Brauche Rat, was zu tun ist

17.05.08 15:12 #1
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Brauche Rat, was zu tun ist

Xhool ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 16.05.08
Vielen Dank für die vielen lieben Ratschläge.

So, ich habe mal meine Befunde soweit sortiert:

2001 (also nach der Amalgam-Plombe) hatte ich einen GPT-Wert von 140!! GOT war ebenfalls erhöht, 52 (danach war aber der GOT immer normal), so hohe Werte hatte ich danach nie mehr!

2002 wurden mehrere Bluttests gemacht, die meisten Werte waren normal. Lediglich der sogenannte LDH5 Wert war erhöht (steht wohl für Leber/Gallenerkrankungen), zudem hatte ich öfters einen sehr hohen Natrium-Spiegel.
Trotzdem waren sowohl GPT als auch GOT wieder im normalen Bereich, kratzten noch nichtmal an der Grenze.

Sprechen diese Werte denn für oder gegen eine Borreliose?

Laut meiner Mutter wurden damals auch bei meinem Umweltmediziner ein Borreliose-Test gemacht, sogar angeblich gegen "Tropen-Borreliose". Leider fehlen mir diese Unterlagen völlig, ich weiß auch nicht, welche Methode damals angewandt wurde.

Zurzeit (März 2008) ist mein GPT-Wert bei 59.

Noch eine letzte Frage: Könnte es auch eine damals nicht diagnostizierte Hepatitis sein? Und kann man eine Hep. B bekommen, ohne GV gehabt zu haben? Ich hatte damals (2000) für 3 Wochen, kurz bevor meine Krankheit ausbrach, eine neue Freundin, mit der ich aber keinen GV hatte.

Grüße,

Xhool

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wau ist offline
Weiblich wau
Beiträge: 16
Seit: 15.05.08
Informiere dich sicherheitshalber noch mal ganz genau über Borreliose und lass das abklären!!(VCS- Test)

Brauche Rat, was zu tun ist

ich_at_ich ist offline
Beiträge: 211
Seit: 06.10.06
Hi!

Hast du schon mal an Lebenmittelunverträglichkeiten gedacht?
Die viele Luft im Bauch + Eisenmangel + Heißhunger ist recht typisch für LMUs.

Die häufigsten sind Gluten, Fruktose und Laktose.

Es wär auch eine Dünndarmfehlbesiedlung und/oder Candida denkbar. Dann verträgt man vorallem keinen Zucker.

lg

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Xhool,

erhöhte Leberwerte, Schwindel, vermehrter Speichelfluss, vergrößerte Milz, etc. etc.:
Alles ganz typisch für M. Wilson (Kupferspeicherkrankheit), eine Leberkrankheit bei der auch die Milz beteiligt ist und dann sich vergrößert.
Die Leber kann Kupfer nicht ausscheiden und es kommt zu einer Vergiftung mit Kupfer, die zunächst die Leber und später das Gehirn schädigt. Es kann zu einer Hämolyse kommen, was eine Milzbeteiligung voraussetzt.
Weil das Gehirn geschädigt wird, bekommt man neurologische und psychiatrischen Symptome wie Schwindel, vermehrter Speichelfluss.

Wenn der Natriumspiegel bereits erhöht ist, deutet dies auf eine schwere Leberschädigung hin. Ich vermute, dass Dir salzreiches Essen nicht guttut.
Wenn Du zuviel Gewicht hast, dann kann das bei dieser Krankheit davon kommen, dass das zuviele Kupfer im Körper schuld ist. Denn Kupfer fördert das Wachstum von Bindegewebe.

Ich selbst habe die Krankheit und kenne Deine Symptome nur zu gut. Da die Krankheit aber selten ist, kennen sich die wenigsten Ärzte damit aus, d. h. man sollte in Fachambulanzen gehen.
In Deutschland findest Du hier Fachambulanzen:
MorbusWilsonEV
Und hier die Homepage des deutschen Selbsthilfevereins:
MorbusWilsonEV
Hier im Forum gibt es zu der Krankheit auch eine Rubrik mit guten Links in der Linksammlung:
http://www.symptome.ch/vbboard/morbus-wilson/

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Xhool ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 16.05.08
Hallo Leute, ich habe wie empfohlen von Euch einige Untersuchungen hinter mich gebracht.

