20 Jahre krank, kein Befund

05.03.08 18:01 #1
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20 Jahre krank, kein Befund

minon ist offline
Beiträge: 149
Seit: 29.11.09
*auch-schon-lange-warte*

lg
minon

20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
also, zuerst mal, das bin ich. das foto wurde durch zickmales verkleinern so schlecht. ich hab mir gedacht, das ich mich outen kann, warum auch nicht.
in kliniken, bei freunden, bei der arbeit usw. musste ich das auch, warum nicht auch hier.
mir geht es besser. mein zustand könnte man als einigermaßen stabil bezeichnen. ich arbeite seit etwa 4 monaten wieder.

warum ich nicht mehr schrieb und es mir auch jetzt schwer fällt zu beginnen ist nicht so einfach zu sagen.
es liegt hauptsächlich aber daran, das ich einiges hier im forum, manche leute, genannte ärzte, therapien und letztlich auch mich in frage stellen muss und wer tut das schon gerne.
wenn ich nicht so viele privaten anfragen bekommen hätte, hätte ich wohl nie damit begonnen. danke dafür.

ich nehme seit 2 monaten keine ssri mehr.
ich nehme seit 2 jahren etwa keine zusatzmittel wie vitamine oder mineralstoffe oder ähnliches mehr.
ich ernähre mich "ungesünder" als zuvor. ich habe etwa 5 kilo zugenommen.
80 kilo bei 180 cm grösse.
ich gehe nur noch zum arzt, wenn ich mal was hab, aber nicht wegen meiner eigentlichen erkrankung.
ich lese keine bücher oder informiere mich im internet über krankheiten.
ich unternehme deutlich mehr als vorher, was aber trotzdem noch mit problemen und hindernissen behaftet ist.
ich könnte die reihe noch weiterführen, aber ich denke, ihr wisst worum es mir geht.

ich werde mir mit allem hier zeit lassen.
ich werde versuchen täglich was zu schreiben. ich will mir überlegen was ich schreibe, den ich will nicht emotional handeln, den ich glaube, das es auch zu kleinen nicklichkeiten kommen wird. einiges, was ich selber zelebrierte, sehe ich jetzt einfach so kontrovers, das ich mir manchmal selber an den kopf fasse. beispiel: hws - trauma oder auch borreliose.
mir hat niemand gesagt das ich das nicht habe oder gesagt das es das nicht gibt, sondern das ist meine eigene erfahrung.
ich sage auch nicht, das es das nicht gibt, aber da es zickfache symptome haben kann, stürzen sich alle, die keine diagnose bekommen, als letzten strohalm auf solche dinge, auch wenn es nüchtern betrachtet, wie bei mir, nicht sein kann.

ich habe einen weg gefunden, wobei ein kleines "ist es das wirklich" noch geblieben ist.

ich freue mich schon auf eure antworten.
ich bin auch bei facebook zu finden.
name: frank köhler mit dem selben foto wie hier. ich hoffe es gibt nicht zu viele davon. kann man das verlinken ?

also gute nacht, wir schreiben uns ......

ps: shcriebfheler könt ir behatlen

20 Jahre krank, kein Befund

Spooky ist offline
Beiträge: 2.108
Seit: 13.12.06
Hallo Frank,

ich habe es ja schon mehrfach gesagt, ich freue mich total auf deinen Bericht und hoffe ggf. auch etwas für mich daraus zu ziehen......

Gruß
Spooky

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GH6 ist offline
GH6
Beiträge: 9
Seit: 06.08.09
Hast du überhaupt eine treffende Diagnose bekommen oder nur einen Weg für dich gefunden?

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
man, habt ihr darauf gewartet das ich schreibe .
ich sag erst morgen was dazu, sorry, ist besser so.

ich seh ja voll scheisse aus auf dem verpixeltem bild........

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Sorry, war bei einem Geburtstag eingeladen und zuvor mein erstes Eis essen im Park.
Melde mich morgen.
Gute Nacht.

