Verdauungsprobleme und Nerven

06.04.08 17:21 #1
Neues Thema erstellen

theo ist offline
Beiträge: 6
Seit: 06.04.08
Hallo zusammen,

Bin mittlerweile 30 Jahre alt und leide seit Jahren unter folgenden Beschwerden:

----------------------------------------------------------------------
-Unregelmässige Verdauung (0 - 5 oder mehrmals am Tag auf Toilette)
-Verdauung reagiert EXTREM auf Stress und Nervosität (Durchfall und so...)
-Darm produziert viel Luft (Blähungen und ähnliches)
-Leichter Blähbauch
-Trinke ich viel Alkohol muss ich am nächsten Tag häufig auf Toilette (evtl. Durchfall)
-Ansonsten keine bekannten Unverträglichkeiten
-Am morgen nach dem Erwachen oft Schmerzen im Bauch/Rücken (geht schnell weg mit dem Aufstehen)
-Oft gehen meine Verdauungsprobleme einher mit vermehrtem Schwitzen
--------------------------------------------------------------------
-Insgesamt glaube ich dass sich mein Energiepegel eher auf einem unteren Niveau bewegt
-Am morgen nach dem Aufstehen bin ich eher total erschlagen als schön ausgeruht
-Habe hin und wieder aufgerissene Mundwinkel
--------------------------------------------------------------------

Besonders belastet mich, dass auch nur die kleinsten Dinge, die Anlass zur Nervosität geben könnten, meine Verdauung total durcheinander bringen. Das geht mittlerweile soweit dass ich kaum mehr an irgenwelchen 'Social-Events' teilnehme, weil auf mein Verdauung keinen Verlass mehr ist. Habe Jahre gebraucht um zu glauben dass meine Nerven so einen grossen Einfluss haben können.

War auch schon beim Arzt, der hat mich ohne genauere Untersuchungen mit einem Reizdarm diagnostiziert(keine Gluten und Milch Unverträglichkeit). Sport treiben verbessert die Situation auch nicht wirklich und wenn ich die Ernährung umstelle bringts auch nicht viel. Habe vor zwei Monaten endlich mit dem Rauchen aufgehört und mir dadurch eine Verbesserung versprochen, war aber nichts.

Vielen Dank fürs Lesen.
Wenn jemand irgenwelche Ideen hat, bin ich natürlich dankbar!

Verdauung und Nerven

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Die Verdauungsprobleme, die Du hast, könnten auf die Bauchspeicheldrüse hinweisen. Viele Blähungen, Schmerzen im Bauch und Rücken, vermehrte Probleme nach Alkohol, das würde auf diese Drüse passen.
Evtl. könnte auch eine Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn dahinterstecken, denn Du scheinst auch Eisenmangel zu haben (Risse um die Mundwinkel) und Eisenmangel kann entstehen, wenn man diese Krankheiten hat.
Die Risse können aber auch ein Vitamin B2-Mangel sein.

War auch schon beim Arzt, der hat mich ohne genauere Untersuchungen mit einem Reizdarm diagnostiziert(keine Gluten und Milch Unverträglichkeit).
Was ist denn das für ein Arzt?
Reizdarm ist eine "Verlegenheitsdiagnose", die die Ärzte dann geben, wenn sie nicht besonders gründlích untersuchen und das ist bei Dir offenbar so gewesen.

Ich rate Dir, Dich mal gründlichst untersuchen zu lassen. Darmspiegelung, Magenspiegelung, beides mit Probenentnahmen. Ferner sollte die Bauchspeicheldrüse mitabgeklärt werden.

Wenn Du Dich nicht fit fühlst, liegt dies möglicherweise daran, dass Du durch den häufigen Stuhlgang viele Nährstoffe nicht richtig verwertest und daher wohl Mangelerscheinungen hast.
Man sollte die Mineralstoffe im Blut (am besten im Vollblut) untersuchen wie Eisen, Magnesium, Kalium, Zink, Calcium, Selen und evtl. einige Vitamine wie Vitamin B12, Vitamin B6, Vitamin B2, Folsäure.
Vielleicht hast Du auch zu wenig B-Vitamine. B-Vitamine sind für die Nerven wichtig, ebenso tut den Nerven oft Magnesium gut.

