Was könnte das sein? MS vielleicht?

22.04.08 09:45 #1
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Was könnte das sein?

marefi ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 09.04.08
Hallo,
hm, also momentan hab ich leider keine Blutwerte vorliegen. Das ließe sich aber ohne Probleme ändern. Diese speziellen Blutwerte nimmt auch nach Rücksprache der Hausarzt ab, oder??
Wenn sich dabei Auffälligkeiten ergeben, kann ich ja die weiteren Schritte bei genannten Fachärzten einleiten. Danke Margie.
Hm, ihr hab mit jetzt ganz schön viel an die Hand gegeben, was würdet ihr denn als allererstes tun?
Neue Ansatzpunkte wären also Abklärung der von Margie genannten Blutwerte, Amalgambeseitigung, Borreliosetest, EBV-Test. Zusätzlich noch Abklärung der vermutetetn Histamintoleranz. Ganz schön viel auf einmal. Was wäre denn abei eine sinnvolle Vorgehensweise?

LG Oliver

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Zitat von athene Beitrag anzeigen
Die Amalgam-Entgiftung sollte auch zuerst angegangen werden, denn sonst würden evtl. notwendige ABs bei der Borreliose eh nicht viel nützen.
Gibts zu dieser Aussage irgendwelche Studien? Wenn ja, wäre ich dir dankbar, wenn du das verlinken könntest. Gerne auch als PN.
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Borreliose ist ein Arschloch

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
@marefi: Borreliose-Tests nur in erfahrenen Labors machen lassen. Nebst ELISA unbedingt auch Western Blot machen lassen.
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athene ist offline
Beiträge: 88
Seit: 02.01.08
@ Mungg, müßte bei Klinghard irgendwo stehen, glaube ich mal, habe aber gerade keine Zeit zum Suchen, vielleichts stehts es hier
www.borna-borreliose-herpes.de/borreliose/VortragKlinghard.pdf
oder hier
www.power-for-life.com/Borrelien/borrelien.htm
weiß ich jetzt im Moment wirklich nicht, müßte auch suchen, die Tatsache ist aber so, kann man immer wieder verfolgen.

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Zitat von athene Beitrag anzeigen
@ Mungg, müßte bei Klinghard irgendwo stehen, glaube ich mal, habe aber gerade keine Zeit zum Suchen, vielleichts stehts es hier
www.borna-borreliose-herpes.de/borreliose/VortragKlinghard.pdf
oder hier
www.power-for-life.com/Borrelien/borrelien.htm
weiß ich jetzt im Moment wirklich nicht, müßte auch suchen, die Tatsache ist aber so, kann man immer wieder verfolgen.
Ich wollte eigentlich nicht ein Link, wo irgendwas dazu steht sondern ein Link zu einer Studie, die diesen Zusammenhang belegt. Ich kann leider zur Zeit keine ellenlange Texte von Homepages lesen und nach Studien suchen.
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athene ist offline
Beiträge: 88
Seit: 02.01.08
ich auch nicht

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
hm, also momentan hab ich leider keine Blutwerte vorliegen. Das ließe sich aber ohne Probleme ändern. Diese speziellen Blutwerte nimmt auch nach Rücksprache der Hausarzt ab, oder??
Wenn sich dabei Auffälligkeiten ergeben, kann ich ja die weiteren Schritte bei genannten Fachärzten einleiten. Danke Margie.
Es kommt auf den Hausarzt an, ob er zur Blutabnahme dieser Spezialwerte bereit ist. Ich wäre mir da nicht sicher.
Denn ein Arzt bestimmt meist nur die Werte, von denen er auch etwas versteht. Vom Coeruloplasmin und vom Serum-Kupfer, dem daraus errechenbaren sog. freien (schädlichen) Kupfer haben die meisten Ärzte keine Ahnung.

Eine einmalige Bestimmung der genannten Werte kann, muss aber nicht richtungsweisend sein. Auch bei Wilson-Patienten sind diese Werte immer wieder mal unauffällig.
Die Wilson-Diagnostik ist sicher eine der am schwierigsten durchzuführenden Diagnostiken, wobei sicher eine große Rolle spielt, dass die meisten Ärzte sich damit nicht auskennen.

