Porphyrie - erhöhte Leberwerte - Benzos

03.04.08 19:53 #1
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necky ist offline
Beiträge: 3
Seit: 03.04.08
Hallo zusammen!
Bei mir wurde 1994 eine akute intermittierende Porphyrie diagnostiziert. Momentan leide ich an einer starken viralen Grippe und beim Arzt wurden erhöhte Leberwerte (GPT, GOT, GGT zw. 40-50 )festgestellt (ich hatte in der Nacht starke Bauchschmerzen). Ich habe in letzter Zeit ab und zu ein Benzo zum Schlafen genommen, weil ich (aufgrund eines leichten P-Schubes?) schlecht schlafen kann. Ich muss aber unbedingt schlafen, weil ich einen stressigen Job habe und hier befinde ich mich bereits voll im Dilemma... Stress ist ein Auslöser. Ich kann das momentan aber schlecht beeinflussen.
Können die erhöhten Leberwerte auch nur von der Grippe kommen? Oder wirken sich die Benzos negativ aus???
Danke für alle Antworten!
necky

Porphyrie-erhöhte Leberwerte-Benzos

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo Necky,

ganz herzlich willkommen hier im Forum.

Die erhöhten Leberwerte könnten vom Pfeifferschen Drüsenfieber kommen, das oft nicht erkannt wird, weil es ebenfalls mit Erkältungs- und Grippesymptomen beginnt.
Bei Komplikationen werden dann die Milz und Leber in Mitleidenschaft gezogen.
Du solltest untersuchen lassen ob der Ebstein-Bar-Virus bei Dir aktuell ist.

Drüsenfieber - MEDIZIN ASPEKTE

Liebe Grüße
Anne S.

Porphyrie-erhöhte Leberwerte-Benzos

necky ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 03.04.08
Ich habe aber kein Halsweh! Ist das nicht DAS Symptom vom M. Pfeiffer? Ich hatte im akuten Schub immer erhöhte Leberwerte, sonst nicht. Ich kann das schon mal noch checken, muss eh noch ein AFP abnehmen und Leberwerte kontrollieren.

Porphyrie-erhöhte Leberwerte-Benzos

Shelley ist offline
Beiträge: 10.454
Seit: 28.09.05
hallo necky,

du sagst, deine leberwerte würden sich bei jedem aip-schub erhöhen?

wobei ich sagen muss, dass ich werte von 40 - 50 ( bei ref. ca. um minimum 30) noch nicht wirklich dramatisch oder gross erwähnenswert, sondern eher interessant zu beobachten, finde.

ich verstehe also nicht, warum dir dein arzt nicht sagt, dass die akute intermittierende porphyrie eine untergruppe der akuten hepatischen porphyrien darstellt.
hepatisch kommt ja von leber.
ergo steht doch die leber im zusammenhang mit der sache.

bei chronisch hepatischen porphyrien kommen zum teil symptome einer chronischen leberinsuffizienz vor.
dazu zählen ja auch erhöhte leberwerte.

ergo denke ich, dass es gut möglich ist, dass bei einer ahp (wozu die aip ja zählt), durchaus die leberwerte ein klein wenig über der norm sein können.

(ich will die werte nicht nur runterspielen, doch wenn du weisst, dass es durchaus werte im rahmen um 700 gibt, bei menschen, welche sich noch für gesund halten, verstehst du vielleicht, dass ich werte von 40 bis 50 noch nicht als dramatisch erachte.)

was ich gar nicht verstehe:
warum um himmels willen verschreibt dir dein arzt benzos, wo doch benzos gerade eine aip auslösen können????
also bitte; was soll das?
zuerst diagnostiziert er die aip und provoziert dann bewusst einen anfall bei dir?
da kann ich nur den kopf schütteln!

bist du sicher, dass deine bauchschmerzen nicht im rahmen der aip aufgrund der benzos stehen, und dein arzt dir nicht einfach aus dem blauen heraus ein virus anhängen will?
ich meine; wenn er schon bei aip benzos verschreibt, kann ich mir gut vorstellen, dass er ohne diagnostik mal ins blaue raus von einem virus redet, wo gar keines ist.
irgendwie muss er seinen fehler ja rausreden.

also wenn ich dich wäre würde ich mal sicher gehen, ob du in der tat wirklich ein virus hast und welches, und schon vorher den arzt fragen, was er mit seiner pfuscherei eigentlich bezweckt.
das ist nicht nur ein kunstfehler; wo eine attacke durchaus lebensbedrohlich verlaufen kann, finde ich das wahrlich fahrlässig!
du könntest deinen arzt auf fahrlässigkeit verklagen!

sofort weg mit den benzos, wenn du nicht dein leben riskieren willst!

viele liebe grüsse von shelley
__________________
IchDiskutierNichtMitIdioten.ErstZiehnSieMichAufIhrNiveauRab, DannSchlagen'sMichMitIhrerErfahrung.

Geändert von Shelley (05.04.08 um 22:11 Uhr)

Porphyrie-erhöhte Leberwerte-Benzos

necky ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 03.04.08
Huch! du erschreckst mich ja richtig! Ich habe seit Jahren, wenn ein Schub nahte und ich nicht schlafen konnte, mal ein Benzo genommen (also, das heisst ca. 5 Tbl/Jahr). Eigentlich könnte ich das ja auch wechseln, es müsste ja nicht ein Benzo sein, aber die Packung reicht halt rel. lang und ich hab noch davon.
Ich hab keinen Arzt (mehr) im Moment... der letzte war mein Arbeitgeber und das hat sich jetzt geändert. Da ist die Situation dann sowieso anders: Hauptsache, Arbeitskraft fällt nicht weg.
Momentan habe ich eine virale Grippe und zwar so richtig, mit allem drum und dran (ist am Abklingen). Da hatte der Arzt schon recht.
Ich habe halt einfach, seit ich gelesen habe, das AIP ein erhöhtes Risiko des Leberzell-Ca hat, Angst, wenn ich was von erhöhten Leberwerten höre. Natürlich ist das nicht furchterregend hoch, aber dennoch denke ich halt immer dran...
Ich weiss schon, dass die AIP eine Untergruppe ist, hab mich bei Ausbruch ziemlich viel damit beschäftigt. Wenn man selbst betroffen ist, ist halt eine chronische Leberinsuffizienz nicht mehr nur ein Wort, sondern ein Gedanke, der Angst macht.
Also keine Panik: der Arzt pfuschte nicht! Meine Grippe ist nicht weg zu diskutieren, weder mit Pfeiffer noch mit Porphyrie.
Für mich war einfach die Frage, ob die Grippe einen Schub ausgelöst hat und die Benzos dieses noch begünstigt haben könnten.
Danke für deine Antwort
lG
necky


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