umgesetzt. Aber leider habe ich nach wie vor täglich Blähungen und Bauchbeschwerden.
Kann es sein, dass mein Darm über die Jahre völlig ruiniert ist? Was kann ich tun, um diese Beschwerden loszuwerden?
Habe in der Klinik, in der ich vor kurzem war Colon-Hydrotherapie bekommen und habe nun seit Jahren das erste Mal "richtigen" Stuhlgang (keine Durchfälle), was ein Fortschritt ist. Aber leider habe ich das Gefühl, ich vertrage kaum noch Nahrungsmittel......Das ist jetzt etwas "konfus", oder?
Vielleicht habt ihr trotzdem einige Tipps für mich? Gruß von Hareeka

FI /Darmprobleme

Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Hallo Hareeka,

da es bei deiner Frage ganz allgemein um Darmprobleme und nicht nur um FI geht, verschiebe ich den Thread in eine allgemeinere Rubrik.

FI /Darmprobleme

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Hareeka,

Zitat von hareeka Beitrag anzeigen
Ich habe die Lyme-Krankheit, Lactose - und Fruktoseintoleranz, rezid. Herpes, chronisches Müdigkeitssyndrom, Multiple-Drug-Resistenz und MCS.
Und welche URSACHE haben diese Symptome?

Du meidest die Auslöser der Beschwerden, aber damit änderst du nichts an den Ursachen der Krankheit. Ohne aber die Ursachen abzustellen, kann es nie zu einer Heilung kommen, bestenfalls zu einer Symptomlinderung.

Bin hochgradig mit Schwermetallen belastet.
Wie wurde das denn diagnostiziert?

Bei all diesen Krankheiten weiß ich gar nicht mehr, wovon meine Beschwerden wirklich sind.
Krankheiten haben nur drei mögliche Ursachen: Ernährungsfehler, Schadstoffeinwirkungen und belastende Lebenssituationen. Wobei die Ernährungsfehler mit rund 80% den weitaus größten Teil ausmachen.

Nun versuche ich meine Ernährung umzustellen. Meide Obst und Gemüse völlig, Milchprodukte schon seit ein paar Jahren.
Das erinnert mich an diverse Allergiker, die immer mehr Allergene gemieden haben, bis sie praktisch nichts mehr essen konnten. Wenn du Obst und Gemüse meidest, dann meidest du genau das, was zur Gesunderhaltung deines Organismus notwendig ist. Sicher - diese Produkte mögen im Rahmen einer FI Symptome auslösen, aber sie sind nicht URSACHE der FI.

Viele Anregungen zur Ernährung habe ich hier schon gefunden und umgesetzt. Aber leider habe ich nach wie vor täglich Blähungen und Bauchbeschwerden.
Dann waren die Anregungen offensichtlich nicht richtig...

Kann es sein, dass mein Darm über die Jahre völlig ruiniert ist? Was kann ich tun, um diese Beschwerden loszuwerden?
Störungen des Verdauungssystems können funktioneller oder morphologischer Natur sein. Morphologisch sind Strukturveränderungen, Formveränderungen, wie sie bspw. bei einem Morbus Crohn oder einer Zöliakie zu finden sind. Funktionelle Störungen haben ihre Sekundärursache zunächst in einer Störung der Stoffwechselabläufe - es werden dann bspw. Verdauungsenzyme falsch oder nicht produziert - oder im Einfluß des vegetativen Systems. Du schreibst selbst, daß es dir in der freien Natur besser geht, also könnte das bei dir ein wesentlicher Faktor sein.

Wenn du die Störung beseitigen willst, kommst du nicht umhin, die Primärursachen zu finden und abzustellen. Und die liegen nunmal in Ernährung, Schadstoffen oder belastenden Lebenssituationen. Wenn die Verdauungsstörungen bspw. durch permanenten Streß in der Familie verursacht werden, dann kannst du an der Ernährung drehen, soviel du willst, es wird sich nichts ändern. Umgekehrt sind therapeutische Maßnahmen sinnlose, wenn die Ursache in Ernährungsfehlern liegt.

Da es nur diese drei Bereiche gibt, mußt du ganzheitlich gesehen in genau diesen drei Bereichen aktiv werden. Das würde bedeuten: Optimierung der Ernährung, Meiden von Schadstoffen und Klären belastender Lebenssituationen.

Natürlich gibt es einen Aspekt, der immer beachtet werden muß: Daß nämlich die Beschwerden Folge einer Krankheit sind. Und genau deshalb sollte die Therapie auch in den Händen eines ganzheitlich orientierten Arztes liegen.

