Ich fühle mich zu dick!

11.09.05 17:24 #1
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Ich fühle mich zu dick!

klaudi ist offline
Beiträge: 305
Seit: 25.07.05
Hallo Aylin
Ich werde schon ganz kribbelig, weil ich gar nicht weiß wie man dir jetzt helfen kann!

Wenn meine Tochter das Problem hätte, würde ich vermutlich sie ganz doll lieb haben, so wie sie ist. Ich könnte mit ihr in eine Kur fahren, wenn sie will. Wenn sie nicht will würde ich ihr das Buch von Dr. Siegel zu diesem Thema besorgen und sie dann bitten es mit mir zusammen zu lesen. Ich könnte ihr auch Klienten zeigen die gar nichts dagegen unternommen haben, das wäre aber dann eine Schocktherapie. Was ich wirklich gar nicht will. Ich könnte auch versuchen mit ihr zusammen zu essen und sie ganz doll liebhaben wenn sie versucht auf die Toillete zu rennen.

Wäre das richtig, was meinst du. ?
Wie würdest du reagieren wenn nicht du sondern deine Tochter das Problem hätte. ?
Würdest du ihr auch helfen wollen?
Würdest du sie lieben und um sie Angst haben?

LG Klaudia

Ich fühle mich zu dick!

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.473
Seit: 26.04.04
Hallo Aylin -

Du schreibst, dass Du es nicht stoppen kannst, abnehmen zu wollen, und dass Du auch gar nicht weisst, ob Du es wirklich willst. Mein Eindruck ist, dass Du auf jeden Fall eine Therapie brauchst, weil Du alleine nicht aus dieser Situation heraus kommen wirst.

Es ist zwar voll und ganz DEINE Sache, was Du daraus machst, aber ich möchte Dir einen ähnlichen Fall aus meinem Bekanntenkreis schildern: die junge Dame wog schliesslich nur noch 39 kg und lag im Krankenhaus bei künstlicher Ernährung, d.h. sie hatte eine Magensonde gelegt bekommen, um überhaupt überleben zu können - es war wirklich dramatisch und sehr ernst. Danach war sie etliche Jahre lang immer wieder in einer Klinik. Jetzt ist sie so weit, dass sie wieder ein relativ normales Gewicht hat; aber durch die Magersucht hat sie bis heute keine Ausbildung machen können und sie ist immer noch zu Hause bzw. arbeitet nicht.

Liebe Aylin, ich will Dir nun keine Angst machen, aber überlege Dir gut, wie Du weiter verfahren willst. Es geht schneller als Du denkst und Du kommst in eine lebensgefährliche Lage.

Viele Grüsse,

Malve

Geändert von Malve (21.04.14 um 16:51 Uhr)

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grufti ist offline
Beiträge: 512
Seit: 27.03.04
Hallo Aylin,
hab nicht schlecht gestaunt, als ich las, dass Du nach dem Essen kotzen gehst. Frage: warum tust Du überhaupt was essen? Wenn Du Deine Mahlzeiten den Bettlern auf der Strasse bringst, tust Du ein gutes Werk und sicherst Dir einen Platz im Himmel. Es gibt immer und überall Leute, die hungern müssen.
Ich z.B. bin vor dem Krieg geboren und hab in der Kindheit nicht genug zu essen bekommen. Während meiner ersten 15 Lebensjahren hab ich unter Hunger und Mangel gelitten und mit den Folgen dieser Unterernährung bin ich heute noch beschäftigt.
Ich hoffe, Du verstehst, dass ich Dich nicht versteh.
Grüsse
grufti

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Gaby ist offline
Beiträge: 651
Seit: 14.05.05
Hallo Grufti
Entschuldige, aber ich verstehe dich jetzt auch nicht ganz. Wir alle sind Kinder unserer Lebensumstände, jeder hat so einiges mitbekommen, das er sich nicht selbst ausgesucht hat. Und wenn es heute so viele Jugendliche gibt, die einem Schlankheitswahn hinterherjagen und das Erbrechen willkürlich herbeiführen, dann ist das eine sehr schlimme Sache, an der die Gesellschaft die Schuld trägt. Ich glaube nicht, dass es so schön ist zu erbrechen, das macht niemand wirklich freiwillig, das geschieht aus einem inneren Zwang heraus, dem man sich nicht mehr so leicht selbst entziehen kann. Sogar in einer Klinik unter ärztlicher Aufsicht gelingt es den Kranken nur sehr schwer mit unendlicher Mühe und nur in winzig kleinen Schritten wieder zu einer normalen Nahrungsaufnahme zurückzufinden. Aus diesem Teufelskreis findet man ohne Hilfe nicht wieder heraus, einige sind daran gestorben, das haben sie sich sicher nicht so ausgesucht. Hier ist sehr viel Verständnis gefragt und Hilfestellung.
Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel, du hast da aber meiner Meinung nach einfach eine falsche Sichtweise.