Wenn Du schlecht schläfst, könnte dies bei der Symptomatik auch mit der Leber zusammenhängen. War die Leber schon mal auffällig? Erhöhte Leberwerte mal gehabt oder Auffälligkeiten im Ultraschall?
Da die Leber nachts arbeitet, schlafen Leberkranke nachts schlechter. Ich selbst bin leberkrank und schlafe schon sehr lange schlecht.
Oft weiß man nicht, dass man leberkrank ist, weil die Leber keine Schmerzen macht und die Leberwerte lange noch normal sind, auch wenn die Leber schon krank ist.
Ich würde bei einer evtl. Untersuchung auch die Leber durchchecken lassen.
Ist die Leber auffällig, wäre evtl. auch an M. Wilson zu denken, weil Du so mit den Nerven Probleme hast. Beides wäre bei M. Wilson typisch, also leberkrank und nervliche Probleme. Aber da dies eine seltene Krankheit ist und Deine Störungen auch andere Ursachen haben können, würde ich erst bei einer auffälligen Leber diese Krankheit mit in die "engere Auswahl" nehmen.

Am besten gehst Du zu einem Gastroenterologen zur Abklärung Deiner Beschwerden.

Evtl hast Du auch eine Histaminintoleranz.
Da hat man auch einige Deiner Probleme und man kann auch nervliche Probleme damit haben.
Hier im Forum gibt es eine Rubrik dafür. Eine Histaminintoleranz zu diagnostizieren, kann nicht jeder Arzt, weil viele sich damit nicht auskennen. Daher informiere Dich darüber, bevor Du Dir einen Arzt suchst.
Ärzte könntest Du evtl. hier finden:
Histaminose — Histamin-Intoleranz


Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Verdauung und Nerven

ErikaC ist offline
Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo Theo,

Sport treiben verbessert die Situation auch nicht wirklich und wenn ich die Ernährung umstelle bringts auch nicht viel.
Wie sahe denn deine Ernährungsumstellung aus? Wie lange hast du sie eingehalten? Was isst du?

Ich vermute ganz stark, dass du durch Ernährungsumstellung, Säure-Basen-Gleichgewicht und Darmaufbau, besserer Nährstoffversorgung (nicht künstliche Vitamine) ev. Candida-Behandlung Besserung erreichen kannst.

Viele Grüße
Erika

Verdauung und Nerven

fibi ist offline
Beiträge: 70
Seit: 27.01.08
hallo theo,

willkommen im forum.
ich habe noch fragen an dich,
hast du alle beschwerden aufgeführt?
sind die beschwerden im gesamten bauch?
hast du das gefühl,daß sich die luft an einer bestimmten stelle staut und dann heftige schmerzen verursacht?
neigst du auch zu verstopfungen?
hast du auch schmerzen vor,während oder nach dem essen?
fühlst du dich oft unterzuckert,z.b.nach psych.und phys.belastungen?
wurden blutuntersuchungen gemacht?
wurden weitere untersuchungen durchgeführt?
hast du noch andere vegetative beschwerden außer schwitzen,wie z.b.kalte hände,füsse,herzrasen,herzrhythmusstörungen,stimmu ngsschwankungen usw?
wie lange leidest du schon darunter?

ich bekam vor 8jahren auch so ähnliche symptome,im laufe der zeit kamen noch andere hinzu.es hat sich bei mir immer mehr
gesteigert.nun endlich ,durch die hilfe eines mitgliedes hier im forum ,weiss ich um meine diagnose und gehe im juni zu einem spezialisten,der die diagnose sichern und mit der therapie beginnen wird.

lieben gruss fibi

Geändert von fibi (06.04.08 um 23:28 Uhr)

Verdauung und Nerven

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
War auch schon beim Arzt, der hat mich ohne genauere Untersuchungen mit einem Reizdarm diagnostiziert(keine Gluten und Milch Unverträglichkeit).
Da schließe ich mich Margie an: das ist eine zu schnelle Diagnose, die zeigt, daß der Arzt kein großes Interesse daran hat, Dir zu helfen.