Eine mikrobiologische Stuhluntersuchung ergab folgendes: Bifidobakterien waren reduziert, Strepptococcus agalactiae waren erhöht.
Vor allen Dingen ist endlich eine stark vermehrte Candida-Besiedlung nachgewiesen worden, was ich aufgrund meiner Geschichte (Antibiotika, viel Süßes und Schweinefleisch, Amalgam) und meiner Symptome immer vermutet hatte.

Weiterhin habe ich eine Borrelioseuntersuchung machen lassen, wobei hier der Westernblot zwar negativ, der LTT-Test jedoch positiv war! Mir ist jedoch bewußt, dass es sich hierbei um einen falsch positiven Test halten kann. Gibt es jemanden, der hierbei einen Zusammenhang mit Candida kennt?

Das erfreuliche ist: Nach einer 6 wöchigen fettarmen Ernährung ist mein GPT-Wert endlich wieder normal (44 (50 maximum)), die Fettleber ist wohl auch laut Ultraschall wieder angehend normal. Die Milz scheint ebenfalls nicht mehr vergrößert zu sein.

Für mich bedeuten die Untersuchungsergebnisse, dass ich festentschlossen dazu bin, eine Candida-Therapie anzufangen. Das Labor empfiehlt mir zunächst zum Darmaufbau einen Einsatz von Symbiolact B, um dann später mit Nystatin den Candida auszumerzen. Ist dies sinnvoll? Könnte man nicht gleich ein Mittel wie Diflucan einsetzen, da Nystatin ja nur im Darm wirkt? Weiterhin werde ich die medikamentöse Behandlung durch eine Anti-Pilz-Diät ergänzen. Wenn mir jemand eine gute Buchempfehlung mit Rezeptvorschlägen geben kann, würde mir das sehr helfen.

Grüße,

Xhool

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Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
Hallo Xhool!

An Candida hatte ich eben beim lesen (bin erst seit gestern dabei) wegen deiner weiß belegten Zunge gedacht. Süßes ist da gar nicht gut, weder in fester noch in flüssiger Form, weißt du sicher.

Ob du Schweinefleisch isst, wäre meine nächste Frage gewesen. Laß es komplett weg, auch in kleinsten Mengen, die in all möglichen Fertigessen mit drin sind (immer auf die Inhaltsstoffe gucken!), und reduziere insgesamt deinen Fleischkonsum. Du wirst sehen, dann wird´s dir schon um einiges besser gehen, und einige Kilos dürften auch verschwinden. Sehr schön, daß du mittels Ernährung deiner Leber und deiner Milz schon so gut tun konntest! Was für ein toller Erfolg!

Was die Candida-Therapie angeht, da kenn ich es so, daß (in schweren Fällen von Candida-Befall) Nystatin gegeben wird und direkt im Anschluß es um die Unterstützung bzw Begleitung der Neubesiedelung geht, also was man Darmaufbau nennt. Nystatin wird vor allem bei Pilzbefall eingesetzt und wie gesagt auch bei Candida und ist ein Klassiker. So eine Behandlung wäre ein typischer Heilpraktikerfall.

LG
Gina

Geändert von Gina-NRW (16.06.08 um 11:16 Uhr)

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Xhool ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 16.05.08
Zitat von Gina-NRW Beitrag anzeigen
Hallo Xhool!

An Candida hatte ich eben beim lesen (bin erst seit gestern dabei) wegen deiner weiß belegten Zunge gedacht. Süßes ist da gar nicht gut, weder in fester noch in flüssiger Form, weißt du sicher.

Ob du Schweinefleisch isst, wäre meine nächste Frage gewesen. Laß es komplett weg, auch in kleinsten Mengen, die in all möglichen Fertigessen mit drin sind (immer auf die Inhaltsstoffe gucken!), und reduziere insgesamt deinen Fleischkonsum. Du wirst sehen, dann wird´s dir schon um einiges besser gehen, und einige Kilos dürften auch verschwinden. Sehr schön, daß du mittels Ernährung deiner Leber und deiner Milz schon so gut tun konntest! Was für ein toller Erfolg!