Gruß
margie
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marefi ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 09.04.08
Hallo,
danke Mungg für den Hinweis, bin schon fleissig am Lesen bzgl. der verschiedenen Ansätze.
Margie, ich meinte mit "spezielle Werte" eigentlich erstmal die folgenden von dir genannten, um dann von dem Punkt an weiter zu sehen:

Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
HB-Wert
MCV
Bilirubin
LDH
Leberwerte:
GGT, GPT, GOT, Alkalische Phosphatase (AP), Cholinesterase
Alpha-2-Globulin

Der Morbus Wilson Gedanken ist wohl wieder ein eigenständiger davon unabhängiger, da ja hierbei Coeruloplasmin und Serum-Kupfer bestimmt werden müssen, was wohl nur in einer Fachklinik zu machen sein dürfte (hab mir das schonmal in dem Link angesehen, Regensburg käme da noch am ehesten für mich in Frage, kann ja mal in Erlangen (Universitätsklinik)nachfragen, ob die mit der Krankheit Erfahrung haben.(das wäre örtlich gesehen perfekt).

Was mich im Augenblick mehr beschäftigt als die einzelnen Krankheiten, die in Frage kommen könnten, wäre die Vorgehensweise zur Abklärung aller Krankeiten.
Lt. athene müsste ich mir ja zu allererst mal die Amalgamfüllungen rausmachen lassen, um sinnvoll gegen Borreliose anzugehen. (würden denn die Borreliose Tests oder überhaupt die Tests auch bei EBV, Histaminintoleranz oder Morbus Wilson denn wenigstens funktionieren bei einer nehmen wir mal an "Schwermetallvergiftung", wenn schon eine möglicherweise notwendige Therapie gegen Borreliose bei einer Schwermetallvergiftung nicht funzen würde??)
Parallel zu der Amalgamsache könnte ich mir erstmal die obigen Blutwerte prüfen lassen vorzugsweise zur Abklärung von Leberwerten und Blutarmut.

Viele Grüsse Oliver

Geändert von marefi (23.04.08 um 12:58 Uhr)

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Oliver,

Du musst nicht alles das machen, was Dir hier empfohlen wird.
Du solltest Dich damit befassen und Dir eine Meinung bilden. Du hast sicher nicht alles, was hier genannt wurde, also M. Wilson + Borreliose + Amalgamvergiftung + Pilze + ... +...
Mir scheint wichtig, die Ursachen für die erhöhten Leberwerte und für die Blutarmut zu finden. Denn dass Du ein Problem haben musst, dass diese beiden Folgen erklärt ist, klar.
Also würde ich prüfen, welche der genannten Krankheiten zu chronisch erhöhten Leberwerten und zu Blutarmut führen können.

Betr. Amalgam/Borreliose will ich kurz meine Erfahrung damit mitteilen:
Vor ca. 12 Jahren war ich der Überzeugung bei mir käme alles vom Amalgam, denn die Symptome einer Schwermetallvergiftung hatte ich. Ich wußte damals noch nichts von M. Wilson und dass M. Wilson dieselben Probleme macht, wie man sie dem Amalgam nachsagt.
Irgendwann merkte ich, dass es mir, trotzdem ich schon seit über 15 Jahren alle Amalgamfüllungen draußen hatte, immer nur noch schlechter ging. Ich kam zu der Überzeugung, dass das mit dem Amalgam wohl nicht sein kann und suchte nach anderen Ursachen für meine Probleme. Schnell kam ich auf Borreliose und war ca. 2 Jahre lang sicher, jetzt endlich die Ursche für meine Probleme gefunden zu haben. Doch da meine Laborwerte im Grunde negativ waren, zweifelte ich auch an der Borreliose als Ursache. Dann las ich im Wartezimmer eines Arztes die Symptome von M. Wilson. Mir fiel ein, dass dies ein Arzt 7 Jahre zuvor bei mir mal untersucht hatte und glaubte, ich hätte es nicht. Aber mir ging diese Krankheit nicht mehr aus dem Kopf. Ich informierte mich darüber im Internet, ließ immer wieder die Laborwerte dafür machen und stellte dann bald fest, dass ich wohl zuviel Kupfer im Körper haben könnte. Dann entschloß ich mich 2004 eine Leberbiopsie machen zu lassen und das brachte Gewißheit, weil mein Leberkupfer um ein Mehrfaches über dem oberen Normwert lag.
Es passten auch meine immer wieder erhöhten Leberwerte dazu, die hämolytische Anämie (wilsontypische Blutarmut) und einige andere Laborwerte... und vor allem fast alle meiner Beschwerden.
Meine Meinung zum Thema Amalgam ist, dass Amalgam dann Probleme machen kann, wenn man eine kranke Leber hat. Dann sollte man aber erst mal nach der Ursache für die Leberkrankheit suchen und nach einer Therapie für die Leberkrankheit, das Herausnehmen des Amalgams ist dann eher zweitrangig. Ich würde es sicher so nach und nach mit Schutzmaßnahmen herausnehmen lassen.
Beachten solltest Du, dass, wenn Du Dich auf M. Wilson untersuchen lassen willst, dies vorher tun solltest, denn wenn Du Ausleitungsmaßnahmen mit Chelatbildnern machst, beeinflusst Du den Kupferstoffwechsel und eine Diagnostik auf M. Wilson ist dann kaum mehr zuverlässig möglich. Auch die Einnahme von Zink, Kupfer und Hormonen beeinflussen die Werte des Kupferstoffwechsels und man sollte diese Substanzen vor einer Untersuchung auf M. Wilson frühzeitig weglassen.