Woher weißt Du, daß keine Gluten- und Milch-Unverträglichkeit (also -Intoleranz) vorliegt? Ist abgeklärt, daß Du keine Kuhmilch-Allergie hast? Sind überhaupt Allergien abgeklärt worden?
Außer der Gluten-, Laktose- und Histaminintoleranz gäbe es da noch die Fruktose-Intoleranz. Ist die abgeklärt?
Für Laktose- und Fruktose-Int. gibt es Atemtests.
Die HI kann man nicht so leicht diagnostizieren lassen, aber man kann aufschreiben, was man ißt und trinkt (auch Medikamente) und dann schauen, ob man Regelmäßigkeiten entdeckt. Übrigens steigert Stress auch die Histaminempfindlichkeit.

Im Forums-Wiki findest Du Infos zu allen Intoleranzen: http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite

Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Verdauung und Nerven

theo ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 06.04.08
Vielen Dank für die Antworten und die Zeit die ihr euch genommen habt!

Wenn Du schlecht schläfst...
Schlafen tu ich eigentlich ziemlich gut. Habe nur das Gefühl das ich am morgen nicht so ausgeruht bin wie ich sein sollte.

Evtl hast Du auch eine Histaminintoleranz...
Bei Wikipedia werden dafür Symptome wie Uebelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, etc. angegeben, darunter leide ich nicht, glaube deshalb eigentlich nicht an eine Histaminintoleranz.

Vielleicht hast Du auch zu wenig B-Vitamine. B-Vitamine sind für die Nerven wichtig, ebenso tut den Nerven oft Magnesium gut
Hab ich mir auch schon überlegt, besonders weil ich ab und an rissige Mundwinkel habe. Meine Ernährung ist allerdings relative ausgewogen und eigentlich würde mich das deshalb wieder erstaunen. Nehme auch des öfteren so Brause-Vitamintabletten die eigentlich alles wichtigen Dinge die man so braucht beinhalten sollten.



Wie sahe denn deine Ernährungsumstellung aus? Wie lange hast du sie eingehalten? Was isst du...
Also ganz konsequent war ich wohl nie. Aber ich hab halt immer für eine Zeit lang gewisse Dinge die ich im Verdacht hatte wegelassen oder stark reduziert. Mal hatte ich eine Zeit auf Früchte verzichtet, dann hab ich keine Gemüse gegessen, dann wenig oder gar kein Brot... Aber solche Versuche haben nie zu einem Resultat geführt. Ausser eben beim Alkohol ist das Resultat ziemlich eindeutig.

Ich vermute ganz stark, dass du durch Ernährungsumstellung, Säure-Basen-Gleichgewicht und Darmaufbau, besserer Nährstoffversorgung (nicht künstliche Vitamine) ev. Candida-Behandlung Besserung erreichen kannst
Könntest du genauer beschreiben was du damit meinst und warum du dieser Meinung bist?


sind die beschwerden im gesamten bauch?
Die Schmerzen im Bauch nach dem Aufwachen sind eher auf den Seiten zum Rücken hin und ich spüre sie besonders wenn ich etwas tiefer Einatmen will. Bin mir aber nicht sicher ob das mit den anderern Beschwerden die ich angegeben zusammenhängt. Vielleicht kommen diese Schmerzen auch nur vom falsch liegen oder so

hast du das gefühl,daß sich die luft an einer bestimmten stelle staut und dann heftige schmerzen verursacht?
Nicht unbedingt, die Schmerzen gehen aber sehr schnell, praktisch mit dem aufstehen wieder weg.

neigst du auch zu verstopfungen?
Nein, eher das Gegenteil.

hast du auch schmerzen vor,während oder nach dem essen?
Nein, das ist eigentlich kein Problem.

fühlst du dich oft unterzuckert,z.b.nach psych.und phys.belastungen?
Glaube nicht, weiss aber auch nicht genau was mit unterzuckert gemeint ist.