Was die Candida-Therapie angeht, da kenn ich es so, daß (in schweren Fällen von Candida-Befall) Nystatin gegeben wird und direkt im Anschluß es um die Unterstützung bzw Begleitung der Neubesiedelung geht, also was man Darmaufbau nennt. Nystatin wird vor allem bei Pilzbefall eingesetzt und wie gesagt auch bei Candida und ist ein Klassiker. So eine Behandlung wäre ein typischer Heilpraktikerfall.

LG
Gina

Hallo Gina,

danke für Deine Tipps. In der Tat scheint es bei mir heftigste Reaktionen auf Schweinefleisch zu geben. Ich hatte letztens in einem Restaurant ein Putenschnitzel bestellt (was ich eigentlich recht gut vertrage), aber dann Schwein bekommen. Nach dem Verzehr bekam ich später am Abend starke Knieschmerzen, was wohl auf ein Problem mit Schweinefleisch hinweist.

Auch kann ich mich an mein Essverhalten erinnern, bevor meine Symptome richtig schlimm wurden (2000). Ich aß nahezu jeden Tag Schwein, und bekam da ja meine erste Amalgam-Plombe. Sollte also wirklich Candida für meinen Zustand verantwortlich sein, gäbe es zumindest eine Ursachenerklärung.

2003 ging es mir aufgrund einer Essensumstellung auch zunehmend besser, nur wußte ich nicht wodurch. Allerdings erreichte ich nur etwa 70% meines Leistungsvermögens, entweder weil ich immer nur "zuviel" Zucker konsumierte (ich trank unheimlich viel Apfelschorle als "Sportlergetränk"), oder weil sich der Pilz ohne Medikamente nicht besiegen ließ.

Gruß,

Xhool

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margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo Xhool,


Das erfreuliche ist: Nach einer 6 wöchigen fettarmen Ernährung ist mein GPT-Wert endlich wieder normal (44 (50 maximum)), die Fettleber ist wohl auch laut Ultraschall wieder angehend normal. Die Milz scheint ebenfalls nicht mehr vergrößert zu sein.

Leberwerte schwanken stark und ein GPT-Wert von 44 ist auf dem Papier zwar normal, aber beim nächsten Mal kann der Wert schon wieder 60 oder mehr betragen.
Ich habe eine Leberkrankheit und kann Dir "ein Lied von schwankenden Leberwerten singen".
Im Ultraschall sieht man die Leber zwar, aber ob nun eine Fettleber vorliegt oder eine Leberfibrose oder gar in einigen Teilen eine Zirrhose kann einem kein Arzt beim Ultraschall sagen.
Im Jahr 1996 wurden 2 Bilder meiner Leber gemacht (bei einer Op), die links kleine Knötchen auf den Bildern hat. Im Ultraschall hieß es damals immer, die Leber sei homogen und allenfalls grenzgradig groß. Kleine Knötchen sind aber ein Zeichen für eine Leberzirrhose. Ich hatte damals auch schon schwankende Werte, mal waren die Leberwerte sogar im einstelligen Bereich und dann wieder etwas über dem oberen Normwert.
Auch Jahre danach hatte ich immer wieder einstellige Leberwerte und immer wieder auch mal leicht erhöhte Leberwerte, also stark schwankende Werte.
Ab ca. 2003 hat man im Ultraschall leichte Inhomogenitäten gesehen und mir wurde gesagt, ich hätte eine Fettleber.
2004 wurde eine Leberbiopsie von der rechten Seite gemacht, es stellte sich rechts eine Leberfibrose heraus, also nicht mehr nur eine Fettleber, sondern bereits die nächste Stufe auf dem Weg zur Zirrhose. Und links habe ich wohl schon seit 1996 eine Zirrhose.
Aber im Ultraschall hat kein Arzt bisher eine Fibrose oder gar eine Zirrhose gesehen, d. h. man sieht im Ultraschall nicht so viel.

Wenn Du also mal erhöhte Leberwerte hattest, dann musst Du davon ausgehen, dass dies einen Grund hat. Allein von der Ernährung bzw. Fleisch bekommt man kaum mal einen Leberschaden, denn eine gesunde Leber verträgt auch Fleisch. Vielmehr würde ich überlegen, ob Du nicht eine Leberkrankheit haben könntest.