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
also, mach mal weiter.
meine körperlichen beschwerden wurde also damals immer extremer.
zuvor war ich ja bei dr. müller. er kam mir beim gespräch irgendwann hilflos vor.
er warf dann borreliose ins gespräch und ich sagte ihm, das ich schon einen test gemacht hatte, der positiv war.
er behandelte mich dann mit der stosstherapie mit antibiotika.

es brachte letztlich nichts, mir ging es irgendwann so schlecht, das ich einfach damit aufhörte.

irgendwann lag ich nur noch da, vegetierte vor mich hin, das war echt so.
im liegen auf dem sofa ging es mir sogar schlecht. meine muskeln waren schwach. jede bewegung oder allein das aufrichten waren eine rausvorderung.
auf die toilette gehen , wasser lassen, war anstrengend. für den täglichen stuhlgang suchte ich mir eine zeit aus, in der es mir ein wenig besser ging, leichte tagesschwankungen gab es immer.
duschen war fast nicht möglich und ich tat es nur dann, wenn es ging.
treppensteigen, ein stockwerk war genausso schlimm.
ohne die hilfe meiner mutter wäre ich ziemlich schlecht dagestanden, wobei ich gerade ihr mein leiden eigentlich am wenigsten zeigen wollte.

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
ich hatte von der kleinsten anstrengung atemnot. mir war heiss. in meinem kopf war schwindel, benommenheit, gribbeln. mein herz stolperte, beschleunigte den puls bei der geringsten anstrengung. die schwäche der muskeln war hauptsächlich in den oberschenkeln zu spüren. einmal wollte ich aufstehen, und musste mich sofort wieder setzen.
essen war schon als anstrengung zu bezeichnen. es kamen schluckbeschwerden dazu. ich ass langsam um die lage nicht dadurch zu verschlechtern. manchmal hatte ich angst zu schlucken, weil ich dachte, das auch die schluckmuskeln nicht richtig funktionierten.

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
eigentlich kann man das alles gar nicht richtig beschreiben. es war echt die hölle.
schließlich kam ich irgendwann mit dem notarzt ins krankenhaus.
dort kam ich in die innere/onkologie.
ich war 2 wochen zum check dort. einen belastungstest des hezens musste ich ablehnen, es ging einfach nicht.
was ich für menschliche tragödien allein in den 2 wochen dort erlebte, war schon extrem.
krebs ist schon echt was beschiessenes, sorry für die wortwahl.
trotzdem muss ich sagen, das eine eindeutige diagnose doch eine grosse erleichterung ist, aber ein krebskranker sieht das vielleicht anders.
in einer nacht verstarb sogar einer auf dem zimmer.
andere waren längst im rollstuhl, vollgepumpt mit schmerzmitteln, opiate denk ich mal. sieh waren wie weggetreten dadurch.
hillos, kraftlos, mit künstlichen darmausgängen, löchern im kehlkopf zum atmen.
leben war das teilweise nicht mehr.
andere wurden auf die chemotherapie vorbereitet. ihnen und den angehörigen stand die angst im gesicht.

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
meine beschwerden blieben auch dort bestehen. die stationsärztin registrierte mein leiden. ich war nur auf dem zimmer, im bett.
irgendwann musste ich entscheiden wie es weiter geht.
die ärztin sagte, das ich gehen muss. ich sagte das dies nicht geht. dann sagte sie, das ich entweder heim muss oder in die psychatrie. es gibt dort eine auffangstation für akutfälle. natürlich sträubte ich mich dagegen.
ich setzte einige hebel in bewegung , aber es gab keine alternative.
die ärztin hatte natürlich eine psychosomatische störung im verdacht.
mir ging es so schlecht, und ich hatte so eine falsche vorstellung von der psychatrie, das ich richtig angst hatte davor. nur war es auch so, das ich mehr angst vor dem zu hause sein hatte, weil ich nicht mehr konnte und weil ich wusste, das sich dort auch nichts ändert.


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