wurden blutuntersuchungen gemacht??
Es wurde ein Test auf Gluten und Milchverträglichkeit gemacht. Ich glaube es wurde auch ein einfacher Test gemacgt bei dem gewisse Standardwerte im Blut überprüft wurden, weiss aber nicht mehr genau.

wurden weitere untersuchungen durchgeführt?
Nicht gross, Bauch abtasten und Blutdruckmessen und so.

wie lange leidest du schon darunter?...
Irgenwie weiss ich dass nicht so genau, dass hat irgenwie schleichend angefangen. Würde mal sagen dass es so vor 10 Jahren angefangen hat und so vor 6-8 Jahren langsam zur Belastung wurde.


Woher weißt Du, daß keine Gluten- und Milch-Unverträglichkeit (also -Intoleranz) vorliegt? Ist abgeklärt, daß Du keine Kuhmilch-Allergie hast? Sind überhaupt Allergien abgeklärt worden?
Außer der Gluten-, Laktose- und Histaminintoleranz gäbe es da noch die Fruktose-Intoleranz. Ist die abgeklärt
Gluten und Milch wurde abgeklärt und sollte kein Problem sein. Die anderen Sachen nicht. Aber eben, hab irgenwie langsam das Gefühl das mein Problem nicht mit einer Unverträglichkeit zusammenhängt. Besonders weil die Nerven ja so einen grossen Einfluss haben.



Ich selber glaube vorallem dass mein vegetatives Nervensystem irgendwie gestört ist, wegen dem schwitzen und dem riesigen Einfluss der Nerven. Hab deshalb mit autogenem Training begonnen, vielleicht hilft das ja.

Also nochmals vielen Dank, und entschuldigt wenns jeweils etwas länger geht bis ich antworte. Komme nur abends dazu im Forum nachzuschauen.

Verdauung und Nerven

ErikaC ist offline
Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo Theo,

deine Symptome klingen nach ernährungsbedingt. Ernährungsbedingt ist sowieso viel mehr, als die meisten annehmen.

Zum Säure-Basenhaushalt:

Säure-Basen-Haushalt

Was bedeutet Säure-Basen-Gleichgewicht?

Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist für unseren Stoffwechsel unverzichtbar. Unser Körper benötigt Säure bildende (ca. 25 %) sowie Basen bildende Kost (ca. 75 %), um im Säure-Basen-Gleichgewicht zu sein. Kommt die Nahrung in schon ausgeglichenem Säure-Basen-Verhältnis in den Magen, so wirkt sich das schonend für den Organismus aus, weil er wenige Mikronährstoffe verbraucht, die ihm dann für die Körperenergie zur Verfügung stehen. Nehmen wir zu viele säurehaltige Nahrungsmittel zu uns, muss der Körper die überschüssigen Säuren neutralisieren, in Basen oder auch umgekehrt, Basen in Säuren umwandeln, da das Blut nur einen engen pH-Bereich toleriert. Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist eine Grundvoraussetzung für dauerhafte Gesundheit. Unser Kraftwerk Körper kann ohne Säure-Basen-Gleichgewicht nicht optimal funktionieren - es kann manchmal Jahrzehnte dauern, bis „echte“ Krankheiten ausbrechen. Vorboten können z.B. übermäßiges Sodbrennen, Müdigkeit, Erschöpfung, Abgeschlagenheit, häufige Infekte, Haarausfall, Hautprobleme sein.

Unsere „normale“ Zivilisationskost“ setzt sich leider so zusammen, dass wir mehr Säuren aufnehmen als ausscheiden können (ca. 75 % Säurebildner). Säuren finden wir beim Zuckerbäcker und Fleischer - Basen beim Obst- und Gemüsehändler. Die meisten Menschen sind chronisch übersäuert. Der Hauptgrund für Übersäuerung ist falsche Ernährung. Der Konsum von Fleisch, Wurst, Käse, Eier, Zucker, Weißmehlprodukten (Säuren) ist zu hoch, der Obst-, Gemüse- und Kartoffelkonsum (Basen) viel zu niedrig. Beim Zuckerkonsum schlagen auch besonders die versteckten Zuckerstückchen zu Buche, z.B. in Limonade, Tee, Cola, Keksen, Kuchen, Süßigkeiten, Ketchup. Der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, 5-mal am Tag Obst und Gemüse zu essen, folgen nur die wenigsten.

