Fiktiver Fall - Reizhusten

22.03.08 10:18 #1
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Snipez1st ist offline
Beiträge: 11
Seit: 31.07.07
entsprechend der Forenregeln hier ein fiktiver Fall:

Ein Mann mitte 20 hat seit einigen Monaten Probleme mit
Reizhusten der manchmal (besonders morgens) in
Verbindung mit dem Auswurf von dunkelgrünem Schleim
Auftritt. Das Reizhustenproblem tritt stärker auf um
so tiefer der Mann einatmet, bei flacher Atmung reduziert
sich das Problem. Teilweise ist der Reizhusten so stark
das der Mann nachts wach wird und nicht mehr einschlafen
kann.
Bisher wurde kein Arzt konsultiert, da das Problem mal für einige
Tage kaum spürbar ist, dann aber aufeinmal wieder stärker auftritt.

Bevor hier nun ein fiktiver Arzt aufgesucht wird, folgende Frage:

Was KÖNNTE bei diesem fiktiven Patienten Ursache sein? Welche Behandlung bzw. welche Untersuchung sollte der zu konsultierende Arzt ausführen.

Danke im voraus

Fiktiver Fall

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Hi!

Hier eine fiktive Antwort.

Ich würde bei dem Patienten auf eine Allergie tippen. D.h. als Hausarzt würde ich ihn zu einem Allergologen schicken um entsprechende Tests zu machen.
Dies ist die eine Variante, die Infos sind ja nicht gerade viele!

Sollte o.g. nicht zutreffen wäre dem Patienten zu empfehlen einen HNO aufzusuchen. Eventuell hat er eine chronische Bronchitis o.ä. Eine Röntgenaufnahme der Lunge wäre sicherlich auch kein Schaden. Raucht der fiktive Patient denn?


LG

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Fiktiver Fall

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ich würde dem fiktiven Patienten empfehlen, zu einem realen Lungenfacharzt zu gehen. Der kann auch Allergietests machen und einen Lungenfunktionstest dazu.
Mit solchen immer wiederkehrenden Husten-Geschichten sollte man nicht spaßen; sie könnten chronisch werden.

Gruss,
Uta

Fiktiver Fall

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo!

Ich würde an ein beginnendes Asthma denken, das evtl. noch allergisch sein kann (Pollenallergie? Nahrungsallergie?).
Den Auswurf würde ich untersuchen lassen (Kultur auf pathogene Keime) und ggf. nach einer entsprechenden Austestung ein Antibiotikum einnehmen.
Evtl. wäre auch noch abzuklären, ob atypische Bakterien wie Chlamydien pneumoniae, mycoplasmen, mykobakterien avium eine Rolle spielen (mit PCR-Untersuchung des Sputums und/oder mit Antikörperbestimmung im Blut).

Alles sollte von einem Lungenfacharzt untersucht werden.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Fiktiver Fall

Snipez1st ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 31.07.07
Hallo, der fiktive Patient ist Nichtraucher, hat allerdings den klassischen Heuschnupfen und bekommt eigentlich grundsätzlich (egal ob Sommer oder Winter) sehr schlecht Luft durch die Nase und schnarcht daher auch wie Sau ähm... ich meine sehr stark.... - also Ihr sagt alle der Patient soll mal zum Lungenfacharzt gehen? Kann man das so zusammenfassen?

Fiktiver Fall

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ja, würde ich so sagen .

Nimmt denn unser fiktiver Patient Antihistamine? Und inhaliert er mit Salzwasser?

Gruss,
Uta

Fiktiver Fall

Snipez1st ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 31.07.07
Hmn... der fiktive Patient kennt Salzwasser, das andere Wort... "Antihistamine" kennt er nicht und inhalieren tut er beides nicht - was wäre das denn? und was bewirkt das...? Danke schonmal für die vielen Antworten....

Fiktiver Fall

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Antihistaminika sind Medikamente, die bei allergischen Reaktionen helfen können. Wenn die Nase tropft, die Augen brennen und triefen, dann kann ein Antihistamin wirklich sehr gut helfen.
Wenn der Fiktive Heuschnupfler ist, dann wäre das mal einen Versuch wert. Denn oft setzen sich auf allergische Reaktionen mit Fließschnupfen dann Erkältungen darauf, die schwer wegzubekommen sind. Wenn es ganz dumm läuft, wird dann aus dem Heuschnupfen ein allergisches Asthma. Deshalb wäre ein Lungenfacharzt mit Allergologie schon der richtige Ansprechpartner.
Manche Antihistamine machen müde (Fenistil z.B.). Die neueren Antihistaminika machen nicht mehr müde. Am besten Arzt oder Apotheker fragen. Die meisten gibt es ohne Rezept in der Apotheke, z.B. Lorano.

Antihistamin
Substanz, die bei der Behandlung von Allergien dem Botenstoff Histamin entgegenwirkt und so den Stoffwechselprozess, den ein Allergen über das vom Körper freigesetzte Histamin auslösen kann, unterbricht. Auf diese Weise können die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur und die Entzündung der Bronchialschleimhaut frühzeitig verhindert werden.
cortisonpartner.de - Antihistamin

Gruss,
Uta

Fiktiver Fall

Snipez1st ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 31.07.07
Danke für die ausführlichen Antworten, ich werde kommende Woche einen HNO und Lungenfacharzt konsultieren, hatte heute morgen im Büro zwei Kunden und wurde leider erneut von einen Hustenanfall unterbrochen der gute 10 Minuten andauerte... - mal sehen was bei rum kommt... (rein fiktiv

Achso... eine letzte Frage hätte ich noch - der Patient ist vor gut einem Jahr vom Lande in die Großstadt gezogen - der Stadtteil in den er gezogen ist stellt regelmäßg Schadstoffrekorde auf - ist hier erfahrungsgemäß ein Zusammenhang möglich? Die Frage stellt sich, da der Patient diese Beschwerden erst seit ein paar Monaten hat und vorher für so etwas eigentlich nicht anfällig war.

Geändert von admin (28.05.10 um 11:21 Uhr)

Fiktiver Fall

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Der fiktive Patient (oder jetzt nicht mehr...) sollte seine Bedenken auf jeden Fall den Ärzten mitteilen, ich könnte mir einen Zusammenhang durchaus vorstellen!


LG

Heather
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aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

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