Wurde mal die Eisenspeicherkrankheit ausgeschlossen? Das ist die häufigste Erbkrankheit, die es überhaupt gibt. Jeder 10. Mensch ist Überträger dieser Krankheit, d. h. die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man sie haben kann. Auch ich bin Überträger der Eisenspeicherkrankheit, habe aber die Kupferspeicherkrankheit.

Hattest Du nicht geschrieben, Du hättest vermehrten Speichelfluss? Das wäre ganz typisch bei der Kupferspeicherkranheit. Ich habe dies u. a. auch.
Hier eine von vielen Symptom-Beschreibungen dazu:
www.zm-online.de/m5a.htm?
Die neurologische Verlaufsform, die im Allgemeinen erst im jungen Erwachsenenalter auftritt, manifestiert sich zunächst mit motorischen Störungen, häufig beginnend mit einem parkinsonähnlichen Tremor, mit Gangstörungen, Schreibstörungen und generellen Problemen bei rasch wechselnden und bei unwillkürlichen Bewegungen. Auch ein Rigor und ein vermehrter Speichelfluss können auftreten. Zudem weisen laut Dr. Dominik Huster, Universitätsklinik Leipzig, bis zu einem Drittel der Patienten initial psychiatrische Symptome auf, wie Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen, Depressionen, Stimmungsschwankungen und in seltenen Fällen auch psychotische Störungen.

Unklare Leberbefunde und auch unklare neurologische Defizite sollten deshalb, so Huster, immer auch an einen Morbus Wilson denken lassen.
Man sollte wissen, dass ein Wilson-Patient nie alle der oben aufgeführten Symptome gleichzeitig hat.
Manche haben nur psychiatrische Probleme, die anderen nur Gangstörungen und Speichelfluss, usw.
Auch ich hatte schon Milzvergrößerungen, was auch beim M. Wilson möglich ist.

Also ich würde Dir raten, die Leber im Auge zu behalten und ggf. mal zu einem Leberspezialisten gehen. Die Ernährung ist bei einer Leberkrankheit schon wichtig. Dennoch sollte man überlegen, ob man nicht alle Leberkrankheiten mal ausschließt, weil mit der Ernährung nur die Symptome gelindert werden, eine evtl. Leberkrankheit aber weiter fortschreiten kann.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Brauche Rat, was zu tun ist

Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
Hallo nochmal, Xhool

fiel mir eben wieder ein,.. ich hab da ja noch einen Link über Schweinefleisch.
der Text ist schön knapp gefasst und deutlich aber sachlich.
und ein bischen unappetitlich obendrein. ja nu .. so ist das halt.
Therapeutisches Haus - Warum ist Schweinefleisch hochtoxisch?

aber am besten sagt einem ja meist eh der eigene Körper, ob etwas gut für ihn ist.

statt Schorlen (die ich auch gern mag *g) stilles Wasser zu trinken, ist auch ein tolles Gefühl.
man spürt richtig, wie es gebraucht wird.

Gina

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toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Hallo Xhool,

ich habe die Symptome in dem ersten Beitrag des Threads nochmal angesehen, zusammen mit dem positiven Borreliose LTT würde ich Dir dringend raten Dich mit der Borre-Problematik vertraut zu machen. Die meisten anderen Symptome von Dir können als Folge einer Borreliose-Infektion auftreten. Candida ist u.a. ein Zeichen für ein geschwächtes Immunsystem. Wenn eine Borre-Infektion die Ursache für Deine Candida ist, kannst Du C. therapieren und wirst höchstens ein Symptom unterdrücken. Nystatin kriegst Du ohne Rezept in der Apo. Probiers einfach aus. (Langfristig wirds Dir nix nützen)
Die Sucht nach Süßem (und in der Folge Candida) ist ein Symptom von Borre, weil die Serotoninbildung durch die Borrelien gestört wird. etc. etc.
Informier Dich über Borreliose. Eine sehr gute Quelle ist das Buch von Hopf-Seidel
Amazon.de: Krank nach Zeckenstich: Borreliose erkennen und wirksam behandeln: Petra Hopf-Seidel: Bücher Es ist aktuell, von einer praktizierenden Ärztin geschrieben, für Laien verständlich. Ich habe dort das ganze Borre-Wissen was ich mir über Jahre Stück für Stück angelesen habe wiedergefunden, billig ist es auch!!!

Alles Gute von Thomas

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