Weitere Faktoren für Übersäuerung:
zu viel Stress
Medikamente
zu wenig Bewegung (zu viel kann auch „sauer“ machen)
zu wenig frische Luft
zu wenig Flüssigkeit

Was passiert bei Übersäuerung?

Nehmen wir zu viele Säuren auf, ist Schwerstarbeit notwendig, um die überschüssigen Säuren zu neutralisieren und den notwendigen PH-Ausgleich zu erreichen. Viele Mikronährstoffe werden dafür verbraucht. Sind Mikronährstoffe/Basenbildner nicht ausreichend vorhanden (Normalfall z.B. bei Ernährung mit denaturierten Nahrungsmitteln, übermäßigem Fleisch- oder Zuckerkonsum), muss zur Aufrechterhaltung des Säure-Basen-Gleichgewichts und der Stoffwechselfunktionen auf „Depots“ aus dem Bindegewebe, den Muskeln und Knochen zurückgegriffen werden. Der dauernde Mineralstoffentzug kann dazu führen, dass diverse Stoffe an Ort und Stelle fehlen, z.B. Calcium in den Knochen und Zähnen (Karies, Osteoporose), Magnesium in den Muskeln (Krämpfe, Migräne), Kalium im Herzmuskel (Herzrythmusstörungen).

Säuren werden außerdem im Bindegewebe zwischengelagert und warten dort auf eine basische Reaktionslage, um zur Ausscheidung gebracht werden zu können. Oft warten sie vergebens. Irgendwann ist jede Deponie übervoll. Das kann zu Schmerzen, Bewegungs- und Funktionseinschränkungen einzelner Zellen führen.

Die Elastizität der roten Blutkörperchen leidet im sauren Milieu, welche die kleinsten Kapillargefäße nicht mehr passieren können. Die Durchblutung ist gestört, Sauerstoff und Nährstoffe werden somit nicht ausreichend in die Zellen befördert. Zellen sterben ab. Laut Säurespezialisten sind Schlaganfall und Herzinfarkt das Ergebnis von chronischer Übersäuerung.

Übersäuerung wirkt sich auch äußerst ungünstig auf die Darmflora aus. Die „guten“ Bakterien, die wir brauchen, um Pilze, Viren und Bakterien abzuwehren, verabschieden sich. Das ist sehr bedauerlich, denn diese „guten“ Bakterien sind Freunde und Helfer unseres Immunsystems, das sich bei Anwesenheit seiner Freunde und Helfer ungestört anderen Problemen zuwenden kann.

Das Immunsystem vernichtet Eindringlinge entweder direkt oder es löst durch die Bildung von Antikörpern gegen die Eindringlinge (Viren, Bakterien) oder durch Vernichtung der infizierten Zellen Immunreaktionen aus. Entzündungen entstehen und Freie Radikale werden freigesetzt, welche Zellen schädigen. Viele, viele Krankheiten hängen mit einem schlechten Immunsystem zusammen, auch Krebs. Ein schwaches Immunsystem kann eventuell zum Beispiel Krebszellen, die täglich entstehen, nicht erkennen und entsorgen.

Man weiß heute in der Ernährungswissenschaft (leider wissen viele Ärzte darüber zu wenig Bescheid), dass aus Übersäuerung, schlechter Stoffwechsellage und Unterversorgung mit Nährstoffen viele Krankheiten wie Rheuma, Gicht, Gastritis, Gallensteine, Nierensteine, Leberschwäche, Infektionsanfälligkeiten, Gedächtnisschwäche, Bindegewebserkrankungen, Bindehautentzündung, Allergien, Asthma, Neurodermitis, Psoriasis, Ekzeme, degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates, Zahnschäden, Magenstörungen, Verstopfung, Schwangerschaftserbrechen, Migräne, Hörsturz, Arthritis, Arthrose, Rheuma, Weichteilrheuma, Osteoporose, Durchblutungsstörungen, Herzrhytmusstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes Typ II, Krebs, Multiple Sklerose resultieren.