Um zu prüfen, ob Du evtl. Borreliose hast, würde ich beim nächsten Blutnehmen den Arzt bitten, dies mitzuuntersuchen. Ich glaube bei Deinen Beschwerden daran nicht, denn die Leberwerterhöhungen und die Blutarmut sind m. E. nicht typisch für eine Borreliose.
Ebenso glaube ich nicht, dass die Blutarmut und die Leberwerteerhöhungen von Pilzen kommen.
Natürlich kannst Du Pilze haben, die Frage ist nur, ob sie Dir wirklich so zu schaffen machen, dass Du davon krank wirst.
Man kann Pilze im Stuhl und im Blut untersuchen. Außerdem gibt es im Urin noch eine Untersuchung (auf Arabinitol, siehe z. B. hier:
GANZIMMUN AG - Labor für funktionelle Medizin

Aber: Wenn Du erhöhte Leberwerte hast und dazu noch Blutarmut kann es Dir nicht so gut gehen, d. h. Du kannst allein von diesen beiden Dingen müde, unkonzentriert, schlapp etc. sein. Deshalb würde ich die Ursachen dafür am ersten klären lassen.
Wegen der Blutarmut wäre auch ein Facharzt für Hämatologie sinnvoll.

In Regensburg ist Prof. Dr. Wiedmann, ein Gastroenterologe. Er ist sehr engagiert in Bezug auf M. Wilson, denn er hält auf Vereinsveranstaltungen neben anderen Ärzten dazu immer wieder Vorträge.
Die meisten Wilson-Patienten werden von der Medizinischen Uniklinik Heidelberg betreut.
In Zwickau ist noch Dr. W. Hermann in der dortigen Paracelcus-Klinik. Er kennt sich auch mit Wilson aus und er ist Neurologe.

Vielleicht hast Du auch eine andere Lebererkrankung als den M. Wilson, das wäre auch denkbar.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Was könnte das sein?

marefi ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 09.04.08
Hallo Margie,
klar muss ich nicht alles machen, was hier gesagt wird, aber ehrlich gesagt bin ich dankbar für jeden Ansatz. Insbesondere möchte ich dir für deine Mühen danken, du hast dir hier schon so viel zeit genommen und hinterfragt wie das beispielsweise kein Arzt gemacht hat.
Also macht es nach deinen Angaben Sinn, erst die Morbus-Wilson Problematik abzuarbeiten, als zuerst an die Amalgamsache ranzugehen wegen der erschwerten späteren Diagnostik für Morbus-Wilson durch die Chelatbildner bei der Ausleitung.
Wenn ich all die Werte Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen), HB-Wert, MCV, Bilirubin, LDH und die Leberwerte
GGT, GPT, GOT, Alkalische Phosphatase (AP), Cholinesterase, Alpha-2-Globulin zur Verfügung habe, lässt sich ja schon einiges mehr sagen oder? Wobei, wenn die Werte nehmen wir mal an passen würden und auch keine Blutarmut mehr vorliegen würde (nur mal theoretisch), wäre Morbus Wilson noch immer nicht ausgeschlossen oder??
Ein Facharzt für Hämatologie wäre in meiner Nähe, das wäre zunächst mal kein Problem. Was mir dabei noch einfällt: Ich hatte auch immer Eisenmangel, das wurde immer als Grund für die Blutarmut genannt, wobei ich mir den eisenmangel überhaupt nicgt erklären kann: Ich esse im grunde vieles mit hohem Eisengehalt, habe dann auch noch Eisentabletten genommen, aber mein Zustand war unverändert. Den Wert hab ich dann aber auch nicht mehr prüfen lassen seit etwa einem Jahr, weil ich eben meinen Zustand immer auf andere Sachen geschoben hab.
Bei den Pilzen glaub ich mittlerweile auch, dass sie "Beiwerk" einer anderen Haupterkrankung sind, da ich wirklich alles mache, dass die Biester weggehen (mehrere Pilzmittel, basische Ernährung, unterstützende Massnahmen (Nahrungsergänzungsmittel, Darmaufbau, ausser eben das Amalgam)

Am Sinnvollsten erscheint mir, erst mal die Werte aufzunehmen, parallel die Borreliose abzuklären und dann alles weitere anzuleiten.


LG Oliver


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