Habe in der Klinik, in der ich vor kurzem war Colon-Hydrotherapie bekommen und habe nun seit Jahren das erste Mal "richtigen" Stuhlgang (keine Durchfälle), was ein Fortschritt ist.
So etwas wirkt leider nur rein symptomatisch. Da die Ursachen der Verdauungsstörungen dadurch aber nicht abgestellt werden kommen die Probleme zwangsläufig wieder zurück. Du hast sie ja nicht, weil du bisher zuwenig Einläufe bekommen hast...
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

FI /Darmprobleme

hareeka ist offline
Themenstarter Beiträge: 211
Seit: 13.05.08
Hallo Joachim, herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Du siehst das genau richtig.
Mein Problem ist sehr systemisch. Zuerst glaubte ich, die Psyche wäre es (Stress). So nach dem Motto: Seele sagt zum Körper : Sprich Du mit ihr.
Aber dann wurde vom Arzt festgestellt,dass ich wegen eines genetischen Defekts nicht richtig entgiften kann. Neurotransmitter waren auch alle durcheinander, deshalb die Depressionen. Dazu wurde eine hohe Schwermetallbelatung ausgetestet. Da mache ich jetzt eine Entgiftung. Fruktoseintoleranz war der nächste Befund....Ich mache jetzt soviel, dass ich manchmal glaube, ich müsste gar nichts mehr machen, da mir alles zuviel wird.

In Räumen mit geringster chem. Belastung kriege ich diverse Beschwerden (Nasenbluten, Kopfschmerzen, Schlappheit).
Was aber ist die Grundursache??????? Ich erwarte jetzt keine Antwort von Euch, aber die Frage kreist immer in meinem Schädel herum.

FI /Darmprobleme

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Hareeka,

Zitat von hareeka Beitrag anzeigen
Aber dann wurde vom Arzt festgestellt,dass ich wegen eines genetischen Defekts nicht richtig entgiften kann.
Bei solchen Diagnosen sträuben sich mir regelmäßig die Nackenhaare. Du wurdest doch mal als gesundes Kind geboren, oder? Also kann - welche Erankung auch immer - nicht auf einen genetischen Defekt geschoben werden, denn sonst hätte sie von Geburt an bestanden. Aber Ärzte tendieren leider dazu bei allem, bei dem sie keine Ursache finden (oder den Patienten ruhigstellen wollen), die Genetik herauszukramen.

Wie wurde das denn untersucht und diagnostiziert?

Neurotransmitter waren auch alle durcheinander, deshalb die Depressionen.
Womit sich die Frage stellt: WARUM sind sie denn durcheinander? Depressionen sind in der Regel lebensbedingt, aber auch ein typisches Anzeichen einer Hypoglykämie, wie sie nach Verzehr raffinierter Kohlenhydrate auftritt.

Dazu wurde eine hohe Schwermetallbelatung ausgetestet. Da mache ich jetzt eine Entgiftung.
Wie wurde das denn getestet und wie sieht deine Entgiftung aus?

Ich muß ehrlich sagen, daß ich mit dem Entgiftungswahn so meine Probleme habe. Unser Organismus hat mit der Leber ein sehr effizientes Entgiftungsorgan und sorgt normalerweise selbst sehr gut für das Zurückhalten und Ausscheiden von Giftstoffen - wenn denn die Leber bzw. die restlichen daran beteiligten Organe ordnungsgemäß funktionieren, was wiederum ein Ernährungsthema ist.

Das darüber hinaus bei bestimmten Belastungen zusätzliche Maßnahmen notwendig sind, kann natürlich sein, aber die primäre Aufgabe sollte sein, die Funktionsweise der körpereigenen Entgiftung sicherzustellen.

Fruktoseintoleranz war der nächste Befund....Ich mache jetzt soviel, dass ich manchmal glaube, ich müsste gar nichts mehr machen, da mir alles zuviel wird.
Eine Fruktoseintoleranz ist eigentlich typisch ernährungsbedingt. Der Organismus kann bestimmte Enzyme nicht mehr richtig bilden und das führt dann zu Verdauungsstörungen.

Was aber ist die Grundursache???????
Es nur die genannten drei Bereiche für die Grundursache:

1. Ernährungsfehler
2. Schadstoffeinwirkungen
3. Belastende Lebenssituationen

Und genau in diesen drei Bereichen würde ich deshalb aktiv werden.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

FI /Darmprobleme

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Hallo Joachim,

Du wurdest doch mal als gesundes Kind geboren, oder? Also kann - welche Erankung auch immer - nicht auf einen genetischen Defekt geschoben werden, denn sonst hätte sie von Geburt an bestanden.
Wie kommt es dann, dass es genetisch verursachte Krebserkrankungen gibt, die erst später im Erwachsenenalter auftreten? Deiner Aussage zufolge hätte ein Kind schon bei seiner Geburt Brustkrebs, Darmkrebs etc.?