Auch Gehirn und Psyche werden beeinflusst. „Saure“ Menschen reagieren oft überempfindlich und sind gereizt, aggressiv und wenig belastbar. Dauerndes Frösteln, dauernd kalte Hände und Füße, Abgeschlagenheit und Schwächegefühl sind deutliche Anzeichen für Übersäuerung.

Feststellung des Säuregrades

Der Säuregrad kann recht einfach - jedoch ungenau - mit pH-Indikationsstreifen aus der Apotheke für jedermann (auch am Arbeitsplatz) gemessen werden. Um ein annähernd gesichertes Ergebnis zu erhalten, sollte mindestens eine Woche, besser 3 – 4 Wochen jeder Urin getestet werden und daraus ein Durchschnittswert errechnet werden. Dieser sollte mindestens zwischen 6,2 und 6,8 liegen, 7 wäre idealer. Es gibt offensichtlich unterschiedliche Meinungen darüber, wann eine chronische Übersäuerung anfängt. Einig scheinen sich aber alle (die sich mit dem Säure-Basenhaushalt befassen) darüber zu sein, dass bei dauerhaften Durchschnitts-pH-Werten unter 6,2 bis 6,8 unbedingt gegengesteuert werden sollte.

Was können wir tun?

Am besten erst einmal den Speiseplan ändern und nach Möglichkeit weitere der oben genannten Faktoren reduzieren!

Wahrscheinlich werden Sie bei „normaler Mischkost“ trotzdem nicht das notwendige Säure-Basen-Gleichgewicht erreichen. Es gibt aber dennoch verschiedene Möglichkeiten. Hilfreich scheint u.a. die Zufuhr von Calcium und Magnesium im Verhältnis 2:1 zu sein. Die jeweilige Dosis muss dann jeder für sich austesten und regelmäßig anpassen. Zu beachten ist allerdings, dass eine hohe Calcium-, Magnesium- und auch Eisenzufuhr die Manganaufnahme behindern kann. (Folgen von Manganmangel s. Mangan.) Sehr interessant – wenn ich auch nicht ganz der gleichen Meinung bin - finde ich diesen kritischen Beitrag zum knochengesunden Essen und Calciumstoffwechsel http://www.opraxis.de/fileadmin/PDF/...rungstipps.pdf . Deutlich wird auch hier wieder der Zusammenhang zwischen Ernährung, Nährstoffversorgung bzw. dem Zusammenspiel der unterschiedlichen Nährstoffe und Gesundheit. Als Lösung sehe ich jedoch keinesfalls synthetische isolierte Einzelpräparate bzw. Hormonbehandlungen.

Ich persönlich bevorzuge eine Ernährung nach der Logi-Methode Startseite: LOGI-Methode bzw. eine Nahrungsergänzung aus Obst und Gemüse, da ich von der Kraft der Synergie überzeugt bin. Obst und Gemüse ist in seiner ganzen Vielfalt mehr als die Summe einzelner isolierter Bestandteile. Erwähnen möchte ich insbesondere die sekundären Pflanzenstoffe, die nachgewiesenermaßen Gefäßverstopfungen verhindern können, das Immunsystem stärken, Zellen vor Radikalangriffen schützen, Blutdruck und Blutzucker positiv beeinflussen, um nur einige Beispiele zu nennen. Ebenso wichtig für unseren Stoffwechsel sind die Enzyme (finden wir in natürlicher, unverarbeitetet Nahrung), die u.a. das Immunsystem modulieren und regulieren, beteiligt sind bei der Verhinderung von Autoimmunkrankheiten und wichtige Aufgaben im Säure-Basen-Haushalt erfüllen.
Auf Candida-Pilze und Unverträglichkeiten wird hier nicht näher eingegangen. Beides ist meistens ein Resultat eines entgleisten Säure-Basen-Gleichgewichts.