Liebe Grüße
Gaby

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samadhi ist offline
Beiträge: 216
Seit: 17.09.05
Hallo Aylin,

was fandest du denn damals, als du damit anfingst, so zum Kotzen? Was geschah in den Minuten oder Stunden vorm ersten Mal, dass dir auf einmal zum Kotzen war? Eine Bemerkung von anderen, wenn ja, von wem? Irgendeine andere Sache? Gibts den Grund immer noch? Hast du diese Reaktion jetzt wirklich immer noch nötig?
Ich hatte das Problem auch mal, und es hat etwas gedauert, bis ich die Antwort auf die letzte Frage wusste. Aber dann hat es von einem Tag auf den anderen aufgehört :-)


Liebe Grüße
samadhi

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grufti ist offline
Beiträge: 512
Seit: 27.03.04
Hallo Gaby,
danke für Deine Aufklärung - aber ich versteh das ganze immer noch nicht. Na ja, wir könnten jetzt mal Keule schwingend auf einander losgehen oder weiterhin verständnislos aneinander vorbeimarschieren. Ich denke, das letztere wird der Fall sein.
Grüsse
grufti

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo, Ihr "Kontrahenten",
ich verstehe auch vieles nicht, was sich so abspielt, grufti. - Aber trotzdem ist es so. Die eigenen Erfahrungen reichen oft nicht aus, um die Erfahrungen anderer nachzuvollziehen. Ist halt so...
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Zum Thema Magersucht wird in Kliniken übrigens ein Buch zum Teil als Pflichtlektüre angegeben:
Anita Johnston "Die Frau die im Mondlicht aß"
Bücher von Amazon
ISBN: 3426872048


Andere Bücher zum Thema: http://www.magersucht.de/allgemein/books.php
Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Gaby ist offline
Beiträge: 651
Seit: 14.05.05
Hallo Grufti
Ich reiche dir die Hand zur Versöhnung und die Keule sollten wir in der Steinzeit lassen, wozu sollten wir die auch brauchen? Und nicht einmal verständnislos aneinander Vorbeimarschieren ist nötig. Vieles ist auch für mich nicht nachvollziehbar und schwer einzuordnen, da tun sich zuweilen zwischen den Generationen Abgründe auf, die wir nur mit sehr viel Einfühlungsvermögen überwinden können. Ich wollte nur für ein wenig Verständnis für Jugendliche wie Aylin plädieren, sie haben es sicher nicht leicht.
Ich hoffe auf ein freundschaftliches Miteinander, damit kommen wir sicher am weitesten.

Liebe Grüße
Gaby

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
.. manchmal spricht man die Dinge besser nicht so drastisch aus, Sternenfee - meine ich wenigstens.
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wer's genauer wissen will, kann ja mal diesen Test machen:
Diät-Motivations-Check www.netdoktor.de/system/s.gif

Nur wenn Sie Ihre Motivation und Ihre Ziele genau kennen, werden Sie auch Diätfrust und Abnehmkrisen gut überstehen.
Sie sollten die folgenden Fragen ehrlich beantworten. So verschaffen Sie sich etwas mehr Klarheit darüber, warum Sie ein paar Pfunde verlieren wollen. Denn bedenken Sie: Diäten können krank und wegen des Jo-Jo-Effekts sogar dick machen!



Ermitteln Sie zunächst schnell Ihren Body-Mass-Index (BMI-Wert). Dabei wird das Gewicht (Kilogramm) zwei mal hintereinander durch Ihre Körpergröße (in Metern) geteilt.

Liegt dieser BMI-Wert über 25, dann ist es sinnvoll, wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren wollen. Denn bei einem BMI von über 25 (bzw. über 26, wenn Sie älter als 35 Jahre sind) sind Sie leicht übergewichtig. Bei einem BMI-Wert von über 30 sollten Sie allein schon aus gesundheitlichen Gründen dringend abnehmen. Finden Sie mit diesem Test heraus, ob eine Diät für Sie tatsächlich empfehlenswert ist. Und hinterfragen Sie ihren Wunsch, abzunehmen. Weiter zum Test
http://premium.netdoktor.com/de/port...motivation.jsp


Gruss,
Uta
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