Liebe Grüsse,
uma

FI /Darmprobleme

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Joachim,
oder wie kommt es, daß Säuglinge schon krank auf die Welt kommen mit einer Krankheit, die genetisch bedingt ist? - Auch die gibt es doch, z.B. das Down-Syndrom?

Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

FI /Darmprobleme

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo uma,

Wie kommt es dann, dass es genetisch verursachte Krebserkrankungen gibt, die erst später im Erwachsenenalter auftreten?
Die Krebserkrankung ist nicht genetisch definiert, indem ein bestimmtes Gen den Krebs an oder ausschaltet. Krebs ist im Grunde eine chronische Stoffwechselkrankheit, deren Entstehen von der jeweiligen Konstitution abhängt. Die DNA ist zwar ein fester Bauplan, aber er wird bei der Abschrift durch andere Stoffe 'moduliert', die bestimmen, welche Gensequenzen sich wie auswirken können. Der Organismus kann sich dadurch veränderten Bedingungen anpassen. Das hat aber leider auch den Nachteil, daß wir nie bei Null anfangen. Fehler, die unsere Vorfahren in der Lebensführung gemacht haben, wirken sich auf die nachfolgenden Generationen aus, die dann mit einer entsprechend schlechteren Konstitution auf die Welt kommen. Das sieht aus wie Genetik, ist aber letztendlich nur die durch fortgesetzte Fehler in der Lebensführung geschwächte Konstitution.

Die Krebserkrankung tritt deshalb erst in späteren Jahren auf, weil der Organismus - je nach Vorbelastung - mehr oder weniger lange einen gesunden Zustand aufrecht erhalten kann. Erst, wenn die entsprechenden Stoffwechselvorgäne versagen, können sich Symptome in Form von Tumoren ausbilden.

Das alles trifft übrigens auf alle ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten zu, zu denen der Krebs ja zu einem gewissen Teil auch gehört.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

FI /Darmprobleme

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo Uta,

Zitat von Uta Beitrag anzeigen
oder wie kommt es, daß Säuglinge schon krank auf die Welt kommen mit einer Krankheit, die genetisch bedingt ist? - Auch die gibt es doch, z.B. das Down-Syndrom?
Ja, die gibt es leider und das sind dann wirklich genetisch bedingte Krankheiten, bei denen echte Gendefekte vorliegen und die sich auch entsprechend vererben.

Aber auch hier hat es letztendlich Ursachen, weshalb es in der ursprünglich gesunden Generationenfolge plötzlich zum ersten irreparablen Gendefekt kommt. Die bekannten Ursachen liegen dabei bspw. in erbgutschädigenden Substanzen oder ionisierender Strahlung.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

FI /Darmprobleme

hareeka ist offline
Themenstarter Beiträge: 211
Seit: 13.05.08
Hallo Joachim, Du schreibst ( Sorry, ich weiß nicht, wie ich richtig technisch zitieren kann ) "Das hat aber leider auch den Nachteil, daß wir nie bei Null anfangen. Fehler, die unsere Vorfahren in der Lebensführung gemacht haben, wirken sich auf die nachfolgenden Generationen aus, die dann mit einer entsprechend schlechteren Konstitution auf die Welt kommen. Das sieht aus wie Genetik, ist aber letztendlich nur die durch fortgesetzte Fehler in der Lebensführung geschwächte Konstitution."


Also Joachim, der Gen-Test ergab:
GSTM 1 : Eine Entgiftung ist nicht möglich, da das Enzym fehlt
GSTT 1 : Enzym fehlt auch
MDR 1 : Beide Allele (v. Vater und Mutter) tragen eine Abweichung vom Normaltyp. Viele hauptsächlich lipophile Fremdstoffe verbleiben länger in den Zellen vieler Organe.

So schreiben sie im Analyseergebnis.

Weiß ja nicht wieso ich das habe, aber ich hatte schon von Kindheit an starke allergische Reaktionen auf Medikamente. Mit 11 Jahren bereits eine schwere Pankreatitis. Ich bin schon 55 und als ich Kind war, hat sich kein Mensch darum geschert, woher welche Krankheit kommt.

1989 lag ich mit unspezifischem Stoffwechselproblemen 9 Wochen (Da war noch DDR) in der Klinik. Erst später vermutete ein Arzt, ich hätte vielleicht eine Formaldehyd-Vergiftung gehabt (vergiftete Spanplatten).


Optionen Suchen


Themenübersicht