Viele Grüße
Erika

Verdauung und Nerven

Ben02 ist offline
Beiträge: 283
Seit: 05.11.07
Hallo Theo,

mein Darm hat dies auch schon alles durchgemacht, doch ich bin Quecksilber vergiftet.
Besserung habe ich durch die Ausleitung erfahren. Jedenfalls liegt eine Darmentzündung vor um es so zu sagen diese sich langsam zurück bildet. Dies kann geschehen durch Pilze. Dein Darm wird jezt nur auf halber Flamme laufen und kann die Nahrung nicht richtig zersetzen und nicht alle Vitamine, Mineralien werden aufgenommen - fakto Du bist schlap und ausgelaugt. Das schwitzen kenne ich auch, mir hat Schüßler Salz geholfen (Silicea). Bei akuten Darmschmerzen kannst Du Kühlelemente drauf legen, das beteubt den Schmerz. Zur Zeit solltest du deinen Darm schonen kein Alkohol, keine Fettigen Speisen, nichts scharfes. Und dann die Darmflora wieder aufbauen.

Liebe Grüße
Ben

Verdauung und Nerven

Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Eingerissene Mundwinkel können verschiedene Ursachen haben, die wiederum Erklärung für deine anderen Beschwerden sein könnten.

Ursachen Mundwinkelrhagaden:
Mundwinkelrhagaden Ursachen - Onmeda: Medizin & Gesundheit

Nebst Vitamin B-Mangel kommen auch Infektionen mit Viren, Bakterien und Candida in Frage.

Da dir dein Körpergefühl sagt, dass die Problematik irgendwie mit dem vegetativen Nervensystem zusammenhängt, würde ich an deiner Stelle auch mal chronische Infektionen abchecken lassen. Dafür spricht auch deine Morgenmüdigkeit. Vielleicht will dir dein Körper (Immunsystem) nichts anderes sagen, als dass du krank bist und besser liegenbleiben solltest. Natürlich könnte es sich auch um einen einfachen Vit. B-Mangel handeln. Vit. B ist ein wichtiges Nevenvitamin (Stichwort vegetatives Nervensystem). Die Brausetabletten nützen bei B-Mangel möglicherweise so gut wie nix, weil zuwenig Vit. B drin ist. Und will man Kulinski glauben, braucht es zum Vit. B auch Zink damit es richtig aufgenommen wird.

Im obigen Link wird im Zusammenhang mit den Mundwinkelrhagaden auch die Syphilis genannt. Wenn die Rhagaden bei Syphilis auftreten können, dann können sie es vielleicht bei der Borreliose auch. Bei der Borreliose kann es auch zu Magen-/Darmproblemen kommen:
Gestrointestinale Manifestationen der Borreliose und zu beachtende Co-Infektionen > Neuigkeiten > Dr. W. Klemann

Natürlich kommen auch andere Erreger in Frage. Die Suche wird nicht einfach sein. Vor allem brauchst du einen Arzt, der die Sache ernst nimmt. Wenn dein Arzt dir die Diagnose "Reizdarm" aufdrückt, heisst das nichts anderes als dass der Arzt schlichtweg nicht weiss, was dir fehlt.

LG und gute Besserung, Mungg
__________________
Borreliose ist ein Arschloch

Verdauung und Nerven

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Theo

Du hast strake Anzeichen einer Glutenunverträglichkeit und/oder eines Darmpilzes oder Histaminprobleme.
Der Arzt wird Dir höchstwahrscheinlich nur ie klassische Gluetnallergie abgeklärt haben. Die ist meist negativ, auch wenn man Gluten nicht verträgt. Zumindest ein IGG Gluetntest sollte es sein. T^Rate zum versuch absolut alles glutenhaltige für eine woche zu meiden (Bier, Brot, teigwaren und vrstecktes in Fertigprodukten etc)
Unter Candida im WIKI findest Du Hinweise ob Du übermässig Candida hast.

Die Mundwinkel können nebst B-Vitaminemangel auch ein Zinkmangel hinweisen und d.h u.a. auch eine mögliche KPU.

Gemäss neuster Studie kommt Reizdarm übrigens recht oft von einer nahrungsmittelunverträglichkeit.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso


Optionen Suchen


Themenübersicht